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Streit wegen Exfreundin eskalierte

Ein 37-jähriger Waldheimer soll einen Bekannten geschlagen haben. Er gestand die Tat. Jetzt muss er 1 800 Euro zahlen.

© dpa

Von Helene Krause

Döbeln. Der Angeklagte soll sich von hinten an den Geschädigten herangeschlichen und ihm unvermittelt ins Gesicht geschlagen haben. So steht es in der Anklageschrift. Passiert ist die Tat am 30. September 2015 auf dem Markt in Waldheim. Das Opfer konnte sich losreißen und flüchten. Vorm Rathaus erwischte ihn der Täter erneut. Er soll ihn zu Boden gestoßen und weiter auf ihn eingeprügelt haben. Der Geschädigte hatte Schmerzen im Gesicht und im Nacken. Wegen dieses Vorfalls erhielt der 37-jährige Waldheimer einen Strafbefehl. Er sollte eine Geldbuße in Höhe von 1 800 Euro zahlen. Dagegen ging er in Einspruch. Der Fall landete vor dem Amtsgericht Döbeln.

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Dem Vorfall ging ein Streit voraus

„Der Staatsanwalt hat übertrieben“, sagt der Beschuldigte in der Verhandlung. „Es geht nicht, einen von hinten ins Gesicht zu schlagen. Der Geschädigte hat sich zu Boden fallenlassen. Er zog eine Show ab, um auf sich aufmerksam zu machen.“ Schon im Vorfeld gab es Streit zwischen den beiden. Grund dafür soll sein, dass die Freundin des Beschuldigten sich von ihm getrennt hätte und der Geschädigte Kontakt zu ihr hatte.

Ein weiterer Zeuge, der den Vorfall beobachtet hat, schildert das Tatgeschehen, wie es in der Anklageschrift steht. „Als er vorm Rathaus am Boden lag, schlug der Angeklagte weiter auf ihn ein.“ Von zwei oder drei Schlägen ins Gesicht ist die Rede. Dann wären zwei Ordnungsleute aus dem Rathaus gekommen. Sie nahmen den Geschädigten mit ins Haus. Der Angeklagte ging davon.

Bevor Richter René Stitterich ein Urteil fällt, fragt er den Beschuldigten, ob er den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückziehen will. Unter Umständen könnte ein Urteil höher ausfallen, als es im Strafbefehl steht. Daraufhin zieht der Angeklagte den Einspruch zurück.