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Striezelmarkt trotz Sturms regulär geöffnet

Dresden hat sich für den Sturm gerüstet - und der Striezelmarkt kann öffnen. Dennoch raten Meteorologen zur Vorsicht wegen starker Windböen.

© dpa

Heftige Sturmböen, Gewitter und Schneeregen – Ausläufer des Orkantiefs „Xaver“ werden nach Einschätzung von Meteorologen auch Dresden treffen. „Allerdings eher am Rand, der Schwerpunkt liegt in Norddeutschland“, sagt Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Dennoch kann der Wind auch durch die Landeshauptstadt mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 Kilometer pro Stunde fegen. Erste Boten waren bereits in der Nacht zum Freitag zu spüren, für heute rechnet der DWD mit Sturmböen und etwa fünf Zentimetern Neuschnee in Dresden. „Es wird winterlich“, so Scholz. Zudem empfiehlt Scholz, sich vorzubereiten: Blumenkästen sollten gesichert und alles, was an Haus und Garten weggeweht werden könnte, festgezurrt werden.

Striezelmarktbuden öffnen

Innerhalb einer Stunde könnte das Areal um den Striezelmarkt geräumt werden, erklärte am Donnerstag Alexander Siebecke, dessen Agentur den Markt im Auftrag der Stadt betreut. Doch das scheint nicht nötig zu sein. Wie die Stadt am Freitag mitteilte haben die Händler ihre Waren und Stände entsprechend der Witterungsbedingungen gesichert. Einige hätten sich entschlossen, nicht zu öffnen. So zum Beispiel die Lauschauer Glashütte und der Holzkohlegrill wegen der Gefahr des Funkenfluges. Außerdem wurde die Standsicherheit der Striezelmarkt-Fichte geprüft und die Keile in der Bodenhülse neu befestigt. Der Baum sollte selbst bei Windstärke 12 stehen bleiben.

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Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben sind Mitarbeiter in Alarmbereitschaft, um beschädigte Oberleitungen schnell reparieren zu können. Der Zirkus Sarrasani hat seine für gestern Abend geplante Dinnershow abgesagt. Grund: Bei Sturm ist es zu gefährlich im Zirkuszelt. Im Drewag-Netz gab bis in die späten Abendstunden in Dresden keinen Stromausfall.

Erzgebirge rechnet mit Schneeschauern

Wer am Wochenende Ausflüge ins Erzgebirge plant, muss mit starken Schneeverwehungen rechnen. Erst in der Nacht zum Samstag lassen Schneeschauer und Sturm nach. Dresden hat sich gerüstet: Am Flughafen wurden sämtliche Betriebsbereiche informiert, Geräte untergestellt oder entsprechend gesichert. Sobald der Wind stärker als 45 Kilometer pro Stunde weht, bekommt der Flughafen Dresden eine Windwarnung vom Wetterdienst. Ob die Flugzeuge starten und landen, entscheiden aber die Fluggesellschaften.

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Bei der Sächsischen Dampfschiffahrt werden die Schiffe vorsichtshalber sturmfest gemacht. „Alle leichten oder losen Teile werden gesichert oder weggeräumt, damit sie nicht zu Wurfgeschossen werden. Die Schiffe sind ohnehin schon auf den Winterbetrieb eingerichtet“, erklärt Disponent Jochen Haubold. Noch sei nicht entschieden, ob die geplanten Adventsfahrten als nette Veranstaltung vor Anker stattfinden müssen. (cra/jam/kle/fsc)