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Striezelmarktbaum wird in Zuschendorf gefällt

Schon zum vierten Mal kommt die Tanne für Dresden aus Pirna. Für den Transport muss eine wichtige Straße gesperrt werden.

Von Thomas Möckel

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Wie schon 2013, 2014 und 2015 sollten auch dieses Jahr die Dresdner wieder in einem Online-Voting darüber abstimmen, welcher Baum auf dem Striezelmarkt aufgestellt wird. Doch es kam etwas anders: Die Stadt teilte Anfang September mit, dass eine 22 Meter hohe Küstentanne aus Pirna-Zuschendorf das Rennen gemacht hat.

Doch noch steht die im Garten von Familie Hohlfeld. „Wir freuen uns, das unser Baum ausgewählt wurde. Wir selbst haben ihn gepflanzt“, sagt Dieter Hohlfeld. Die etwa 45 Jahre alte Tanne hat sich gut entwickelt. Die Familie freut sich nach dem Fällen auf mehr Sonne und Licht auf dem Grundstück. Küstentannen (Abies grandis) werden auch Riesentannen genannt. Sie stammen aus Nordamerika.

Der Baum soll am 3. November im Garten der Familie Hohlfeld gefällt werden. Dann rollen Sattelschlepper, Kran und Baumspezialisten an, um den Baum auf den Dresdner Altmarkt zu transportieren. Aufgrund der Arbeiten muss die Liebstädter Straße zwischen Krebser Straße und Seidewitzer Straße im Zeitraum von 7 bis 12 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Vom 28. November bis 24. Dezember 2018 wird die Tanne dann dem 584. Dresdner Striezelmarkt stehen und leuchten. Der Auswahlprozess begann bereits im März dieses Jahres mit einem Aufruf. „Wir hatten immerhin 40 Angebote auf dem Tisch“, so Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt. Aus allen Vorschlägen erstellte eine Fachjury eine Favoritenliste mit zehn Bäumen. Den Grund, weshalb am Ende nur einer übrig blieb und damit die Abstimmung hinfällig wurde, benennt Frankes Amtskollegin Sigrid Förster: „Wir haben die Kandidaten vor Ort begutachtet, um Aussehen, Gesundheitszustand und Zugänglichkeit für schwere Technik zuverlässig bewerten zu können.“ Auch die Höhe wurde auf diese Weise geprüft. „Hier lagen diesmal viele Baumbesitzer gehörig daneben. Sie haben die Bäume viel höher geschätzt, als sie tatsächlich waren“, so Förster. (mit SZ/fsc/fa)