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Studie: Geringere Abhängigkeit von russischem Gas machbar

Bis zum Jahr 2030 könnte bei einem konsequentem Ausbau der erneuerbaren Energien und mehr Gebäudesanierungen der Bedarf an russischem Erdgas weitgehend kompensiert werden.

Berlin. Bis zum Jahr 2030 kann bei einem konsequentem Ausbau der erneuerbaren Energien und mehr Gebäudesanierungen der Bedarf an russischem Erdgas weitgehend kompensiert werden: Das ist zumindest das Ergebnis einer Fraunhofer-Studie im Auftrag der Grünen-Fraktion.

Demnach könnten bis 2030 rund 400 Terawattstunden (TWh) Erdgasimporte eingespart werden können, was in etwa den Importen aus Russland im Jahre 2013 entspreche. Allerdings müsste dafür das Energiesparen massiv verstärkt und gerade im Wärmesektor der Erdgasverbrauch gedrosselt werden. Um das Ziel zu erreichen, müssten unter anderem jährlich drei Prozent der Gebäude energetisch saniert werden - doch eine solche Quote ist bis dato in Deutschland nicht in Sicht.

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht insgesamt keine kurzfristige Alternative zu russischen Erdgaslieferungen, zudem soll der Ausbau erneuerbarer Energien stärker reglementiert werden, um weitere Strompreissprünge zu verhindern.

Derzeit sei der Erdgasverbrauch stark in Westeuropa konzentriert, wird in der Studie betont. Auf die fünf bevölkerungsreichsten EU-Länder (Deutschland, Großbritannien Frankreich, Italien und Spanien) verteilten sich 75 Prozent des gesamten Erdgasverbrauchs in der EU. Dabei habe Deutschland den größten Anteil: 2013 wurden rund 900 TWh Erdgas verbraucht, nur 96 TWh wurden davon im Inland gefördert. (dpa)