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Riesa

Sturm beschädigt mehrere Autos

Nicht nur in Riesa und Nünchritz musste die Feuerwehr am Montag raus, um umgekippte Bäume zur Seite zu räumen.

Sturmschäden am Montag auf der Radebeuler Gellertstraße.
Sturmschäden am Montag auf der Radebeuler Gellertstraße. © Norbert Millauer

Region. Die Riesaer Feuerwehr musste wegen des Sturms am Montag zweimal in der Mittagszeit ausrücken: Im Schlosspark Gröba war ein Baum umgestürzt, außerdem war ein Ast auf zwei Pkws gelandet, die auf einem Parkplatz an der Stahlwerkerstraße abgestellt waren. 

Pech hatte auch der junge Fahrer eines Pkw in Nünchritz. Er hatte sein Auto auf dem Parkplatz der ASG-Bildungsstätte abgestellt. Als er am Mittag zu dem Wagen ging, um einzusteigen, lag da ein Baum auf dem Autodach. Die gegen 12 Uhr alarmierte Feuerwehr entfernte den Baum. Laut Wehrleiter Wolfgang Sax war er abgestorben. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann er von einem Sturm umgeweht werden würde.

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In Gröditz führte der Sturm zu keinen außergewöhnlichen Schäden. Lediglich einige Bäume seien umgeknickt, so Bauhofleiter Norbert Both. Im Wülknitzer Gemeindegebiet gab es nach ersten Erkenntnissen lediglich kleinere Schäden mit abgebrochenen Ästen und kleineren Bäumen, so Bauhofchef Andreas Schneider. 

In Strehla räumte der Bauhof Äste auf der B 182 beiseite – das sei aber schnell erledigt gewesen, so Bauhofleiter Sven Pietsch. Die Feuerwehr aus Frauenhain vermeldete unterdessen, dass ein kleiner umgestürzter Baum die Fahrbahn auf der B 101 Richtung Großenhain blockiert habe. Er wurde von den Kameraden beseitigt.

Insgesamt 14 Sturm-Einsätze

Die Frauenhainer waren laut Kreisbrandmeister Ingo Nestler die ersten Einsatzkräfte, die vormittags aufgrund des Wütens vor Sturm Mortimer ausrücken mussten. Nach seinen Angaben kamen auf diese Weise bis in die Nachmittagsstunden des Montags hinein insgesamt 14 Einsatzprotokolle zusammen. Damit sei der Landkreis noch einmal glimpflich davongekommen, so der Feuerwehrchef des Kreises.

Zum Vergleich: Bei Sturmtief Eberhard im März zählte die Leitstelle insgesamt 90 Einsatzstellen für die Feuerwehr. Bei Orkantief Friederike Anfang 2018 fiel die Zahl dreistellig aus. Im Anschluss kam es in einigen Ortschaft zu längeren Stromausfällen. Weite Teile des Waldes im Kreis mussten gesperrt werden.

Der schlimmste durch Mortimer verursachte Schaden dürfte in Radebeul zu registrieren gewesen sein. In der Gellertstraße im Stadtteil Radebeul-Ost war durch Windböen ein Baum entwurzelt worden und in der Folge auf zwei geparkte Autos gekracht. Darüber informierte Stadtwehrleiter Roland Fährmann.