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Sturm gefährdet Neumarkt-Busse

© René Meinig

Die drei hochkant stehenden Busse vor der Frauenkirche sind dem Wind direkt ausgesetzt. Die für kommende Nacht erwarteten Orkanböen erfordern nun ganz besondere Maßnahmen.

Dresden. Orkanböen könnten in der kommenden Nacht an den drei Bussen auf dem Dresdner Neumarkt rütteln. Noch steht nicht fest, ob das Kriegsmahnmal dem Sturm standhalten wird. Deshalb haben Statiker geprüft, ob die drei hochkant aufgestellten Fahrzeuge vorübergehend niedergelegt werden müssen, sagte Christiane Mennicke-Schwarz vom Kunsthaus Dresden am Donnerstagmittag.

Möglicherweise müssen die Platten stabilisiert werden, auf denen die Busse stehen. © Arvid Müller
Um ein Umstürzen bei Orkanböen zu verhindern, müssen die Busse möglicherweise hingelegt werden. © Arvid Müller

Soweit soll es nun aber nicht kommen. Wie Mennicke-Schwarz auf Anfrage am Nachmittag mitteilte, würde nun nur der Betonsockel zusätzlich beschwert. Dies geschehe durch eine zusätzliche umlaufende 4,5 Tonnen wiegende Beschwerung. „Die Busse des Kunstwerkes sind im Inneren mit einer Tragwerkskonstruktion aus Stahl ausgestattet, deren Standfestigkeit auch bis zu hohen Windlasten ausgelegt ist“, konkretisierte die Landeshauptstadt Dresden dies noch in einer Pressemitteilung. Von einer Sperrung des Neumarktes werde abgesehen.

Tief „Thomas“ kommt auf uns zu und am Donnerstagmorgen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwettervorwarnung für die Landeshauptstadt herausgegeben. Möglich seien Orkanböen bis 110 km/h. Der Höhepunkt wird kurz nach Mitternacht erwartet. In den nächsten Stunden will der DWD seine Prognose konkretisieren.

Die Busse gehören zum Kunstwerk „Monument“ des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni. Sie stehen für Schutzbarrikaden im syrischen Krieg. Bis zum 3. April sollen die ausrangierten Fahrzeuge auf dem Neumarkt stehen. (sr/szo)

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