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Sturmprobleme im Bullenstall

In der Hinrunde mangelte es im im Angriff an der Konstanz. Nun hat sich RB Leipzig mit drei neuen Offensivkräften verstärkt. Bislang zündet aber nur einer: Emil Forsberg. Steigen die Chancen für Daniel Frahn wieder?

© dpa

Anne Grimm

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Leipzig. RB Leipzig ist nicht problemlos durch die Fußball-Winterpause gekommen. In der Vorbereitung gab es für den ambitionierten Zweitliga-Aufsteiger vor allem im Angriff so einige Rückschläge. Dabei hatte Coach Alexander Zorniger vor dem Trainingslager in Katar seine drei Neuen im Sturm bereits beisammen. Die Freude aber währte nur kurz. Erster Schock: Der fünf Millionen Euro teure israelische Nationalspieler Omer Damari zog sich noch in Katar Ende Januar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Zum Auftakt am Freitag in Aue wird die neue Sturmhoffnung wohl fehlen.

Zweiter Schock: die Transferpanne um Nils Quaschner. Der 20-Jährige musste seinen neuen Club nach nur zwei Wochen wieder gen Red Bull Salzburg verlassen. Der Weltverband FIFA schloss eine Spielberichtigung aus, weil der Stürmer in dieser Saison bereits für Liefering und Salzburg auflief - ein Verein zu viel. Sportdirektor Ralf Rangnick nahm den Fehltritt auf seine Kappe. Für Quaschner lieh Rangnick kurzfristig Yordy Reyna aus dem österreichischen Red-Bull-Stall aus. Der peruanische Nationalspieler ließ mit einem sehenswerten Treffer im Test gegen Aalen seine Qualitäten aufblitzen.

Bleibt noch der Schwede Emil Forsberg, der sich als einziger Neuling und mit zwei Testspieltreffern bereits verdient gemacht hat. Gemeinsam mit Leipzigs Top-Torjäger Yussuf Poulsen ist der 23-Jährige in der Spitze des 4-3-3-Systems von Zorniger gesetzt. Doch wer darf neben dem skandinavischen Duo stürmen?

Frahn: „Ich will mich durchbeißen“

Vieles deutet derzeit auf Kapitän Daniel Frahn hin, der von den Problemen in der Vorbereitung sowie dem neuen System mit drei Stürmern profitiert. Dabei schien die Zeit der Identifikationsfigur, die RB mit seinen Treffern von der Regionalliga bis in die 2. Liga katapultierte, bereits abgelaufen. Doch während seine Offensiv-Kollegen Matthias Morys und Federico Palacios ihr Glück nun in niedrigeren Ligen suchen, bleibt Frahn mindestens bis zum Ende der Saison. „Ich will mich durchbeißen“, gibt er sich kämpferisch.

Zu den Chancen des Kapitäns sagte RB-Coach Zorniger nach der Vorbereitung in Katar: „Er trainiert gut und hat seine Kisten gemacht. In eine schlechtere Position hat er sich sicher nicht gebracht.“ In der „Leipziger Volkszeitung“ erklärte Sportdirektor Rangnick: „Er ist ein Mann mit großen Verdiensten für RB Leipzig. Er weiß aber, dass es schwierig werden kann und dass er weniger Einsatzzeiten als bisher haben könnte. Daniel weiß jedenfalls, wo das Tor steht.“ 87 Pflichtspiel-Treffer erzielte Frahn bereits für RB, in dieser Saison traf er allerdings erst dreimal.

Frahns Chancen sind auch deshalb gut, weil die bereits vor der Saison verpflichteten Stürmer Ante Rebic und Terrence Boyd immer wieder mit Verletzungen ausfielen. Der kroatische Nationalspieler Rebic spielte in dieser Saison nur viermal, aber nie über 90 Minuten. Zudem eckte er mit seiner launischen Art an.

Schlimmer erwischte es Königstransfer Boyd. Der US-Amerikaner zog sich bereits im Sommer einen Anriss des vorderen Kreuzbandes zu. Im Oktober kam er topfit zurück, bestritt sechs Punkt- und ein DFB-Pokalspiel für RB Leipzig und traf zweimal in der Liga sowie einmal im Pokal. Im Dezember warf ihn ein Kreuzbandriss im selben Knie zurück. Die Saison ist für den 23-Jährigen bereits vorbei. (dpa)

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