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Sturmschaden in der Stadtkasse

„Herwart“ und „Friederike“ haben nicht nur im Stadtwald gewütet – auch im Haushalt. Sie kosten 178 000 Euro.

Von Markus van Appeldorn

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Der gefühlte Klimawandel ist der Stadt Löbau in diesem Jahr tief ins Kontor geschlagen. Der Stadtrat musste in seiner letzten Sitzung 178 000 Euro Mehrkosten für Holznutzung absegnen. Die Attacke auf Löbaus Stadtwald kam in zwei Wellen. Im Oktober 2017 entwurzelte Sturmtief Herwart zahlreiche Bäume des Stadtwaldes am Czorneboh, am Kottmar und am Löbauer Berg. Noch schlimmer wütete im Januar der Sturm Friederike. Rund 10 000 Festmeter Holz fielen beiden Stürmen zum Opfer – das entspricht dem gewöhnlichen Jahreseinschlag. Die Beräumung von Sturmholz mit schwerem Gerät ist aber wesentlich teurer und aufwendiger als die normale Holzernte. Zudem ist es weniger wert. Eine durch den heißen Sommer und noch nicht geräumtes Sturmholz ausgelöste Borkenkäferplage machte die Situation noch dramatischer. Außerdem sanken die Holzpreise, weil auf dem Markt ein Überangebot herrschte. „Wenn die Holzverarbeitungsbetriebe und die Sägewerke nichts abnehmen, dann ist das so“, fasste Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) die Lage zusammen.