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Sturmtief "Bennet" zieht über Sachsen

Bäume wurden umgeweht und landesweit gab es Behinderungen im Verkehr. 

Die Birke an der Behrischstraße in Dresden hielt dem Sturm nicht stand und kippte auf das Wohnhaus. © Roland Hallkasch

Sturmtief "Bennet" hat in Sachsen Bäume umgeweht und landesweit Behinderungen im Verkehr verursacht. Immer wieder mussten Straßen vorübergehend zum Teil gesperrt werden, um die Schäden zu beseitigen, wie die Polizei mitteilte. Menschen wurden ersten Erkenntnissen zufolge nicht verletzt.

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In Dresden wurden die Einsatzkräfte am Montagabend auf die Behrischstraße gerufen. Dort war eine Birke auf das Dach eines Mehrfamilienhauses gefallen. Schäden am Schornstein und am Dach waren die Folge. Da der Baum weiter zu kippen drohte, evakuierte die Dresdner Berufsfeuerwehr das Haus. Von der Drehleiter aus sägten die Feuerwehrleute die Äste des Baumes ab. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerkes konnte der Baum schließlich mithilfe eines Baggers geborgen werden. 

Beim Einsatz an der Behrischstraße wurde die Dresdner Berufsfeuerwehr von Helfern des THW unterstützt. © Roland Halkasch

Insgesamt meldete die Dresdner Feuerwehr neun sturmbedingte Einsätze. Gefahr ging dabei vor allem von größeren Ästen aus, die auf Stromleitungen oder Autos fielen. Außer der umgefallenen Birke auf der Behrischstraße kippten mindestens ein weiterer Baum und Bauzäune um. 

Ebenfalls vom Sturm betroffen war das Stadtwäldchen in Hartha. Dort hatte "Bennet" mehrere Bäume umgeworfen. Die Stadt hatte das Wäldchen aus Sicherheitsgründen bereits am Montagabend gesperrt. Am Dienstag sollen die Ausmaße des Schadens genauer untersucht werden. 

Windböen um die 80 km/h haben auch in Coswig und Radebeul einige Schäden angerichtet. Im  Spitzgrund ist am Montagabend ein Baum umgestürzt und auf ein Auto gefallen. Verletzt wurde dabei niemand. In Radebeul hatte die Feuerwehrleute ebenfalls zwei Sturmeinsätze. Am Montag drohte es ein Folienzelt in einer Gärtnerei an der Kötitzer Straße zu zerlegen. Am Augustusweg in Höhe des Hospizes musste ein umgelegter Baum von der Straße geräumt werden. 

Gespanne kommen ins Schlingern

Vor allem Fahrzeuge mit Anhängern hatten gegen teilweise heftige Böen zu kämpfen. Ein Fotoreporter beobachtete auf der Zwickauer Weststraße einen Lkw, dessen Anhänger beinahe auf ein entgegenkommendes Auto gekippt wäre. Zum Glück pendelte sich dieser wieder ein und fiel zurück auf die Räder. 

Glück hatte der Fahrer dieses Lkw auf der Zwickauer Weststraße, dass sein kippender Anhänger wieder auf die Räder fiel.  © propicture/Ralph Köhler

Eine heftige Windböe war es auch, die auf der B 172 bei Pirna einen Unfall verursachte. Sie erfasste ein Auto, das mit einem leeren Anhänger unterwegs war. Ein Mann wurde verletzt. 

Störungen im Zugverkehr

Wegen Sturmschäden kommt es auch auf der Bahnstrecke Dresden-Berlin zu Hinderungen. Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks war am Montagabend der EuroCity 172 bie Golßen (Brandenburg) in die Teile eines abgedeckten Dachs einer Lagerhalle gefahren. Die Trümmer hatte der Wind auf die Bahngleise geweht. Die etwa 250 Reisenden wurden nach Angaben eines Bahnsprechers mit einem Evakuierungszug nach Berlin gebracht. Der Fernverkehr zwischen Dresden und Berlin wird aktuell in beiden Richtungen umgeleitet. Im Regionalverkehr fahren Ersatzbusse.

Bennet löst Fehlalarm aus

In Chemnitz waren die Beamten zu einem Museum geeilt, weil sie einen Einbruch vermuteten. Von Kunstdieben war aber keine Spur. Es sei wohl der Sturm gewesen, der die Alarmanlage aktiviert habe, hieß es. Zudem wurden in der Stadt der Jahrmarkt, dessen Verkaufsstände im Zentrum am Rathaus aufgebaut waren, sowie der Tierpark und das Wildgatter wegen des stürmischen Wetters geschlossen.

Laut Wetterdienst in Leipzig muss auch am Dienstag weiter mit Sturmböen, Schauern und Gewittern gerechnet werden. Auf dem Fichtelberg werden voraussichtlich auch heute Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde erreicht. Oberhalb von 600 Metern sind Schneeschauern möglich. Am Abend soll der Wind dann deutlich nachlassen, hieß es. (dpa/SZ)

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