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Sachsen

Sturmtief "Kirsten" legt Bäume um

Mit heftige Windböen ist der Sturm durch Sachsen gezogen. Der Spitzenwert lag bei mehr als 95 Stundenkilometer. Und es bleibt weiter ungemütlich.

Ein Baum liegt vor einem Güterzug auf den Oberleitungen.
Ein Baum liegt vor einem Güterzug auf den Oberleitungen. © Alex Talash/dpa (Symbolbild)

Leipzig. Das Sturmtief "Kirsten" ist am Mittwoch mit kräftigen Windböen über Sachsen hinweggezogen. Laut Polizei wurden dabei einige Schäden angerichtet, die sich aber in Grenzen hielten. Verkehrsbehinderungen gab es nicht. Auch die Deutsche Bahn meldete zunächst keine Beeinträchtigungen.

Die Feuerwehr in Dresden sei mehrfach wegen umgestürzter Bäume im Stadtgebiet alarmiert worden, teilte die Rettungsleitstelle mit. Bei der Polizei in der Landeshauptstadt gingen bis zum Nachmittag ungefähr 20 Anrufe ein. Bürger meldeten umgewehte Straßenschilder und herabgestürzte Dachziegel, wie ein Sprecher sagte.

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Sturm über Ostsachsen: Nur kleine Schäden

In Ostsachsen habe "Kirsten" allenfalls kleinere Schäden wie abgeknickte Äste verursacht, hieß es bei der Rettungsleitstelle in Görlitz. In der Region Leipzig wehte der Wind ebenfalls kräftig, löste aber laut Polizei keine größeren Probleme aus. In Chemnitz schloss der Tierpark wegen des Sturms schon am frühen Nachmittag. 

Mit dem Schrecken ist während des Sturms dagegen ein 31-jähriger Autofahrer in Plauen im Vogtland davon gekommen. Wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte, blieb er unverletzt, als er am Mittwoch unterwegs war und der herabfallende Ast eines Baumes auf das Dach des Wagens krachte. Den Schaden am Auto schätzt die Polizei auf etwa 4.000 Euro.

Das Sturmtief zog laut Deutschem Wetterdienst von West nach Ost über den Freistaat. Im nordsächsischen Oschatz seien Böen mit Windstärke 10 gemessen worden. Das werde als schwerer Sturm eingestuft, sagte Meteorologin Cathleen Hickmann. Auf dem Fichtelberg wurden 96,5 Kilometer pro Stunde gemessen, auch das entsprach Windstärke 10. 

Es bleibt ungemütlich

In den kommenden Tagen ist zunächst wieder mit etwas freundlicherem Wetter zu rechnen. Am Donnerstagvormittag sei es zwar vor allem im Norden und Osten gebietsweise noch windig, danach lockere es aber auf, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Donnerstag mit. Die Höchsttemperaturen liegen im Norden bei 17 bis 21 Grad und sonst bei 20 bis 26 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein. Am Wochenende sei in Süddeutschland nun Dauerregen zu erwarten, im Norden könne es zu Gewittern kommen. Vor allem in den Bergen und an der See müsse man mit Windböen rechnen.

Sturmtief "Kirsten" und seine Ausläufer hatten am Mittwoch für ungemütliches Wetter in großen Teilen Deutschlands gesorgt. Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Teils mussten Straßen und Bahnstrecken gesperrt werden, Menschen wurden vereinzelt von herabfallenden Ästen und Bäumen verletzt. Auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt wurden beim Wind zunächst Spitzenwerte von 131 Kilometern pro Stunde gemessen, wie Meteorologin Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. «Das ist volle Orkanstärke.»

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