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Sport

Südafrikaner gewinnt Tour-Etappe

Daryl Impey siegt am Nationalfeiertag der Franzosen. Sie bejubeln Julian Alaphilippe in Gelb. Die Deutschen warten weiter auf den ersten Tageserfolg.

Daryl Impey jubelt beim Überqueren der Ziellinie. © dpa/Christophe Ena

Brioude. Direkt hinter der Ziellinie empfing Marcel Kittel seinen Freund Tony Martin nach einem tapferen Ausreißversuch. Doch auch am neunten Tag der Tour de France gab es für die deutschen Radprofis nichts zu feiern.

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Stattdessen ging die große Fete der Gastgeber am Nationalfeiertag weiter. Als der südafrikanische Etappengewinner Daryl Impey längst feststand, bestritt der gefeierte Julian Alaphilippe gemütlich die letzten Kilometer nach Brioude und scherzte mit seinen Landsleuten. "Es ist unglaublich, dieses schöne Trikot zu tragen", sagte er.

Mit seinem erneut wilden Angriff hatte der Franzose sein Land am Samstag beglückt und sich wieder ins Gelbe Trikot gebracht. "Wenn man das Trikot hat, will man es nicht mehr hergeben", sagte er. Sein Tag in Gelb glich einer kleinen Triumph-Fahrt.

Dank Publikumsliebling und Mitfavorit Thibaut Pinot dürfen die Gastgeber vom ersten Gesamtsieg seit 1985 träumen. Am Samstag hatte das Duo den weiteren Favoriten mit einer mutigen Attacke einige Zeit abgenommen. Auch Impeys Erfolg am Sonntag konnte die Party in Blau, Weiß und Rot nicht stoppen. Die Deutschen um Martin, der als Letzter einer Ausreißergruppe den 15. Platz belegte, müssen nach neun Etappen weiter warten.

Schwerer Sturz überschattet neuntes Teilstück

Nach einem kräftezehrenden Samstag ließen die Teams am Sonntag eine Fluchtgruppe um Zeitfahr-Spezialist Martin gehen, die sich schnell einen Vorsprung von zehn Minuten herausfuhr. Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe gesprengt. Der Österreicher Lukas Pöstlberger riskierte einen Alleingang, wurde aber am Schlussanstieg eingeholt. Stattdessen siegte Impey im Sprint vor Tiesj Benoot und Jan Tratnik.

"Ich hatte keine Probleme in der Gruppe, aber im Finale war ich doch relativ müde. Es hätte definitiv nicht für ganz vorn gereicht", sagte Martin. Die Deutschen sind damit nach neun Etappen noch sieglos. Das gab es seit 2011 nicht mehr. Damals gewann André Greipel im Anschluss die 10. Etappe.

Früh überschattet wurde das neunte Teilstück von einem schweren Sturz des Italieners Alessandro De Marchi. Er stürzte nach wenigen Kilometern, lag zunächst regungslos auf dem Boden und wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert. (dpa)