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Dutzende Tote nach Erdrutsch befürchtet

Nach schweren Unwettern sind in Guatemala Häuser unter Erdmassen begraben worden. Der Rettungseinsatz gestaltet sich schwierig.

Guatemala, Purulha: Eine Straße im Norden des Landes ist durch einen Erdrutsch blockiert. "Es wird geschätzt, dass 25 Häuser, also die Hälfte des Dorfes, begraben sind und sich nicht weniger als 50 Personen in den Häusern befinden", sagte Präsident
Guatemala, Purulha: Eine Straße im Norden des Landes ist durch einen Erdrutsch blockiert. "Es wird geschätzt, dass 25 Häuser, also die Hälfte des Dorfes, begraben sind und sich nicht weniger als 50 Personen in den Häusern befinden", sagte Präsident © Moises Castillo/AP/dpa

Guatemala-Stadt. In dem von schweren Unwettern getroffenen Guatemala werden Dutzende Todesopfer befürchtet - darunter allein 100 in einem Dorf, das von einem Erdrutsch begraben wurde. "In diesem Moment rechnen wir (...) nach nicht offiziellen Zahlen damit, dass mehr oder weniger 150 Tote zu verzeichnen sind", sagte der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Alejandro Giammattei, in einer Pressekonferenz am Freitag.

Das Militär habe große Probleme gehabt, in einige abgeschnittene Gebiete des Landes vorzudringen. Dennoch seien schon Rettungskräfte in Quejá, einem Teil der Ortschaft San Cristóbal Verapaz, angekommen, um nach Opfern des Erdrutsches zu suchen. Das Militär schätzte, dass dort rund 150 Häuser verschüttet wurden.

Guatemala, Purulha: In Plastiktüten und Regenmäntel umhüllte Menschen gehen um eine durch einen Erdrutsch blockierte Straße.
Guatemala, Purulha: In Plastiktüten und Regenmäntel umhüllte Menschen gehen um eine durch einen Erdrutsch blockierte Straße. © Moises Castillo/AP/dpa

"Die Umstände in dieser Gegend sind schwierig", sagte Präsident Giammattei. Wegen zahlreiche abgerutschter Hänge auf dem Weg seien die ersten Helfer nur zu Fuß zu dem Dorf gelangt. Nach offiziellen Angaben der Nationalen Koordinationsstelle für Katastrophenvorsorge in Guatemala sind wegen des heftigen Regens durch das Tiefdruckgebiet "Eta" bislang acht Menschen ums Leben gekommen, 18 werden vermisst, mehr als 80 000 sind von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. (dpa)

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