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Superjahr für Leipziger Strombörse

Der Gewinn steigt um das Dreifache. Im nächsten Jahr soll erstmals eine Dividende gezahlt werden.

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Leipzig. Die Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig hat im vorigen Jahr bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. EEX-Vorstand Hans-Bernd Menzel sagte gestern, der Nettogewinn habe sich verdreifacht: auf 21,8 Millionen Euro. Die Erlöse stiegen um acht Prozent auf 43,2 Millionen Euro.

Allerdings sind die Großhandelspreise für Strom im Termingeschäft wegen der Wirtschaftskrise um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Die Strompreise für Privatkunden hingegen steigen. Menzel zufolge handeln an der EEX 217 Stromkonzerne, Handelshäuser und Banken. „Wir profitieren nicht von hohen Energiepreisen, sondern leben von Händler- und Mengengebühren“, sagte Menzel.

Nach dem Warenwert gerechnet handelte die EEX im vorigen Jahr für knapp 100 Milliarden Euro. Ver- und gekauft wurden am Spotmarkt 154 Terrawattstunden – das ist das Doppelte des gesamten Jahresstromverbrauchs von Österreich. Zudem wurden Verschmutzungsrechte im Volumen von 80,1 Millionen Tonnen sowie Erdgasmengen gehandelt.

Der Gewinn fließt komplett in das Eigenkapital. Es steigt damit auf 81,6 Millionen Euro. In diesem Jahr will die EEX ähnlich gut abschneiden. Für das nächste Jahr stellte Menzel erstmals eine Dividende in Aussicht. Von ihr würden die Sachsenbank und die Stadt Leipzig als Miteigentümer profitieren. Die EEX hat mittlerweile 76 Mitarbeiter. (masch)