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Dresden

Tag 5: Arabisch ist kein Pappenstiel

SZ-Redakteur Henry Berndt muss einsehen, dass er mit seiner Challenge gescheitert ist. Trotzdem gibt er zum Finale noch mal alles.

Mithilfe von Maen (l.) aus Syrien kann sich SZ-Redakteur Henry Berndt erhobenen Hauptes von seiner Challenge verabschieden.
Mithilfe von Maen (l.) aus Syrien kann sich SZ-Redakteur Henry Berndt erhobenen Hauptes von seiner Challenge verabschieden. © Fabian Deicke

Ich hatte mir das so schön vorgestellt: Vokabeln pauken von Montag bis Freitag, damit ich dann vor dem Wochenende in halbwegs flüssigem Arabisch wenigstens das Nötigste sagen kann.  

Schon am Donnerstag musste ich aber einsehen: Ich war ziemlich auf dem Holzweg und bin diese Herausforderung grundsätzlich falsch angegangen. Richtig wäre es gewesen, von Anfang an das arabische Alphabet mit seinen teilweise für mich schwierig zu artikulierenden Lauten als Grundlage für meine Übungen zu nehmen.

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Dafür war die Zeit dann aber zu knapp. Am Freitagmittag begrüße ich Maen aus Syrien im Haus der Presse, den ich eigentlich mit meinen neu erlangten Kenntnissen beeindrucken wollte. 

Zu einer anständigen arabischen Begrüßung gehört mehr als nur ein "Hallo!", wie man es hierzulande gewohnt ist. 
Zu einer anständigen arabischen Begrüßung gehört mehr als nur ein "Hallo!", wie man es hierzulande gewohnt ist.  © Fabian Deicke

Stattdessen frage ich ihn verschämt, ob wir noch einmal gemeinsam eine anständige Begrüßung auf Arabisch üben können. Er ist einverstanden und ungefähr hundert Versuche später sind wir beide damit zufrieden.

Danach schreibe ich noch meinen Namen auf Arabisch an die Tafel. Immerhin: Maen kann erkennen, was das bedeuten soll, auch wenn sicher kaum einer der Bögen so geschwungen ist, wie er sein sollte.

Diese Challenge ist verloren, das ist klar.

Dennoch nehme ich viel aus dieser Woche mit. Arabisch ist eine unheimlich spannende Sprache und ich habe eine Menge darüber erfahren, wie sie funktioniert.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja schon bald an die Begrüßung anknüpfen und doch noch eine kleine Arabischkarriere hinlegen.

Vielen Dank an alle Leser, die mir über E-Mail, auf Instagram und Facebook viele wertvolle Tipps gegeben oder einfach nur Mut zugesprochen haben!