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Riesa

Der Tag der Sachsen 2019 in Riesa

Von Freitag bis Sonntag werden 300.000 Besucher in der Stadt erwartet. Die SZ ist mitten dabei - und berichtet aktuell.

Noch ist Bewegungsfreiheit auf den Straßen der Innenstadt: Die Riesaer Familie Wandelt ist bereits am Nachmittag unterwegs. "Wir wohnen hier und wollten noch vor der Eröffnung, bevor der große Andrang losgeht, mal schauen, wo was ist."
Noch ist Bewegungsfreiheit auf den Straßen der Innenstadt: Die Riesaer Familie Wandelt ist bereits am Nachmittag unterwegs. "Wir wohnen hier und wollten noch vor der Eröffnung, bevor der große Andrang losgeht, mal schauen, wo was ist." ©  Sebastian Schultz

Auf der Seite weiter unten gibt es die Berichterstattung vom ERSTEN TAG des Tags der Sachsen. Hier geht es zum ZWEITEN TAG.

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Sonnenschein und knapp 20 Grad: Solches Wetter wünscht man sich für ein Volksfest. Bislang hat Riesa damit richtig Glück gehabt.

22.15 Uhr: Auf den Partymeilen in Riesa ist am Abend des ersten Tages die Stimmung ausgelassen. Es wird auf und vor den Bühnen getanzt und gesungen. Am Rathausplatz scheint es kurz, als habe Nena persönlich auf der Bühne gestanden. Etwas abseits der Bühnen typische Bilder: Frauen stehen Schlange vorm Damenklo, während die Männer schon das nächste Bier bestellen. Wir beenden für heute unsere Berichterstattung und wünschen einen guten Abend und eine friedliche Nacht. Bis morgen!

18.50 Uhr: Während sich die Stadt langsam füllt, lobt OB Marco Müller nochmals die ehrenamtliche Arbeit der Vereine, Kirchen und freien Träger, die dazu beitragen, dass der „Tag der Sachsen“ in Riesa ein Erfolg wird. Unter dem augenzwinkernden Motto „Wie die Wies’n. Nur besser!“ wird an diesem Wochenende auf insgesamt drei Medien- und zehn Themenbühnen ein umfangreiches Programm geboten. Zudem präsentieren sich auf 22 Themenmeilen unterschiedlichste Vereine, Branchen und Gewerbe.

Riesa richtet nach 1999 zum zweiten Mal das größte Vereins- und Volksfest im Freistaat Sachsen aus. Der „Tag der Sachsen“ ist zudem der Höhepunkt im Festjahr „900 Jahre Riesa“.

Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU): „Dieses Bürgerfest hat einen speziellen Zweck, es soll uns zusammenhalten. Wir wollen gemeinsam feiern. Wir wollen gemeinsam auch über manches sprechen. Und wir wollen uns Gedanken machen, wie es vielleicht weitergeht, aber erstmal ist das Feiern angesagt."

Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU): "Es war eine sehr intensive Zeit in den Vorbereitungen der letzten zwei Jahre. Jetzt bin ich froh, dass alle hier sind und der ‚Tag der Sachsen‘ in Riesa gestartet ist. Auch bei mir kribbelt es sehr.“

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18.30 Uhr: Die Eröffnung des Sachsentages ist mittlerweile über die Bühne gegangen. Auf der MDR-Bühne Rathausplatz hat Landtagspräsident Matthias Rößler, zugleich Präsident des Kuratoriums Tag der Sachsen, das Fest offiziell eröffnet. Riesas OB Marco Müller (CDU) dankte allen Mitstreitern von Polizei über Feuerwehr und Rettungsdienste bis zu den Vereinen, Institutionen und allen Helfern bei der Vorbereitungsarbeit.

Das Eröffnungsprogramm gestalteten neben Moderatorin Elena Peltzer (MDR 1 Radio Sachsen) und dem Riesaer Riesen Gunter Spies die Knirpse der Kindertagesstätte "Villa auf dem Kirschberg" sowie die EM-Teilnehmerinnen des ESV Lok Sportaerobic, die ebenfalls meisterlichen Riesaer Cheerleader und die Band Focus, die unter anderem ihr Riesa-Lied präsentierte. Ursula Vierig, die immerhin ein Zehntel der 900 Jahre Riesa miterlebt hat, also bereits 90 Jahre zählt - die man ihr nicht ansieht -, gab ein Gedicht der Mundartdichterin Lene Voigt zum Besten, das sich sogar Riesa und dem Riesen widmete.

Bei bestem Wetter strömen inzwischen tausende Besucher ins Festgebiet, wo noch bis weit in die Nacht gefeiert wird.

Wer nicht über die Elbbrücke möchte, kann zwischen Promnitz und Riesa auch die Elbfähre nutzen. Zum Tag der Sachsen ist sie am Freitag noch bis 20 Uhr unterwegs, am Sonnabend und am Sonntag jeweils von 9 bis 20 Uhr. Eine Überfahrt kostet pro Person 1,50 E
Wer nicht über die Elbbrücke möchte, kann zwischen Promnitz und Riesa auch die Elbfähre nutzen. Zum Tag der Sachsen ist sie am Freitag noch bis 20 Uhr unterwegs, am Sonnabend und am Sonntag jeweils von 9 bis 20 Uhr. Eine Überfahrt kostet pro Person 1,50 E © Christoph Scharf

18.10 Uhr. Die Hauptstraße ist mittlerweile gut gefüllt. Auch auf dem Rathausplatz ist einiges los. Ansonsten ist noch Platz für mehr Besucher. 

Eine fetzige Show lieferten gerade die Mädels des SC Riesa auf der Bühne der Stadtwerke ab. Zahlreiche Zuschauer verfolgten auf dem Kinovorplatz Darbietungen der Rhythmischen Sportgymnastik. Moderiert wurde das Ganze von SC-Abteilungsleiterin Sylvia Ruprecht, die am Ende auch um eine Spende bat. "Wir haben die Möglichkeit, aus Koblenz eine gebrauchte Wettkampfmatte zu bekomen", erzählte sie. "Normalerweise kostet die neu 5.000 Euro, diese nun bloß 2.500 Euro. Dafür brauchen wir aber noch Geld." Die "Teppich" genannte Matte ist übrigens 13 mal 13 Meter groß und muss dann auch noch abgeholt werden. Bei dieser SC-Abteilung, die derzeit 80 Mitglieder hat, steht der Spaß im Vordergrund. "Die Kinder sollen Freude an ihrem Sport haben", erklärte Ruprecht, während ihre jüngsten Mädchen zu Pippi-Langstrumpf-Musik mit Tüchern in der Hand über die Bühne wuseln. Am Sonnabend gibt es für ihre Sportlerinnen noch einen Auftritt auf der Bühne des Landessportbundes. Dann kommen die Bälle, Bänder, Reifen, Seile und Keulen erneut zum Einsatz.

Kurz vor 17 Uhr. Am Rathausplatz beginnt in wenigen Minuten die offizielle Eröffnung. Viele Menschen haben sich eingefunden, um dabei zu sein. Auch das Stadtmaskottchen ist dabei.

Auf der Bühne wartet der Riesaer Riese wartet auf seinen Auftritt.
Auf der Bühne wartet der Riesaer Riese wartet auf seinen Auftritt. © csf
In wenigen Minuten wird der Tag der Sachsen am Rathausplatz eröffnet. Die Besucher warten geduldig.
In wenigen Minuten wird der Tag der Sachsen am Rathausplatz eröffnet. Die Besucher warten geduldig. © csf
Die Hauptstraße füllt sich kurz vorm offizielle Tag-der-Sachsen-Startschuss immer mehr mit Besuchern.
Die Hauptstraße füllt sich kurz vorm offizielle Tag-der-Sachsen-Startschuss immer mehr mit Besuchern. © ewe

16.05 Uhr. Auch für die Busfahrer der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wird am Tag der Sachsen gesorgt. "Wir haben an den Parkplätzen Versorgungsstellen. Da gibt es Würstchen und Kaffee für unsere Fahrer", sagt Tobias Baum, der am Freitag am P 2 erst bedient und dann noch selbst fährt. "Hier in Göhlis sind acht Busfahrer und vier Busse im Einsatz, wenn der Betrieb richtig losgeht. Wir haben extra unsere XXL-Busse mitgebracht. Die sind 21 Meter lang und es passen 200 Fahrgäste hinein." 

Nebenan am Abzweig zum Tierheim Göhlis steht übrigens noch der Reserveparkplatz P 3 zur Verfügung. Auf den passen weitere 3.000 Fahrzeuge, wenn der P 2 mit seinen 5.500 Plätzen voll sein sollte. "Wir fahren von hier bis zur Goethestraße, und zwar bis gegen 2 Uhr nachts."

Da ist aber noch Platz: Die Verpflegungsstelle der Busfahrer auf dem Parkplatz in Göhlis.
Da ist aber noch Platz: Die Verpflegungsstelle der Busfahrer auf dem Parkplatz in Göhlis. © Christian Kluge

16 Uhr. Das italienische Restaurant La Terrazza mit seinem großzügigen Außenbereich ist sonst oft gut besucht. Es liegt am Flugplatz Riesa-Göhlis  -  gegenüber der Einfahrt zum Sonderparkplatz P 2, auf dem beim Tag der Sachsen bis zu 5.500 Fahrzeuge parken können. Doch ein Extra-Geschäft erwartet man im Restaurant trotzdem nicht. 

Mitarbeiter Antonio Puzzolo: "Wir sind da skeptisch. Die Leute wollen ja alle in die Stadt. Da haben wir nicht so große Hoffnungen hier." La Terrazza hat am Freitag von 17 bis 23 Uhr, am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11.30 bis 23 Uhr geöffnet. Auf dem Flugplatz selbst herrscht am Sachsentag-Wochenende übrigens normaler Flugbetrieb.

Noch ist viel Platz auf den vier Großparkplätzen rund um Riesa - wie hier im Flugplatz Göhlis. Im Preis von 10 Euro ist der Shuttlebus ins Festgelände mit enthalten.
Noch ist viel Platz auf den vier Großparkplätzen rund um Riesa - wie hier im Flugplatz Göhlis. Im Preis von 10 Euro ist der Shuttlebus ins Festgelände mit enthalten. © Christian Kluge

Freitagnachmittag: Das gab's früher nicht: Eine provisorische Sperre aus einem sandgefüllten Baucontainer sperrt aus Sicherheitsgründen die Zufahrt über die Pausitzer Straße ins Festgebiet ab.

15.30 Uhr: Der Ministerpräsident kommt nach Riesa - aber einen Tag später als geplant. Wie die Staatsregierung gerade mitgeteilt hat, kann Michael Kretschmer (CDU) aus "terminlichen Gründen" entgegen der ursprünglichen Planung am Freitag noch nicht zum Tag der Sachsen kommen. Am Sonnabend hat er dafür ein streng getaktetes Programm: Zunächst wird er über Hauptstraße, ADAC- und VVO-Meile zur Tourismusmeile schlendern. Um 13.30 Uhr soll der Ministerpräsident die neue Riesenskulptur im Kreisel vor dem Krankenhaus enthüllen, bevor Kretschmer noch der Fahrzeug-, Landessportbund- und der Fahrzeugmeile einen Besuch abstattet. Auf der Blaulichtmeile an der Elbstraße schließlich will der Ministerpräsident den Dresdner Polizeipräsidenten treffen. Dann kommen noch Genuss-, Kleingärtner- und Bildungsmeile, bevor der MP auf dem Puschkinplatz die Landtags-Fraktionen besucht. Und das war nur die erste Hälfte des Sonnabend-Nachmittag-Programms ...

15 Uhr: Die Autos auf den vier Großparkplätzen rund um Riesa können kommen. Vielleicht ist einer der Besucher von der Stadt ja so begeistert, dass er einen Umzug in Erwägung zieht? Die Wohnungsgesellschaft WGR hat heute Vormittag jedenfalls auf allen vier Plätzen Werbeplakate für Wohnungen in Riesa installiert.

Michael Löwe von der Firma RDL installiert ein Plakat auf dem Großparkplatz am Flugplatz Göhlis. Die anderen Parkplätze sind in Groptitz und Röderau-Süd.
Michael Löwe von der Firma RDL installiert ein Plakat auf dem Großparkplatz am Flugplatz Göhlis. Die anderen Parkplätze sind in Groptitz und Röderau-Süd. ©  Sebastian Schultz

Seit 14 Uhr ist der 28. Tag der Sachsen in Riesa offiziell im Gang. Mit einem Umzug zum Klosterinnenhof eröffneten Ritter, Musketiere und fahrendes Volk die Historische Meile. Auch auf den Themenbühnen begann das bunte Programm der Vereine. Um 17 Uhr wird der Sachsentag auf der MDR-Bühne Rathausplatz von Landtagspräsident Matthias Rößler und Oberbürgermeister Marco Müller offiziell eröffnet. Riesa erwartet am Wochenende rund 300.000 Besucher. Viele Riesaer haben ihre Häuser zum Festwochenende geschmückt. (SZ)

Ritter, Musketiere und fahrendes Volk eröffnen im Klosterinnenhof die Historische Meile.
Ritter, Musketiere und fahrendes Volk eröffnen im Klosterinnenhof die Historische Meile. © Stadt Riesa/Uwe Päsler

Innenstadt. Überall wird in der Innenstadt an Buden und Bühnen gewerkelt. Noch ist der Tag der Sachsen nicht eröffnet, aber die Straßen füllen sich zusehends. Seit 12 Uhr gilt für den Sperrkreis ein Einfahrtsverbot - wenn man nicht eine der begehrten Plaketten hat. Aber auch mit der kommt man nur in den äußeren Sperrkreis.

Diesen Anblick werden Autofahrer am Wochenende öfter haben: So wie hier an der Bahnhofstraße ist bis Sonntagabend Endstation für Autos und Motorräder. Einfacher geht es mit dem Shuttlebus von den Großparkplätzen außerhalb.
Diesen Anblick werden Autofahrer am Wochenende öfter haben: So wie hier an der Bahnhofstraße ist bis Sonntagabend Endstation für Autos und Motorräder. Einfacher geht es mit dem Shuttlebus von den Großparkplätzen außerhalb. © Christoph Scharf
Riesenräder gibt es beim Tag der Sachsen in Riesa gleich mehrere. Dieses steht in der Delle vor der Sachsenarena. Im Hintergrund: Das ehemalige Muskator-Werk an der Elbe.
Riesenräder gibt es beim Tag der Sachsen in Riesa gleich mehrere. Dieses steht in der Delle vor der Sachsenarena. Im Hintergrund: Das ehemalige Muskator-Werk an der Elbe. © ewe
Die Riesaer waren vorm Tag der Sachsen aufgefordert, Ihre Grundstücke für das Fest zu schmücken. Dem sind die Anwohner unterschiedlich nachgekomen. An der Pausitzer Straße schmücken kleine Windspiele und Wimpel den Zaun eines Grundstücks.
Die Riesaer waren vorm Tag der Sachsen aufgefordert, Ihre Grundstücke für das Fest zu schmücken. Dem sind die Anwohner unterschiedlich nachgekomen. An der Pausitzer Straße schmücken kleine Windspiele und Wimpel den Zaun eines Grundstücks. © ewe

Auf der Fahrzeugmeile auf der Pausitzer Straße werden die Trabis, Barkas und Wartburgs in Stellung gebracht:

Noch herrscht in der Innenstadt weitgehend Ruhe; viele Zelte werden gerade erst aufgebaut, anderswo ruhen sich die Helfer kurzzeitig aus. Das Wochenende dürfte es für alle Beteiligten ziemlich hoch hergehen.

Am Donnerstag waren die Präsente der Losbuden noch in Kartons verpackt. Heute wartet der Rummel auf dem Parkplatz vor der Arena schon auf Besucher.
Am Donnerstag waren die Präsente der Losbuden noch in Kartons verpackt. Heute wartet der Rummel auf dem Parkplatz vor der Arena schon auf Besucher. ©  Sebastian Schultz