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Tageseltern sollen besser bezahlt werden

Leipzig. Die Höhe der Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern in Sachsen könnte zukünftig steigen. Anlass ist ein Urteil des Leipziger Verwaltungsgerichts von gestern, nachdem die aktuelle Geldleistung Leipzigs nicht „leistungsgerecht“ und damit rechtswidrig sei.

Leipzig. Die Höhe der Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern in Sachsen könnte zukünftig steigen. Anlass ist ein Urteil des Leipziger Verwaltungsgerichts von gestern, nachdem die aktuelle Geldleistung Leipzigs nicht „leistungsgerecht“ und damit rechtswidrig sei. Die Stadt müsse künftig eine neue und damit wohl höhere Bezahlung für alle rund 570 Tagespflegepersonen festlegen. Der Fall hat große Bedeutung für viele Kommunen in Sachsen – denn die Stadt Leipzig richtet sich mit ihrer Höhe der Bezahlung mittlerweile nach den Empfehlungen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages. So bekommen Leipziger Tagespflegeeltern pro Kind 485 Euro für Sachaufwand und Pflegeleistungen, sie dürfen bis zu fünf Kinder betreuen und damit bis zu 2 425 Euro verdienen. Zudem erhalten sie Beiträge zur Altersvorsorge, zur Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung.

„Das Urteil dürfte auch für andere Kommunen, die sich ähnlich wie Leipzig verhalten, eine Rolle spielen“, sagt DGB-Anwalt Mirko Schneidewind, der eine Tagesmutter vor Gericht vertreten hat. Die Frau ist seit rund drei Jahren in dem Beruf tätig und betreut in der Regel fünf kleine Kinder. Allerdings ist das Leipziger Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Stadt will eine mögliche Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht prüfen und sich mit dem Städtetag darüber abstimmen. Damit dürfte die landesweite Regelung auf dem Prüfstand stehen. (sh)

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