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Sachsen

Talsperren müssen mehr Algen verkraften

Sachsens Talsperren haben nicht nur längere Trockenheit und plötzlichen Starkregen auszugleichen. Steigende Temperaturen lassen mehr Algen wachsen.

Zu niedrigem Wasserstand wie hier in der Talsperre Lehnmühle kommt künftig auch vermehrtes Algenwachstum als Problem dazu.
Zu niedrigem Wasserstand wie hier in der Talsperre Lehnmühle kommt künftig auch vermehrtes Algenwachstum als Problem dazu. © Tino Plunert/dpa

Dresden.  Der Klimawandel beeinflusst auch die Talsperren in Sachsen. Sie müssen nicht nur längere Trockenzeiten und plötzlichen Starkregen ausgleichen, sondern sind aufgrund steigender Wassertemperaturen auch einem starken Wachstum von Algen ausgesetzt, wie die Technische Universität Dresden am Dienstag zur Auswertung einer Studie mitteilte. Das alles führe dazu, dass wertvolles Rohwasser knapper werde.

Für die Studie hatte Kathrin Jäschke, Doktorandin am Institut für Hydrobiologie der TU, Daten von 43 Talsperren aus den vergangenen fünf Jahrzehnten ausgewertet. "Die Wassertemperaturen zeigen in den oberen Wasserschichten steigende Trends zu allen Jahreszeiten. Vor allem im Frühjahr haben sie bis zu 3 Kelvin seit den 80er Jahren zugenommen", erklärte Jäschke. In tieferen Lagen würden die Gewässer im Winter nur noch selten über einen längeren Zeitraum zufrieren.

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"Dadurch setzt das Algenwachstum früher ein beziehungsweise wird kaum noch unterbrochen. Da die Gewässer im Frühjahr gut durchmischt sind, verteilen sich die Algen über die gesamte Wassersäule und ein Ausweichen der Rohwasserentnahme auf andere, algenärmere Bereiche ist nicht möglich", erläuterte die Forscherin weiter. Für die Wasseraufbereitung bedeute das mehr Aufwand und somit höhere Kosten. (dpa)

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