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Tanzlegende tritt ab

Bill Fowler hat viele Jahre lang den Welttanzverband IDO geprägt – und die Tanzwochen in Riesa. Jetzt ist er gestorben.

© Fotostudio Schröter/FVG

Riesa. William E. Fowler, Jr., der Ehrenpräsident des Internationalen Tanzverbandes IDO ist am vergangenen Dienstag, 12. September, im Alter von 79 Jahren in seiner Heimat Massachusetts nach langer Krankheit verstorben.

Über viele Jahre prägte Mr. Fowler, den alle nur „Bill“ nannten, die IDO und damit vor allem auch die Internationalen Tanzwochen in Riesa. Vor und hinter den Kulissen trug er durch seine unermüdliche Arbeit und Liebe zu dieser Sportart zur Etablierung und zum steten Gelingen der Tanzweltmeisterschaften in Riesa maßgeblich bei. Bis zuletzt galt er als der US-Tanzspezialist schlechthin.

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Seit 1998 war Mr. Fowler Teil des IDO-Präsidiums, zuerst als Senior Vize-Präsident, dann als Präsident und zuletzt als Ehrenpräsident. Ferner übte „Bill“ bis zuletzt die Funktion des Vorsitzenden der Wertungsrichter aus.

„Im IDO-Präsidium war mein lebenslanger Freund „Bill“ einer der wichtigsten Mitstreiter, welche die IDO in den vergangenen zwei Jahrzehnten revolutioniert und international salonfähig machten. Unsere tiefste Anteilnahme und Mitgefühl gelten seinem Ehemann Robert Planutis und seiner Familie“, sagt IDO-Präsident Michael Wendt, der in der kommenden Woche in die USA zur Beisetzung reist.

In seiner Jugend waren „Bill“ und sein Bruder Danny Tanz-Stars in den USA. Als „Fowler-Brothers“ wurden sie im US-Fernsehen als Stepptänzer berühmt. So ist es nicht verwunderlich, dass er im späteren Wirken vor allem die Wettkämpfe im Stepptanz Jahr für Jahr intensiv förderte. „Nun müssen wir das 20. Jubiläum der Stepptanz-Weltmeisterschaften in Riesa vom 28. November bis zum 2. Dezember leider ohne ihn begehen“, sagt FVG-Geschäftsführerin Kathleen Kießling. „Wir waren von der Nachricht zutiefst getroffen. Dieser Verlust reißt eine große Lücke in die internationale Tanzwelt. Unser Team behält „Bill“ als wundervollen, liebenswerten Menschen, großen Tänzer, glänzenden Organisator und Repräsentanten der IDO in würdevoller Erinnerung“, so Kießling.

Eine obligatorische Begrüßung

Über viele Jahrzehnte war es gerade „Bill“ Fowler, der die Tänzer immer wieder zu Spitzenleistungen motivierte, der sie anspornte, als Meister ihrer Länder in Riesa ein berauschendes Tanzfest zu feiern, Freundschaften zu schließen und stets mit viel Freude ihrem liebsten Hobby nachzugehen – dem Tanzen! Aus diesen Gründen werden in diesem Jahr bei der Eröffnung in der Sachsenarena „die ein oder anderen Tränen fließen, wenn Mr. Fowler zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht dabei ist“, sagt FVG-Prokurist Reiner Striegler. „Seine obligatorischen Begrüßungsworte ,Break a leg‘ waren über die Jahre nicht nur fester Bestandteil, sondern auch das verinnerlichte Motto der Wettkämpfe“, so Striegler. (SZ)