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Tanzsaal im Kraftwerk Mitte

In die alten Gemäuer der Schaltwarte zieht 2016 das Heinrich-Schütz-Konservatorium. Der Vertrag ist unterschrieben.

© Sven Ellger

Von Bettina Klemm

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Der Ausbau des ehemaligen Schalthauses im Kraftwerk Mitte ist schon ziemlich weit. Eine Edelstahltreppe verbindet die Stockwerke der künftigen Räume des Heinrich-Schütz-Konservatoriums. Nach der Hochschule für Musik soll auch diese Bildungseinrichtung 2016 ins Kraftwerk Mitte ziehen. Das künftige Gebäude wird derzeit saniert. Am Donnerstag unterzeichneten Konservatorium und Drewag den Vertrag.

„Unser Ziel ist es, eine zentral gelegene Außenstelle des Heinrich-Schütz-Konservatoriums in der Altstadt zu schaffen“, erklärt Geschäftsführerin Kati Kasper. Seit etwa 20 Jahren suche die Schule bereits danach. Fast 6 000 Schüler lernen insgesamt am Heinrich-Schütz-Konservatorium. Das Herzstück der künftigen Räume ist der etwa 140 Quadratmeter große Tanzsaal. Die Zimmer darüber sollen vor allem für den Einzel- und Gruppenunterricht zum Erlernen eines Instruments genutzt werden. Auch an die musikalische Früherziehung wird gedacht. Insgesamt gibt es auf sechs Etagen 19 Unterrichts- und zwei Umkleideräume. Mit dem Einzug ins Kraftwerk werden andere Standorte aufgegeben. Welche das sind, stehe noch nicht endgültig fest, sagt Kasper. Um gerade für kleine Kinder kurze Wege zu haben, soll es aber grundsätzlich bei der Vielzahl von Standorten in Dresden bleiben. Derzeit sind es 62, später werden es 60 sein. In den Umbau des Schalthauses investiert die Drewag 2,7 Millionen Euro. Das Gebäude stammt aus den 1920er-Jahren und wurde bis 1996 genutzt. Das Konservatorium wird das gesamte Haus mit einer Fläche von etwa 1 200 Quadratmetern beziehen. Vorerst ist eine Mietdauer von zehn Jahren vereinbart.

Drewag-Geschäftsführer Reiner Zieschank sieht den Vertrag als ein weiteres Puzzle für die künftige Nutzung des Kraftwerks. „Erst die Musikhochschule, jetzt das Konservatorium. Beides passt wunderbar zum Theater Junge Generation und zur Staatsoperette“, sagt er. So kommen nicht nur die Schüler, sondern auch deren Eltern und Großeltern ins Kraftwerk. Mit weiteren Interessenten gebe es Gespräche. Grundsätzlich wolle die Drewag immer erst die Gebäude sanieren, wenn die künftigen Nutzer feststehen. Derzeit werde sich auf den Theaterboulevard konzentriert. Die Maschinenhalle auf der einen Seite wird zum Foyer für beide Theater. Zu deren Eröffnung Ende 2016 soll auch die gegenüberliegende Seite saniert und bezogen sein, sagt Drewag-Chef Reinhard Richter.