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Tariflöhne steigen und stützen Aufschwung

Drei Prozent mehr Geld ist für viele Arbeitnehmer in diesem Jahr drin. In einigen Branchen holt zudem der Osten auf.

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© ZB

Wiesbaden. Niedrige Zinsen, sichere Jobs und nicht zuletzt höhere Gehälter haben die Deutschen dazu gebracht, ihr Geld auszugeben und das Land zum einsamen Wachstumsmeister in Europa zu machen. Die aktuellen Tarifabschlüsse deuten darauf hin, dass die Entwicklung einstweilen so weiter geht. Im laufenden Jahr wird parallel zum Wirtschaftswachstum der höchste Reallohnzuwachs seit 2010 erwartet. Die jüngsten Tarifabschlüsse in Deutschland liegen meist in der Nähe der Drei-Prozent-Marke. Darauf hat das Statistische Bundesamt in einer am Freitag veröffentlichten Auflistung hingewiesen, die allerdings nicht die unterschiedlichen Laufzeiten der einzelnen Verträge seit Herbst 2013 berücksichtigt. Verträge mit kurzer Laufzeit bringen den Arbeitnehmern bei gleicher Prozentzahl mehr ein, als solche mit einer langen Geltungsdauer.

Vergleichsweise kräftig stiegen im ersten Quartal die Bezüge der Chemiearbeiter, für die Gewerkschaft und Arbeitgeber auf 14 Monate ein Plus von 3,7 Prozent vereinbart haben. Im Öffentlichen Dienst von Bund und Gemeinden bekommen die Beschäftigten seit März 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro mehr, was für die unteren Beschäftigtengruppen ein Plus von rund 5,0 Prozent bedeutet.

In einigen Branchen wie der Gebäudereinigung, der Zeitarbeit oder dem Gartenbau wurden für die östlichen Bundesländer höhere Tarifstufen als im Westen vereinbart, um die immer noch niedrigeren Ostgehälter weiter anzugleichen.

Nach Einschätzung des Bundesamtes verfügen die meisten größeren Wirtschaftsbereiche derzeit über gültige oder – wie am Bau – fertig ausverhandelte Tarifverträge. Offen ist derzeit das Vertragswerk für die Bankbeschäftigten, demnächst beginnen zudem die Verhandlungen für die deutsche Stahlindustrie. Der Tarifvertrag für die wichtige Metall- und Elektroindustrie läuft zum Jahresende aus. In diesem Jahr erhalten die Metaller noch eine Tabellenerhöhung um 2,2 Prozent. (dpa)

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