Merken

Taschendieb erhält Hausverbot im Krankenhaus

Mysteriöse Auftritte eines Mannes sorgten in den letzten Wochen für Unruhe unter den Patienten.

Teilen
Folgen

Von Carmen Schumann

Seit einigen Tagen hängt im Ärztehaus an der Töpferstraße 17 ein Aushang, der vor einem Taschendieb warnt. Der Mann hatte sowohl in den Praxen des Ärztehauses, als auch im nahe gelegenen Krankenhaus unbeobachtete Momente ausgenutzt, um in den Taschen der Patienten zu wühlen. Das hatte für große Unruhe gesorgt, zumal er in einer lauten und angsteinflößenden Art auftrat. Im Krankenhaus verletzte der Mann zudem die Hausordnung, indem er in den Gebäuden rauchte.

Wie Markus Manthei, der Leiter des technischen Service des Bautzener Krankenhauses, mitteilte, hatten etliche Mediziner, sowohl aus dem Ärztehaus, als auch aus dem Krankenhaus den Mann mehrmals von der Polizei vor die Tür setzen lassen. Da jedoch bis vor Kurzem keine weitere rechtliche Handhabe gegen ihn vorlag, mussten die Ordnungshüter den Mann dann immer wieder laufen lassen.

Seit dem 4. März ist das jedoch anders. Ab diesem Datum besteht gegen den Mann ein Hausverbot für die gesamten Oberlausitz-Kliniken, das heißt, sowohl für das Ärztehaus, als auch für das Krankenhaus, als auch für alle weiteren Einrichtungen der Kliniken. Sollte der Taschendieb wieder auffällig werden, kann jetzt gegen ihn Strafanzeige gestellt werden.

„Das Hausverbot sollte ihm durch einen Gerichtsvollzieher schriftlich zugestellt werden, der Mann war aber unter der von ihm angegebenen Adresse nicht erreichbar“, so Markus Manthei. Es sei zu vermuten, dass er ohne festen Wohnsitz ist. Da der Mann zudem plötzlich im Straßenbild von Bautzen auftauchte, wird weiterhin vermutet, dass es sich bei der Person um einen entlassenen Straftäter handelt. Auffällig an dem älteren Mann ist zudem, dass er seine Haarfarbe häufig wechselt. „Das Hausverbot gilt übrigens nicht, sollte die Person eine medizinische Notfallbehandlung benötigen“, sagt Markus Manthei.