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Tatras kehren auf die Schiene zurück

Zu viele Niederflurwagen stehen in der Werkstatt. Deshalb gehen ausrangierte Bahnen ab heute wieder in den Liniendienst.

Ab heute fahren wieder zwei der 50 Jahre alten Tatra-Bahnen auf der Linie 8 zwischen Hellerau und Südvorstadt. „Voraussichtlich bis Weihnachten“, sagt DVB-Sprecher Falk Lösch. Die geringe Fahrzeugreserve trifft die Verkehrsbetriebe zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Weil die Borsbergstraße wieder für die Straßenbahn freigegeben ist, werden insgesamt wieder mehr Fahrzeuge gebraucht. Hinzu kommt, dass viele der modernen Niederflurbahnen derzeit in der Werkstatt stehen. Die Trams erhalten neue Bordcomputer, ebenso klopft der Tüv zur achtjährlichen Hauptuntersuchung an die Tür. Des Weiteren werden Straßenbahnen repariert, die bei Unfällen beschädigt wurden. „Das verschärft die Fahrzeugsituation noch einmal“, so Lösch. Sämtliche Reservefahrzeuge stünden jetzt im Liniendienst. In den nächsten Wochen dürfte sich die Lage weiter anspannen. Denn mit der Eröffnung des Striezelmarktes am 27. November sollen die Bahnen häufiger fahren.

Die Verkehrsbetriebe haben die Linie 8 nicht zufällig für die Tatras ausgewählt, sagt der Sprecher. Laut Statistik seien hier die wenigsten Mütter mit Kinderwagen unterwegs. Außerdem würden vergleichsweise wenige behinderte Menschen mitfahren. Damit zum Beispiel Rollstuhlfahrer trotzdem die Chance hätten, die Linie zu nutzen, sollen Niederflurbahnen und Tatras im Wechsel fahren. Die meisten Dresdner mit Behinderungen seien laut DVB in Verbänden organisiert. Dort habe man die Fahrpläne hingeschickt. Entweder es findet sich ein anderer Fahrgast der hilft, oder derjenige müsse auf die nächste Straßenbahn zehn Minuten später warten.

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Im Mai 2010 waren die Tatras aus dem Liniendienst verabschiedet worden. Die 14 am besten erhaltenen Wagen haben die DVB als Reserve behalten. Über die Hälfte der Straßenbahnfahrer kann die Fahrzeuge noch bedienen.