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Tatverdächtiger bleibt auf freiem Fuß

Zwei Monate lang soll ein Pakistaner Geschlechtsverkehr mit einer 13-Jährigen gehabt haben. Ein Haftbefehl wurde bisher nicht beantragt.

© Symbolbild/dpa

Von Dominique Bielmeier

Meißen. Es war ein Fall, der Mitte August die Gemüter erregt und bei vielen Menschen für Unverständnis gesorgt hat: Von Anfang Juni bis Ende Juli soll ein 37-jähriger Pakistaner ein 13-jähriges Mädchen in Meißen missbraucht haben. Laut Polizei habe der Mann mehrfach ungeschützten Geschlechtsverkehr mit dem Kind gehabt. Das Mädchen erhielt dafür kleinere Geldbeträge und Schmuck. Der Mann habe gewusst, dass das Kind erst 13 Jahre alt war.

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Was viele nicht verstehen konnten: Dennoch blieb der Mann laut Polizeiangaben „nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft“ auf freiem Fuß. Die SZ hat dazu bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt und von Staatsanwalt Steve Schulze-Reinhold Antwort erhalten.

Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen könne er jedoch nicht „besonders ergiebig“ antworten. „Es ist richtig, dass der mittlerweile namentlich bekannte Beschuldigte sich nicht in Haft befindet“, bestätigt Schulze-Reinhold die Angaben der Polizei. Eine Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sei vor der Freilassung jedoch nicht erfolgt. „Inhaltlich ist aufgrund des teilweise noch vagen Sachverhalts derzeit aber auch nicht beabsichtigt, einen Haftbefehl zu beantragen“, so Schulze-Reinhold. Der Verdachtsgrad sei momentan noch zu gering.

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Laut Polizei hatte ein 37-Jähriger mehrfach Sex mit einem Kind. Das Mädchen erhielt dafür kleine Geschenke.

Dem Mädchen solle es gutgehen. „Soweit derzeit ersichtlich und aus nicht sachverständiger Sicht betrachtet hat sie keine psychischen oder physischen Schäden erlitten.“ Der Tatverdächtige liege im System der Staatsanwaltschaft Dresden bislang nicht ein. „Vorstrafen in unserem Bezirk sind nicht ersichtlich.“ Das mögliche strafrechtliche Vorleben des Mannes werde im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen aber noch beleuchtet.

Gegen den Mann wird ermittelt wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern nach Paragraf 176a des Strafgesetzbuches. Dafür sind mindestens zwei und höchstens zehn Jahre Haft vorgesehen.