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Tauben erhalten Höchstnoten

Der Züchter Falk Welzer besitzt über 200 Tiere. Vor einer Ausstellung hat der Nasseböhlaer viel zu tun.

© Mirko Sattler

Von Mirko Sattler

Nasseböhla/Tettau. Seit einem Vierteljahrhundert präsentieren sich die Rassegeflügelzüchter in Tettau. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Züchter aus dem Großenhainer Gebiet bei dieser Schau ausstellen. Über 1 000 Tiere, von Hühnern über Enten bis hin zu Tauben, konnten die Besucher bestaunen. „Bei unserer Schau haben über 130 Züchter fast 1100 Tiere gemeldet“, sagt Ausstellungsleiter Veit Rentsch stolz. Davon erreichten in der Bewertung der Preisrichter 29 Tiere ein „Vorzüglich“ mit einer Bestnote von 97 Punkten.

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Unter den Preisträgern war auch Falk Welzer aus Nasseböhla. Drei seiner sechs ausgestellten Tauben erhielten die Höchstnote und damit einen Pokal. Auch elf Hühner hatte er mitgebracht. Die Punktunterschiede sind dabei so minimal, dass schon ein einzelner Punkt eine schlechtere Note hervorrufen kann. „Es liegt immer an den Preisrichtern. Bei ein und demselben Tier habe ich schon unterschiedliche Bewertungen bekommen, was eigentlich nicht sein kann. Manche wollen einen langen Hals, andere wiederum einen kurzen“, sagt der sächsische Zuchtfreund etwas gereizt.

Schon als Kind dabei

Am Ende überwiegt jedoch die Freude über sein Hobby, welches er schon einige Jahre betreibt. „Als Zwölfjähriger wurde ich von meinem Vater herangeführt. Wir Kinder durften bei Ausstellungen in Großenhain damals die Käfige auf- und wieder abbauen. Das war eine Riesenfreude“, so der heute 45-Jährige. Seit 20 Jahren stellt Falks Vater schon bei der Tettauer Schau seine Tiere aus. Hat der Sohn anfangs seine Zuchterfolge über Vaters Namen laufenlassen, so tritt er nun allein auf. „Vor zehn Jahren bin ich in unseren Verein eingetreten und habe es bisher nicht bereut. Pro Tag verbringe ich zwischen vier und fünf Stunden mit meinen Tieren“, verriet Welzer. Zählt man seine Jagdfasane, Katzen und Kaninchen, 40 Hühner und 100 Tauben zusammen, so leben auf seinem Hof über 200 Tiere. Kurz vor einer Ausstellung nehmen die Tiere mehr Zeit in Anspruch. „Neben dem Gefiedersäubern gehört auch das Reinigen der Beine dazu. Zum Schluss hofft man dann mit etwas Glück auf einen Pokal“, erzählt der 45-Jährige.

Mit der Tettauer Schau, die übrigens die Größte in der Region ist, ist auch das diesjährige Ausstellungsjahr beendet. Aufgrund des Wetters war der ausstellende Verein der Tettauer Kleintierzüchter mit dem Besucherandrang am Samstag nicht ganz zufrieden.