Infomercial

Taubheitsgefühl, Schmerzen, Druckstellen? 

Muss nicht sein. Der passende Sattel, richtig eingestellt, verhindert derartige Dilemma.

© Foto: pd-f/Mathias Kutt

Dr. Frank Sommer muss es wissen: „Einige Fahrradsättel lassen während der Fahrt durch zu viel Druck auf Arterien und Venen nur noch knapp ein Viertel der normalen Blutzirkulation zu – auf Dauer kann das schädlich sein.“ Der Urologe und Männergesundheitsexperte hat in seinen Studien Radler auf unterschiedliche Sättel gesetzt und untersucht, wie sich das Sitzverhalten auf Durchblutung und – bei Männern – auf die Potenz auswirkt. Er kann aber beruhigen: „Man muss schon rund 500 Kilometer pro Woche radeln, also sehr ambitioniert oder Profi sein, damit sich die Durchblutungsunterbrechung wirklich gravierend auswirkt.“

Schuld ist vor allem die falsche Sitzposition

Man muss es aber nicht so weit kommen lassen, dass Weichteile schmerzen. Denn diese Probleme liegen vor allem an der falschen Sitzposition: „Der Druck des Körpergewichts verteilt sich bei einer falschen Haltung nicht richtig“, so Dr. Frank Sommer. „Es wird zu viel in den vorderen Sitzbereich verlagert.“ Schuld daran sind neben zu hoch und zu niedrig eingestellten Sätteln auch die Form der Sitze: Sie sind meist viel zu schmal. Breitere Sättel können Abhilfe schaffen. Sie unterstützen die Beckenknochen, die sogenannten „Sitzhöcker“, auf denen mehr Gewicht liegen sollte. Denn dann ist auch die Durchblutung besser.Wer groß und schwer ist, solle generell zu voluminöseren Sätteln greifen.

Lieber hart als zu weich

Auch wenn es erst einmal paradox klingen mag: Vorsicht ist geboten vor zu weichen Sätteln. Denn in diese mag man zwar wohlig versinken wie in Federkissen, doch genau das schafft auch eine falsche Haltung und mithin Sitzprobleme. Will man dennoch nicht auf weichen Komfort verzichten, raten Experten zu Radlerhosen mit Polsterung. So hat es der Hintern bequem und das Bein reibt nicht direkt am Sattel, was wunden Stellen vorbeugt. Wichtig hier: Das Hosenpolster darf innen keine spürbaren Nähte haben. Sonst ist der Schutz futsch. Das beste Polster kommt übrigens nicht gegen unsanfte Stöße durch unwegsames Gelände an. Wer also öfter auf Holperwegen unterwegs ist, sollte sich nicht nur einen guten Sattel, sondern vor allem ein vollgefedertes Fahrrad zulegen. Ebenfalls Einfluss auf den Sitzkomfort hat die Höhe des Lenkers. Diese wiederum ist je nach Fahrradtyp aber verschieden optimal. Erst, wenn alles austariert ist – Sitzhöhe, Lenkerhöhe, Sattelform – steht dem genussvollen Radeln nichts mehr im Wege.