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Deutschland & Welt

Warum viele Internetradios stumm bleiben

Internetradios greifen auf Sender-Verzeichnisse zu, die auf Servern liegen. Was geschieht, wenn die abgeschaltet werden, erleben gerade viele Nutzer.

Gestern noch die Lieblingssender im Display, heute nur noch "Netzwerkfehler"
Gestern noch die Lieblingssender im Display, heute nur noch "Netzwerkfehler" © Andrea Warnecke/dpa

Berlin. Ihr Internetradio gibt seit einigen Tagen keinen Mucks mehr von sich und zeigt im Display nur noch "Netzwerkfehler" an? Dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein älteres Modell mit einem technischen Innenleben des Komponentenherstellers Reciva.

Da Reciva kürzlich seine Sender-Verzeichnis-Seite abgeschaltet hat, sind viele ältere Internetradios von DNT, Roberts, Sangean oder auch Grace Digital quasi zu Elektronikschrott geworden, berichtet das Telekommunikationsportal "Teltarif.de". Reciva habe die Abschaltung seines Servers Ende 2020 angekündigt.
Immerhin: Unterstützt das Internetradio die Standards DLNA beziehungsweise UPnP und steht eine Fritzbox des Herstellers AVM im Haushalt, lassen sich viele Modellvarianten dieses WLAN-Routers für Internetradio einrichten - und zwar im Einstellungsmenü unter "Heimnetz/Mediaserver/Internetradio".

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Dann übernimmt der in der Fritzbox integrierte Mediaserver den Verzeichnis-Part für bis zu 40 Sender, auf die das Radio zugreifen kann. Links zu vielen Stationen stehen etwa auf Shoutcast.com, wichtig ist die Endung ".mp3". Am Radio muss die Netzwerkwiedergabe aktiviert, dann die Fritzbox als Mediaserver eingestellt und schließlich der Eintrag Internetradio ausgewählt werden. (dpa)

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