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Technische Wunderwerke

über den Erfindungsreichtum

Pfarrer Martin Zinkernagel

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Wer tröstet mich?

Mit ganzem Herzen für die Kleinen und Allerkleinsten: Das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Zittau sucht Verstärkung.

Im April waren wir im Urlaub an der Nordsee in Cuxhaven. Bei einer Hafenrundfahrt wurde uns auch der Seenotrettungskreuzer Hermann Helms gezeigt, der hier stationiert ist. Eigentlich ein kleines Boot. Nur circa 27 Meter lang. Aber ein Wunderwerk der Technik. Alles ist an Bord, um Seeleute im Sturm zu retten und anschließend zu versorgen: Eine Löscheinrichtung, ein kleines Bordhospital und ein Beiboot. Das Tollste an dem Schiff ist aber, dass es eine Eskimorolle durchführen kann. Wenn ein Schiff von einer großen Welle umgeworfen wird, schwimmt es normalerweise kieloben. Die Hermann Helms dreht sich aber wieder in Normallage. Zu diesem Zweck sind die Besatzungsmitglieder stehend angeschnallt. Ich habe gestaunt, zu welchen technischen Wunderwerken wir Menschen fähig sind, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.

Mir fiel dabei ein, was sich Gott einfallen lässt, wenn es um die Rettung seiner Menschen geht. Im Johannesevangelium 3 Vers 16 finden wir : „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn zu uns Menschen sandte, sodass alle, die ihr Leben ihm anvertrauen, gerettet werden.“ Gott geht es um die Rettung der Welt. Vielleicht erst einmal ein unangenehmer Satz: Wir sind ohne Gott verloren. Wer aber tiefer in der Bibel liest, entdeckt, dass es Gott nicht um diese Verlorenheit geht. Sie wird auch nicht groß ausgemalt. Im Mittelpunkt steht der Erfindungsreichtum Gottes, um diesen Zustand zu überwinden. Er hat Sehnsucht nach uns Menschen. Nach einer aktiven Beziehung zu uns. Dafür lässt er sich etwas ganz Geniales einfallen: Er wird ein Mensch wie wir. In Jesus kommt er ganz persönlich auf diese Erde. So können wir ihn sehen. Ihn berühren. Ihn hören. Jesus sieht sein ganzes Handeln davon bestimmt, uns Menschen zu retten. Dazu dient alles, was er sagt und tut.

Für das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen benutzt die Bibel oft den Begriff „Sünde“. Dieses Wort findet sich im Wort „Sund“ wieder. Es meint eine Trennung zwischen zwei Landteilen. So meint Sünde, dass wir von Gott getrennt leben. Ohne ihn unser Leben führen. Gott misstrauen. Ich finde, dass damit unsere Beziehung zu Gott gut beschrieben ist. Menschen fragen oft nicht nach Gott. Leben ihr Leben aus eigener Kraft. Und hier knüpft Gott an: In Jesus mischt er sich in unser Leben ein. Er besucht uns. Er sucht uns. Er baut eine Brücke zwischen uns und sich selber. Diese Brücke ist das Kreuz, an dem Jesus stirbt. Es ist Gottes vertrauensbildende Maßnahme zu uns Menschen. Er trägt unsere Sünde am Kreuz fort. Die Trennung wird durch Gott selber aufgehoben. So rettet uns Gott aus Lebensnot. Das Kreuz ist das Zeichen für unsere Rettung.