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Teenager-Bande schnell vor Gericht

Laut Riesas Amtsgerichtsdirektor sollen die jugendlichen Täter schon in den nächsten Wochen auf der Anklagebank sitzen – noch sind sie auf freiem Fuß.

© dpa

Von Antje Steglich

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Zeithain. Großes Unverständnis herrscht bei vielen SZ-Lesern darüber, dass die sogenannte Teenager-Bande, die seit Wochen im Raum Riesa, Zeithain und Nünchritz ihr Unwesen treibt, noch immer auf freiem Fuß ist. Obwohl unzählige Fälle von Ladendiebstahl, Einbruch und Brandstiftung laut Polizei aufgeklärt sind und obwohl die Jugendlichen scheinbar weiterhin aktiv sind, wie viele vermuten. „Wir brauchen einen Haftgrund“, erklärte dazu Riesas Amtsgerichtsdirektor Herbert Zapf.

Konkret könnten das Flucht-, Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr sein, wobei vor allem bei Letzterem ein gewisser Schweregrad der Taten überschritten sein müsste. Zudem seien die Haftvoraussetzungen verschärft zu prüfen, weil es sich in diesem konkreten Fall um minderjährige Täter im Alter zwischen 14 und 17 Jahren handele. Das sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft, die dann einen entsprechenden Antrag beim Ermittlungsrichter in Dresden stellen müsste.

Herbert Zapf selbst hat indes bereits ein paar Akten zur Teenager-Bande auf dem Tisch liegen. Die erste Hauptverhandlung soll bereits in Kürze folgen, kündigte er an. Die finden dann allerdings aufgrund des Alters der Täter nicht öffentlich statt.