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Terrassenufer wird voll gesperrt

An der Augustusbrücke wird das Gerüst für den neuen Bogen aufgebaut. Ab Freitagabend fahren die letzten Schwertransporte.

© René Meinig

Von Peter Hilbert

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Nach sechs Jahren Planung eröffnet in der Festung Dresden die „Festung Xperience“, ein modernes Erlebnisangebot mit Unterhaltungsgarantie.

Sperrschilder stehen jetzt wieder rings ums Terrassenufer. Von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, ist der Abschnitt an der Augustusbrücke voll gesperrt, teilt die Stadt mit. Der marode Bogen über der Straße war im November abgerissen worden. Jetzt wird er neu gebaut. In den vergangenen Tagen wurden die Bogenfüße ausgebessert. Am Wochenende errichten Monteure nun das Traggerüst für den neuen Bogen. Geplant ist, ihn bis Anfang Juni dieses Jahres fertigzustellen. Dafür werden die Bauleute 720 Tonnen farbigen Beton und knapp 180 Tonnen Bewehrungsstahl einsetzen.

Wegen der Vorbereitung des Bogenbaus wird das Terrassenufer jetzt schon zum vierten Mal seit Ende Januar voll gesperrt. Steht das Traggerüst, sind bis Anfang Mai keine weiteren Sperrungen geplant. Sputen muss sich jetzt allerdings die Drewag, damit die letzten Schwertransporte zum Kraftwerk Reick durchkommen. Denn steht das Traggerüst für den neuen Bogen, ist das nicht mehr möglich.

Die Drewag erweitert ihre Wärmespeicher-Anlage, um das Fernwärmenetz besser betreiben zu können. Deshalb werden 20 knapp 30 Meter hohe silberne Wärmespeicher aufgestellt. Sechs davon müssen noch nach Reick gebracht werden. In der Nacht zum Donnerstag rollen zwei Tieflader mit den jeweils 100 Tonnen schweren Silbertürmen, in der folgenden Nacht folgt der nächste, teilt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. Die letzten beiden Wärmespeicher kommen aber erst Mitte März im Alberthafen an, sodass die Schwertransporte über eine andere Route nachts nach Reick gebracht werden müssen.

Die Bauleute arbeiten nicht nur am neuen Bogen, sondern auch auf der Augustusbrücke weiter. Einerseits werden verstopfte Abflüsse wieder aufgebohrt, sodass Regenwasser künftig wieder abfließen kann. Außerdem sollen die Fugen zwischen Pfeilern und Bögen wieder zuverlässig abgedichtet werden. Dafür werden auf einer ersten Stahlbetonschicht sogenannte Fahrbahn-Übergangskonstruktionen aus Stahl und Gummi gebaut. Sie sind wasserdicht und gleichen Bewegungen des Überbaus aus, wenn er sich bei Hitze ausdehnt.

Die bisherige Sanierung hat sich wegen zusätzlichem Aufwand am desolaten achten Brückenbogen verzögert. Die Stadt hofft zwar, die Arbeiten noch 2019 beenden zu können. Die Dresdner Verkehrsbetriebe erwarten hingegen, dass die Bahnen erst wieder 2020 fahren können.