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Deutschland & Welt

Terror in Paris: 20 Verdächtige angeklagt

Im November 2015 töteten Islamisten 130 Menschen. Der Prozess gegen 20 Tatverdächtige soll wohl nächstes Jahr beginnen.

In der Pariser Konzerthalle «Bataclan» hatten die Attentäter ein Massaker angerichtet.
In der Pariser Konzerthalle «Bataclan» hatten die Attentäter ein Massaker angerichtet. © dpa

Paris. Rund viereinhalb Jahre nach den schweren islamistischen Terroranschlägen von Paris mit 130 Todesopfern haben französische Ermittlungsrichter Anklage gegen 20 Verdächtige erhoben. Unter ihnen sei der bereits in Belgien verurteilte Salah Abdeslam, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Montag in Paris mit. Ein Termin für einen Prozess wurde nicht mitgeteilt. Nach früheren Medienberichten könnte er 2021 beginnen.

Extremisten hatten am 13. November 2015 in der Pariser Konzerthalle «Bataclan» ein Massaker angerichtet sowie Bars und Restaurants im Osten der Hauptstadt beschossen. Am Stade de France sprengten sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland zudem drei Selbstmordattentäter in die Luft. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die verheerenden Anschläge für sich in Anspruch genommen.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es 1765 Nebenkläger. In die Ermittlungen waren Deutschland, Österreich und weitere europäische Länder eingebunden. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert, dabei starben mehr als 250 unschuldige Menschen. (dpa)

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