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Terroristen planen neue Anschläge

Wiesbaden/Berlin. Das Bundeskriminalamt (BKA) geht einer neuen Terrordrohung gegen Deutschland nach. Militante Islamisten aus dem Umfeld der al-Qaida planen „Spiegel“ und „Focus“ zufolge Anschläge unter...

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Wiesbaden/Berlin. Das Bundeskriminalamt (BKA) geht einer neuen Terrordrohung gegen Deutschland nach. Militante Islamisten aus dem Umfeld der al-Qaida planen „Spiegel“ und „Focus“ zufolge Anschläge unter anderem auf das Gebäude des Bundesjustizministeriums und gegen deutsche Militär- oder Sicherheitsbehörden. Das BKA bestätigte, dass ein „Warnhinweis“ vorliege. Die Bundesanwaltschaft startete den Berichten zufolge Ermittlungen. „Es gibt Hinweise aus dem Libanon auf einen Anschlag, denen wir nachgehen“, sagte eine BKA-Sprecherin am Wochenende. Man habe entsprechende Informationen an die Sicherheitsbehörden weitergegeben.

Die Polizei hatte im Libanon einen mutmaßlichen syrischen Extremisten festgenommen, der mit Anschlägen auf Zivilisten in Deutschland gedroht hatte. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es bereits, Mohammed Ndoub habe zwei Tage vor seiner Festnahme die deutsche Botschaft in der Nähe von Beirut angerufen. Am Telefon habe er gesagt, er werde in den kommenden drei Monaten mehrere Anschläge in Deutschland verüben. Dies sei „Rache“ dafür, dass man die zwei „Kofferbomber von Köln“ vor Gericht gestellt habe.

Die beiden Libanesen Jihad H. und Youssef el H. hatten im Juli 2006 in zwei Regionalzügen nach Hamm und Koblenz Sprengsätze deponiert, die nur wegen eines technischen Fehlers nicht explodierten. Jihad H. wurde inzwischen im Libanon zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt. Sein Komplize steht in Düsseldorf vor Gericht. (dpa)