merken

Teure Gehwege in Döbeln West

Die Stadt muss erheblich mehr Geld für den Ausbau der B 175 aufbringen. Der Stadtrat hat zugestimmt.

© DA-Archiv

Von Jens Hoyer

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Jetzt die Alte austauschen

Möbel Hülsbusch zahlt Geld für alte Couch oder Matratze

Döbeln. Der Ausbau der B 175 wird für Döbeln eine teure Angelegenheit. Die Kostenanteil für die Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Landesamt für Straßenbau- und Verkehr und anderen Bauträgern war für die Stadt deutlich gestiegen – von 730 000 auf eine Million Euro (DA berichtete). Abzüglich Fördermittel muss die Stadt nun statt 280 000 Euro rund 480 000 Euro für Nebenanlage, etwa die Gehwege, aufbringen. Der Stadtrat hatte zugestimmt, das zusätzliche Geld bereitzustellen – das ist die Voraussetzung, um zusätzliche Fördermittel beantragen zu können. Wenn diese nicht bereitgestellt werden, muss die Stadt sogar die gesamte Kostenerhöhung von rund 300 000 Euro abfangen.

Die Kostensteigerungen hatten sich vor allem durch sogenannte Nachträge ergeben. Also Leistungen, die in der Ausschreibung des Bauvorhabens nicht enthalten waren und von der beauftragten Firma nachträglich in Rechnung gestellt wurden. Nach Angaben von Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, waren die zusätzlichen Kosten unter anderem durch unvorhersehbare Behinderungen durch zusätzliche erdverlegte Kabel und Leitungen verursacht worden, welche bei der Planung nicht bekannt waren. Dies habe zu Mehraufwendungen beim Freischachten per Hand und bei der Leitungssicherung geführt.

„Der Baufortschritt verzögerte sich dadurch erheblich, was wiederum die Verlängerung der Bauzeit und Mehrkosten verursachte. Weiterhin wurden zusätzliche Bauwerkssicherungen an der Bahnanlagen notwendig, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Diese Arbeiten waren nicht vorgesehen und führten ebenso zu weiteren Kosten“, so Isebel Siebert. Außerdem habe das Baufeld erweitert werden müssen, um zum Beispiel Grundstückszufahrten anzupassen. Wie hoch die Kosten für das gesamte Vorhaben dadurch geworden sind, darüber lasse sich noch keine endgültige Aussage treffen, so die Sprecherin.