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Theater im Stadion: Elf Akte zu Dynamo

Der Vorverkauf hat schon begonnen, dabei ist das Fußball-Theaterstück noch nicht fertig geschrieben. Im Juni ist Uraufführung.

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Von Franziska Dähn

Das Runde muss ins Eckige. Poetischer ist Fußball nicht zu beschreiben. Der Berliner Autor Alexander G. Schäfer will es dennoch versuchen: Er schreibt an einem Dynamo-Theaterstück in elf Akten, das bereits am 9. Juni im Dresdner Stadion aufgeführt werden soll.

„Das Stück hat zwei Säulen – die Geschichte des Vereins und seine Fans. In elf Akten soll daraus eine Symbiose entstehen“, sagt Schäfer. Ein Berliner, der über die Geschichte des Dresdner Traditionsvereins schreibt? Er habe immerhin am gleichen Tag wie Dixie Dörner Geburtstag und sei schon immer großer Fußballfan. Eine große Herausforderung beim Schreiben sei mit dem Glücksgas-Stadion die ungewöhnliche Spielstätte. „Man kann im Stadion ja schlecht um Ruhe bitten“, so Schäfer.

Comödien-Chef Olaf Maatz kam die Projekt-Idee jedoch genau an diesem Ort – bei der Live-Übertragung des Aufstiegsspiels gegen Osnabrück. „Die halbe Stadt hat sich förmlich überschlagen vor Begeisterung“, sagt Maatz. Von ihm stammt auch der Titel: „Elf Mann im Abseits – Das Stück zu Dynamos Aufstieg“. Sport und Kultur solle mit dem als Komödie angelegten Stück verbunden werden. „Es ist auch eine Chance, über die Grenzen von Dresden hinaus ein Zeichen zu setzen, dass sich der Fußball hier nicht auf ein paar gewaltbereite Fans reduzieren lässt“, sagt Maatz. Verein und Stadion-Betreiber ließen sich schnell für die Idee begeistern: „Der Verein hat in den vergangenen 60 Jahren schließlich viel Stoff für ein Stück geliefert, auch viel Stoff für eine Komödie“, sagt Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz. Er sei sehr gespannt auf das Stück. Auch Stadionmanager Hans-Jörg Otto findet die Idee nicht abwegig: „An jedem Spieltag erleben wir hier doch ein kleines Theaterstück. Vielleicht gelingt es, mit dem Projekt eine Brücke zu schlagen zwischen Kultur und Sport.“

Der Vorverkauf für die Vorstellung um 18 Uhr hat bereits begonnen. Karten gibt es ab 22 Euro.