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Meißen

Theater startet fulminant in neue Spielzeit

Förderverein und Mitarbeiter organisierten ein kulturvolles Volksfest, wie es öfter stattfinden könnte.

Warum gibt es das nicht öfter?: Buntes Treiben zur Eröffnung der Spielzeit am Wochenende vor dem Theater Meißen.
Warum gibt es das nicht öfter?: Buntes Treiben zur Eröffnung der Spielzeit am Wochenende vor dem Theater Meißen. ©  Claudia Hübschmann

Von Peter Braukmann

Meißen. Zur Eröffnung der kommenden Spielzeit hatten sich die Kreativen des Theaters und des Theater-Fördervereins wieder etwas besonders Feines ausgedacht. Da fanden sich auf dem Theaterplatz viele kleine Stände, an denen es allerlei Bastel- und Spiel-Angebote für die kleinen Besucher gab. 

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Ein Klangerlebnis par excellence

Ulrich Tukur, Chefdirigent Juri Gilbo und die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg mit ihrem unvergesslichen Beethoven-Programm.

Hier konnte man Musikinstrumente aus den Pappkernen von Küchenrollen basteln, Rasseln und Ähnliches. Dort bastelte man seine eigene Seifenblasenmaschine und anderenorts wieder konnten Kinder ihre Atemkraft unter Beweis stellen, indem sie kleine Schiffchen um die Wette nach vorn pusteten. An einem Stand fand man ein reichhaltiges Tortenbüffet aufgebaut, gebacken von Mitgliedern des Fördervereins, das so gut ankam, dass am Ende des Nachmittags alle zehn Torten verkauft waren. Und es gab eine Feuerschale, an der man Knüppelbrot backen konnte.

Inmitten des bunten Markttreibens animierte ein Clown die Besucher, wanderten zwei Musikanten mit Geige und Akkordeon auf und ab und verteilten Mitarbeiter des Theaters, als Clowns verkleidet, Pappbecher, auf denen die Besucher an den jeweiligen Ständen Punkte sammeln konnten. Hatte man genug zusammen, bekam man bei der Hexe vor dem Theatereingang einen Zaubertrank eingeschenkt. Alle Bastelangebote waren kostenfrei.

Probe macht Appetit auf mehr

Schön war, dass das Theater mit dem Chorfest, welches ja am selben Tag stattfand, kooperierte. So gab es eine Bühne, auf der verschiedene Kinder- und Jugendchöre ihr Können darboten. Das Publikum saß auf Bänken oder den gemütlichen roten Designerstühlen und genoss sichtlich das abwechslungsreiche Angebot.

Um 15 Uhr konnten Interessierte auf der Bühne hinter dem Eisernen Vorhang eine öffentliche Probe des Stücks „Sechse kommen durch die Welt“ besuchen. Dabei handelt es sich um ein Mitspieltheater mit Clownerie und Pantomime von Tim Schreiber, Regie Thomas Quaas, das am 17. September Premiere hat. Man soll ja nichts von öffentlichen Proben verraten. Dennoch sage ich, jeder, der sich dieses Stück nicht anschaut, hat mit Sicherheit etwas verpasst.

Das gesamte Angebot an diesem Nachmittag vermittelte unaufdringlich und in friedlicher Stimmung die Botschaft, das Theater lebt, vielfältig ist, voller Genuss und Lebensfreude, abwechslungsreich, ein Ort, an dem groß und klein gute Kost für Herz und Seele geboten wird. Die vielen Besucher werden sicher sehr zufrieden mit diesem Angebot nach Hause gegangen sein. Und mancher hat sich gefragt, warum dieser schöne Platz im Herzen unserer Stadt nicht regelmäßig mit derart kreativen Angeboten zum Verweilen einlädt.

Ganz nebenbei konnte man sich über das kommende Programmangebot informieren, das wieder die ganze Palette von Operette bis Weltmusik, Komödie bis Comedy, Sprechtheater bis Lesungen, und spannende Produktionen der eigenen Theatertruppen Sentha, Frauentheater und Jugendtheater anbietet.

Neben „Sechse kommen durch die ganze Welt“ hat am 25. September „Die Schöne und das Biest“ der Theatergruppe Fränzchen Premiere.