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Thüringen widerspricht im Fall Beermann

Verwirrung um den Staatskanzleichef: Thüringen hat einer Darstellung Sachsens widersprochen, wonach beide Länder einvernehmlich Johannes Beermann (CDU) als Vorstand der Bundesbank vorschlagen.

© dpa

Dresden. Verwirrung um den sächsischen Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU): Thüringen hat gestern einer Darstellung Sachsens widersprochen, wonach beide Länder einvernehmlich Beermann als Vorstand der Bundesbank vorschlagen. Nach Aussage des Thüringer Justizministers Holger Poppenhäger (SPD) hat das Kabinett in Erfurt noch keine Entscheidung zu der Personalie getroffen.

„Man kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einem Einvernehmen zwischen Sachsen und Thüringen in dieser Frage sprechen, weil es dazu in der Thüringer Regierung keine Beschlussfassung gibt.“ Das Vorschlagsrecht für die Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes der Deutschen Bundesbank habe der Bundesrat: „Wie sich Thüringen zu dieser Frage stellt, wird im Kabinett noch entschieden werden.“

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Die sächsische Regierung hatte am Dienstag einen Beschluss gefasst, Beermann für den Posten vorzuschlagen und dafür auch die Zustimmung Thüringens angeführt. Beermann soll Rudolf Böhmler nachfolgen, der aus Altersgründen Ende des Jahres aus dem Gremium ausscheidet. Beermann soll das Amt am 1. Januar 2015 für acht Jahre übernehmen. (dpa)