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Sport

Thüringer gewinnen Rennsteiglauf

Neue Rennsteiglauf-Könige sind zwei Ausdauerläufer. Juliane Trotzke und Steffen Justus gewinnen den Supermarathon beim 47. GutsMuths-Rennsteiglauf.

Kurz vor dem Start wurde noch mal kräftig gejubelt. © dpa

Juliane Trotzke und Steffen Justus haben sich über die Königsstrecke beim Rennsteiglauf zu den neuen Supermarathon-Champions gekrönt. Die aus Gräfenroda stammende Trotzke und der gebürtige Jenaer Steffen Justus holten sich am Samstag erstmals die Siege über die 73,9 Kilometer lange Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld.

Im Ziel breitete Justus die Arme aus und schlug sich die Hände auf den Kopf - geschafft. "Ich wollte mir beweisen, dass ich das schaffen kann und bin jetzt unheimlich stolz", sagte er. Der ehemalige Profi-Triathlet Justus, WM-Zweiter von 2010 und deutscher Olympia-Starter, hatte nach gut der Hälfte der Strecke die Spitze von Marcel Bräutigam übernommen. Am Ende war Justus 3:37 Minuten schneller als der Erfurter, der für den ausrichtenden Rennsteiglaufverein startet.

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Bei seiner Premiere vor einem Jahr auf dem "langen Kanten" hatte Justus lange geführt, war aber mit nachlassenden Kräften auf Rang zwölf zurückgefallen. "Als ehemaliger Leistungssportler setzt man sich immer hohe Ziele. Die habe ich heute erreicht. Der Sieg bedeutet mir viel, zumal meine Familie seit vielen Jahren eng mit dem Lauf verbunden ist. Heute habe ich mir die Kräfte besser als im Vorjahr eingeteilt", sagte Justus.

Auch Juliane Trotzke hatte 2018 eine Lehrstunde erfahren müssen, als sie auf Siegkurs kurz vor Oberhof von der Strecke abgekommen war, sich verlaufen und aufgegeben hatte. "Seit drei Jahren habe ich mich auf den Rennsteig-Supermarathon vorbereitet. Nach dem Pech im Vorjahr bin ich die Strecke vom Inselsberg bis Schmiedefeld im Training mehrfach abgelaufen, damit mir so etwas nicht wieder passieren kann", sagte Trotzke.

Seinen Vorjahressieg wiederholte der Leipziger Sebastian Nitschke auf der Marathon-Strecke. Mit 3:03 Minuten Rückstand lief Heiko Ludewig vom LTV Erfurt als Zweiter ins Ziel. Überraschend nachgemeldet hatte der zehnmalige Rennsteiglauf-Gewinner Christian Seiler, der 2014 als Gewinner des Supermarathons seinen Abschied vom Rennsteiglauf verkündet hatte. Der 35-Jährige startete beim Comeback auf der Marathon-Strecke und lief als Dritter, gut zehn Minuten nach Nitschke, ins Ziel.

Beim Halbmarathon feierte der für den SV Sömmerda startende Eriträer Samsom Tesfazghi seinen Sieg-Hattrick. Er verwies bei seinem dritten Erfolg in Serie den lange gemeinsam mit ihm an der Spitze laufenden Daniel Götz voim SV Bergdorf-Höhn sowie den als Mitfavorisierten Marcel Krieghoff auf die Plätze. Bei den Frauen gewann die 36-jährige Tinka Uphoff von der SG 1887 Nied. Die Zweite der deutschen Marathon-Meisterschaften von 2014 setzte sich nach 21,2 Kilometern von Oberhof nach Schmiedefeld in 1:23:43 Stunden durch. Platz zwei ging mit 1:04 Minuten Rückstand an die Vorjahresgewinnerin Anne Barber aus Berlin. Dritte wurde Wiebke Richter vom Potsdamer Laufclub. (dpa)