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Infos zu Corona im Kreis Görlitz bis 14. April

Immer mehr Infizierte, abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Einrichtungen und Grenzen: Alle bisherigen Entwicklungen in unserem Ticker-Archiv.

Die Botschaft der Bar Panorama am Kristyna-See geht viral. Die Mitarbeiter grüßen ihre deutschen Gäste mit den Worten "Zusammen können wir es schaffen".
Die Botschaft der Bar Panorama am Kristyna-See geht viral. Die Mitarbeiter grüßen ihre deutschen Gäste mit den Worten "Zusammen können wir es schaffen". © Bar Panorama

Für Auskünfte zum Coronavirus:

(Nachbarschafts-)Hilfe zum Coronavirus:

Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Ticker zum Coronavirus im Landkreis Görlitz.

Das passierte am 14. April

18.30 Uhr: Aufgrund der aktuellen Bestimmungen hat die Bernstädter Feuerwehr das Hexenbrennen am 30. April abgesagt. "Es tut uns wirklich leid, aber es lässt sich nicht verhindern", schreiben die Kameraden auf ihrer Facebook-Seite.

18 Uhr: Einzig Görlitz ist der Empfehlung des Landkreises gefolgt, Ausflugsparkplätze über Ostern zu schließen. Doch war das überhaupt nötig? 

17.15 Uhr: Die Wertstoffhöfe im Landkreis Görlitz haben seit diesem Dienstag wieder geöffnet. Sie mussten wegen Corona drei Wochen schließen.

17 Uhr: Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien hat bis auf die drei großen Filialen in Görlitz, Niesky und Weißwasser alle anderen Geschäftsstellen geschlossen. Sie ist gut ins Jahr gestartet und rüstet sich schon für die Zeit nach Corona.

14.45 Uhr: In der Region Liberec (Reichenberg) sind 178 Corona-Fälle aufgetreten. Mit 73 Infizierten stammen die meisten aus dem Raum Jablonec, gefolgt von Liberec mit 66, Semily mit 34 und Ceska Lipa mit fünf. Als genesen gelten 28 Menschen. Acht Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, zwei lagen in der Anästhesie- und Wiederbelebungsstation, berichtet Vaclav Ricar, Sprecher des Liberecer Krankenhauses, dem Onlineportal drbna.cz. In der Region gibt's zwei Todesfälle. 

14.15 Uhr: Bundespolizisten haben in Görlitz einen Mann in den Knast gebracht, der sich geprügelt hatte. Ein zweiter verstieß gegen den Corona-Schutz - doch nicht nur das.

14 Uhr: Ein Mann hat in einem Trilex zwischen Zittau und Bautzen behauptet, dass er mit Corona infiziert sei. Daraufhin rief die Zugbegleiterin den Notarzt und die Bundespolizei. Wie sich herausstellte, besaß er keinen Führerschein und hatte 2,5 Promille intus.

13 Uhr: Ob Pest, Cholera oder die Spanische Grippe - die südliche Oberlausitz haben die vergangenen Jahrhunderte einige schwere Krankheiten heimgesucht. Und so sind die Menschen damals mit den Pandemien umgegangen.

12 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Görlitz ist stabil geblieben. Diese liegt aktuell bei 224 und demnach genauso hoch wie am Montag. Davon gelten bereits 34 Personen als wieder geheilt. In Quarantäne befinden sich 248 Personen, daraus entlassen konnten 422 werden, 15 befinden sich in stationärer Behandlung. Davon ist ein Patient weiter in intensivmedizinischer Betreuung. Es gibt bisher elf Todesfälle.

11 Uhr: Elektronische Spiele für Demente, Bildtelefonie mit Arzt und Angehörigen - in den Löbauer-Zittauer Awo-Altenpflegeheimen ändert sich gerade viel: Zaubertafeln gegen Einsamkeit

10 Uhr: Wer macht jetzt die Haare schön? Während der Corona-Krise ist der Friseur-Besuch verboten. Viele Kunden lassen trotzdem nicht locker. Deshalb hat Melissa Halang aus Oberseifersdorf eine Idee.

8 Uhr: Die Menschen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen haben sich am Ostermontag weitestgehend an die Corona-Schutzverordnung gehalten. Beamte der Polizeidirektion Görlitz mussten in den vergangenen 24 Stunden nur achtmal wegen Verstößen ausrücken, teilt Polizeisprecherin Anja Leuschner der SZ auf Nachfrage mit.

7 Uhr: Die Kliniken im Landkreis Görlitz warten auf die Corona-Welle. Die Krankenhäuser haben Isolierstationen geschaffen und konzentrieren sich auf medizinisch Notwendiges. Dabei wächst die Sorge.

6 Uhr: Die fit-Absätze gehen durch die Decke. Im März sind deutlich mehr Spül- und Waschmittel aus Hirschfelde verkauft worden. Das hat mit Corona zu tun - und ausverkauften Produkten.

Das passierte am 13. April

18 Uhr: Der Landkreis meldet neue Zahlen. Demnach sind derzeit 224 Infektionen registriert, einer mehr als am Tag zuvor - in der Stadt Görlitz. 14 der Erkrankten befinden sich in stationärer Behandlung, 34 gelten inzwischen als geheilt. Die Zahl der Patienten, die in Folge der Corona-Infektion verstorben sind, liegt bei elf. Für die Versorgung mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel verfügt der Landkreis Görlitz über keinen zentralen Materialbestand zur Weitergabe an Einrichtungen und Dienste außerhalb seines Versorgungsbereiches. Auch am Ostersonnabend erreichte den Landkreis Görlitz eine Privatspende in Form von Mund-Nasen-Schutz-Masken aus der Region. Das geschah auf Initiative von Ministerpräsident Michael Kretschmer.

17.30 Uhr: Jetzt gibt es Protest gegen den Corona-Protest. Mehr als 100 Bürger kritisieren die Corona-Beschränkungen. Nun formiert sich die "Gegenseite" - und stößt sich am Ton. Mit dabei: Bürgermeister und Politiker.

17 Uhr: In Tschechien sollen erste Läden wieder öffnen. Zugleich gibt es aber auch einige Verschärfungen, die im Nachbarland zum Tragen kommen sollen.

16.30 Uhr: Bei den Mittelständlern zwischen Reichenbach und Rothenburg wird produziert. Aber weniger Aufträge und Lieferengpässe zwingen zu Entscheidungen.

16 Uhr: Taxifahren in Coronazeiten: Weil kaum noch jemand chauffiert wird, werden Autos stillgelegt. Doch jeder, der eins braucht, bekommt ein Taxi - nach rechtzeitiger Bestellung.

15.30 Uhr: Saatreiten live gibt es in Zeiten von Corona nicht - aber auf dem Fensterbrett und im Vorgarten schon - findige Ostritzer machten es möglich.

12 Uhr: In der SZ sagt Kreishandwerksmeister Knut Scheibe, wie die Lage im Handwerk im Kreis Görlitz ist und was jetzt getan werden muss, damit es bald wieder aufwärts geht.

9 Uhr: Ungewöhnliche städtische Auflagen, logistische Herausforderungen und mehr - was nun auf Gerd Richters Verkaufsstelle in Reichenbach zukommt.

Das passierte am 12. April

18 Uhr: Der Landkreis hat die neusten Corona-Zahlen bekannt gegeben: Demnach sind derzeit 223 Infektionen registriert, 14 von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung, 34 gelten inzwischen als geheilt. Die Zahl der Patienten, die in Folge der Corona-Infektion verstorben sind, hat sich auf elf erhöht. Die höchste Fallzahl weist nach wie vor Niesky mit aktuell 78 Infizierten auf, wo das Altenheim "Abendfrieden" betroffen ist. Krauschwitz, wo im Ortsteil Klein Priebus ebenfalls mehrere Altenheimbewohner und -Mitarbeiter infiziert sind, steht bei 23 Betroffenen. Hier hat der Kreis die Quarantäne bis 22. April verlängert. In den Städten Görlitz und Löbau werden derzeit je 16 Infektionsfälle zu verzeichnen, Weißwasser zwölf.

16 Uhr: Sollte man das Physiotherapie-Rezept in Zeiten von Corona jetzt einlösen? Ja, sagen zwei Praxisbetreiberinnen aus Leutersdorf und Zittau. Und sie erklären auch, warum.

15 Uhr: Was macht das Zittauer Museum jetzt, wo wegen Corona niemand durch die Ausstellung gehen darf? Jedenfalls nicht faulenzen, gearbeitet wird derzeit viel. Woran genau, lesen Sie hier.

12 Uhr: Briefe statt Treffen - das ist zu Ostern 2020 das Motto auch in der katholischen Kirche. Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt hat deshalb eine etwas andere Grußbotschaft nach Polen und Tschechien gesandt.

10 Uhr: Die Corona-Regularien sind eindeutig: Veranstaltungen sind verboten. Das trifft auch das Osterfeuer und -schießen. Darf man dennoch allein knallen? In Jauernick denkt man immerhin über Alternativen nach.

9 Uhr: Die Regierung verspricht in der Krise Unterstützung und finanzielle Hilfe. Warum eine Freiberuflerin aus Gersdorf trotzdem voller Sorge und Ungewissheit ist.

Das passierte am 11. April

11.30 Uhr: Eben noch einen neuen Rekord gefeiert, jetzt am Boden: Was Corona beim Tourismus in Görlitz und Niesky anrichtet, ist kaum absehbar.

9 Uhr: Die Olbersdorferin Ina Nowak ist zum siebten Mal schwanger und hat schon einiges erlebt: So kam ihr Sohn Nick als "Mandaubaby" auf der Brücke über die Mandau zur Welt. Nun erzählt sie, wie Corona ihren Alltag als Mutter und Schwangere verändert.

8.30 Uhr: Matthias Urban ist Schornsteinfeger und Stadtrat in Görlitz. Wie stark die Corona-Krise seinen Tag verändert, berichtet er hier.

8 Uhr: Die TV-Talkrunde "Privatkonzert" aus dem Löbauer Architektur-Kleinod Haus Schminke sollte eigentlich dieser Tage ausgestrahlt werden. Doch nun gibt der MDR bekannt, dass er sein Programm ändert - wegen Corona.

7 Uhr: Der Görlitzer Wochenmarkt war durch das Corona-Verbot geschlossen. Jetzt wächst er wieder.

Das passierte am 10. April

23 Uhr: Bei dem zehnten Toten handelt es sich um einen 88-jährigen Mann, der gestern im Klinikum Görlitz verstorben ist. Das teilte der Landkreis eben mit. Die Zahl der durch das Gesundheitsamt derzeit angeordneten Quarantänen beträgt 205. Insgesamt konnten bereits 422 Personen aus der Quarantäne entlassen werden. 12 Personen befinden sich in stationärer Behandlung in einer Klinik. Davon ist eine Person weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung.

20 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Corona-Virus infizierten und gestorbenen Menschen im Landkreis Görlitz hat sich seit gestern um eins auf zehn erhöht. Das hat der Landkreis heute Abend mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten ist um elf auf 216 gestiegen. Als geheilt gelten 34 Einwohner, 16 mehr als gestern.

18 Uhr: Bunte Ostergrüße gegen die Einsamkeit: Zwei Hainewalder Familien basteln in kürzester Zeit über 400 Osterkarten. Die sind für Menschen, die nicht übers Internet mit anderen in Kontakt bleiben können.

17.30 Uhr: Görlitzer Pfarrerin feiert Karfreitag im Internet: Und das Land schaut am Computer zu. Die Corona-Pandemie verhindert auch Gottesdienste in üblicher Form. In Görlitz mit seinem Heiligen Grab ist das an diesem Tag besonders zu spüren.

16.45 Uhr: Manchen fällt der Verzicht in der Corona-Krise schwer. Die Schwestern aus Marienthal sind Zurückgezogenheit gewohnt. Sie machen Hoffnung - und ein besonderes Angebot.

16.30 Uhr: Der Stau vor den Feiertagen blieb dieses Mal am AQ4-Grenzübergang bei Görlitz aus. Dafür gibt es eine Erklärung.

16 Uhr: Mit Stand vom 9. April, 20 Uhr waren laut Mitteilung des Kreises Zgorzelec im polnischen Nachbarkreis 74 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt. Unter epidemiologischer Aufsicht stünden 66 Personen, im Verdacht mit dem Coronavirus infiziert zu sein, stehen fünf Personen. Eine davon wird im Krankenhaus betreut. Bislang verstarben zwei Menschen an den Folgen der Infektion. Ein Arzt aus dem Krankenhaus Zgorzelec sei auf dem Wege der Besserung, so die Mitteilung des Portals Zinfo.

Laut Anordnung des polnischen Gesundheitsministeriums besteht ab 16. April die Pflicht, innerhalb der Maßnahmen zur Eindämmung des sich ausbreitenden Coronavirus Nase und Mund in der Öffentlichkeit zu bedecken. Dies müsse nicht zwingend mit Schutzmasken erfolgen, dafür könnten auch Tücher oder Schals verwendet werden, heißt es. Das Tragen ist auf öffentlichen Flächen Straßen, Wegen und Plätzen vorgeschrieben. Ebenso bei Besuchen in Ämter, Behörden, in Verkaufs- und Dienstleistungs-Einrichtungen sowie in Betrieben. Wohnungen dürfen abgesehen von Ausnahmen vorerst bis 16. April nicht verlassen werden.

15.45 Uhr: Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) äußert sich in diesem Gastbeitrag zu den beiden offenen Briefen der Kritiker an den Corona-Maßnahmen; "Ich bin gänzlich anderer Auffassung".

12 Uhr: Seit Gründonnerstag kann man mit dem Auto nicht mehr an den Berzi fahren. Der Görlitzer Linken-Landtagsabgeordnete Mirko Schultze hätte das anders gelöst.

9 Uhr: Der Kreis Görlitz in der Corona-Pandemie: Tote in Pflegeheimen, schwierige Lage bei Schutzausrüstung, freie Intensivbetten. Landrat Bernd Lange zieht eine Zwischenbilanz: "Jetzt geht es um Leben, nicht um Geld".

7 Uhr: Sarah Schröter (34) ist Tanzpädagogin und betreibt in Rothenburg ihr eigenes Studio. In der Corona-Krise ist sie momentan aber vor allem für ihre vier Kinder da. Hier erzählt sie, wie sie diese Wochen meistert.

Das passierte am 9. April

19.15 Uhr: Auch über die Osterfeiertage muss die junge Mutter, die sich Mitte März als erste Zittauerin dem Coronavirus infiziert hat, weiter in Quarantäne bleiben. Wegen anhaltender Krankheitssymptome konnte das Gesundheitsamt noch keine Entwarnung geben. Aus diesem Grund soll die Frau nächste Woche auch noch mal auf das Coronavirus getestet werden. Der letzte Test Mitte vergangener Woche war noch positiv gewesen. Einen festen Termin für den neuen Test hat die Familie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, die 31-Jährige hofft aber, dass sie noch über Ostern Bescheid bekommt.

19 Uhr: Die Bundespolizei fliegt die deutsch-polnische Grenze mit Hubschraubern ab. Die Beamten scannen derzeit regelmäßig die Gegend in und um Görlitz mit der Maschine. Daran wird sich wohl bis auf weiteres nichts ändern.

18.30 Uhr: Sogar die Kripo hilft dem Nieskyer Pflegeheim. Die Situation dort ist angespannt. Viele Infizierte, zu wenig Pflegekräfte, kaum Schutzausrüstung. Doch das ändert sich jetzt.

18.15 Uhr: Auch ohne Infektion hat das Coronavirus viel Einfluss auf die letzten Stunden - das berichten Hospizmitarbeiter aus Herrnhut und Zittau sowie Pflegeheimleiter: Doppelt schwerer Abschied

18 Uhr: Die Polizei hat im Löbauer Messegelände drei Männer angetroffen, die scheinbar einen Joint rauchen wollten, und trafen auf völliges Unverständnis.

17.45 Uhr: Wer sich mehr als zwei Tage im Ausland aufgehalten hat, muss künftig 14 Tage lang zu Hause bleiben. Ausnahmen gibt es für Berufspendler. Das besagt eine neue Quarantäne-Regelung für Rückkehrer nach Sachsen.

17.30 Uhr: Die Zittauer Brunnen werden anders als seit vielen Jahren üblich nicht vor Ostern angeschaltet. Man wolle die Stadt nicht noch schöner und es den Leuten angesichts der Corona-Anweisungen nicht noch schwerer machen, zu Hause zu bleiben, hieß es dazu aus dem Rathaus.

17.15 Uhr: Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen sollen wie geplant stattfinden. Das teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag mit. Was die Entscheidung für Schüler bedeutet, lesen Sie im Beitrag von Sächsische.de-Reporterin Andrea Schawe (SZ+)

17 Uhr: Eine Aktion von der Werbegemeinschaft Löbau will helfen, Händler und Kunden zusammenzuführen: Mit "Wir für hier" durch die Corona-Krise

16.15 Uhr: Pünktlich an Gründonnerstag gibt es in Görlitz wieder Toilettenpapier zu kaufen. Das freut nicht nur Familien - sondern auch Klärwerker: Wie die Stadt Ostern sauber übersteht

16 Uhr: Um Menschenaufläufe zu verhindern, riegelt Görlitz über Ostern die Zufahrten zum Bertsdorfer See ab. Und was machen die Zittauer Gebirgs-Gemeinden?

15.30 Uhr: Der Hafenbetrieb am Berzdorfer See wurde vorerst eingestellt. Das Osterwochenende kann also nicht zum Segeln oder Bootsfahren am Berzi genutzt werden. Das wäre aber ohnehin verboten gewesen, erklärt die Stadt Görlitz.

15 Uhr: Über 100 Menschen vor allem aus Löbau-Zittau wenden sich inzwischen gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen. Und haben einen Aufruf verfasst.

14.30 Uhr: Beim Zittauer Unternehmen Dr. Thomas Immobilien sind inzwischen 35 Videos von Familien eingegangen, in denen Kinder mit und ohne Eltern Gedichte aufsagen oder Bettel-Lieder zum Gründonnerstag singen. "Sie sind alle schön", schreibt Geschäftsführerin Christine Runge.

14 Uhr: Die vier Marktstände, die heute in Görlitz an der unteren Elisabethstraße aufgebaut waren, wurden laut Stadt Görlitz sehr gut angenommen. Am Karsamstag sollen nun acht Händler vor Ort sein. Der Schwerpunkt liege bei regionalen Produzenten und Direktvermarktern. Voraussetzung für den Verkauf sei das Einhalten der Hygieneauflagen. Besucher müssen an den Ständen mindestens zwei Meter Abstand halten.

13 Uhr: Das Coronavirus hat sein erstes Opfer in der Region Liberec (Reichenberg). Nach Angaben des tschechischen Gesundheitsministeriums handelt es sich um eine Person, die älter als 60 Jahre war. In der Region gibt es 167 bestätigte Fälle, acht gelten als geheilt. Landesweit liegt die Zahl bei 5.335 Infizierten. Davon sind 243 Menschen wieder gesund. Es gab bisher 104 Corona-Tote. 

12 Uhr: Der Kantor der Kirchgemeinde Zittauer Gebirge-Olbersdorf Volker Heinrich gehört nicht zu den 24 Unterzeichnern des Briefes, der sich gegen die Corona-Maßnahmen richtet. "Die Mitarbeiter der Kirchgemeinde halten die Anordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung der Krankheit ein und unterstützen sie", teilt er mit. Sie nutzen andere Wege wie die Internetseite der Kirchgemeinde, um den Kontakt zur Gemeinde zu halten. "Vor allem jetzt in der Karwoche und im Blick auf das Osterfest."

11 Uhr: Weil die Grenzen geschlossen sind und an offiziellen Übergängen Kontrollen stattfinden, wird die Neiße als Schmuggler-Weg genutzt. So etwas könne nicht ausgeschlossen werden, es seien aber Einzelfälle, teilt Bundespolizeisprecher Michael Engler mit. Einer, wie er jetzt in Ludwigsdorf passiert ist.

10 Uhr: Um Ostern ist in Autohäusern und bei Reifenhändlern Hochbetrieb, weil die Leute an ihren Fahrzeugen die Winterreifen runter- und die Sommerreifen aufziehen lassen. Corona hat aber auch den Alltagsbetrieb in den Werkstätten verändert.

9.30 Uhr: Das Gastspiel von "Super Abba" am 19. April im Theater Görlitz fällt aus. Ersatztermin ist der 7. März 2021 um 19.30 Uhr. "Die erworbenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und damit auch der Platzanspruch", teilt das Theater mit.

9 Uhr: Die Polizei hat am Mittwoch in Zittau, Kodersdorf und Weißwasser einschreiten müssen, weil sich mehrere Personen nicht an die Allgemeinverfügung hielten. Insgesamt gab es 28 Einsätze in den Landkreisen Görlitz und Bautzen.

8 Uhr: Abgesagte Konzerte und Gottesdienste machen den Kirchenmusikern zu schaffen. Der Görlitzer Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger erzählt davon.

7.30 Uhr: Das Bürgertelefon im Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz ist von Freitag bis Montag täglich in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter 03581/6635656 oder [email protected] zu erreichen. Darüber informiert das Landratsamt.

7 Uhr: Jenny Meseberg arbeitet in der Notaufnahme des Krankenhauses Emmaus in Niesky. Das Corona-Virus stellt die Kodersdorferin vor völlig neue Herausforderungen. In einem SZ-Bericht erzählt sie, wie es klappen kann, Job und Familie unter einen Hut zu bringen.

6 Uhr: Der Verein "Görlitz für Familie" hat zahlreiche Tipps für die bevorstehenden Ferien, wie Familien trotz Corona-Beschränkungen etwas unternehmen können. Es gebe die Sorge, dass es dort zu Problemen kommen könne, schreiben die drei Vorstände.

Das passierte am 8. April

20 Uhr: Wegen der Pandemie können dieses Jahr keine Gottesdienste in Löbau-Zittau wie üblich stattfinden. Gläubige weichen auf Alternativen aus. Ein Überblick, wie Kirchen 2020 mit Ostern umgehen.

18.30 Uhr: Die Pandemie hat auch die Lage an den Görlitzer Grenzübergängen verändert. Und nun gibt es auch noch Quarantäne-Pläne für Einreisende nach Deutschland: Unsicherheit an der Grenze über Ostern

18.15 Uhr: Dr. Thomas Immobilien aus Zittau ruft die Kinder unter dem Motto Betteln zum Gründonnerstag auf, ein Video auf Facebook zu stellen. Dann tütet das Unternehmen auch etwas Süßes ein.

18 Uhr: Die Corona-Regularien sind eindeutig: Veranstaltungen sind verboten. Das trifft auch Traditionen und Bräuche. Darf man dennoch allein knallen? Oder wird es ein Ostern ohne Osterschießen?

17.30 Uhr: Gaststätten in Görlitz liefern jetzt Mittagessen nach Hause oder ins Büro. Wenn in Polen zubereitet wird, ist das allerdings noch ein bisschen komplizierter: Sushi im Grenzbereich

17 Uhr: Saatreiten, Kirchenbesuch und mit der Familie lecker essen gehen? Corona macht's unmöglich. Wir haben gefragt, was trotzdem an Osterfreuden bleibt: Ostern mal anders

16.45 Uhr: Ein Aufruf bewirkt Wunder: Der Sozialstation Nieskyer Diakonie fehlte es bisher an der einfachsten Schutzausrüstung. Also wurde um Hilfe gebeten. Nun hat sie 500 Schutzmasken.

16.30 Uhr: Die Zulassungsbehörde des Landkreises Görlitz bietet in der aktuellen Situation einen Notbetrieb an, der über eine telefonische Terminvereinbarung organisiert ist. Alle drei Stellen sind derzeit mit ausreichendem Personal besetzt, teilt sie mit. "Bei der Terminanfrage wird eine Priorisierung vorgenommen." Diese richte sich nach der Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur und Daseinsvorsorge.

16 Uhr: Die Beiersdorf AG spendet Sachsen 11.000 Liter Desinfektionsmittel. Jetzt hat Fit in Hirschfelde diese Menge kostenlos in Flaschen aufgeteilt. Heute beginnt die Verteilung.

15.30 Uhr: Der Verein "Wir Ebersdorfer" hat am Donnerstag die erste Osterkrone am Ortschaftszentrum feierlich aufstellen wollen, doch muss diesen Termin absagen. Das soll nun 2021 nachgeholt werden, teilt Vorstand Wolfgang Winkler mit. Der Verein hat sich am 8. März 2020 gegründet.

15.15 Uhr: Einigen Arbeitgebern fehlt jetzt das Personal. Ein Deutsch-Paulsdorfer will Hilfe unbürokratisch organisieren: Hier gibt es praktische Hilfe für Bäcker und Co.

15 Uhr: Die Polizei hat am Dienstag in den Landkreisen Bautzen und Görlitz 29 Einsätze registriert, die im Zusammenhang mit der Corona-Schutzverordnung und der Allgemeinverfügung stehen. Die Beamten waren bei Kontrollen präsent und unterstützten auch andere Ordnungsbehörden. Ebenso gingen die Einsatzkräfte Hinweisen aus der Bevölkerung nach. "Die meisten Menschen hielten sich an die Regelungen", so die Polizei.

14.15 Uhr: Für viele Eltern ist die Kinderbetreuung neben ihrer Arbeit eine Herausforderung. Deshalb versuchen Erzieherinnen aus der Ferne zu unterstützen: Wie Kitas Familien Mut machen

14 Uhr: Im Landkreis Görlitz sind zwei weitere Corona-Tote zu beklagen, deren Zahl damit auf sieben steigt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landratsamtes hervor. Beide Personen hatten Vorerkrankungen und sind am Dienstag im Pflegeheim Niesky verstorben, teilt die Behörde mit. Die Zahl der Infizierten im Landkreis liegt nun bei 199. Neue Fälle sind in Niesky (8), Görlitz (4), Neusalza-Spremberg (2), Löbau (1), Rothenburg (1) und Vierkichen (1) aufgetreten. Niesky ist mit 72 Infizierten immer noch führend, gefolgt von Görlitz mit 15 und Löbau mit 11. Im Krankenhaus liegen 13 Infizierte, 18 gelten als geheilt. In Quarantäne befinden sich 22 Personen, daraus entlassen sind 340. 

13 Uhr: Zittau hat für seine italienische Partnerstadt einen Spendenaufruf gestartet. "Auch die Menschen in der Toskana hat die Pandemie heftig getroffen", berichtet Rathaussprecher Kai Grebasch. Eigentlich sollte am 12. April eine Bürgerreise nach Pistoia starten. Wegen Corona ist sie nun um ein Jahr verschoben.

11.45 Uhr: Die Freie Schule Boxberg hat die ersten Arbeiten ihrer Schüler beim Pflegedienst Palmroth und in der Residenz Sonnenhof abgegeben. Voraus ging ein Aufruf, den Senioren eine Freude mit selbst gestalteten Bildern zu machen. Das Virus belaste besonders alte Menschen in Heimen, weil sie keinen Kontakt zu ihren Lieben hätten, teilte die Schule mit. Der Pflegedienst bedankte sich bereits für die Ostergrüße via Facebook. Die Senioren hätten sich über ein bisschen Abwechslung und Zuspruch gefreut, heißt es da. "Und das außerhalb der Einrichtung Kinder an sie denken."

11.30 Uhr: Im Kreis Zgorzelec gibt's den ersten Corona-Toten. Darüber informiert das Onlineportal bogatynia.info.pl. Aktuell (Stand 7. April) gibt es vier Infizierte. Eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weitere sechs stehen im Verdacht, infiziert zu sein. Zudem stehen 110 Menschen unter Quarantäne, sechs sind isoliert, 73 werden epidemiologisch überwacht.

11.15 Uhr: Der Notstand in Tschechien ist bis Ende April verlängert. Darauf hat sich das Parlament am Dienstag verständigt. "Ich möchte nicht, dass die Freiheiten um eine Sekunde länger als nötig eingeschränkt werden", wird Premierminister Andrej Babiš beim Onlineportal drbna.cz zitiert.

11 Uhr: Hunderte Schüler im Landkreis lernen in diesen Tagen zumeist von zu Hause. Die Lehrer sind ganz überrascht, wie gut das klappt.

10.30 Uhr: Das Walpurgisfeuer am 30. April auf dem Gelände des Ostritzer BC ist abgesagt. "Sicherheit und Gesundheit stehen an erster Stelle", teilt der Verein au seiner Facebook-Seite mit. "Aus diesem Grund erscheint uns diese Maßnahme angesichts der weiteren zunehmenden Verbreitung des Coronavirus als unverzichtbar, um alle Teilnehmenden vor einer Infektionsgefahr zu schützen. 

10 Uhr: Die für den 9. Mai im Volkshaus Zittau geplante SZ-Veranstaltung "Gekonnte Missverständnisse" mit Jürgen Haase und Peter Kube wird verschoben. "Wir sind aktuell noch an der Terminabstimmung", teilt Geschäftsführerin Peggy Lange von der RuV Neiße mbH mit. Alle gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit. 

9.30 Uhr: Im Liberecer (Reichenberger) Krankenhaus liegen aktuell elf Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Keiner von ihnen sei in einer ernsten Lage, sagt Sprecher Vaclav Ricar gegenüber dem Onlineportal drnba.cz. Zehn Patienten werden in der Infektionsabteilung und einer in der Intensivstation behandelt. Das Liberec-Krankenhaus ist das einzige in der Region, das Patienten mit dieser Krankheit aufnimmt. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt bei 159, drei gelten als geheilt. 

9 Uhr: Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien hat die Aktion "Dankeschön für unsere Heldinnen und Helden" gestartet. "Wir ehren Menschen, die in diesen schweren Zeiten Außergewöhnliches leisten und dafür sorgen, dass der Alltag weiter funktioniert", teilt sie mit. Alle Mitarbeiter können ihren Held nominieren. Die Vorschläge landen in einer Losbox, aus der am 23. April und 7. Mai insgesamt 28 Gewinner gezogen werden. Die Gewinner erhalten ein Jahreslos der Lotteriegesellschaft der ostdeutschen Sparkassen im Wert von 60 Euro. Mit einem Teil werden soziale Projekte vor Ort unterstützt.

8 Uhr: Mit dem Hinweis "Wir haben geöffnet!" wenden sich aktuell zehn Einzelhändler und Gewerbetreibende aus Zittau an die Kunden. Ein Großteil der Geschäfte ist aber wegen der Corona-Pandemie momentan geschlossen.

7.30 Uhr: Heizöl ist derzeit sehr stark nachgefragt. Das berichtet Brennstoffhändler Sandro Bretschneider aus Nieder Seifersdorf. In der jetzigen Situation müssen Kunden mit sechs bis acht Wochen Lieferzeit rechnen.

7 Uhr: Die Grenzen zu Polen und Tschechien sind dicht. Beim Überwachen hilft sogar das Militär. Nur für Ärzte und Pflegekräfte gibt es Lücken - und für Schmuggler.

6 Uhr: Christen in und um Görlitz stehen vor dem höchsten Fest Ostern. Viele Gemeinden haben Osterbriefe an ihre Kirchenmitglieder gerichtet. Andere rufen zu Grüßen über den Gartenzaun auf. Im Kirchenkreis gibt'seine Andachts- und Gottesdienstbroschüre für die Karwoche und die Osterzeit verteilt. "Wir hoffen, dass viele eine Kerze entzünden und sich dadurch verbunden wissen", sagt Generalsuperintendentin Theresa Rinecker im SZ-Interview.

Das passierte am 7. April

18.15 Uhr: Sängerin Jenifer Lary hätte noch zwei große Rollen in dieser Spielzeit am Görlitzer Theater gehabt. Die Corona-Pause ist für sie besonders tragisch. "Es ist ein großes Chaos", sagt sie.

18 Uhr: Der Brief von 24 Bürgern aus dem Süden des Kreises gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen wird heiß diskutiert. Wir stellen Reaktionen und Fakten zusammen: Haben die Zittauer Corona-Kritiker recht?

17.15 Uhr: Silke und Martin Bühler aus Oberseifersdorf tourten durch Amerika. Das Ende ihres Traumurlaubs und die Rückreise werden sie wohl nie vergessen. Wegen der Krise waren die beiden gestrandet in Kuba.

17 Uhr: Nieskys Wochenmarkt läuft Görlitz den Rang ab. Frischmärkte mussten wegen Corona schließen. Nun gibt es den Neustart. Mit großen Unterschieden.

16 Uhr: Das Neiße Adventure Race wird wegen der aktuellen Ereignisse abgesagt. Das fällt den Organisatoren nicht leicht.

15.30 Uhr: In eigener Sache: Wer bei der SZ Karten für die ausgefallene Veranstaltung des Kabarettisten Tom Pauls am 15. März in der Landskron Brauerei in Görlitz gekauft hat, bekommt auf jeden Fall sein Geld zurück. Jedoch ist eine Stornierung der Karten momentan noch nicht möglich. Kunden werden um Geduld gebeten, bis die Lage sich entspannt und der SZ-Treffpunkt wieder geöffnet hat. Sie sollen sich Ende April noch mal bei der SZ melden.

15 Uhr: Im Kreis Zgorzelec steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf fünf, zwei Infizierte befinden sich im Krankenhaus. Bei weiteren vier Fällen besteht der Verdacht, eines Virus-Befalls. Darüber informiert das Portal bogatynia.info.pl (Stand: 6. April, 14 Uhr). Unter Quarantäne stehen 99 Personen, drei sind isoliert, 71 werden epidemiologisch überwacht.

14 Uhr: Die Awo Oberlausitz hat die Aktion "Schick uns einen Gruß" gestartet. Darin rufen sie Erzieher und Eltern auf, mit ihren Kindern den Senioren in den Pflegeheimen Zittau, Olbersdorf, Großschönau, Jonsdorf oder Görlitz eine Karte zu schreiben, ein Bild zu malen oder etwas zu basteln. In Großschönau hat eine Mitarbeiterin diese Aktion schon gestartet. Grund ist, dass den Bewohnern der persönliche Kontakt zu ihren Lieben fehlt. Für viele sei es schwer verständlich, warum so vieles anders sei, so die Awo.

13.30 Uhr: Der Landkreis Görlitz meldet den fünften Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 82-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, der gestern im Krankenhaus starb. Bei den Infizierten-Zahlen gibt es kaum einen Anstieg: Aktuell seien es 182 bestätigte Fälle, so Landratsamts-Sprecherin Julia Bjar. Das hängt allerdings auch mit einem Statistikfehler zusammen. Bei der gestern veröffentlichten Gesamtzahl von 181 mussten sechs Fälle aufgrund einer Doppelerfassung korrigiert werden. Bislang gelten 18 Personen als wieder geheilt. 18 Personen befinden sich in stationärer Behandlung in einer Klinik, davon eine Person in intensivmedizinischer Betreuung.

13 Uhr: Die Stadt Görlitz sperrt alle Autozufahrten am Berzdorfer See. Die Aussichten für die nächsten Tage versprechen Ausflugswetter. Damit wächst die Gefahr, dass das Abstandsgebot nicht eingehalten wird. Gerade am See.

12.45 Uhr: Das Großhennersdorfer Hexenfest im Begegnungszentrum am 30. April fällt aus. "Ein Virus greift um sich, gegen das scheinbar kein Kraut gewachsen ist", teilt Mechthild Roth von der Theaterpädagogischen Werkstatt mit. "Wir freuen uns schon jetzt auf ein lebensfrohes Spektakel 2021."

12.30 Uhr: Der Görlitzer Tierpark hat für Schweine, Affen und Co. ein Programm gegen Langeweile aufgelegt. An diesem Dienstag gab's Ostereier für die tierischen Bewohner.

11.45 Uhr: Ob in Görlitz das 85. Radrennen "Rund um die Landeskrone" am 28. Juni stattfinden kann, ist noch offen. "Wir müssen uns noch im April entscheiden", sagt Jürgen Schmidt vom Postsportverein. An dem Rennen nehmen im Durchschnitt etwa 400 Starter aus allen Teilen Deutschlands teil, darunter auch viele ältere Fahrer. Eine Absage oder Verschiebung wäre für Schmidt besonders bitter, weil in diesem Jahr das Jubiläum "100 Jahre Radrennen" ansteht.

11.30 Uhr: Tschechien hat die Corona-Maßnahmen gelockert. So dürfen die Menschen ab diesem Dienstag wieder Sportplätze nutzen, Laufen und Radfahren im Wald ist ohne Schutzmaske möglich. "Aber wenn sich jemand in einer Stadt bewegt, in der mehr Menschen leben und der Kontakt weniger als zwei Meter betragen könnte, sollte er den tragen ", wird der stellvertretende Ministerpräsident Karel Havlicek bei drbna.cz zitiert. Zudem dürfen wieder Einrichtungen öffnen, in denen Rohstoffe gesammelt und gekauft werden, einschließlich Kompostierungsanlagen. Am Donnerstag können auch Baumärkte und Fahrradreparaturwerkstätten öffnen

11 Uhr: Gärtnereien, die selbst produzieren, dürfen öffnen. Trotzdem kommen weniger Kunden. Und das Kaufverhalten ändert sich. Auch in Löbau-Zittau.

10.45 Uhr: Die gemeinsame Stadtratssitzung der Europastadt Görlitz/Zgorzelec am 7. Mai fällt aus. Darauf haben sich der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) sowie sein Zgorzelecer Amtskollege Rafał Gronicz geeinigt. Die Veranstaltung soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Ein genauer Termin kann noch nicht abgeschätzt werden.

10 Uhr: Keine Urlauber bedeutet Kurzarbeit in der Beherbergungsbranche. Trixi und andere im Zittauer Gebirge wären jetzt eigentlich ausgebucht gewesen.

9 Uhr: Die Polizei ist am Montagnachmittag zur Jahnstraße in Görlitz ausgerückt, weil dort vier Personen gemeinsam Sport trieben - und dies einen Corona-Verstoß darstellt. Die Polizei hat von Montag bis Dienstag, je 2.30 Uhr, insgesamt 44 Strafanzeigen und 44 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 51 Platzverweise in den Landkreisen Bautzen und Görlitz erteilt. 

8.30 Uhr: Der Circus "William" kann aufgrund des Veranstaltungs-Verbots nicht im April mit seiner Tour beginnen, wo er auch in Görlitz und Löbau aufgetreten wäre. Deshalb bangen die Schausteller um ihre Existenz.

8 Uhr: Ehepaar Dietrich aus Zittau waren auf Mauritius im Urlaub. Der Abflug war von Prag, weshalb sie mit dem Auto anreisten und damit auch wieder nach Hause fahren wollten. Doch das Coronavirus machte diese Pläne zur Makulatur - und ihren Toyota brachten zwei fremde Frauen aus Tschechien zurück.

7.30 Uhr: Die ersten Marktstände in Görlitz können diesen Dienstag wieder öffnen, nachdem in den vergangenen Tagen ein Hin und Her folgte. Auch Niesky hat sich mit dem Thema beschäftigt.

7.15 Uhr: Weil der Verein Görlitz-Pelmang derzeit nicht im nepalesischen Dorf Pelmang aktiv sein darf, will er nun in Görlitz Hilfe leisten. Er hat zunächst einmal drei Blumenlädchen der Stadt ausgewählt: "Das Kleine" am Klosterplatz, "Blüte und Stiel" am Bahnhof/Südausgang und "Blattmaus" im CityCenter. 

7 Uhr: Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (SPD) will die restriktiven Anordnungen des Landkreises für die Osterfeiertage nicht akzeptieren. Dann sollen unter anderem Parkplätze an touristischen Ausflugszielen abgesperrt und überprüft werden, ob sich jeder an die Allgemeinverfügung hält. 

6 Uhr: Weil die Altenheime in Niesky und Klein Priebus von Corona-Fällen betroffen sind, gelten dort verschärfte Bedingungen für das Abschiednehmen. Das bedeutet: Hände desinfizieren und einen Vollschutz mit Maske, Visier, Kittel und Handschuhe tragen.

5.30 Uhr: Noch immer gibt es Menschen, die Corona verharmlosen. Es müssen wohl noch mehr Menschen sterben, bevor das aufhört, fürchtet SZ-Redakteur Sebastian Beutler.

Das passierte am 6. April

19.15 Uhr: Die Corona-Pandemie führt auch im April zu einer geänderten Gremienfolge des Zittauer Stadtrates. Der Ältestenrat hat sich mit OB Thomas Zenker darauf verständigt, dass im April keine Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses und auch keine Sozialausschuss-Sitzung stattfinden werden. Der Technische- und Vergabeausschuss findet am 30. April um 17 Uhr im Bürgersaal statt, direkt im Anschluss um 18 Uhr tritt der Stadtrat mit einer minimierten Tagesordnung zusammen, im Verlaufe dieser werden im wesentlichen Vergabebeschlüsse gefasst.

19 Uhr: Wegen der Corona-Ladenschließungen werden die Oster-Geschenke jetzt knapp. Es bleiben vor allem der Internethandel und Supermärkte zum Präsentekauf. Ein paar Ausnahmen gibt es aber in Görlitz und Niesky.

18 Uhr: Die Oppacherin Sindy Kalauch lebt seit Jahren in New York. Dort ist die Corona-Lage besonders extrem. Wie ihre Familie daheim jetzt damit umgeht.

17.30 Uhr: Die Wertstoffhöfe in Görlitz, Niesky, Weißwasser, Lawalde und Zittau sind ab dem 14. April wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Der Regiebetrieb Abfallwirtschaft weist dabei auf die Einhaltung der verschärften Hygiene- und Verhaltensregeln sowohl bei Mitarbeitern als auch Bürgern untereinander hin. "Bei Missachtung können Standorte wieder geschlossen werden", heißt es.

16.30 Uhr: 24 Bürger aus Zittau, Großschönau, Mittelherwigsdorf, Lückendorf, Oybin, Oderwitz und Hainewalde wenden sich gegen die Grundrecht-Beschneidungen. Einen Brief mit ihren Argumenten haben sie jetzt öffentlich gemacht. Darin kritisieren sie, dass die Einschränkungen "unabsehbaren Folgen für unsere wirtschaftliche und damit existentielle Basis" haben werden. 

16 Uhr: Die Polizei hat in Löbau drei 19-Jährige mit Alkohol und Drogen angetroffen - trotz Corona-Verbot. Einer reiste sogar aus Frankfurt an der Oder an.

15.15 Uhr: Eine Görlitzer Bäckerin produziert einen Klopapier-Keks. Mit den Einnahmen wird der Tierpark Görlitz unterstützt. Hilfsaktionen wie diese gibt es viele in der Stadt. Beispielsweise von Rewe für die Görlitzer Tafel.

15 Uhr: Im Kreis Zgorzelec gibt's drei bestätigte Corona-Fälle, wovon einer im Krankenhaus behandelt wird. Bei weiteren acht besteht der Verdacht einer Infektion. Darüber informiert das Portal bogatynia.info.pl (Stand: 5. April, 14 Uhr). Unter Quarantäne stehen 22 Personen, drei sind isoliert, 75 werden epidemiologisch überwacht. 

14.15 Uhr: Die Kinder-Notbetreuung findet auch in den Osterferien statt. Das gilt sowohl für die städtischen Kindertagesstätten als auch für die der freien Träger in der Stadt Görlitz. Grundschüler der Klassen 1-4 können in dieser Zeit ebenfalls die Notbetreuung in der Schule oder im Hort in Anspruch nehmen. Darüber informiert Annegret Oberndorfer, Sprecherin der Stadt Görlitz.

14 Uhr: Für die mit dem Virus infizierte Mutter gibt es noch keine Entwarnung. Um aber die Quarantäne aufheben zu können, muss sie mindestens 48 Stunden ohne Symptome sein. Dafür haben die anderen Familienmitglieder das Virus inzwischen überwunden.

13.30 Uhr: Der Zittauer Kreisverband beteiligt sich an der Aktion "Schreib mit" vom Jugendrotkreuz Sachsen. Mit einem selbst verfassten Brief oder einer Postkarte wollen sie Bewohner in Pflegeheimen eine Freude machen, die gerade keinen Besuch empfangen dürfen, informiert er auf seiner Facebook-Seite.

13 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Görlitz ist auf 181 gestiegen. Allein acht neue Fälle sind in Niesky aufgetreten, das nun 61 verzeichnet. Das geht aus den aktuellen Zahlen (Stand 6. April, 11 Uhr) des Landratsamts hervor. Neue Fälle sind auch in Görlitz, Vierkirchen, Zittau, Rothenburg, Boxberg und Hähnichen aufgetreten (je einer). Von den Betroffenen befinden sich 20 im Krankenhaus, 18 gelten als geheilt. Unter Quarantäne gestellt sind 177, daraus entlassen 340. Es gab bisher vier Todesfälle. 

12.30 Uhr: Die Kreismusikschule Dreiländereck ruft Kulturschaffende, Musiker, Sänger und Heimatverbundene auf, sich am Projekt "So geht sächsisch" zu beteiligen. Dafür soll kurzfristig ein Imagefilm auf Grundlage des bekannten Oberlausitzliedes erstellt werden. "Wer Lust hat, kann sich virtuell daran beteiligen", so der Landkreis Görlitz.

11.30 Uhr: Die Erziehungs- und Familienberatung der Diakonie Löbau-Zittau hat für Familien, Paare und Einzelne Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Krise zusammengestellt. Wichtig sei beispielsweise, dass Eltern die Situation erklären und Fragen der Kinder beantworten ohne zu dramatisieren, heißt es da. 

11 Uhr: Mit dem Stofftier Coronchen wirbt Anett Seeliger um Spenden für den Zittauer Eine-Welt-Verein. Dort bieten die Mitglieder fair gehandelte Produkte aus etwa 30 Ländern an. Zusätzlich bieten sie unter anderem konkreten Anschauungsunterricht für Kindertagesstätten und Schulen an. Das alles fällt nun aufgrund der aktuellen Schutzmaßnahmen weg.

10 Uhr: In der Region Liberec (Reichenberg) ist die Zahl der Corona-Infizierten bis Sonntagabend auf 150 gestiegen. Darüber informiert das Gesundheitsministerium. Nur drei andere Regionen haben weniger Fälle als Liberec. Am schlimmsten ist die Situation in Prag mit 1.147 positiv Getesteten. Landesweit gibt es 4.543 bestätigte Fälle, 67 Menschen starben daran, 96 gelten als geheilt.

9.45 Uhr: Die Tschechisch-Deutsch-Polnische-Wanderungen am 1. Mai zum böhmischen Pfaffenstein (Popova skala) muss abgesagt werden. "Neben den Grenzschließungen und der sächsischen Allgemeinverfügung verbietet sich für uns schon allein aus Vernunftgründen das Beisammensein im Frühlingswald bei Musik und Tanz und so manchem Umtrunk mit gutem böhmichen Bier", teilt Klaus Zimmermann vom SPD-Ortsverein mit.

9.30 Uhr: Der Fußballverband Oberlausitz schließt sich dem Vorgaben des Sächsischen Fußball-Verbandes an und unterbricht seinen kompletten Spielbetrieb vorerst bis 19. April. Die momentane Situation in der Corona-Krise lasse jedoch darauf schließen, dass auch danach kein Spielbetrieb möglich sei, heißt es in einer Mitteilung. Daher gelte die Spielunterbrechung bis auf Weiteres. "Es wäre schön, könnte nach dem 19. April wieder an Fußballspiele gedacht werden, die Chancen dafür stehen jedoch schlecht." Der Spiel- und Jugendausschuss will in den nächsten Tagen erste Gedanken für den Fall erarbeiten, wenn der Abbruch der Saison 2019/20 vonnöten ist.

9 Uhr: Die Polizei hat am Wochenende in Ostsachsen 24 Strafanzeigen aufgenommen, 80 Platzverweise erteilt und 84 Ordnungswidrigkeiten festgestellt - alles Verstöße gegen Corona-Verbote. Wie Sprecherin Nadja Keller mitteilt, fallen auf den Revierbereich Görlitz zehn Strafanzeigen, fünf Ordnungswidrigkeiten und drei Platzverweise, Löbau-Oberland fünf Strafanzeigen, 18 Platzverweise und 19 Ordnungswidrigkeiten, Weißwasser 27 Ordnungswidrigkeiten und 25 Platzverweise.

8.30 Uhr: Der Landkreis Görlitz hat den vierten Corona-Toten zu verzeichnen. Dabei handelt es sich um eine 94-jährige Frau mit bestehenden Vorerkrankungen, die am 4. April im Pflegeheim in Niesky verstorben ist. Die Stadt hat mit 53 Infizierten auch die meisten - drei weitere Fälle sind inzwischen anderen Gemeinden zugeordnet -, gefolgt von Krauschwitz (22) und Löbau (12). In Rietschen gibt's nun den ersten Fall. Das alles geht aus den aktuellen Zahlen (Stand 5. April, 19 Uhr) des Landkreises hervor. Insgesamt gibt es 167 bestätigte Coronavirus-Fälle, sechs mehr als am Vortag. Davon gelten 18 Personen als geheilt, 14 sind in stationärer Behandlung, eine davon in intensivmedizinischer Betreuung. In Quarantäne befinden sich 177 Menschen, dagegen konnten 340 daraus entlassen werden. 

8 Uhr: Das Zittauer Café Weber hat mit Törtchen in Form von Klopapier-Rollen einen originellen Verkaufsschlager kreiert. Ab Karfreitag kann man den rechtzeitig zum Osterfest im Laden bekommen.

7.30 Uhr: In einem ehemaligen Asia-Restaurant in Zittau werden statt Essen nun Masken für Ärzte und Pfleger produziert. Das Material dafür kommt aus Großschönau. "Alle rufen dazu auf, in dieser schweren Zeit einander besonders zu helfen", sagt Inhaber Mai Le Thanh. "Da können wir doch nicht abseits stehen." Die erste Charge soll für 3.000 Masken reichen.

7 Uhr: Maik Schätzel wollte im März per Rad von Görlitz nach Südostasien. Das Virus schien weit weg. Doch dann ging alles sehr schnell. Seine Geschichte hat er der SZ erzählt.

6 Uhr: Die Werkstätten in Görlitz und Niesky sind weiter offen, aber die meisten Autoverkäufer sind zu Hause. Automobilverbände fordern nun, die Neuzulassung von Fahrzeugen rasch bundesweit zu ermöglichen - anderenfalls drohen Insolvenzen und Job-Verluste. Sie schlagen das gebündelte Abwickeln von Zulassungen über den Handel vor, das gefahrlos durch Schleusen für Dokumente und Schilder ohne körperlichen Kontakt zwischen Menschen erfolgen kann.

Das passierte am 5. April

18 Uhr: Das Coronavirus und die Ausgangsbeschränkungen haben auch Auswirkungen auf die Gefängnisse, wie die JVA Görlitz. Derzeit gibt es infolge dessen auch Einschränkungen für die Insassen. Seit dem 23. März dürfen sie keine Besucher mehr empfangen. "Wir haben alle gebeten, Besuche auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen", sagt Hans-Peter Mutscher, der Leiter der Einrichtung. Trotzdem können die Gefangenen Kontakt zu ihren Angehörigen halten: Jeder Haftraum ist mit Telefon ausgestattet, sodass der Kontakt "nach draußen" kein Problem darstellt.

15 Uhr: Weil das Eröffnungskonzert der neuen Kammerkonzertreihe vom Verein "Philharmonischen Brücken" an diesem Wochenende im Schlesischen Museum in Görlitz ausfällt, hat sich der Verein etwas Besonderes ausgedacht, um die Freunde der Musik trotzdem zu erfreuen. Stefan Dedek, Vorsitzender des Vereins, hat ein Stück komponiert, das Mut machen soll. Außerdem will der Verein damit seinen Beitrag leisten zur Devise: Stay at home. "Wir leben jetzt in einer Zeit zwischen Gestern und Morgen", schreibt der Verein dazu. Der Verein abe das Glück, sehr viele kreative Menschen zu vereinen, heißt es weiter. Anhören kann man das neu komponierte Stück hier

14 Uhr: In den touristischen Gebieten der Region Liberec gilt jetzt an rund 30 Orten ein Zutrittsverbot. Das Ziel dahinter ist, Menschenansammlungen zu verhindern. Einheimische begrüßen die Maßnahme, andere sind sauer. "Es ist nicht verboten, an die frische Luft zu gehen und die Frühlingssonne zu genießen, aber immer nur zu zweit", erklärt Hauptmann Martin Puta. "Wenn Tausende Menschen zu einem Ort kommen, wird es gefährlich." Schilder weisen auf das Zutrittsverbot hin und befinden sich in den Gebirgen und im Böhmischen Paradies. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung ebenso wie die Versuche, die grüne Grenze bei Hradek (Grottau) zu übertreten.

13 Uhr: Die Schulen sind nun seit mehreren Wochen zu. Die Mehrbelastung von Familien durch Hausaufgaben und Homeoffice wegen Corona ist in aller Munde. Die Görlitzer Lehrerin Doris Walkowiak erzählt ihre Sicht. Sie hat in einem Tagebuch notiert, wie ihr Tag jetzt abläuft, wie sie mit den Schülern kommuniziert und was die Situation für Herausforderungen birgt. 

11.15 Uhr: Der Jugendclub und der Förderverein der Feuerwehr in Oderwitz sagen das  geplante Hexenbrennen am 30. April am Spitzberg aufgrund der Pandemie-Lage ab. "Für uns ist es nicht möglich die Entwicklung weiter einschätzen zu können", teilen die Vereine mit. "Die Ausgangsbeschränkungen sind nun bis zum 20. April festgelegt. Wie es danach weitergeht, können wir aber nicht voraus sagen." Aus diesem Grund habe man sich entschieden zum Schutze aller, die Veranstaltung abzusagen. Damit entfällt auch das Ablegen von Gehölzen an der Feuerstelle.

11 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten ist im Kreis Görlitz enorm angestiegen. Zudem gibt es einen dritten Corona-Toten. Wie das Landratsamt am Wochenende mitteilte, verstarb bereits am 2. April eine 91-jährige Frau mit Vorerkrankungen im Krankenhaus. Zuvor hatte sie in einer Pflegeeinrichtung in Niesky gelebt. Am Wochenende meldete das Görlitzer Landratsamt insgesamt 161 Infizierte. Gegenüber dem Stand vom 3. April sind das 65 neue Fälle. Die größte Zahl der Neu-Infizierten gibt es in Niesky. Hier sind 59 neue Corona-Fälle im Altenpflegeheim "Abendfrieden" zu verzeichnen, wie die Heimleiterin der SZ bestätigt.  Sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter wurden positiv getestet. Weitere sechs neue Fälle gibt es in Löbau, wo das Landratsamt jetzt insgesamt elf Infizierte registriert hat. Der größte Teil davon steht im Zusammenhang mit einer Physiotherapie-Praxis. Nachdem dort eine Mitarbeiterin positiv getestet worden war, hatte das Gesundheitsamt die Praxis vorsorglich geschlossen. Weitere Neu-Infizierte sind hinzugekommen in Hohendubrau, Quizdorf am See, Hähnichen, Lawalde, Waldhufen, Vierkirchen (jeweils einer), Mittelherwigsdorf (2) und Rothenburg (2).

Das passierte am 4. April

19.30 Uhr: Die Notbetreuungsquote bei den Kitas liegt im Landkreis Görlitz derzeit bei etwa sechs Prozent. Darüber informiert das Landratsamt. An den Grund- und Förderschulen werden rund 270 Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse betreut. Diese soll auch während der Osterferien vom 9. bis 17. April gewährleistet bleiben. Es gebe einen engen Austausch mit den Kitas und Schulen, um zeitnah auf die aktuellen Bedarfe reagieren zu können, so das Landratsamt.

19 Uhr: Der überwiegende Teil der Bewohner des Landkreises Görlitz hält sich an die bestehenden Regelungen. Dafür dankt Landrat Bernd Lange (CDU) allen. Insbesondere jenen, die unter besonderen Bedingungen im Einsatz sind: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ärzte und Pfleger sowie Laborpersonal, Mitarbeiter in Verwaltungen. "In Krisensituation zusammenstehen ist keine Selbstverständlichkeit", sagt er.

18.45 Uhr: Das St. Carolus-Krankenhaus hat als Anlaufstelle täglich sechs bis sieben stationäre Corona-Patienten zu betreuen. Diese seien 40 Jahre und älter, die meisten höheren Alters. "Glücklicherweise weisen alle Patienten einen gemäßigten Krankheitsverlauf auf, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Andreas Lammert.

18.30 Uhr: Im Pflegeheim Klein Priebus gibt es jetzt den zweiten Todesfall – und insgesamt 18 Infizierte. Andere Einrichtungen hoffen, dass ihnen das nicht passiert.

18 Uhr: Ab Montag bietet die Wendler-Drogerie in der Bahnhofstraße 8 in Löbau das komplette Zvon-Tarif-Paket an. "Wir haben ihm am Freitagnachmittag dafür eine unserer Kassen zur Verfügung gestellt, berichtet der Geschäftsführer der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländreck (KVG), Alfons Dienel. Damit ist die Drogerie das einzige Geschäft, das neben dem Verkehrsverbund Zvon und der KVG das komplette Angebot hat. 

17.15 Uhr: Unweit des regulären Wochenmarktes in Görlitz sollen ab Dienstag Händler ihre Waren verkaufen. Doch es gibt strenge Auflagen.

17 Uhr: Das "Taktgefühl Open Air" im Oppacher Freibad am 13. Juni wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das teilt Mit-Organisator Winfried Haase mit. Die Veranstaltung ist quasi die Neuauflage des traditionellen Badfestes der Gemeinde in moderner Form. Sie soll am 17. Juli 2021 nachgeholt werden.

16.30 Uhr: Hexenfeuer und Europamarathon sind in Görlitz wegen Corona abgesagt. Viele andere Veranstalter warten noch ab. Welche Großveranstaltungen finden 2020 statt?

16.15 Uhr: Die Polizei ist am Donnerstagabend in der Löbauer Breitscheidtstraße im Einsatz gewesen, weil dort fünf Personen eine Party feierten - und damit gegen die Corona-Maßnahmen verstießen. Es war einer von 32 Fällen in Ostsachsen an diesem Tag.

16 Uhr: Wegen des Verbots regulärer Wochenmärkte hat sich die Stadt Zittau mit den Händlern darauf verständigt, den erlaubten Verkauf von Lebensmitteln aus mobilen Marktständen auf die Innenstadt zu verteilen. Darüber informiert Rathaussprecher Kai Grebasch.

15.30 Uhr: Das offene Statistencasting für die diesjährige Produktion auf der Waldbühne Jonsdorf am 6. April ist abgesagt. "Wir freuen uns immer, wenn sich viele Theaterbegeisterte melden, die Teil unserer Sommerproduktion auf der Waldbühne sein wollen", teilt das Theater auf seiner Facebook-Seite mit. Ein neuer Casting-Termin steht noch nicht fest.

15 Uhr: Im April finden in allen Zittauer Ortsteilen keine Ratssitzungen statt. Das steht im aktuellen Stadtanzeiger.

14.30 Uhr: Die TU Liberec (Reichenberg) hat den ersten Corona-Fall. Ein 55-jähriger Mitarbeiter befindet sich in häuslicher Behandlung. Er hat Kopfschmerzen und eine erhöhte Temperatur, klagt aber nicht über Atemwegserkrankungen oder andere schwerwiegende Probleme, berichtet das Onlineportal drbna.cz. Nun wird das Uni-Gebäude, in dem er arbeitete, desinfiziert. Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region Liberec ist auf 135 gestiegen.

14 Uhr: Trotz Schließung müssen die Tiere im Zittauer Tierpark weiter gefüttert und gepflegt werden. Da hilft mancher Mitarbeiter auch an anderer Stelle aus.

13.30 Uhr. Die Arbeitsagentur Bautzen warnt Arbeitgeber und Unternehmen vor unseriösen E-Mails, die unter [email protected] versandt werden. Darin werde dazu aufgefordert, Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Geld zu erhalten, heißt es. Im Absender sei jedoch keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben. Arbeitgeber sollten diese E-Mails umgehend löschen.

13.15 Uhr: Die Corona-Krise trifft auch die Kunst- und Kulturszene sehr hart. Mehrere Institutionen in Görlitz wollen helfen - mit einer aus Berlin importierten Idee.

13 Uhr: Gemeinsame Projekte zwischen Herrnhut und Tschechien müssen derzeit ruhen. Dabei begeht die Brüdergemeine dieses Jahr den 350. Todestag von Johann Amos Comenius.

12.30 Uhr: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich den Lohn nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Darüber informiert die Arbeitsagentur Bautzen. Jedoch gilt das nur bis zur Höhe des normalen Nettoeinkommens. Die Regelung gilt bis 31. Oktober. Unter "systemrelevant" fallen unter anderem Branchen zur medizinischen Versorgung,  Lebensmittel-Herstellung, -Handel, -Versorgung und -Verteilung und im Güterverkehr.

12 Uhr: In Reichenbach sind drei neue Corona-Fälle aufgetreten, in Niesky zwei. Krauschwitz, Löbau und Rothenburg melden jeweils eine Neuinfektion. Das teilt der Landkreis Görlitz in seinen aktuellen Fallzahlen mit. Die Gesamtzahl der Infektionen im Kreis steigt damit auf 96. Elf davon liegen oder lagen im Krankenhaus, 18 gelten bereits als wieder geheilt. Bislang zwei Infizierte starben.

11.15 Uhr: In seiner zweiten Videobotschaft zur Pandemie sagt der Görlitzer OB Octavian Ursu Unternehmen, Wirtschaft und Eltern Unterstützung zu. Zudem bedankt er sich, ermahnt aber auch.

10 Uhr: Trotz Besuchsverbot können Angehörige ihre Eltern im Seniorenpflegepark "Zur Linde" in Zittau sehen - am Bildschirm. Noch mehr erfahren sie täglich per E-Mail: Weinend mit der Mutti im Heim geskypt

9.30 Uhr: Die Fotoausstellung "Nahe Schätze...; Blüten...; Schau mir in die Augen...!", die ursprünglich heute im Reichenbacher Rathaus eröffnen sollte, ist nun virtuell zu sehen

9.15 Uhr: Sieben Strafanzeigen, 25 Ordnungswidrigkeiten und 21 Platzverweise - das ist die Bilanz der Kontrollen zur "Corona-Verordnung", die Polizisten gestern in den Landkreisen Görlitz und Bautzen vorgenommen haben. Insgesamt 26 dieser Fälle haben sich laut Polizeisprecherin Nadja Keller in Zittau und Umland ereignet, vier im Bereich Görlitz.

9 Uhr: Wegen der hohen Nachfrage haben die 160 Mitarbeiter bei Jokey in Sohland mehr zu tun als üblich. Und die Krise sorgt im Betrieb für zusätzliche Probleme: Verpacker schrubben Überstunden

8 Uhr: Birkenstock setzt die Produktion aus. Durch die Corona-Krise fehlen dem Unternehmen Material und Mitarbeiter. Was bedeutet das jetzt für die Arbeiter in den Werken in Görlitz und Bernstadt?

7 Uhr: Kultur in Corontäne – Droht jetzt die große Fördermittel-Rückzahlung? Darüber reden in der Oberlausitz Einrichtungen, Veranstalter, Kulturraum und Kulturministerium.

6 Uhr: Die Pflegeeinrichtungen sind für Besucher geschlossen. Da braucht es neue Wege, um mit der Familie im Kontakt zu bleiben. Gegen Corona-Einsamkeit skypen die Omas jetzt im Heim.

Das passierte am 2. April

19.30 Uhr: Die Polizei hat in Görlitz eine Gruppe Männer angezeigt, die zum Biertrinken zusammenstand. Damit lag ein Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen vor.

18 Uhr: Die Wochenmärkte in Löbau und Zittau haben diese Woche wieder öffnen dürfen. Darüber freuen sich Händler und Kunden gleichermaßen. Jedoch nutzen hauptsächlich Senioren das Angebot - eine Risikogruppe.

17.45 Uhr: Der Eibauer Bierzug 2020 ist abgesagt. "Die aktuelle Coronavirus-Situation lässt eine genaue Planung und Vorbereitung leider nicht zu", teilen Bürgermeister Michael Görke und Christfried Heinrich vom "Bier- und Traditionszug" in einem Schreiben mit. "Wir danken allen Festzugteilnehmern, die sich schon wieder angemeldet oder eine Teilnahme ins Auge gefasst haben." Der nächste Bierzug soll am 27. Juni 2021 sein.

17.30 Uhr: Der Görlitzer Kaufhaus-Investor Winfried Stöcker hat einen Corona-Selbsttest gestartet. Er hofft, dass sich Antikörper bilden und eine Immunisierung bewirken. Dann könnte ein Impfstoff folgen.

17 Uhr: Das Gesundheitsamt hat eine Physiotherapie-Praxis in Löbau schließen müssen. Dem voraus ging ein positiver Corona-Test einer Angestellten. Damit einher geht eine 14-tägige Quarantäne für alle Mitarbeiter der Einrichtung. "Gegenwärtig läuft die Ermittlung der Kontaktpersonen", informiert das Landratsamt. 

16.45 Uhr: Der zweite Corona-Tote im Landkreis Görlitz ist ein 65-Jähriger aus der Pflegeeinrichtung Klein Priebus. Das teilt das Landratsamt mit. Der Mann hatte Vorerkrankungen und verstarb am Mittwoch in einer Klinik. 

16.30 Uhr: Die Werbegemeinschaft Löbau will auf ihrer Internetseite über spezielle Angebote der lokalen Händler und Dienstleister, während der Corona-Pandemie informieren. Der Aufruf läuft unter dem Namen "Aktion – Wir von hier!". Wer sich angesprochen fühlt, solll einen kurzen Text mit dem Angebot wie veränderte Öffnungszeiten oder Heimlieferservice an [email protected] schreiben. "Dieses Angebot gilt auch für Nichtmitglieder und ist kostenfrei", so die Werbegemeinschaft. 

16 Uhr: Ob das Strahwalder Veteranentreffen vom 12. bis 14. Juni stattfinden kann, ist noch unklar. "Wir werden endgültig aber erst nach Ostern entscheiden, was wir machen", sagt Organisator Siegfried Hertrampf.

15 Uhr: Die Polizei hat am Mittwochabend in einem Garagenkomplex in Zittau vier Männer und eine Frau angetroffen, die gegen die Allgemeinverfügung verstoßen haben.

14.45 Uhr: Der Allgemeine Unternehmerverband Zittau und Umgebung kritisiert, dass von den Grenzschließungen betroffene polnische und tschechische Mitarbeiter beim Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt sind. In einem Schreiben an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bringen sie damit entstehende Probleme zum Ausdruck.

14.30 Uhr: Der Caritasverband Oberlausitz bietet in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen ein Kontakttelefon an. Unter 03591/498220 oder [email protected] können sich Eltern melden, die beraten werden wollen zu Erziehungsfragen und bei Krisen in der Partnerschaft, Tipps zur Beschäftigung der Kinder haben wollen, in finanziellen Notsituationen stecken oder Fragen zu Anträgen haben, teilt er mit.

14.15 Uhr: Alle Krankenhäuser im Landkreis Görlitz haben die Bettenbelegung um bis zu 45 Prozent reduziert, um Kapazitäten für Corona-Patienten gewährleisten zu können. Das teilt das Landratsamt auf SZ-Anfrage mit. Grundlage bilden die Festlegungen von Bundes- und Landesebene. Der Landkreis habe mit allen Kliniken Festlegungen hinsichtlich der Zuweisung von Covid-19-Patienten in einem Stufenplan getroffen, um somit die Regelversorgung an den Krankenhäusern stabil zu halten, heißt es.

14 Uhr: Eigentlich wollte Rocco Häschke aus Kottmarsdorf seinen Garten an der 148 mit Ostereiern schmücken - Corona ließ ihn umdenken. Er bemalte Blumentöpfe mit EU-Flaggen und Motiven systemrelevanter Berufe.

13.45 Uhr: Die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Selbstständigen können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen, wenn sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. "Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden", teilt die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland mit. Diese wird eine rückwirkende Überprüfung des Versicherungsverhältnisses vornehmen und die Höhe der Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen.

13.30 Uhr: Die Görlitzer Berufsfeuerwehr hat ihren Dienstbetrieb geändert. Ziel war es, zwischen den Schichtzyklen zwei Wochen dienstfrei zu ermöglichen, die bei Bedarf gleichzeitig als "Quarantänezeit" genutzt werden können, so die Stadt Görlitz. Nun bleibe je eine Wachabteilung, die am Sonntag ihren Dienst begonnen hat, eine Woche rund um die Uhr im Dienst und bekommt dann zwei Wochen frei. „Die Kameraden leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Situation und für die Sicherheit der Bürger. Dafür gebührt ihnen und ihren Familien Dank“, sagt OB Octavian Ursu.

13.15 Uhr: Im Landkreis sind derzeit keine weiteren Anlaufpraxen als die am Malteser-Krankenhaus in Görlitz nötig. Zu dieser Einschätzung kommt die Kassenärztliche Vereinigung. Grund ist die stabile hausärztliche Versorgung, wie der Landkreis Görlitz auf SZ-Anfrage mitteilt. Die Lage werde wöchentlich neu beurteilt. 

13 Uhr: Gibt's den Umgebindehaus-Tag nur online? Zumindest überlegt die Stiftung aus Ebersbach-Neugersdorf wegen der Corona-Auswirkungen eine andere Form der Veranstaltung. Polen hat schon eine Entscheidung getroffen.

12.45 Uhr: Fahrende Händler verkaufen jetzt im Görlitzer und Nieskyer Umland mehr Ware. So ist beispielsweise der Gartenbau Geyer aus Schönau-Berzdorf mit einem mobilen Gemüseladen unterwegs.  

12.30 Uhr: Im Kreis Zgorzelec besteht inzwischen bei sechs Personen der Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben (Stand 1. April, 18 Uhr). Darüber informiert das Onlineportal bogatynia.info.pl. Zwei davon liegen im Krankenhaus. Weitere 48 Personen sind unter Quarantäne gestellt, epidemiologisch überwacht werden 33. 

12.15 Uhr: Die ersten beiden Personen in der Region Liberec (Reichenberg) gelten als geheilt. Die Zahl der bestätigten Fälle ist dagegen auf 113 gestiegen. Acht Patienten liegen im Liberecer Krankenhaus. Darüber informiert das Onlineportal drbna.cz. Bis Ende April werdem 500 bis 1000 bestätigte Fälle erwartet, basierend auf Prognosen.

12 Uhr: Warum in einer Herrnhuter Großküche manches halbiert und anderes doppelt ist, Touren-Fahrer abwaschen und mit dem Essen auch mal Klopapier ins Haus kommt: Corona-Helden am Kochtopf

11.30 Uhr: Im Landkreis Görlitz ist ein zweiter Mensch am Coronavirus verstorben. Das geht aus den aktuellen Zahlen aus dem Landratsamt hervor. Neißeaue und Mittelherwigsdorf haben jeweils ihren ersten gemeldeten Infizierten. Zudem sind in Niesky zwei Neuinfektionen aufgetreten, in Weißwasser und Krauschwitz jeweils einer. Krauschwitz bleibt mit 21 Betroffenen trauriger Spitzenreiter. Insgesamt haben sich im Kreis 88 Menschen infiziert, zwölf davon liegen oder lagen im Krankenhaus. Als wieder geheilt gelten 13 Personen (Stand: 2. April, 9 Uhr).

10.30 Uhr: Die Mitte März eingeführten Grenzkontrollen in Tschechien werden zunächst bis zum 24. April verlängert. Das hat die Regierung in Prag beschlossen. Das Innenministerium erhält für die Grenzsicherung zusätzliche Mittel von umgerechnet rund 655.000 Euro. Das weitgehende Einreiseverbot für Ausländer und Ausreiseverbot für Tschechen war zuvor bis Ostersonntag verlängert worden. Ausnahmen gelten für Lkw-Fahrer und Berufspendler, die im Gesundheitswesen arbeiten. In Tschechien gibt es derzeit bis 3.604 bestätigte Infektionen. 40 Menschen sind bisher gestorben. 

10 Uhr: Thomas Herrgesell ist nach einer halben Weltreise zurück in Olbersdorf. Getestet wird er in Deutschland nicht, klare Ansagen fehlen ihm. Er fragt sich: Fällt er als Thailand-Urlauber durchs Coronaraster? Die Behörden beruhigen aber.

9 Uhr: Rund 700 Firmen in Ostsachsen haben Mitarbeiter aus Polen und Tschechien. Nur die wenigsten können in Corona-Zeiten im Homeoffice weiterarbeiten: "Das alles macht uns ein bisschen Angst"

8.30 Uhr: Auch gestern haben Polizisten im Landkreis Görlitz wieder einige Leute ertappt, die sich nicht an die Corona-Schutzregeln gehalten haben. Laut Pressesprecher Kai Siebenäuger erteilten die Beamten 13 Strafanzeigen und 32 Platzverweise in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Insgesamt 27 dieser Vorfälle ereigneten sich in Zittau und Umgebung, drei in Görlitz und Umgebung.

8 Uhr: Der Sonderpostenmarkt Wreesmann macht Online Schluss. Das Unternehmen mit Filialen im Landkreis Görlitz wollte seine Waren über das Internet verkaufen. Doch davon ist es nun wieder abgerückt.

7.15 Uhr: Bombardier verlängert den Kündigungsschutz. Corona überschattet alles. Um die Alstom-Übernahme und die drohenden Kündigungen ist es still geworden.

7 Uhr: Das Besuchsverbot in Pflegeheimen ist für alle schlimm, für manche Bewohner und ihre Angehörigen gar dramatisch. Zwei traurige Beispiele aus Zittau: "Voneinander weggesperrt"

Das passierte am 1. April

19.30 Uhr: Weil das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau-Görlitz geschlossen hat, gibt's seit heute ein Ratespiel zum Zeitvertreib. Musiktheaterdramaturg Ivo Zöllner hat die erste Folge von "Erkenne die Oper!" produziert. Es sei ein lustiges Ratespiel, bei dem jeder von Zuhause in die Oper eintauchen könne, teilt das Theater auf seiner Facebook-Seite mit. Morgen gibt's dort die Auflösung.

19 Uhr: Etwa 400 Stoffmasken haben die Näher beim Löbauer DRK schon produziert - und Beschäftigte im Gesundheitswesen und der Polizei profitieren vom Atemschutz.

18.30 Uhr: Eigentlich sollte der Görlitzer Wochenmarkt morgen wieder öffnen. Doch die Entscheidung wurde heute wieder zurückgenommen. 

18 Uhr: Rewe hat heute Nachmittag in Ebersbach eröffnet. Auch die Polizei war vor Ort, falls gegen die Regelungen der sogenannten Allgemeinverfügung und des Infektionsschutzgesetzes verstoßen.

17.45 Uhr: Für ältere Leute, die nicht in der Lage sind, ein Handy-Ticket online beim Zvon zu kaufen, gibt es auch die Möglichkeit, bei Dienstleistern für die Länderbahn und den Zvon Fahrscheine für den Bus zu kaufen. Darauf macht Ingo Seiler von der Wendler-Drogerie in Löbau aufmerksam. Seit Januar diesen Jahres ist er mit seinem Geschäft in der Bahnhofstraße 8 (03585/402300) ein solcher Dienstleister. "Wir verkaufen seitdem Fahrscheine für Bus und Regionalbahn", berichtet er.

17.30 Uhr: Eine polnische Ärztin verstärkt das Team des Martinshofes in Rothenburg. Andere treffen die Einschränkungen wegen des Coronavirus dagegen hart.

17 Uhr: Der Mitte März aufgetretene erste Corona-Fall aus der Stadt Zittau scheint abgeschlossen zu sein. "Wir sind alle wieder fit soweit. Es geht bergauf",  sagt die 31-Jährige. Neben ihr erhielten auch der Mann und die älteste Tochter Tage später ein positives Test-Ergebnis. Nur die beiden jüngeren Kinder blieben verschont.

16.15 Uhr: Die Baustellen an der Reichert- und an der Bahnhofstraße laufen in Görlitz trotz Corona nach Plan. In der Biesnitzer Straße war eine Woche Pause. Jetzt gibt es aber Lösungen.

16 Uhr: Während der Corona-Krise haben mehrere Restaurants in Görlitz einen Lieferdienst eingerichtet. Wo es jetzt noch Speisen und Getränke gibt.

15 Uhr: Die Region Liberec (Reichenberg) sammelt Geld für Desinfektions- und Schutzmittel. Jeder kann seine Spende auf das Konto mit der Nummer 1 277 277 277/0100 schicken. "Wir setzen dabei auf die Solidarität unserer Bewohner", sagt Bezirkshauptmann Martin Puta. 

14.15 Uhr: Die Stadt Görlitz blitzt wieder und es vergibt weiterhin Knöllchen. Das teilt die Verwaltung heute in einer Pressemeldung mit. Dem Ordnungsamt werden derzeit vermehrt Falschparker und Temposünder gemeldet, heißt es weiter. OB Octavian Ursu bittet die Bürger persönlich, sich im Straßenverkehr diszipliniert zu verhalten.

13.30 Uhr: Weil die Ausstellung "Achat bunt wie der Frühling" im Geo-Zentrum Zittau nicht besucht werden kann, gibt's für Kinder nun ein Geo-Rätsel. Die Lösung kann an [email protected] gesendet werden. "Jeder Teilnehmer erhält einen schönen Stein zum Aussuchen", informiert Leiter Günter Küpper. In Liberec und Porajow wird das Rätsel per E-Mail an Schüler gesendet, um so auch "Deutsch spielerisch" zu lernen.

So sieht das Rätsel aus.
So sieht das Rätsel aus. © Günter Küpper

13.15 Uhr: In der Gemeinde Lawalde ist der erste Corona-Fall aufgetreten. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landkreises Görlitz (Stand: 9 Uhr) hervor. Zwei neue Infizierte gibt's auch in Löbau und Boxberg, jeweils einen in Reichenbach und Krauschwitz. Insgesamt steigt die Zahl auf 82, davon liegen zwölf Personen im Krankenhaus, zehn gelten als geheilt. Krauschwitz ist mit 19 Fällen auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Boxberg und Görlitz mit jeweils sieben. In Quarantäne befinden sich 131 Menschen, 277 sind darauf entlassen.

13 Uhr: Kurze und nachvollziehbare Transportwege leisten in Corona-Zeiten einen Beitrag, um die Virus-Verbreitung einzudämmen. Darauf weist Karl Herzog von der gleichnamigen Landfleischerei aus Spitzkunnersdorf hin und wirbt damit für das regionale Handwerk. Die Fleischereien seien auf die bevorstehenden Ostertage gut vorbereitet, schreibt er. Schon jetzt könne durch Bestellungen sichergestellt werden, dass alles zuverlässig, frisch und mit bester Qualität zur Verfügung stehe.

12.45 Uhr: In der Region Liberec (Reichenberg) sind bereits 108 Corona-Fälle bestätigt. Die meisten Personen befinden sich in häuslicher Pflege. Sechs Patienten behandelt das Liberecer Krankenhaus. Dort befindet sich bisher auch das einzige Test-Labor, das 260 Proben pro Tag verarbeitet. Es befinde sich an der Kapazitätsgrenze, wird Hauptmann Martin Puta im Onlineportal drbna.cz zitiert. Derzeit ist ein zweites Labor in Ceska Lipa in Vorbereitung, das ab Anfang nächster Woche mit der Arbeit beginnen soll. 

12.30 Uhr: In Zgorzelec sind das City-Days-Finale am 27. und 28. Juni sowie das 23. griechische Liederfestival vom 10. bis 12. Juli abgesagt. Das teilte Bürgermeister Rafal Gronicz auf der jüngsten Ratssitzung mit. Wahrscheinlich ausfallen wird auch das Old-Town-Festival vom 28. bis 30. August. Der Bürgermeister will außerdem beantragen, die gemeinsame Sitzung der Stadträte von Görlitz und Zgorzelec im Mai zu verschieben. 

12.15 Uhr: Alle Käufer von Tickets für die Aktion "Zweimal vollmachen bitte" der Lausitzer Füchse erhalten vor Beginn der neuen Saison ein Erinnerungspräsent. Das teilt der Eishockey-Verein aus Weißwasser mit. Für das Geschenk müssen die Karten aufbewahrt werden. Das gilt auch für die Tickets der ausgefallenen Spiele am 13. und 20. März, für welche die Rücktauschfrist abgelaufen ist. Insgesamt haben Fans 650 Karten nicht zurückgegeben.

12 Uhr: Wenn der Mundschutz Mangelware wird, dann wissen sich die Oberlausitzer zu helfen: Manche Wohnzimmer werden jetzt kurzerhand zur Nähstube. Unsere Reporterin berichtet von zwei eindrucksvollen Beispielen.

11.45 Uhr: Der Fraktionsvorsitzender von Grüne/SPD/KJiK im Kreistag Thomas Pilz spricht sich dafür aus, in der Zeit der Kontakteinschränkungen durch die Corona-Pandemie das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen zu erlauben. Die Verpflichtung für Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt ein Ticket zu kaufen, sei in dieser Situation realitätsfremd und benachteilige diejenigen, die aus gesundheitlichen, finanziellen Gründen auf den ÖPNV angewiesen seien, schreibt er an Landrat Bernd Lange (CDU). Derzeit gibt es die Fahrscheine nicht mehr im Bus zu kaufen.

11.30 Uhr: Lawalde hat seinen ersten Corona-Fall. Das meldet der Landkreis Görlitz. Außerdem sind in Löbau und Boxberg jeweils zwei Infizierte dazugekommen, in Reichenbach und Krauschwitz jeweils einer. Letzteres bleibt mit derzeit 19 Fällen das am stärksten betroffene Gebiet. Insgesamt steigt die Zahl der Corona-Fälle im Kreis auf 82. Zwölf davon liegen oder lagen im Krankenhaus, zehn gelten als wieder geheilt (Stand: 1. April, 9 Uhr).

11.15 Uhr: Eine Zittauer Familie verzichtet auf Geld für eine abgesagte Premiere. Andere handeln ebenso, weil es Kultur und Sport nach Corona auch noch geben soll: Ein kleines Zeichen der Solidarität.

11 Uhr: Die Not macht erfinderisch in der Rothenburger Diakonie: St. Martin näht Atemmasken selbst. Auch bei Desinfektionsmitteln ist Eigeninitiative gefragt.

10.45 Uhr: Das 2. IHK-Handelsforum Oberlausitz 2020 im Berggasthof Honigbrunnen Löbau am 2. Mai fällt aus. Darauf weist der Veranstalter aufgrund der aktuellen Situation hin.

10.30 Uhr: Die Corona-Streife in Löbau kommt per Feuerwehr. Ob sich alle an die geltenden Regeln halten, kontrollieren in Löbau städtische Teams. Eine Suche nach Knackpunkten und Disziplin der Bürger.

10.15 Uhr: Der MC Görlitz sagt die 17. Oldtimer-Rallye ab.  Die größte und aufwendigste Veranstaltung des Jahres des Vereins hätte am 25. April im Hof der Landskron Brauerei in Görlitz starten sollen.

10 Uhr: In Zittau gibt es nun zwei Hilfsgruppen. Ein Auto ist dafür ein Grund gewesen: Corona-Helfer gehen getrennte Wege.

9 Uhr: Jacqueline Walsdorf aus Zittau will mit selbst gemalten Bildern und netten Briefen ältere Menschen in der schweren Zeit erfreuen. Sie hofft auf viele Unterstützer: Malen für einsame Senioren.

8.30 Uhr: Auch gestern hat die Polizei wieder einige Leute erwischt, die sich nicht an die Corona-Schutzregeln gehalten haben. Insgesamt erteilten die Beamten laut Polizeidirektion Görlitz 43 Strafanzeigen und 21 Platzverweise in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Insgesamt elf dieser Vorfälle ereigneten sich in Görlitz und Umgebung, fünf in Zittau und Umgebung.

7.15 Uhr: Wie offen für Flüchtlinge ist Görlitz in der Corona-Krise? Derzeit kommen keine Asylsuchenden im Kreis an. Doch in Görlitz spricht sich die Bündnisfraktion dafür aus, Flüchtlingskinder jetzt aufzunehmen.

7 Uhr: Ein Foto im Netz lässt die Gerüchteküche kochen: Von heimlich aus Polen geschleusten Asylsuchenden ist die Rede. Die wahre Geschichte aber ist eine andere: Wer in dem mysteriösen Bus gesessen hat

6 Uhr: Schulen und Kitas sind dicht. Kaum jemand braucht Mittagessen. Das bringt große und kleine Küchen in der Region Görlitz und Niesky in Bedrängnis: Essenversorger kochen auf kleiner Flamme

Das passierte am 31. März

19.45 Uhr: Wer wegen der Betreuung von Kindern einen Verdienstausfall hat, kann diesen ersetzt bekommen. Die Landesdirektion Sachsen nimmt ab heute entsprechende Anträge entgegen, wie sie mitteilt. Das Geld wird jenen Familien gewährt, deren Kinder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Darüber nur, wenn diese behindert und auf Hilfe angewiesen sind. Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Netto-Lohnes, höchstens jedoch 2.016 Euro im Monat. Diese gibt's sechs Wochen lang, danach wird sie  in Höhe des Krankengeldes gewährt.

19.30 Uhr: Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach hat aktuell kaum noch jemanden zu kontrollieren. Trotzdem gibt's noch genug Aufgaben für die Beamten. "Unsere Streifen sind im gesamten Grenzgebiet präsent und fahnden weiterhin nach Straftätern", sagt Inspektionschef Jens Mittasch.

19 Uhr: In Görlitz hat die Polizei eine illegale Party aufgelöst. Nun erwarten den Mieter und seine Gäste Konsequenzen.

18.15 Uhr: Die Wöchenmärkte im Landkreis öffnen wieder. In Zittau soll es morgen schon losgehen, in Löbau und Görlitz am Donnerstag und Niesky öffnet am nächsten Dienstag.

18 Uhr: Bei der Arbeitsagentur Bautzen sind über 10.000 Anträge für Kurzarbeiter-Geld eingegangen. Sie stellt sich auch auf einen Anstieg der Arbeitslosenzahl ein.

17.30 Uhr: Der Freistaat hat eine Rechtsverordnung erlassen, wodurch sich die Ausgangsbeschränkungen bis 19. April verlängern. Zudem gilt nun ein Bußgeldkatalog, der empfindlichen Strafen bei Verstößen dagegen vorsieht. 

16.30 Uhr: Die Landskron-Brauerei in Görlitz hat mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. "Unser Fassbier-Absatz ist wegen der geschlossenen Gaststätten nahezu bei Null", sagt Uwe Köhler. Kompensiert, aber nicht ausgeglichen, wird die Misere durch einen gesteigerten Verkauf von Flaschenbier.

16 Uhr: Das Restaurant "La Casa Vecchia" aus Zittau hat über 100 Pizzen für Rettungsdienste, Feuerwehr, Krankenhaus, Pfleger und Bedürftige zubereitet - kostenfrei. Für ihn eine Geste, für andere ein Geschenk.

15.30 Uhr: Die Polizei hat am Montag an einer Haltestelle in Löbau zwei junge Leute angetroffen, die dort eine rauchten - einer von 52 Verstößen an dem Tag.

15 Uhr: Die Musikschulen bieten derzeit Einzelunterricht an - per Skype oder Whatsapp. Daran nehmen zahlreiche Görlitzer teil.

14.45 Uhr: In Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Sozialdiensten in der Region Liberec (Reichenberg) helfen rund 70 Schüler von weiterführenden Schulen und Universitäten. Das berichtet das Onlineportal drbna.cz. Im Regionalkrankenhaus Liberec und Rettungsdienst helfen sie in der Verwaltung, aber auch bei der Desinfektion von Krankenwagen und Rettungskräften. In der Region Liberec (Reichenberg) gibt's bereits 90 Infizierte - bei 1.169 getesteten Personen.

14.30 Uhr: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) geht davon aus, dass der reguläre Schulbetrieb nach den Osterferien wieder aufgenommen werden kann. "Wir müssen hierzu jedoch auch in den kommenden Wochen täglich eine Einschätzung der jeweils aktuellen Situation treffen", schreibt er in einem fünfseitigen Brief an alle Eltern, den unter anderem die Gemeinde Oderwitz online bereitgestellt hat.

14 Uhr: Besucher können nach dem Zittauer Museum nun auch die Kreuzkirche samt Friedhof virtuell bestaunen. Zudem wird täglich eines von 90 Bildern vorgestellt.

13.30 Uhr: Die Feuerwehr Spitzkunnersdorf verlegt ihren Tag der offenen Tür voraussichtlich auf den 19. September. Grund ist das Verbot von Veranstaltungen. Der Termin passe sehr gut, denn am 20. September vor 135 Jahren wurde die Feuerwehr im Ort gegründet, teilt sie auf ihrer Facebook-Seite mit. Ob das Hexenfeuer am 30. April stattfinden wird, kann nur kurzfristig entschieden werden, heißt es weiter.

13 Uhr: Weil im Klinikum Oberlausitzer Bergland die Besuche eingeschränkt sind, darf auch der Baby-Fotograf derzeit keine Bilder für "Stars im Strampler" anfertigen. Wer sein Neugeborenes in der SZ Löbau und Zittau veröffentlichen will,  schickt ein Foto mit den Angaben (Name, Geburtsdatum, -ort, Gewicht, Größe, Eltern, Wohnort und Quelle) an [email protected].

12.30 Uhr: Im Kreis Zgorzelec gibt's inzwischen den zweiten bestätigten Corona-Fall. Ein Infizierter liegt deshalb im Krankenhaus. Am Montag waren 55 Personen unter Quarantäne gestellt, 39 epidemiologisch überwacht. Darüber informiert das Onlineportal bogatynia.info.pl.

12.15 Uhr: Das Christliche Gemeindezentrum Elim in Zittau bietet Schülern und Eltern die Möglichkeit, Gebetsanliegen zum Thema "Corona" an die Einrichtung zu schicken. "Als Christen glauben wir, dass wir gemeinsam unsere Anliegen, unsere Ängste und Sorgen, aber auch unseren Dank und unsere Hoffnungen im Gebet vor Gott bringen können, und dass Gott unsere Gebete hört", so Pastor Johannes Weiß. Gebetsanliegen (auch anonym) können an die Innere Oybiner Straße 7 in Zittau oder unter [email protected] gesandt werden.

12 Uhr: Der belgische Windel-Hersteller Drylock hilft beim Atemschutz. Sie stellt in ihrem Betrieb in Hradek nun auch Nanofilter her. Der wird in Tschechien dringend benötigt.

11.45 Uhr: Rothenburg schnallt den Gürtel enger. Der genehmigte Haushalt ist schon wieder außer Kraft gesetzt. Das hat vor allem mit den Unternehmen in der Neißestadt zu tun.

11.30 Uhr: Löbau hat nun die ersten zwei Corona-Fälle. In Görlitz, Krauschwitz, Kottmar und Diehsa gibt's jeweils einen neuen Infizierten. Das meldet der Landkreis Görlitz. Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten damit auf 75. Bereits zehn gelten als wieder geheilt. In Quarantäne befinden sich 152 Personen, 250 konnten daraus entlassen werden. Neun Infizierte befinden sich in stationärer Behandlung, davon ist einer in intensivmedizinischer Betreuung. Es gibt bisher einen Todesfall.

11 Uhr: Zittaus Citymanager Stephan Eichner ruft die Bewohner der Region auf, lokal einzukaufen und die inhabergeführten Läden in den Städten zu unterstützen. "Wenn ich die Postboten sehe, die stapelweise Amazon-Pakete an die Nachbarn ausliefern oder ich sehe, wie beim Pappe-Container die leeren Pappen heraus quellen, dann wird mir Angst", teilt er auf seinem Facebook-Profil mit. "Jeder hat eine Verantwortung dafür, wie unsere Innenstädte künftig aussehen." Es gebe genug lokale Unternehmer, die Abholservice oder Abholung anbieten würden. 

10.15 Uhr: Es ist viel los in den geschlossenen Museen in Görlitz. Auch wenn alle Ausstellungen im Moment verboten sind. Hinter den Türen wird weiter gearbeitet und geforscht.

11 Uhr: Nach Zittau, Löbau und Oderwitz gibt es jetzt auch Hilfsangebote in Zittaus nördlichen Ortsteilen. Der Bedarf ist da, wie die vergangenen Tage gezeigt haben. Die Corona-Helfer aus Hirschfelde haben rund 1.200 Flyer verteilt.

10 Uhr: Die Löbauer Corona-Hilfe hat erste Kunden. Svetlana Kleinert ist selbst von der Krise betroffen - und geht für gefährdete Mitbürger einkaufen.

10.30 Uhr: Der Löbauer Wochenmarkt öffnet wieder. Bereits ab Donnerstag können Kunden dort wieder Obst und Gemüse von regionalen Erzeugern einkaufen. "Nach dem ursprünglichen Verbot von Wochenmärkten laut Allgemeinverfügung sind die darin festgehaltenen Regeln überdacht und gelockert worden", teilt Stadtsprecher Marcus Scholz mit. Die Verkaufsstände der Händler sollen mit dem maximal möglichen Abstand zueinander auf dem Löbauer Altmarkt platziert werden.

8.30 Uhr: Die Polizeidirektion Görlitz hat gestern in den Kreisen Görlitz und Bautzen insgesamt 52 Strafanzeigen und 20 Platzverweise erteilt, die in Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung zu den Ausgangsbeschränkungen stehen. Davon beziehen sich 13 Anzeigen und ein Platzverweis auf Görlitz und Umgebung sowie acht Anzeigen und sechs Platzverweise auf Zittau und Umgebung. Überwiegend habe die Polizei dabei Feiern aufgelöst, teilt Nadja Keller, Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz, mit.

8.15 Uhr: Baumschulen und Gärtnereien sind offen. Die Kunden halten sich mit Käufen aber zurück. Das ist nicht das einzige Problem in Corona-Zeiten: Verhaltener Start in die Pflanzzeit.

8 Uhr: Ulrike und Jan Novak aus Herrnhut haben sieben Kinder. Sie berichten von Familientrubel, Leben ohne Hamsterkäufe und schmerzlicher Trennung: Wie eine Großfamilie Corona erlebt

7.30 Uhr: Wie Kodersdorf sich selbst hilft: Die Gemeinde zeigt sich solidarisch. Unterstützt werden Einwohner, aber auch in Not geratene Unternehmen.

7 Uhr: Zwar gibt es noch keine konkreten Aussagen seitens der Polizei darüber, was Corona mit Grenzkriminalität macht, aber wohl eine Tendenz. Zudem zieht die Soko Argus Bilanz. Die klingt schlecht für Kriminelle.

6.15 Uhr: Stadt und Verkehrsbetriebe Görlitz gestalten gemeinsam eine Bahn von außen. Drinnen achten sie jetzt verstärkt auf Desinfektion: Fahrendes Dankeschön in Corona-Zeiten

6 Uhr: Werden heimlich Asylsuchende hergeholt? Ein Foto angeblich vom Grenzübergang in Zittau sorgt in den sozialen Netzwerken für Aufregung. Doch was ist dran an dieser mysteriösen Nacht-und-Nebel-Aktion?

Das passierte am 30. März

20 Uhr: Die Barmer warnt vor Arneimitteln im Internet, die Corona-Infizierten Heilung versprechen. "Es gibt noch keine zugelassenen Medikamente", sagt Ronny Scharntke, Regionalgeschäftsführer in Görlitz. "Erste Medikamente befinden sich bisher im Versuchsstadium." Schlimmstenfalls könnten angebotene Mittel sogar schädlich sein.  Es gebe auch keine Nahrungsergänzungsmittel, die eine Infektion verhindern oder gar heilen können, sagt Scharntke. 

19.30 Uhr: Osterfeuer oder ähnliche große Veranstaltungen zum traditionellen Fest sind in diesem Jahr  im Landkreis Görlitz nicht erlaubt. Darauf weist dieser hin.

19 Uhr: Sie lassen sich in diesen Tagen überall entdecken: Kleine und große Zeichen der Verbundenheit - einfallsreiche, witzige, liebevolle, dankbare, herzerwärmende. Die SZ hat einige zusammengetragen und ist offen für weitere.

18.45 Uhr: Seit Anfang des Monats dürfen auch Apotheken im Landkreis Desinfektionsmittel herstellen. In Görlitz setzen sie vor allem auf eine Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation.

18.30 Uhr: Die Großschönauer Firma Frottana stellt ab sofort waschbare Mund-Nasen-Schutzmasken her. Im Auftrag des Landkreises Görlitz sollen so Engpässe in der Versorgung von Pflegeeinrichtungen und Kliniken verringert werden.

18 Uhr: Der Löbauer Maler und Grafiker Steffen Rimpl hat eine Viren-Stopp-Wand entwickelt. Sie sind beispielsweise für Apotheken, Arzt-Praxen, Bäckereien, Postfilialen, Tankstellen und Einkaufsmärkte gedacht.

17.30 Uhr: Für die Betreuung der Kinder in allen Kitas und Tagespflegen der Stadt Zittau werden für April keine Elternbeiträge erhoben. "Dies gilt grundsätzlich auch für alle, die sich in der Notbetreuung befinden", teilt die Verwaltung mit. Die Stadt bucht keine Beiträge ab für den Monat. Wer das Geld überweist oder einen Dauerauftrag hat, soll das für April aussetzen. 

17 Uhr: Bei der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck werden keine Fahrscheine mehr im Bus angeboten. Sie setzt auf das Handy-Ticket.

16.30 Uhr: Beim Finanzamt können Unternehmen Steuererleichterungen beantragen, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. "Möglich sind zinslose Stundungen, Anpassungen von Vorauszahlungen oder Vollstreckungsaufschübe", teilt die Behörde in Löbau mit. Ein ausfüllbares Formular steht im Internet zur Verfügung. wischen 7 Uhr und 18 Uhr sowie am Wochenende von 12 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

16 Uhr: Die Oberlausitzer Tafeln gehören nicht zu den bundesweit 400 geschlossenen Einrichtungen wegen der Corona-Pandemie. Daraus weist Geschäftsführer Frank Grübe hin. "Wir haben sogar mehr Waren von den Supermärkten gespendet bekommen, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres", sagt er. 

15.30 Uhr: Seit heute können kleine Unternehmen einen Soforthilfe-Zuschuss beim Bund beantragen, die wegen Liquiditätsengpässen in eine existenzbedrohliche Lage  geraten sind. Darauf weist Zittaus Wirtschaftsförderin Gloria Heymann hin.

15.15 Uhr: Der Lämmertag im Schafstall Förstgen am 17. April ist abgesagt. Das teilt die Naturschutzstation Östliche Oberlausitz als Veranstalter mit.

15 Uhr: Für April werden für die Kinder-Betreuung in Niesky keine Elternbeiträge erhoben. Das betrifft die Kitas in See, Kosel, den Hort der Grundschule See, den zentralen Schulhort Niesky sowie die Freien Träger der Kita Sonnenweg, Pusteblume, Knirpsenland und Samenkorn. Die Regel gilt grundsätzlich auch für alle Kinder in der Notbetreuung, informiert die Stadt. Es werden auch keine Elternbeiträge abgebucht. Wer überweist oder Daueraufträge nutzt, soll diese für April auszusetzen.

14.45 Uhr: Der Schwangeren-Infoabend am Mittwoch am Zittauer Krankenhaus entfällt. Selbstverständlich steht das Klinikum Oberlausitzer Bergland mit den Teams in den Entbindungsstationen für alle werdenden Mütter zur Verfügung, teilt es mit. Im Falle einer bestätigten oder fraglichen Infektion sollen sich Schwangere an die Frauenklinik in Zittau wenden.

14.30 Uhr: Wochenmärkte dürfen ab diesem Mittwoch wieder öffnen. Darauf verständigte sich die Staatsregierung am Sonntag. Die Regelung gilt für alle mobilen Verkaufsstände, die Lebensmittel, Gartenbau- und Baumschul-Erzeugnisse sowie Tierbedarf anbieten. Damit gebe man regionalen Produzenten und Direktvermarktern eine Perspektive und sichere die Lebensmittelversorgung, teilt Landwirtschaftsminister Wolfram Günther mit.

14 Uhr: Ab Sonntag gelten Einschränkungen auf mehreren Zugstrecken des Zvon. Sie betreffen Länderbahn, Trilex und die Zittauer Schmalspurbahn.

13.45 Uhr: Im Landkreis Görlitz ist in den vergangenen 24 Stunden nur ein Corona-Fall dazu gekommen. Er ist in der Gemeinde Krauschwitz aufgetreten, die mit nun 17 weiter den Spitzenplatz einnimmt. Das geht aus der aktuellen Kreis-Statistik hervor. Insgesamt liegt die Zahl der Infizierten bei 69, darunter 39 Frauen und 30 Männer. Im Krankenhaus werden sieben Patienten behandelt, davon einer intensivmedizinische. Sechs Menschen gelten als geheilt. In Quarantäne befinden sich 219 Personen, 194 sind bereits daraus entlassen.

13 Uhr: Der Görlitzer OB äußert sich in der Corona-Krise auch zur Wirtschaftsförderung und zu Vorsicht trotz konstanter Zahlen. "Polen hat das gleiche Problem", sagt er.

12.30 Uhr: Der Regionalleiter der Discounter-Kette Netto beklagt Hygiene-Rüpel und aggressive Kunden im Markt, beispielsweise in Bernstadt. Nun soll das Ordnungsamt einschreiten.

12 Uhr: Der Kiesdorfer Peter Kellner kommt nicht an seinen Broiler-Wagen - wegen Corona. Der Diebstahl konnte zwar schnell aufgeklärt werden, doch nun steht das Fahrzeug in Polen - und die Grenzen sind zu. 

11.30 Uhr: Eintracht Niesky lädt Fans ein, Tickets für ein virtuelles Spiel zu erwerben. Dabei soll ein Zuschauer-Rekord geknackt werden - und zwar ganz ohne Zuschauer.

11 Uhr: Die Botschaft der Bar Panorama am Kristyna-See geht viral. Die Mitarbeiter grüßen ihre deutschen Gäste mit den Worten "Zusammen können wir es schaffen."

10 Uhr: Die neue Bereitschaftspraxis am Klinikum Oberlausitzer Bergland in Zittau steht Patienten auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten von Arztpraxen zur Verfügung. "Um die Wartezeiten akut erkrankter Personen nicht zu verlängern, sind die Bereitschaftspraxen keine Anlaufstellen zur ausschließlichen Ausstellung von Wiederholungsrezepten oder Folgebescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit", teilt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen mit. Unbedingt zu beachten sei, dass Bereitschaftspraxen keine Anlaufstellen für Personen mit Verdacht auf Covid-19 oder zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem Corona-Virus seien.

9.30 Uhr: Das Portal Radkurier24 bietet Kurierdienste für die Risikogruppe an. Für den Bereich Zittau ist es unter https://radkurier24.com/fahrradkurier-zittau/ verfügbar. Die ehrenamtlichen Kuriere liefern normalerweise alles, was in einen Rucksack passt - so können ältere Menschen unkompliziert an Essen, Lebensmittel und Medikamente kommen.

9.15 Uhr: Die Wohnbaugesellschaft Zittau (WBGZ) kommt Mietern entgegen, die ihre Miete nicht zahlen können. Das Mietverhältnis bleibe trotz Zahlungsausfall der Mieten April bis Juni 2020 weiter bestehen. "Um in diesen Schutz zu gelangen, ist dem Vermieter aber glaubhaft zu dokumentieren, dass Sie unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten aufgrund COVID-19-Pandemie geraten sind. Dies kann beispielweise mittels schriftlicher Erklärung des Arbeitgebers zur eingetretenen Kurzarbeit erfolgen", erklärt die WBGZ.

9 Uhr: Die große Schlager Hitparade in der Löbauer Messehalle steigt nun am 18. September. Ursprünglich hätte sie am 22. März stattfinden sollen.

8.15 Uhr: Beamte der Polizeidirektion Görlitz sind am Sonntag zwölf Mal wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen ausgerückt. Dabei nahmen sie in den Landkreisen Görlitz und Bautzen 14 Strafanzeigen auf, davon fünf im Revierbereich Görlitz und sieben im Revierbreich Zittau. Ferner erteilten sie sechs Platzverweise, davon drei im Revierbereich Görlitz und einen im Revierbereich Zittau. Zudem notierten sie drei Ordnungswidrigkeiten, berichtet Polizeisprecher Kai Siebenäuger. Insgesamt habe es am Sonntag weniger Personen gegeben, die gegen die Allgemeinverfügung verstießen als am Sonnabend - was aber wohl auch auf das schlechtere Wetter zurückzuführen sei.

8 Uhr: SZ-Autorin Ines Eifler kommentiert die Themen Homeoffice und Hausaufgaben in Corona-Zeiten: Familien im Chaos

7 Uhr: Auch wenn viele Geschäfte in Zittau geschlossen sind, kann man hier einkaufen. Dafür interessieren sich nicht nur Stammkunden: Wie sich Händler der Corona-Krise anpassen

6 Uhr: Das Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz und in Zittau ist vorerst bis Ende Mai geschlossen. Als erstes in Sachsen hat es für seine Mitarbeiter Kurzarbeit vereinbart: Künstler ohne Publikum

Das passierte am 29. März

19 Uhr: Der Freistaat gewährt infolge der neuen Einreisebeschränkungen von Tschechien und Polen eine finanzielle Unterstützung für die Unterbringung von Grenzpendlern sowie deren Angehörigen, die im Gesundheitssektor arbeiten. Wer eine Unterkunft benötigt, für den erhält der Arbeitgeber eine Pauschale von 40 Euro pro Nacht - sofern die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sind. Für mitreisende Angehörige beträgt die Pauschale 20 Euro pro Nacht. Die Regelungen gelten für eine Laufzeit von zunächst drei Monaten.

18 Uhr: Fußballmannschaften aus Liberec  (Reichenberg) und Jablonec sollten sich am kommenden Wochenende im 53. Derby gegenüberstehen, aber aufgrund des Coronavirus wird das Spiel nicht ausgetragen. Die Clubs einigten sich auf ein besonderes Ereignis - die Leute können Tickets kaufen, als würden sie spielen, und der Erlös geht an das Liberecer Krankenhaus. Das berichtet das Onlineportal drbna.cz. Bis Sonntagvormittag wurden in der Region Liberec 68 Personen positiv auf Coronavirus getestet.

17 Uhr: 69 bestätigte Coronavirus-Fälle gibt es im Landkreis Görlitz. Damit ist ein Anstieg von zehn Fällen zum Freitag zu verzeichnen, meldet das Landratsamt. Neun gemeldete Fälle kamen am Sonnabend und bisher einer am Sonntag hinzu. Von den bisher festgestellten Corona-Infektionen gelten bereits sechs Personen als geheilt. Die Zahl der durch das Gesundheitsamt angeordneten Quarantänen sank von 238 am Sonnabend auf 219 am Sonntag. Davon konnten bereits 194 Personen aus der Quarantäne entlassen werden. Sieben Personen befinden sich noch in stationärer Behandlung in einer Klinik. Davon ist eine Person weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung. Am 25. März 2020 hatte der Landkreis Görlitz den ersten Todesfall zu verzeichnen.

17 Uhr: Hagen Lehmann aus Bernstadt wohnt in der am stärksten betroffenen Provinz Bergamo. Er erzählt von bizarren Einkäufen, Sorgen um Verwandte und dem Husten des Nachbarn. Der Bernstädter lebt in Italiens Corona-Hotspot.

16 Uhr: Freizeit- und Urlaubseinrichtungen in den Nachbarländern bangen wegen Corona um Tausende Jobs und die Existenz: Zukunft mit dicken Fragezeichen

15 Uhr: Wie schon das Museum sind in Zittau bald auch Kreuzkirche und Kreuzfriedhof per Internet begehbar - dank einer Nieskyer Firma: Das Zittauer Fastentuch to go

12 Uhr: Reporter-Legende Randy Braumann war auf der ganzen Welt unterwegs und hat in seinem Leben viele Epidemien erlebt: Wichtig ist Hoffnung, sagt er.

Das passierte am 28. März

11 Uhr: Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu wendet sich an die Einwohner der Stadt. Es sei Gebot der Zeit, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und viele Gewohnheiten zu ändern, erklärt er unter anderem.

8 Uhr: Eine Löbauer Supermarktkundin beklagt die Hygiene an einer Fleischtheke, weil das Personal keine Schutzhandschuhe trägt. Doch dafür gibt es einen guten Grund: Trotz Corona besser ohne Latex bedienen?

Das passierte am 27. März

19 Uhr: Die Oderwitzer dürfen ihren neuen Bürgermeister bis Sonntag nur per Brief wählen. Die Gefahr von vielen ungültigen Stimmen ist da groß: Was bei der Wahl zu beachten ist

18.30 Uhr: Auch Einkaufen in Görlitz ist jetzt ein ganz neues Erlebnis - mit neuen Regeln. Welche Herausforderungen das für Kunden wie Personal birgt.

18 Uhr: 2.000 Blutkonserven werden in Sachsen täglich gebraucht. Corona aber macht auch den Spendern Angst. Grund genug, sich jetzt mutig zu zeigen - ein Blutspende-Selbstversuch.

17.15 Uhr: "Na klar habe ich Angst, mich anzustecken" sagt Krankenpfleger André Wolff. Er arbeitet beim DRK-Blutspendedienst in Ostsachsen. In diesen Tagen sind er und seine Kollegen bis an die Belastungsgrenze gefordert.

17 Uhr: Feiern kann man absagen. Hochzeiten lassen sich verschieben. „Das Sterben lässt sich nicht aufhalten“, sagt Evelin Mühle, Leiterin des Städtischen Friedhofes Görlitz. Auch hier gelten jetzt neue Regeln. So dürfen beispielsweise nur noch 15 Personen an einer Beerdigung teilnehmen. Wie schwierig der Spagat zwischen Trösten und Abstand ist. 

16.30 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden haben Beamte in den Landkreisen Bautzen und Görlitz 45 Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet. Neben zahlreichen Platzverweisen lösten die Polizisten auch einige private Feiern auf wie in Zittau.

16.15 Uhr: Die Kirchgemeinde Großschönau-Waltersdorf bietet ihre Gottesdienste nun im Internet an. Die aktuellen sind jeweils am Sonntag ab 10 Uhr bei Youtube abrufbar. Die Gemeinde freue sich, den Gottesdienst gemeinsam zu feiern und so die Gemeinschaft und den Glauben auch über die Grenzen der eigenen Häuser und Wohnungen hinaus zu stärken, heißt es in einer Mitteilung.

16 Uhr: Der Spatenstich für das neue Medizinische Versorgungszentrum von Dr. Katarina Varga in Seifhennersdorf hat wegen Corona virtuell stattfinden müssen. Via Internet meldeten sich alle am Bau Beteiligten zu Wort.

15 Uhr:  In der Region Zgorzelec sinkt die Zahl der unter Quarantäne stehenden Personen kontinuierlich. Momentan betrifft das noch 83 Personen (Tag zuvor 103). Bei 107 (115) liegt hingegen die Zahl derjenigen, die epidemiologisch überwacht werden. Das teilt das Onlineportal bogatynia.info.pl mit. Wegen des Verdachts einer Infektion befinden sich zwei Personen im Krankenhaus. Es gibt einen bestätigten Corona-Fall. 

14.30 Uhr: Der Görlitzer Waggonbauer Bombardier sagt seinen "Tag der offenen Ausbildung" ab, der für den 28. März geplant war. "Das ist sehr bedauerlich, weil wir bereits jetzt Auszubildende für das am 1. September 2020 startende Ausbildungsjahr suchen", so das Unternehmen. Infos zur Ausbildung als Konstruktionsmechaniker, Fachkraft für Metalltechnik und Fahrzeuglackierer finden Interessierte auf der Bombardier-Website; Fragen dazu gehen an [email protected] und [email protected].

14.15 Uhr: Für 100.000 Euro können im Klinikum Görlitz nun vier Langzeit-Beatmungsgeräte zusätzlich angeschafft werden. Möglich macht das eine Entscheidung des Stadtrates am Donnerstagabend.

14 Uhr: Die Zustellung der Deutschen Post im Landkreis Görlitz läuft mit einigen Veränderungen. Beispielsweise können Pakete ohne eigenhändige Unterschrift entgegen genommen werden.

13.15 Uhr: Wer verkürzt oder gar nicht mehr arbeiten darf, braucht Abwechslung - gerade mit Kindern. Die SZ hat Möglichkeiten zusammengestellt, von Klopapierbasteln bis Youtube-Singestunde.

13 Uhr: In Görlitz dünnen Stadt und Verkehrsbetriebe ab Montag die Fahrzeiten bei Bus und Straßenbahn aus. Dort gilt dann ein Sonderfahrplan. Handel und Gesundheitswesen sollen aber profitieren.

12.15 Uhr: Um die Tagesordnung der Stadtratssitzung am Donnerstag möglichst kurz zu halten und die Corona-Gefahr für die 21 anwesenden Räte zu verringern, hat der Görlitzer OB Octavian Ursu (CDU) gestern kurzfristig fünf Beschlussvorlagen von der Tagesordnung des Stadtrats genommen.

12 Uhr: Bürgermeister Frank Peuker hält auch in Corona-Zeiten im Großschönauer Gemeindeamt die Stellung und kämpft um jeden Rest Normalität. "Das Leben muss sich doch auch unter den Bedingungen irgendwie weiterdrehen", sagt er.

11.30 Uhr: Bernstadt hat die ersten drei Infizierten und Gablenz seinen ersten Corona-Fall. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landkreises hervor. Damit gibt es nun 59 Betroffene. Darunter gelten bereits sechs Personen als wieder geheilt. In Quarantäne befinden sich 224. Bei vier Infizierten ist ein Krankenhaus-Aufenthalt nötig, eine Person wird intensivmedizinisch betreut. Am Mittwoch gab's den ersten Todesfall.

11 Uhr: Das DRK in Löbau sucht Material zum Nähen von Mundschutz. Gesucht werden  Bett- und Tischwäsche, weißes Schrägband, Gummilitze und Basteldraht. Abgegeben werden können die Spenden auf der Äußeren Zittauer Straße 47a, von Montag bis Donnerstag, 7 bis 16 Uhr, am Freitag, 7 bis 13 Uhr. "Wir bedanken uns bei allen bisherigen Spendern herzlich und freuen uns, wenn Materialspenden eingehen", sagt Geschäftsführerin Silke Seeliger.

10.30 Uhr: Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft in Niesky hat von der Corona-Krise betroffenen Gewerbetreibenden angeboten, Mieten auszusetzen beziehungsweise zu stunden. "Wir lassen keinen allein", sagt Geschäftsführer Jörg Kalbas. Das städtische Unternehmen vermietet rund 80 Gewerbeeinheiten in und um Niesky. 

10.15 Uhr: Die Industrie- und Handelskammern verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Das teilt Geschäftsführer Lars Fiehler mit. Bis einschließlich Mai finden auch keine Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt.

10 Uhr: Das trinationale Neiße-Filmfestival im Mai fällt aus. Darüber informiert die Leitung. Aber ganz entfallen soll die 17. Ausgabe dann doch nicht.

9.45 Uhr: Die Region Liberec (Reichenberg) hat am Donnerstag den höchsten Anstieg neuer Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Demnach haben sich zwölf Personen angesteckt. Insgesamt sind nun 34 bestätigte Corona-Fälle bekannt. Die meisten stammen aus Liberec (15), gefolgt von Jablonec und Semily (je 9) und Ceska Lipa (1). Landesweit liegt die Zahl der Infizierten bei 1.775, zehn gelten als geheilt, sechs sind verstorben. Insgesamt wurden 26.698 Tests durchgeführt, davon 569  in der Region Liberec.

9.30 Uhr: Die am Gründonnerstag (9. April) in der Nikolaikirche Löbau und am Karfreitag (10. April) in der Johanniskirche Zittau geplanten Aufführungen der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach entfallen. "Allen Beteiligten danken wir ganz herzlich für alle Vorbereitungen der Konzerte", teilt Kirchenmusikdirektor Christian Kühne mit.

9 Uhr: Der Toom-Baumarkt in Zittau ist wieder montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet - aber nur für Handwerker mit entsprechendem Nachweis. Das teilt die Leitung mit. So werden Produkte rund um sicherheitsrelevante Maßnahmen sowie Reparaturen und die Versorgung mit Brennstoffen und Gas angeboten. Sicherheitspersonal regelt den Zugang, für Mitarbeiter gelten strikte Hygieneregeln. Privatkunden können ihre Lieferung ab Montag telefonisch oder online aufgeben. Toom liefert Bestellungen an die Haustür, die kontaktlos bezahlt werden kann.

8 Uhr: Die Arbeitsagentur Bautzen hat Hinweise zur Kurzarbeit erarbeitet. Sie gibt einen Überblick, wie diese angezeigt, beantragt und abgerechnet wird und welche Fristen zu beachten sind.

7.30 Uhr: Die Görlitzer Malteser haben der Pfarrgemeinde St. Wenzeslaus in Sluknov geholfen und brachten Material zum Nähen für Atemschutzmasken.

7.15 Uhr: Zwei Schülerinnen am Löbauer Gymnasium haben eine Hilfsaktion für Görlitzer Senioren gestartet. Sie wollen bei einigen Alltagsaufgaben helfen.

7 Uhr: Weil die Lokale schließen mussten, bieten einige Gastronomen aus Löbau-Zittau einen Abhol- und Lieferservice. Einen Überblick über Essens-Anbieter im Süden des Landkreises hat die SZ zusammengestellt. Ergänzungen gehen an [email protected].

6.30 Uhr: Hunderte Polen müssen in den kommenden Wochen in Görlitz bleiben. An Angeboten mangelt es kaum. "Die Zahl der Unterkünfte übersteigt die Zahl der Suchenden bei Weitem", sagt beispielsweise Landkreis-Sprecherin Franziska Glaubitz.

6 Uhr: Im Raum Görlitz-Niesky hat manche Praxis ganz geschlossen, anderswo werden die Patienten jetzt einzeln bestellt. 

Das passierte am 26. März

19.30 Uhr: Wieder Stau auf der A4 wegen Grenzkontrollen - am Tunnel Königshainer Berge machen Polizisten eine Blockabfertigung. Auch in Görlitz an der Stadtbrücke staut es sich.

19.15 Uhr: Wegen Corona konnten sich die Räte heute nicht im Rathaus treffen: Wie der Görlitzer Stadtrat in der Krise tagt.

19 Uhr: Liberec startet die Masken-Massenproduktion. Bereits heute werden die ersten 100.000 Stück hergestellt - aber zunächst nur für bestimmte Berufsfelder.

18.45 Uhr: Die Polizei ertappt Feierende und löst eine Geburtstagsparty auf. Jugendliche waren grölend und trinkend auf der Straße in Görlitz unterwegs. Nur einer von vielen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

18.15 Uhr: Die plötzliche Absage des Wochenmarkts traf Blumenhändler Lothar Franke hart. Doch mit dem Engagement einiger Bürger hatte er nicht gerechnet. Die Görlitzer helfen ihrem Rosenmann.

18 Uhr: Nach den tschechischen Pendlern fehlen den Unternehmen im Raum Zittau-Löbau nun auch die Polen, denn die machen die Grenze dicht. Für diese Mitarbeiter gibt es oft nur eine Option.

17 Uhr: Ein Tscheche wäre mit Kind und Kegel beinah illegal umgezogen, um in Oderwitz zu arbeiten. Weil die Kollegen sogar die Kanzlerin ins Boot holten, kam es anders: Wie Corona fast eine Arzt-Familie trennt.

16.40 Uhr: Der Osterhasentag der Werbegemeinschaft Löbau fällt in diesem Jahr aus. Zudem weist die Werbegemeinschaft darauf hin, dass die IHK Dresden unter der Nummer 0351/2802800 und unter [email protected] alle Fragen zum Thema Corona und Unterstützungsmöglichkeiten beantwortet.

16.10 Uhr: Das Rathaus kommt den Bürgern in der Corona-Krise in einem weiteren Punkt entgegen: Die Görlitzer müssen keine Kita-Beiträge bezahlen.

16 Uhr: Ob Dienstpläne, Infektions-Stationen oder Schutzausrüstung - im Klinikum Oberlausitzer Bergland ist das Personal auf einen Corona-Fall eingestellt. Die ausländischen Mitarbeiter seien trotz der sich fast täglich ändernden Einreisebedingungen extrem bemüht, ihren beruflichen Verpflichtungen nachzukommen, berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Grahlemann.

15.45 Uhr: In der Stadt Zittau sind ab sofort Lager- und Traditionsfeuer verboten. "Aus Gründen des Infektionsschutzes müssen solche Veranstaltungen vermieden werden", heißt es zur Begründung. Davon ausgenommen sind Koch- und Grillfeuer in handelsüblichen Geräten oder befestigten Feuerstätten mit einem Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern. Diese dürfen nur alleine oder mit Angehörigen aus demselben Haushalt abgehalten werden. 

15 Uhr: Wer kann einkaufen gehen? Solche Hilfsangebote gibt es in der Corona-Krise viele. Die, die es nutzen, sind eher wenige, sagt Manuela Thomas, Geschäftsführerin des Sozialen Netzwerks Lausitz.

14.45 Uhr: Die Stadt Zittau hat alle Großveranstaltungen bis 1. Juni abgesagt. Davon betroffen ist unter anderem das am 20. Mai geplante Spectaculum Citaviae. "Es ist traurig, dass wir diesen Schritt gehen mussten, doch bei den meisten Veranstaltungen sind im Moment weder gesicherte Vertragslagen noch notwendige Vorbereitungen abzusichern," erklärt OB Thomas Zenker (Zkm). Der Weinau-Verein plant hingegen zunächst weiter und wird die Veranstaltung "Weinau aktiv" je nach Lage gegebenenfalls kurzfristig streichen.

14 Uhr: Die Behörden haben mittlerweile drei von fünf Wreesmann-Filialen im Landkreis Görlitz geschlossen. Die Verunsicherung bei den Mitarbeitern ist groß.

13 Uhr: Der für den 3. April 2020 geplante Präsentationstermin zum Grenzland-Haus Seifhennersdorf musste abgesagt werden. Die Bauarbeiten gehen aber planmäßig weiter

12.30 Uhr: Wie Corona die Sicherheitsdienste fordert: Vor Supermärkten sind derzeit starke Männer gefragt. Doch aggressive Rentner machen ihnen dort das Leben schwer.

12 Uhr: Der Landkreis Görlitz hat den ersten Corona-Toten. Er kommt aus Krauschwitz. In der Gemeinde sind mit 10 auch die meisten neuen Fälle aufgetreten, die mit nun insgesamt 15 Infizierten auch den Spitzenplatz einnimmt. Das geht aus der aktuellen Amts-Statistik hervor. Erstmals tauchen darin Rothenburg (3), Mücka, Rietschen, Kodersdorf und Boxberg (je 1) auf. Zwei neue Fälle gibt's in Niesky (3 gesamt), einen in Ebersbach-Neugersdorf (2 gesamt). Die Zahl der Infizierten im Landkreis ist damit innerhalb eines Tages von 33 auf 53 gestiegen, darunter 32 Frauen und 21 Männer. Vier Infizierte liegen im Krankenhaus, sechs gelten als geheilt. Es gibt 224 Verdachtsfälle.

11.30 Uhr: Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde haben weitere Veranstaltungen abgesagt. So sind die Osterrundfahrten durch die frühlingshafte Oberlausitz am 10. April (Karfreitag) sowie die Veranstaltung am 18. und 19. April "Mit Giesl-Sound zum Dampfloktreffen nach Dresden" gestrichen, teilt der Verein auf seiner Facebook-Seite mit.

11 Uhr: Die Corona Hilfe Löbau hat einem Rentner-Paar aus der Stadt helfen können. Der Einkauf fiel ihm die letzte Zeit aufgrund von Vorerkrankungen immer schwerer. Den übernahmen nun Ehrenamtliche.

10.30 Uhr: Mitarbeiter und Spieler des FC Slovan Liberec haben dem Krankenhaus ihrer Stadt 700.000 Kronen (rund 25.400 Euro) gespendet, das damit ein Lungenbeatmungsmaschine kaufen kann. Das meldet das Onlineportal drbna.cz. "Wir müssen unseren Ärzten im Kampf um Menschenleben helfen, damit wir dorthin zurückkehren können, wo wir hingehören, in die Fußballstadien", sagt Club-Präsident Zbynek Stiller.

10.15 Uhr: Zittaus Tankstellen verzeichnen höhere Umsätze. Die resultieren aber nicht allein aus den günstigen Spritpreisen. Auch die Schließungen der tschechischen und polnischen Grenzen sorgen für eine größere Nachfrage.

10 Uhr: In der Region Liberec (Reichenberg) ist die Zahl der Infizierten auf 22 gestiegen. Allein am Mittwoch kamen vier Fälle dazu. Darunter ist eine 20-jährige Frau aus Liberec, die vom Skifahren in Österreich und der Schweiz zurückkehrte. "Nach ihrer Rückkehr war sie in Quarantäne, sie hat einen leichten Krankheitsverlauf", sagt Zuzana Balasova von der Hygienestation dem Onlineportal drbna.cz. Getestet wurden 569 Personen in der Region. Mit neun stammen die meisten Fälle aus Liberec. In Tschechien gibt's 1.654 Infizierte, zehn Geheilte und sechs Tote. Insgesamt wurden 22.600 Tests durchgeführt. 

9 Uhr: Vor 388 Jahren gab es schon einmal eine Pandemie in der Lausitz. Die Pest forderte damals viele Opfer - trotz Vorsichtsmaßnahmen der Herrschenden. Eine Erinnerung daran steht in Petershain.

8.30 Uhr: Die Grundschule am Windmühlenweg in Görlitz-Königshufen soll trotz Corona wie geplant saniert werden. Drei Beschlüsse stehen diesen Donnerstag an: Neben der weiteren Planung ein Mietvertrag für das Ausweichobjekt an der Friedrich-Engels-Straße in Weinhübel und der Zuschlag für die Schülerbeförderung an ein Busunternehmen vergeben.

8 Uhr: Die Baufirmen in der Region haben die Arbeit größtenteils eingestellt. Die Chefs sehen sich außerstande, die Auflagen zu erfüllen - bis auf eine Ausnahme. Erst in der Vorwoche waren auch die Arbeiten für die Sanierung der Dorfstraße in Jauernick-Buschbach gestartet, jetzt ruhen sie auch dort.

7 Uhr: Erste Fachärzte in der Region Löbau-Zittau haben mangels OPs oder Terminen ihre Sprechzeiten gekappt. Jetzt nicht nötige Behandlungen werden auch verschoben.

6 Uhr: Der Görlitz Stadtrat berät heute ohne Besucher. Wenn die Mitglieder zustimmen, darf aber zumindest die Presse teilnehmen. Auch eine Übertragung im Internet wäre dann möglich.

Das passierte am 25. März

19.15 Uhr: Tschechien lässt Grenzpendler aus medizinischen und sozialen Berufen weiter ohne Einschränkungen pendeln. Das teilt das tschechische Innenministerium auf seiner Seite mit.

19 Uhr: Die Polizei ahndet weiter Verstöße gegen den Corona-Schutz. Die Beamten haben am Dienstag in den Kreisen Görlitz und Bautzen insgesamt 20 Strafanzeigen erstattet. Sie lösten Versammlungen und private Feiern auf.

18.15 Uhr: Ilka Geisler koordiniert Herrnhuts Hilfe und ist jetzt die Frau, die am Telefon auf alle Fragen und Sorgen eine Antwort weiß oder sucht. Eigentlich betreut sie Touristen.

18 Uhr: Die SZ hat eine Streife des Ordnungsamts zwei Stunden lang durch Görlitz begleitet. Und dabei Kulanz erlebt, aber auch Müll und Hundehalter: Wie das Ordnungsamt die Ausgangssperre prüft.

17.15 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat gestern festgelegt, dass ab sofort nur noch Personen mit Symptomen auf das Coronavirus getestet werden sollen, insbesondere solche, die zu einer Risikogruppe gehören. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet spielt dabei keine Rolle mehr. Ferner soll ein Test erfolgen, wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie gibt. "Diese Hinweise können ausschließlich durch einen Arzt erfasst werden", teilt der Landkreis Görlitz mit. Das Gesundheitsamt sei hierfür nicht ausgestattet, der erste Ansprechpartner bei dieser Gruppe ist der Hausarzt.

17 Uhr: Weil Schulen wegen der Pandemie geschlossen sind, wird dort jetzt das nachgeholt, was sonst zu kurz kommt. Techniker sind im Dauerstress. Einige Firmen freut es.

16.15 Uhr: Die städtische Wirtschaftsförderung der Europastadt Görlitz-Zgorzelec (EGZ) hat ein neues Internetangebot erstellt. Es richtet sich an Unternehmen, die von den Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise betroffen sind. Auf der Webseite www.goerlitz.de/corona-hilfe-unternehmen.html finden Unternehmer gebündelt Informationen zu Hilfsmaßnahmen von Stadt, Land und Bund. Für individuelle Fragen gibt es die Mailadresse [email protected], teilt EGZ-Sprecherin Anja Schließ mit.

16 Uhr: Der Verein Haus und Grund Zittau-Löbau kritisiert, dass es bisher keine Hilfen für Vermieter gibt. Viele hätten Kredite aufgenommen, um Mietwohnraum zu schaffen. Diese Kredite belasten sie oft ein ganzes Leben lang, sagt der Ortsvorsitzende Jörg Weber. Deshalb seien auch Hilfsangebote und Solidarität für Privatvermieter notwendig.

15.30 Uhr: Die Gemeinde Oderwitz wird für den April keine Hortbeiträge einziehen. Die momentane Situation sei für viele Eltern alles andere als einfach, die durch geschlossene Schulen und Kitas Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder finden müssen, heißt es. "Es ist uns wichtig, ein Zeichen zu setzen und den Eltern dafür zu danken, dass sie Verständnis zeigen und diese besondere Situation mittragen." 

15 Uhr: Ein Zittauer hat gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen. Die Bundespolizei stoppte ihn auf seiner Zugreise in Neugersdorf. 

14.30 Uhr: Der Haushaltsausschuss hat heute auf Antrag von CDU/CSU und SPD ein umfangreiches Paket zur Bewältigung der Corona-Pandemie beschlossen. Dazu werden in einem Nachtragshaushalt für 2020 Kreditaufnahmen von insgesamt 156 Milliarden Euro veranschlagt. 50 Milliarden Euro der zusätzlichen Mittel kommen dabei den für die Wirtschaftsregion in der Lausitz bedeutsamen kleinen Unternehmen und Selbständigen zugute, teilt Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter aus der Lausitz, mit.

14.15 Uhr: Die AOK Plus bietet für die Registrierung der Online-Filiale eine telefonische Freischaltung an. Voraussetzung ist, dass die Versicherten  eine Handynummer bei der Krankenkasse hinterlegt haben, teilt diese mit. Über die 0800/059000 werden sie für dieses Angebot freigeschaltet und erhalten einen Registrierungslink. Darüber können sie die weiteren Eingaben selbst vornehmen.

14 Uhr: Die Malteser haben nach ihrer Auskunft den Besuchs- und Hospiz-Dienst in Sachsen und damit Landkreis Görlitz umgestellt und nutzen jetzt verstärkt den telefonischen Kontakt. Die Schulbegleitung ist ausgesetzt. Wer den "Mobilen Einkaufswagen" nutzt, kann Bestellungen aufgeben und bekommt Lebensmittel und Hausbedarf unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften an die Wohnungstür geliefert. Dienste wie die Tafel, der Menüservice und Hausnotruf laufen gewohnt weiter.

13.30 Uhr: Der Landkreis Görlitz hilft Trägern des Gesundheitswesens bei der Suche nach Unterkünften für ihre tschechischen und polnischen Mitarbeiter, die vorerst in Deutschland bleiben wollen. "Um den Bedarf zu ermitteln, erfolgte heute eine Abfrage", berichtet das Landratsamt. Für die Vermittlung zu Unterbringungsmöglichkeiten steht das Bürgertelefon unter 03581/6635656 täglich von 8 bis 18 Uhr oder anfragen-[email protected] zur Verfügung.

13 Uhr: Nach Tschechien hat nun auch Polen angekündigt, die Grenzen ab Freitag für Berufspendler zu schließen. Dies ist eine Auswirkung der verschärften Verordnung des Gesundheitsministers, wie das Onlineportal bogatynia.info.pl mitteilt. Ab Freitag, 0 Uhr, wird nach dem Übertritt eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.  Wer gegen die Auflage verstößt, muss mit einer Geldstrafe von 30.000 Zloty (rund 6.800 Euro) rechnen.

12 Uhr: Zwei der gemeldeten Coronafälle im Landkreis Görlitz kommen aus dem Altenpflegeheim Martin-von-Tours-Haus. Dort gelten ab sofort erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

11 Uhr: Die Großschönauer Firma Damino hat einer Sechsjährigen geholfen, die an einer Muskelkrankheit leidet und zur Corona-Risiko-Gruppe gehört. Sie trägt nun einen Mundschutz.

10.45 Uhr: Die Aufführung von "De Nubbern" im Zittauer Theater am 3. Mai fällt aus. "Eintrittskarten können dort zurückgegeben werden", teilt der Verein mit. Grund ist, dass das Theater bis Ende Mai seinen Spielbetrieb eingestellt hat. Für die ausgefallenen Veranstaltungen von "De Nubbern" im März nimmt nur noch das Kaufhaus Bergmann die Tickets zurück, da die Touristinformation Waltersdorf und das CD Studio Zittau geschlossen sind. Notfalls können die Karten unter Angabe der Kontodaten an Christine Glathe, Straße der Jugend 81, 02779 Großschönau, gesendet werden. 

10.30 Uhr: Neusalza-Spremberg hat den ersten Corona-Fall. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landkreises Görlitz hervor. Zwei neue Infizierte gibt's auch in Weißwasser, wodurch sich die Zahl in der Stadt auf fünf erhöht. Mit sieben Fällen ist immer noch Görlitz führend. Im gesamten Landkreis liegt die Zahl der Infizierten nun bei 33. Drei davon werden im Krankenhaus behandelt, sechs gelten inzwischen als geheilt. Es gibt zudem 190 begründete Verdachtsfälle. 

10.15 Uhr: Weil das Görlitzer Theater geschlossen hat, werden Gastspiele verschoben. So ist die Produktion "Yesterday-Performed by the London West End Beatles" vom 29. März auf den 29. Dezember um 19.30 Uhr verlegt,  "Super Abba" vom 19. April auf den 7. März 2021 um 19 Uhr. "Die erworbenen Eintrittskarten für beide Vorstellungen behalten ihre Gültigkeit und damit auch der Platzanspruch", teilt die Concert & Eventagentur Platner GmbH Görlitz mit. 

10 Uhr: Die Stadt Löbau stellt Eltern die Kita- und Elternbeiträge einschließlich der Gruppen- und Getränkegelder für  April nicht in Rechnung, informiert sie. Somit erfolgt kein Lastschrifteinzug, Eltern sollen ihren Dauerauftrag für den Monat auszusetzen. "Vorläufig werden die fehlenden Einnahmen durch die Stadt Löbau ausgeglichen". Der Freistaat habe sich bereiterklärt, für fehlende Beiträge aufzukommen.

9.30 Uhr: Das Tourismuszentrum Zittauer Gebirge bietet Angebote für Unterkünfte für Berufspendler in Medizin, Pflege und dazugehörigen Berufen, die ab Donnerstag von der Grenzschließung nach Tschechien betroffen sind. "Bettenkapazitäten sind aufgrund des stillgelegten Tourismus ausreichend verfügbar", berichtet Gloria Heymann, Amtsleiterin für Wirtschaft, Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit. Betroffene erhalten Auskunft unter 03583/7976400 oder [email protected]

9 Uhr: In der Region Liberec gibt es bereits 18 bestätigte Corona-Fälle. Aufgrund eines der letzten Patienten mussten alle Senioren und Mitarbeiter eines Altersheims in Cesky Dub getestet werden. Dort hatte sich ein Mitarbeiter infiziert. Aber alle Tests waren negativ, berichtet das Onlineportal drbna.cz. Bisher haben sich im Land 1.394 Menschen mit dem Virus infiziert, die meisten davon in Prag.

8 Uhr: Nach der Corona-Infektion einer Gymnasiastin in Zittau zeigen sich Menschen auf der Straße skeptisch. Eine häusliche Isolation sämtlicher Lehrkräfte oder Schüler sei aber nicht nötig, sagt das Landesamt für Schule und Bildung.

7 Uhr: Auch in Corona-Zeiten sind Hochzeiten noch möglich. Am Mittwoch haben sich beispielsweise Sandra und Rainer Cechlovsky in Görlitz das Ja-Wort gegeben - allein im Standesamt. 

6.30 Uhr: Der ASB Görlitz ruft auf, beim Notruf mögliche Symptome des Coronavirus' genau anzugeben. Der Grund: Der Rettungsdienst hat begrenzte Ressourcen, da darf keiner ausfallen.

6.15 Uhr: Görlitzer Experten geben Empfehlungen, wie die Haut trotz strenger Hygiene nicht leidet. Sie empfehlen beispielsweise ph-neutrale Pflegeprodukte. 

6 Uhr: Umzüge sind im Rahmen der Familienhilfe weiterhin zulässig. Darüber informiert das Landratsamt.  Freunde oder Bekannte dürfen also nicht mehr mit anpacken.

Das passierte am 24. März

20.30 Uhr: Die Tschechische Republik erteilt nun eine Ausnahmeregelung. Wer sein geparktes Auto in Prag abholen will, kann das tun, muss aber bestimmte Regeln einhalten.

20 Uhr: In vielen Firmen der Region arbeiten Kollegen aus Tschechien. Ab Donnerstag dürfen sie nicht mehr pendeln. Ein Werksleiter sagt, was das jetzt bedeutet und erklärt, wie Unternehmer um Mitarbeiter bangen.

19.15 Uhr: Ab sofort müssen alle Wochenmärkte schließen - auch der Görlitzer und Nieskyer.

19 Uhr: Jetzt lässt Tschechien auch Berufspendler nicht mehr rein und raus. Das stellt die medizinische Versorgung in der Region vor ein riesiges Problem: Ärzte dürfen nicht mehr über die Grenze.

18.20 Uhr: Zwei Patienten sind im Krankenhaus, einer sogar auf der Intensivstation. In Krauschwitz trifft der Virus ein Pflegeheim. Insgesamt ist es noch ein geringer Anstieg an Corona-Kranken im Landkreis Görlitz.

18 Uhr: Liberec setzt auf eigene Masken - Weil der Kauf auf Dauer zu teuer ist und Tschechien mit der Lieferung von Schutzmitteln nicht hinterher kommt, handelt die Region selbst. Mit Erfolg.

17 Uhr: "Was hier los war, geht auf keine Kuhhaut", sagt eine Kaufland-Mitarbeiterin. Die SZ erklärt, warum sie sich jetzt über die drastischen Sicherheits-Maßnahmen freut - und warum die 50-Jährige keine Corona-Heldin sein will.

16.45 Uhr: Ein Jugendlicher hat in Görlitz einen Supermarkt-Angestellten angespuckt. Dabei sagte er, dass der Mann nun auch Corona bekäme. Zudem ist die Polizei innerhalb der vergangenen 24 Stunden in den Kreisen Görlitz und Bautzen 28-mal ausgerückt, weil sich erneut Menschen nicht an die Allgemeinverfügung hielten.

16.30 Uhr: In der Region Zgorzelec befinden sich 158 Menschen in Quarantäne, 112 Personen werden epidemiologisch überwacht. Das teilt das Onlineportal bogatynia.info.pl mit. Wegen des Verdachts einer Infektion befinden sich zwei Personen im Krankenhaus. Es gibt einen bestätigten Corona-Fall.

16 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Liberec (Reichenberg) hat sich auf 16 erhöht. "In allen drei neuen Fällen handelt es sich um familiäre Kontakte zuvor diagnostizierter Patienten", sagt die regionale Gesundheitssprecherin Zuzana Balasova dem Onlineportal drbna.cz. Zwei Personen stammen aus Semily und eine aus Liberec. 

15 Uhr: Hinter dem ersten Corona-Fall aus Ebersbach-Neugersdorf steckt ein Mann. Er ist in einem Risikogebiet gewesen und nun nach Hause zurückgekehrt.

14.45 Uhr: Der Wochenmarkt der Stadt Löbau fällt bis 5. April aus. Das teilt diese auf ihrer Facebook-Seite mit. Grund sind die geltenden Ausgangsbeschränkungen. "Gerade auf Wochenmärkten steht zu befürchten, dass die gesteigerten Hygienevorschriften nicht wie in Supermärkten umgesetzt werden können", heißt es. 

14.30 Uhr: Die Brüdergemeine Herrnhut hat ein Sorgentelefon geschaltet. Unter 035873/30677 können sich Leute aus Stadt und Ortsteilen melden, die aufgrund der aktuellen Situation Hilfe benötigen. Das Telefon ist von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, besetzt. Die Mitarbeiter versuchen, die benötigte Hilfe zu vermitteln. "Es stehen Freiwillige bereit, die Einkäufe erledigen, Hunde ausführen, jemanden zum Arzt fahren können", heißt es. Auch Hilfe beim Einrichten von PC und Smartphone gebe es. Weitere Helfer können sich melden.

14 Uhr: In Beiersdorf bieten Gemeinde und Feuerwehr für Menschen über 65 Jahre oder einer Immunkrankheit an, den Wocheneinkauf oder sonstige Tätigkeiten in der Öffentlichkeit zu machen. "Wir gehören nicht zur Risikogruppe und können somit unter die Arme greifen, falls benötigt", teilt Bürgermeister Hagen Kettmann mit. Wer Hilfe braucht, meldet sich unter 01520/3903408.

13 Uhr: Wer den geschlossenen Filmpalästen in Görlitz und Zittau finanziell helfen will, kann dies auf der Internetseite hilfdeinemkino.de tun. Dort kann jeder freiwillig Werbung schauen. "Es kostet nichts, nur ein paar Minuten zusehen, uns hilft es ein wenig", schreiben die Betreiber auf ihren Facebook-Seiten. 

12.30 Uhr: Weil das Barockhaus Neißstraße in Görlitz zu hat, gibt's nun einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellungen.

12.15 Uhr: Das Kundenbüro der Stadtwerke in Görlitz bleibt nun komplett geschlossen. "Barein- und auszahlungen am Kassenautomat sind nicht mehr möglich", teilt Sprecherin Belinda Brüchner mit. Kunden sollen Überweisungen oder Lastschriftverfahren nutzen. Die Büros in Zgorzelec, Ostritz und Rothenburg sind bereits zu.

12 Uhr: Der evangelisch-lutherische Kirchenbezirk Löbau-Zittau ist in Zeiten von Corona weiter zu erreichen, aber nur digital. "Unsere einzige Möglichkeit ist momentan, mit den Menschen über E-Mail, Telefon, Skype, Zoom im Gespräch zu sein", sagt Superintendentin Antje Pech im SZ-Interview.

11.45 Uhr: Wegen Corona wollen der Landkreis Görlitz und die Stadt Görlitz auf Geschwindigkeitsmessungen verzichten. Das teilen die Behörden mit.

11.30 Uhr: Bis zunächst 5. April wird in Zittau kein Wochenmarkt mehr stattfinden. Darüber informiert die Stadt auf ihrer Facebook-Seite. Demnach stellt ein Wochenmarkt eine nicht zulässige Menschenansammlung dar. "Daraus ergibt sich ein deutliche erhöhtes Infektionsrisiko", heißt es. "Hygieneauflagen und zutrittssteuernde Maßnahmen können nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden."

11.15 Uhr: Betriebe und Verwaltungen in der Region Görlitz lassen zunehmend von zu Hause aus arbeiten. Doch das funktioniert nicht überall.

11 Uhr: Im Jugendamt des Landkreises gehen derzeit täglich Meldungen über mögliche Kindeswohlgefährdungen ein - viel mehr als sonst - von Nachbarn, Bekannten oder anderen Familienangehörigen. Überforderte Eltern rufen auch selbst an und bitten um Hilfe. "Die Situation ist sehr ernst", sagt Amtsleiterin Elke Drewke. "Und wir nehmen sie auch sehr ernst."

10.45 Uhr: Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf hat auf ihrer Internetseite eine Übersicht von Abhol- und Lieferdiensten veröffentlicht. Das sind überwiegend Gaststätten und Imbisse. Gleiches bietet auch der Verein "Zittau - lebendige Stadt" an.

10.30 Uhr: In Tschechien ist heute ein zweiter Corona-Infizierter gestorben. Das teilt Gesundheitsminister Adam Vojtech auf seinem Twitter-Profil mit. Der Betroffene war ein 45-jähriger Mann, der an Krebs litt und im Krankenhaus in Havirov lag. Corona hätte seinen Zustand verschlechtert, die Organe aufgrund seiner fortgeschrittenen Tumorerkrankungen versagt, so Vojtech. Inzwischen gibt's 1.287 Infizierte, sieben gelten als geheilt. Am Sonntagabend starb ein 55-Jähriger im Prager Bulovka-Krankenhaus, der an anderen gesundheitlichen Problemen litt.

9.45 Uhr: Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf hat ihren ersten bestätigten Corona-Fall. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landkreises hervor. Auch in Krauschwitz ist ein fünfter Fall aufgetreten. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 30. Görlitz ist dabei mit sieben führend, wobei dort inzwischen ein zweiter Betroffener als geheilt gilt. Hinzu kommen 148 Verdachtsfälle. 

9 Uhr: Das 14. Netzwerktreffen der Stadtforen Mitteldeutschlands fällt aus. "Aus gegebenen Gründen", so Thomas Göttsberger vom Stadtforum Zittau, das es zum zweiten Mal veranstaltet hätte. Einmal jährlich treffen sich Vertreter, um sich auszutauschen, abzustimmen und sich über neue Entwicklungen im Denkmalbereich zu informieren. Ostsachsen ist mit Zittau und Görlitz vertreten.

8.30 Uhr: Die Region Liberec (Reichenberg) hat den 13. bestätigten Corona-Fall. Der Mann kommt aus der Stadt und war in Kontakt mit einer anderen infizierten Person aus einer anderen Gegend.  "Die Symptome sind mild, der Patient ist zu Hause isoliert", sagt die regionale Gesundheitssprecherin Zuzana Balasova dem Onlineportal drbna.cz. Nun wird geprüft, mit welchen Personen der Mann Kontakt hatte. Bis Montag, 18 Uhr, gab's in Tschechien 1.236 Fälle. Sieben Menschen konnten geheilt werden, einer starb bisher.

8 Uhr: Die öffentliche Impfsprechstunde des Gesundheitsamtes jeden Dienstag von 14 Uhr bis 17.30 Uhr entfällt bis auf Weiteres. Das teilt der Landkreis mit. Auch Pneumokokken-Impfungen werden nicht durchgeführt.

7.30 Uhr: Das Video des Klinikums Görlitz mit Oberarzt Mark Frank hat schon Millionen Menschen erreicht. Er zeigt darin eine Anleitung zum Basteln eines Schutzvisiers. Die ersten haben sie schon befolgt, wie die Scheinpflug Gesundheitsdienste.

7 Uhr: Corona trifft auch die Bauern und Gartenbauer im Landkreis. Ob zur Erdbeerernte genug Helfer kommen und wie Gärtnereien ihre Pflanzen an den Kunden bringen, ist derzeit noch unklar. Freiwillige können sic beispielsweise der Agrargenossenschaft Eibau melden.

6 Uhr: Görlitzer rufen heute, gegen 20 Uhr, zum großen gemeinsamen Applaudieren auf. Der Jubel gilt dabei allen Virologinnen, Supermarktkassierern und Krankenpflegerinnen, die in diesen Zeiten die Stellung und damit unser System am Laufen halten.

Das passierte am 23. März

20.30 Uhr: Die Görlitzer Geschäftsstelle der Industrie-und Handelskammer Dresden schließt ab morgen für den Besucherverkehr. Die Mitarbeiter sind weiter per Mail und Telefon erreichbar.

20.15 Uhr: Der Linienverkehr der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) und der Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO) im Landkreis Görlitz fahren seite heute nach Ferienfahrplänen. Auch der Sonderverkehr, der einzelne Schüler mit Taxen und Mietwagen fährt, wurde eingestellt. Ausnahmen gibt es dort, wo eine Notbetreuung an Förderschulen gebraucht wird.

20 Uhr: Die ersten Supermärkte beschränken den Einlass. Kunden sollen in Löbau/Zittau jetzt einzeln einkaufen, so der Wunsch von Discountern. Bei manchen gibt es sogar festgelegte Zahlen, wie viele hineindürfen.

19.15 Uhr: Tschechien schließt seine Grenzen nun auch für tägliche Berufspendler, sagte Innenminister Jan Hamacek in Prag. Wer also beispielsweise in Liberec wohnt und in Zittau arbeitet, muss entweder von Tschechien aus im Homeoffice arbeiten oder sich in Deutschland eine Unterkunft für mehrere Wochen suchen. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben.

19 Uhr: Damino näht jetzt Mundschutz: Der Großschönauer Textilbetrieb hat seine Produktion umgestellt und kann sich vor Aufträgen kaum retten. Und die kommen nicht nur aus Deutschland.

18 Uhr: Die Stadt Löbau informiert, dass sie die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen kontrolliert. Die Kontrollen betreffen neben Stadtgebiet und Ortsteilen auch Lawalde, Rosenbach und Großschweidnitz und dauern bis 5. April an. Als Kontrollfahrzeuge dienen Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr.

17 Uhr: Tausende Corona-Tests in Görlitz: Die Situation im Labor auf der Cottbuser Straße ist angespannt – zumal Coronavirus-Nachweise nicht das Einzige sind.

16.45 Uhr: Trotz Verbot: Fast 30 Personen versammeln sich von Sonnabend bis Montagmittag im Landkreis Görlitz. In neun Fällen muss die Polizei einschreiten. Auch ein Blumenhändler, der geöffnet hatte, wurde sanktioniert.

16.30 Uhr: Der Tierpark Zittau hat geschlossen. Demnach sind sowohl die Treffen der Arbeitsgemeinschaft als auch der nächsten Seniorennachmittag am 3. April abgesagt. bevor danach der nächste Termin ansteht, sollen sich Betroffen unter 03583/5156997 erkundigen. "Sobald der Tierpark wieder öffnen darf, werden wir auch versuchen, zum Normalbetrieb überzugehen und freuen uns, wenn dann alle gesund und munter wieder mit von der Partie sind", teilt Doris Schwetz vom Tierpark-Verein mit.

16 Uhr: Die Zahl der Coronafälle im Landkreis Görlitz ist auf 29 gestiegen. Damit hat sie sich übers Wochenende um eins erhöht. Bei 138 statt bisher 121 weiteren Einwohnern besteht der begründete Verdacht auf eine Infektion.  Von den Infizierten sind 15 männlich, 14 weiblich. Mit sieben leben die meisten in Görlitz, vier in Krauschwitz, je drei in Oppach, Zittau und Weißwasser. Vier gelten inzwischen als geheilt. 

15.15 Uhr: Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien beschränkt ihre Service- und Öffnungszeit in den Filialen Görlitz, Niesky und Weißwasser auf 9 bis 12 Uhr in der Woche. Beratungsgespräche gibt es nur noch nach Termin, heißt es. Die Geldautomaten bleiben rund um die Uhr für Kunden erreichbar.

15 Uhr: Das plötzliche Eishockey-Saison-Aus für die Lausitzer Füchse verursacht einen Schaden von 150.000 Euro. Das berichtet Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Der Verein bietet nun Karten für ein Geisterspiel gegen den "Erzrivalen" an, zum symbolträchtigen Eintrittspreis von 19,32 Euro (1932 begann die Geschichte des Eishockeys in Weißwasser). Als Ziel haben die Füchse 5.950 Karten ausgegeben, was den mindestens zwei entgangenen Heimspielen entspricht. 

14.45 Uhr: Die Abgabe von Unterlagen zur Bürgermeisterwahl in Oderwitz ist von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen. Darauf weist die Gemeinde hin. So können die Wahlunterlagen in die Briefkästen der Verwaltung an der Straße der Republik 54 oder am Wetterkabinett an der Hintere Dorfstraße 15 eingeworfen werden. Am Sonntag wählen die Oderwitzer einen neuen Bürgermeister, vier Kandidaten stehen zur Wahl

14 Uhr: Die tschechische Polizei hat am Sonntag keinen Verkehrsunfall in der Region Liberec registriert. Wie Dagmar Sochorová dem Onlineportal drbna.cz mitteilt, geschah so etwas zumindest in diesem Jahrtausend zum ersten Mal. Das hängt mit den geltenden Beschränkungen zusammen, denn seit Einführung des Notstands am 12. März ist weniger Verkehr auf den Straßen.  Am Sonntag gab es auch in der Region Karlsbad keinen Unfall, in vier anderen Regionen hat sich die Polizei mit einem befasst.

13.45 Uhr: Die VHS Görlitz will ihr Online-Lernprogramm erweitern, so Sprecherin Christiane Schmidt. Beispielsweise widmet sich Felicitas Wilke am 29. März der Frage, wie gefährlich die Corona-Krise für die Wirtschaft ist. Die Online-Vorträge können kostenfrei angesehen werden; Interessierte müssen sich aber anmelden unter Tel.: 03581 420980, unter www.vhs-goerlitz.de oder auf der Facebook-Seite der VHS Görlitz.

13 Uhr: Die Sprechzeiten der städtischen Friedhofsverwaltung in Görlitz sind aufgehoben. Nur aktuelle Sterbefälle bekommen nach Abstimmung einen Termin im Büro. Trauerfeiern werden auf 15 Personen begrenzt. 

12.45 Uhr: Die "Freunde des Zittauer Theaters" teilen mit, dass die für Mittwoch geplante Mitgliederversammlung des Vereins aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt ist. Der Vorstand wird zu einem späteren Termin erneut einladen.

12 Uhr: Die Oberlausitzer Energieversorger haben ihre Kundenbüros geschlossen und verstärkte Hygienevorschriften. Doch bei der Lieferung von Strom, Gas und Wasser gibt es keine Einschränkungen

11 Uhr: Der Findlingspark Nochten hat ab sofort geschlossen. "Wir wollen unsere Besucher und unsere Mitarbeiter keinem Gesundheitsrisiko aussetzen", teilt Simone Beyer vom Förderverein mit. Der große Malwettbewerb geht aber weiter: Gesucht wird ein Porträt des Osterhasen auf A4-Format. Die Prämierung erfolgt in drei Altersgruppen – von drei bis fünf, sechs bis acht und neun bis zwölf Jahren. Kunstwerke gehen unter dem Kennwort Osterhase an den Findlingspark Nochten e.V., Parkstraße 7 in 02943 Boxberg. Zu gewinnen gibt's Tagestickets für verschiedene Freizeiteinrichtungen der Region. 

10.30 Uhr: In der Region Zgorzelec befinden sich aktuell 209 Menschen in Quarantäne, 111 Personen werden epidemiologisch überwacht. Das teilt das Onlineportal bogatynia.info.pl. mit. Wegen des Verdachts einer Infektion befindet sich eine Person im Krankenhaus. Es gibt einen bestätigten Corona-Fall.

10 Uhr: Das Semester an der Hochschule Zittau/Görlitz ist trotz Corona nahezu planmäßig angelaufen - auch wenn der Hörsaal für Studenten und Professoren jetzt ein Chat-Raum im Internet ist. "Es läuft wirklich super", versichert der neue Rektor Alexander Kratzsch. "Wir werden aus der Situation jetzt alle viel lernen."

9 Uhr: Tschechien hat seinen ersten Corona-Toten. Ein 95-jähriger Mann starb im Prager Krankenhaus. Er litt unter einer Reihe von Vorerkrankungen am Herzen. Todesursache war ein völlig erschöpfter Organismus. "Leider mussten wir auch damit rechnen", sagt Gesundheitsminister Adam Vojtech. 

In der Region Liberec (Reichenberg) gibt's bereits zwölf bestätigte Corona-Fälle. Jüngster ist eine Frau, die im Urlaub in der Dominikanischen Republik war. Einen Tag zuvor erhielt ihr Partner einen positiven Befund. Landesweit gibt es 1.120 Infizierte und sechs geheilte Personen. Insgesamt wurden 15.584 Tests durchgeführt. 

Update, 23. März, 18.52 Uhr: In einer früheren Version dieses Textes haben wir fälschlicherweise berichtet, dass der verstorbene Tscheche 55 Jahre alt war. Das haben wir korrigiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

8 Uhr: In der Region Liberec sind inzwischen fünf Werkstätten entstanden, die Schutzmasken aus Nanomaterial nähen. Über 8.000 Masken konnten schon produziert werden. Die Liberecer Chemiefabrik Severochema stellte in der vergangenen Woche 36.000 Liter Desinfektionsmittel her. Bis Dienstag gilt in Tschechien vorerst eine Ausgangssperre.

7.30 Uhr: Die Tagespflegen in der Region sind geschlossen. Doch sie wollen unterschiedliche Wege gehen, um ihre Einrichtungen in dieser schwierigen Zeit zu nutzen.

7 Uhr: Die Pflegeheime in Görlitz und Niesky schotten sich ab, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Besuche von Angehörigen sind damit so gut wie nicht mehr möglich.

6 Uhr: Die Sanierung der Amalienstraße in Zittau sollte nächste Woche beginnen. Nun müssen die Anwohner weiter warten - wegen Corona. 

Das passierte am 22. März:

20 Uhr: Musiker aus der ganzen Welt trotzten heute Abend dem Virus. In der ganzen Republik erklang die "Ode an die Freude" aus Beethovens Neunter Sinfonie. Auch die Blaskapelle der FFW Berthelsdorf war mit dabei, ob singend oder musizierend.

19.45 Uhr: Unser Segelstützpunkt am Berzdorfer See bleibt bis 20. April wegen der Corona-Pandemie geschlossen, teilt  der Verein mit

19 Uhr: Das Städtische Klinikum Görlitz hat mit Empörung auf den jetzt veröffentlichten Entwurf der Bundesregierung zur Versorgung von Covid-19-Patienten und den eigentlich erwarteten Rettungsschirm für Krankenhäuser reagiert. "Dieser Gesetzesentwurf ist ein Schlag ins Gesicht der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeiter", so Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, das sie der SZ zur Verfügung stellte. "Wir alle haben an das Versprechen des Bundesgesundheitsministers geglaubt, dass gerade und vor allem die Krankenhäuser aus dieser Ausnahmesituation weitestgehend unbeschadet herauskommen werden."

Das Klinikum hat ihren Angaben zufolge alle möglichen Vorbereitungen getroffen, um Covid-19-Patienten behandeln zu können - ohne Rücksicht auf die finanziellen Auswirkungen. "Wir sind als Krankenhaus unserem Auftrag und unserer Verantwortung nachgekommen", so die Geschäftsführerin. "Doch nach dem Lesen des Gesetzesentwurfes und den noch in den Vormittagsstunden gemachten Nachbesserungen, macht sich das Gefühl breit, dass wir im Regen stehen gelassen werden. Die Nachbesserungen sind unzureichend." Die Krankenhäuser müssten trotz erheblicher Erlösausfälle ihre Mitarbeiter bezahlen. "Wir sind maßlos enttäuscht", so Ulrike Holtzsch. "Es braucht jetzt ein Gesetz, das wirklich hilft und keines, das die Krankenhäuser auf eine irrwitzige finanzielle Talfahrt schickt."

18.45 Uhr: Die Hochschul-Mensen in Görlitz und Zittau sind geschlossen, teilt das Studentenwerk Dresden mit. Auch finden ab sofort keine persönlichen Beratungen und und Sprechzeiten für Studenten mehr statt. So geht es mit dem BaföG weiter.

18.30 Uhr: Nach neuen Vorgaben des Bundesfinanzministeriums passt die Stadt Zittau ihre Regeln für die Stundungen von Gewerbesteuern an. Dafür definiert die Stadt einer Mitteilung zufolge diese Regeln (Auszug): 

  • Steuerpflichtigen wird die Möglichkeit eingeräumt, die Gewerbesteuer zinslos stunden zu lassen. Dafür genügt ein formloser Antrag (an Stadtverwaltung Zittau, Amt für Finanzen, Markt 1, 02763 Zittau) mit einer einfachen Begründung.
  • Die zinslose Stundung wird nach kurzem Prüfungsverfahren für Forderungen bis 25.000 Euro vorerst höchstens bis 31. Juli gewährt. Anträge auf zinslose Stundung bei Forderungen über 25.000 Euro werden entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Zittau im Verwaltungs- und Finanzausschuss beziehungsweise im Stadtrat beschlossen und durch das Amt für Finanzwesen beschieden.
  • Alle ab 15. März ausstehenden Gewerbesteuerzahlungen werden vorerst nicht gemahnt oder beigetrieben, wenn dazu eine plausible schriftliche Begründung (Fax oder E-Mail an finanz[email protected]) vorliegt 

18.15 Uhr: Gerüchte, nach denen die Grenze zu Tschechien mindestens ein halbes Jahr lang geschlossen bleiben sollen, tritt der Chef des Zentralen Krisenstabs, Roman Prymula, entgegen. Wie lange die Grenze zu sein wird, hängt seiner Aussage nach davon ab, wie die Corona-Lage ist. „So weit wir sehen, dass die Situation schlecht ist, werden wir beim jetzigen Modus bleiben“, sagte er heute im Tschechischen Fernsehen (ČTV). Die Beschränkungen an der Grenze könnten bei unveränderter Lage auch ein bis zwei Jahre dauern. 

18 Uhr: Auch in Hirschfelde, Drausendorf, Rosenthal, Wittgendorf und Dittelsdorf gibt es jetzt eine Gruppe Freiwilliger, die Senioren und anderen Hochrisikogruppen helfen.

17.45 Uhr: Da die Abstandsmarkierungen allein nicht ausgereicht haben, sollen nun Säcke dafür sorgen, dass die Kunden ausreichend Abstand von der Frischetheke im Kaufland-Markt in Zittau-West halten.

Die Säcke vor der Kaufland-Theke in Zittau-West.
Die Säcke vor der Kaufland-Theke in Zittau-West. ©  privat

17.30 Uhr: Ab Montag haben auch die SZ-Treffpunkte in Zittau und Görlitz geschlossen. "Wir sind telefonisch in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zu erreichen", teilte die Geschäftsführung mit. "Danach nur per Nachricht auf dem Anrufbeantworter und per E-Mail." Telefon und E-Mail SZ-Treffpunkt Zittau: 03583/77555870 und [email protected], SZ-Treffpunkt Görlitz:  03581/47105270 und [email protected].

17 Uhr:  Am Sonntag mussten auch die Restaurants schließen. Außer-Haus-Verkauf und Lieferservice bleiben erlaubt. Vielen macht vor allem die Ungewissheit zu schaffen.  Drei Betroffene in Görlitz - eine Café-Betreiberin, ein Bar-Besitzer und eine Hotelleiterin - erzählen, wie es ihnen jetzt geht und was sie jetzt machen. 

16 Uhr: Im ersten Zittauer Corona-Fall einer jungen Mutter ist nun auch die Tochter infiziert. Außerdem ist der Ehemann der 31-Jährigen betroffen. Das Weise-Gymnasium, das das Mädchen besucht, bittet alle Schüler, sich in Quarantäne zu begeben.

15.30 Uhr: Pfleger, Retter, Gastronomen: Görlitzer bringen Tafel Essen. Die Leiterin der Einrichtung würde sie gerne wieder öffnen. Genug Lebensmittel-Spenden wären da. Dafür haben viele gesorgt.

15.15 Uhr: Der Gewerbe- und Tourismusverein "Zittau - lebendige Stadt" bietet seinen Mitgliedern Hilfe und Kunden eine Liste mit geöffneten Geschäften samt deren Lieferangeboten an.

15 Uhr: Die evangelische Kirchgemeinde Großschönau ruft ihre Mitglieder wegen der Corona-Krise auf, wie die Mitglieder vieler katholischen Gemeinden, jeden Tag, 19 Uhr, eine Kerze ins Fenster zu stellen und ein Vaterunser zu beten. "Das ist ein schönes Zeichen und hilft uns, in Zeiten, wo wir keinen Gottesdienst feiern können, miteinander und mit Gott verbunden zu bleiben", heißt es.

14.45 Uhr: Vom Bistum Dresden-Meißen sind bis vorerst 17. April 2020 alle kirchlichen Veranstaltungen einschließlich der Gottesdienste abgesagt. Das teilte die katholische Gemeinde Leutersdorf mit.

14.30 Uhr: Der Verein "Görlitzer Oldtimer Parkeisenbahn" sagt wegen der Corona-Epidemie  diese Veranstaltungen ab: 

  • 2. Arbeitseinsatz am 04. April
  • Eröffnung der 45. Fahrsaison am 11. April (wird verschoben)
  • Fahrt zum Osterhasen am 12. April
  • Schienenmoped-Fahrtag am 13. April (wird verschoben)

Die Eröffnung der 45. Fahrsaison und die Fahrtage zu Ostern sowie geplante Sonderfahrten und Vermietungen unseres Vereinshauses und des Grillplatzes werden vorerst bis zum 20. April ausgesetzt. 

12.30 Uhr: Die Länderbahn mit ihrem Trilex auf den Strecken Dresden-Löbau-Görlitz, Dresden-Oberland-Zittau und Rybniste/Varnsdorf-Zittau-Liberec hat mit den Landkreisen Görlitz und Bautzen entschieden, das vollständige Fahrplanangebot so lange zu fahren, wie es irgend geht und die Anzahl der Fahrten nicht vorsorglich einzuschränken. "Solange wir ausreichend gesunde Mitarbeiter haben, die die Züge zuverlässig und sicher fahren können, werden wir das auch tun", sagt Wolfgang Pollety, Geschäftsführer der Länderbahn. Natürlich mit allen derzeit gebotenen Hygienemaßnahmen. Zudem sei es von der Verfügbarkeit des Bahnnetzes, der Werkstätten und auch der benötigten Ersatzteile für die Instandhaltung abhängig.

Aktuell kann die Länderbahn noch nahezu jeden Zug besetzen und fahren, es gibt nur wenige krankheitsbedingte Ausfälle. Alle Kräfte seien mobilisiert und motiviert, um dies möglichst lange aufrechterhalten zu können.

Sobald der Krankenstand der Mitarbeiter aber deutlich ansteigt und der volle Umfang laut Fahrplan nicht mehr zuverlässig angeboten werden kann, muss auch in den Länderbahn-Netzen in Abstimmung mit den Aufgabenträgern auf einen Sonderfahrplan umgeschwenkt werden. Deshalb ist es für alle Fahrgäste wichtig, sich vor Antritt der Fahrt zu informieren. Beispielsweise auf den einzelnen Websites oder in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Auf der Trilex-Linie L7 fährt bereits seit Montag zwischen Seifhennersdorf und Zittau Schienenersatzverkehr, weil der von Tschechien bestellte Zug nicht mehr in Deutschland halten darf. Nun teilt Trilex mit: "Die Abfahrtzeiten des SEV Seifhennersdorf-Zittau sind ab Zittau um fünf Minuten nach hinten verlegt worden (Anschlussgestaltung)."

Das passierte am 21. März:

20 Uhr: Die Zahl der Coronafälle im Landkreis Görlitz hat sich innerhalb von 24 Stunden fast verdoppelt. Waren es am Freitag noch 15 Fälle, sind es heute 28. Neu hinzu gekommen sind drei Fälle in Krauschwitz, je zwei in Zittau, Beiersdorf und Weißwasser sowie je einer in Görlitz, Oppach, Niesky und Kreba-Neudorf. Bei 121 weiteren Einwohnern besteht der begründete Verdacht auf eine Infektion. 

15 der mit Corona Infizierten sind männlich, 13 weiblich. Die meisten leben in Görlitz (7), vier in Krauschwitz, je drei in Oppach, Zittau und Weißwasser. Vier der 28 Menschen mit dem neuartigen Virus gelten inzwischen als wieder gesund. Wie hoch die Zahl genau ist, steht nicht fest, weil das im Gegensatz zur Erkrankung nicht meldepflichtig ist.   

19.30 Uhr: FDP-Kreisvorsitzende Christine Schlagehan kann aufatmen: Der Verdacht, dass sie mit Corona infiziert wurde, hat sich nicht bestätigt. Warum das nicht nur für sie eine riesige Erleichterung ist, die Quarantäne aber noch weiter andauert.  

17.30 Uhr: Ein leerer Untermarkt in Görlitz an einem Sonnabend, eine stille Brüderstraße. Ob es das schon mal gegeben hat? Straßen und Plätze der Stadt sind leer gefegt, aber in Super- und Baumärkten sieht es anders aus. Sie versuchen mit Hinweisschildern, Einlassregulierungen und Durchsagen zu schützen. 

©  Nikolai Schmidt

Das passierte am 20. März

20.30 Uhr: Heute Abend ist der Blog "UnbezahlbarART" gestartet. "Wenn die Menschen nicht zur Kultur können, kommt die Kultur zu den Menschen", teilt der Landkreis Görlitz auf seiner Facebook-Seite mit. Die Aktion mit Leben füllen sollen Musiker, Sänger, Tänzer, Dichter, Autoren, Maler, Magier, Filmemacher, Fotografen und alle künstlerisch begabten Bewohner. Der Blog ist eine Initiative von Unbezahlbarland, Oberlausitz TV, Zittau.eu und Blendwerck.

19 Uhr: Die Auswirkungen der Epidemie sind mittlerweile in Löbau-Zittau zu beobachten. Wie ausgestorben wirken einst belebte Plätze und Straßen.

18.45 Uhr: Der Chef der Notaufnahme im Städtischen Klinikum Görlitz zeigt in einem Video, wie sich jeder ein Corona-Schutzvisier basteln kann. "Improvisation ist alles in Zeiten knapper Ressourcen", heißt es auf der Facebook-Seite. "Noch haben wir alles da, aber die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung könnte sich bundesweit zu einem Problem entwickeln." Das Klinikum will 100 Schutzvisiere produzieren.

18.30 Uhr: Auch wenn sich der Stau auf der A4 aufgelöst hat, bleibt die Bundeswehr noch über das Wochenende in der Region. Das berichtet Björn Mierisch, Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen im Landkreis Görlitz. Im Falle eines erneuten Staus sei dann schnelle Hilfe da.

18 Uhr: Das Tierheim in Bischdorf hat seit Donnerstag die Öffnungszeiten der aktuellen Lage angepasst. Es ist Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar - aber nur nach Anmeldung unter 03585/8789408. Darüber informiert Ramona Loske,  Vorsitzende vom Tierschutzverein Löbau-Zittau.

17.30 Uhr: Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) hat sich in seinem Video-Interview für Ausgangssperren ausgesprochen. Sie sei eine klar kommunizierbare, klar kontrollierbare und sehr nachvollziehbare Maßnahme, sagt er. "Es ist bei vielen Menschen nach wie vor nicht angekommen, wie ernst die Lage ist."

17.15 Uhr: Die Region Liberec (Reichenberg) hat den siebenten Corona-Fall. Es handelt sich um einen 23-jährigen Mann aus der Region Ceska Lipa, der im Ausland war. "Er ist zu Hause, eine epidemiologische Untersuchung im Gange", sagt die Sprecherin der regionalen Hygienestation, Zuzana Balasova. Die Zahl der bestätigten Fälle in Tschechien liegt aktuell bei 765. Am Donnerstag kamen 205 Infizierte dazu, was den höchsten Tagesanstieg darstellt. Über 11.600 Personen konnten schon getestet werden.

17 Uhr: Die Landfleischerei Herzog aus Spitzkunnersdorf gibt Kunden bei jedem Einkauf eine Rolle Klopapier gratis dazu. Mit der Aktion will das Unternehmen unter anderem auf die unnötigen Hamsterkäufer in dieser Zeit aufmerksam machen.

16.30 Uhr: Der DRK-Landesverband dankt allen über 160 ehrenamtlichen Helfern, die in den letzten Tagen die Menschen im Megastau versorgt haben. Der Einsatz konnte am Donnerstag, 22 Uhr, beendet werden. "Die Situation auf der Autobahn war teilweise aus humanitärer Sicht bedenklich", so Verband. Aktuell rollt der Verkehr wieder. Die übrig gebliebenen Lebensmittel haben die Tafeln in Görlitz und Löbau erhalten.

"Wir bleiben für euch da, bleibt ihr bitte für uns daheim" - so der Appell der Helfer.
"Wir bleiben für euch da, bleibt ihr bitte für uns daheim" - so der Appell der Helfer. © DRK

16 Uhr: Seit der Corona-Krise werden deutlich mehr Medikamente in Löbau/Zittau gekauft. "Das Aufkommen ist seit Beginn der Krise um 50 Prozent gestiegen", berichtet Apotheker Henrik Wintzen. Länger geöffnet werden soll aber nicht.

15.15 Uhr: Polens Armee ist in der Gemeinde Bogatynia (Reichenau), um den  Grenzschutz an den Übergangsstellen zu Deutschland und Tschechien zu unterstützen. Wie örtliche Onlinemedien melden, bestehe die Aufgabe des Militärs an den Einsatzorten Bogatynia, Kopaczow (Oberullersdorf), Porajow (Grossporitzsch) und Krzewina (Grunau) vor allem darin, zu verhindern, dass nach Polen einreisende Personen durch illegale Wege die angeordneten Grenz- und Sanitärkontrollen umgehen können. Rund um die Uhr sind sie deshalb im Streifen-und Postendienst eingesetzt.

15 Uhr: Die Polizei hat in Zittau einschreiten müssen, weil sich mehrere Menschen nicht an das Versammlungsverbot halten - und appelliert an die Vernunft. Ein Görlitz gab es einen Platzverweis wegen illegalem Fußballspiel.

14.30 Uhr: Das Zittauer Unternehmen Digades unterbricht ab Montag die Produktion - und schickt die Mitarbeiter nach Hause. Es herrscht Kurzarbeit.

14.15 Uhr: Das Städtische Klinikum Görlitz bereitet sich auf Corona-Patienten vor. Aktuell sei dort noch kein infizierter Patient untergebracht, betont Katja Pietsch, Pressesprecherin des Krankenhauses. „Wir haben zügig und besonnen die Behandlungskapazitäten für mögliche Covid-19 Patienten erweitert“, so Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. Dazu gehöre die Bereitstellung einer Infektionsstation mit mindestens 13 Plätzen, erweiterbar auf maximal 25 Plätze, für die stationäre Behandlung in einem separaten Gebäude. 

14 Uhr: Bis auf Weiteres bleibt die Görlitzer Stadtmission geschlossen. Dazu gehören Suppenküche, Bahnhofsmission, Teekeller, Kleiderkammer, Duschstelle, die Waschmaschine für Bedürftige und das Suppenküchen-Mobil. Auch Kleiderspenden werden derzeit nicht entgegengenommen. Eine Notversorgung mit Lebensmitteln ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr in der Bahnhofsmission an der Sattigstraße – Bahnhof Südausgang möglich.

13.30 Uhr: Das Gesundheitsamt meldet einen 15. Corona-Fall im Landkreis. Es handelt sich um eine Frau aus Krauschwitz. 

13.15 Uhr: Die Fahrten des Schadstoffmobils in den Orten des Landkreises Görlitz werden auf unbestimmte Zeit unterbrochen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Darüber informiert der Regiebetrieb Abfallwirtschaft.

13 Uhr: Das Veranstaltungsverbot im Freistaat trifft auch das Rechtsrock-Festival am 18. April in Ostritz. Das sollte am dritten April-Wochenende zum zweiten Mal stattfinden.

12.45 Uhr: Der Kreisseniorenrat des Landkreises Görlitz dankt in einem Schreiben allen Mitarbeitern in der Medizin, an den Kassen, Regalen, Nachbarhelfern und anderen, die  laut dem Vorsitzenden den Laden am Laufen halten. "Sie sind die wahren Helden dieser Zeit", so Joachim Herrmann.  Und der Spaßgesellschaft gibt er auf den Weg: "Weniger ist allemal mehr- auch wenn das noch nicht alle begriffen haben."

12.15 Uhr: Innerhalb weniger Tage hat sich bei der Arbeitsagentur in Bautzen die Zahl der Anrufe verzehnfacht - das Vorzeichen einer Krise. "Wir gehen von großen Auswirkungen aus – insbesondere auf Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld", sagt Sprecherin Dana Kostroa zu den Entwicklungen der Zahlen im März. 

12 Uhr: Der Regiebetrieb Abfallwirtschaft informiert, dass ab Montag auch die Schadstoffentsorgung über das Schadstoffmobil, welches üblicherweise in den Orten des Landkreises Görlitz unterwegs ist, auf unbestimmte Zeit unterbrochen wird. Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, traf der Regiebetrieb Abfallwirtschaft in Absprache mit den Entsorgungsunternehmen des Landkreises Görlitz diese Entscheidung.

11.45 Uhr: Enso und Enso Netz teilen mit, dass ihre Mitarbeiter aktuell vorrangig Montageleistungen oder Arbeiten am Zähler im Keller oder in Anschlussräumen außerhalb der Wohnung oder von Wohnräumen vornehmen. Damit soll der Kundenkontakt weiter einschränkt werden. Bei Einfamilienhäusern wird nach Möglichkeit um eine Verlegung des Termins gebeten. Der Breitbandausbau läuft hingegen planmäßig weiter.

11.30 Uhr: Das Soziale Netzwerk Lausitz (SNL) aus Weißwasser startete in dieser Woche die Initiative "Nachbarhelfen". Dort gibt es Türanhänger, mit denen Hilfegesuche oder –angebote direkt in der eigenen Wohngegend oder im Hauseingang angebracht werden können.

11.15 Uhr: Der Deutsche Mühlentag am 1. Juni ist abgesagt. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) als Ausrichter beschlossen. Davon sind auch im Landkreis Görlitz eine ganze Reihe Mühlen wie die Kottmarsdorfer Mühle betroffen.

11 Uhr: Die tschechische Regierung verschärft die Grenzkontrollen. Die Polizei muss die Ein- und Ausreise an der Grenze mit einem Stempel in einem Stempelheft bestätigen. Die IHK-Geschäftsstelle Zittau will das notwendige Formular bald als PDF-Dokument auf ihrer Internetseite bereitstellen.

10 Uhr: Supermärkte dürfen weiterhin öffnen - doch es gibt nun Sicherheitsregeln. Jetzt müssen sich nur noch die Zittauer Kunden daran halten.

9.30 Uhr: Unter dem Motto "miteinander - Nachbarschaftshilfe in Rothenburg" hat die Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe im Mehrgenerationenhaus der Neißestadt eine Initiative ins Leben gerufen, mit der vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, geschwächtem Immunsystem und aus der Altersgruppe 65+ geholfen werden soll. Insbesondere bei Einkäufen, dem Gang zur Apotheke oder anderen wichtigen Erledigungen. Unterstützung gibt es unter Tel. 035891 7237 oder 0171 2849869. Dabei versteht sich die Koordinierungsstelle als Vermittler zwischen Helfenden und Hilfesuchenden - nicht nur in Rothenburg, sondern auch im Raum Niesky und Reichenbach.

8.15 Uhr: Bei einem Blutspendetermin des DRK im Krankenhaus Zittau sollen Corona-Schutzvorkehrungen grob missachtet worden sein. Das DRK reagiert sofort.

8 Uhr: Der Görlitzer Zoo hat ab heute vorerst für Besucher geschlossen. „Nur wenn jeder bereit ist, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen, können wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen - auch wenn das für unseren Tierpark eine hohe finanzielle Belastung bedeutet“, sagt Direktor Sven Hammer zu diesem Schritt. Wer will, kann für die Einrichtung spenden. Als kleiner Wehrmutstropfen und Zeitvertreib für daheim werden aktuell die Sattelschwein-Ferkel online im Tierpark-TV übertragen.

7.30 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz hat sich mittlerweile komplett aufgelöst. "Die polnischen Einsatzkräfte am Grenzübergang haben die Abfertigung der Durchreisenden angepasst", erklärt Anja Leuschner, Pressesprecherin der Polizeidirektion Görlitz. Autofahrer werden weiterhin kontrolliert.

7.15 Uhr: Die Krise bei Hautärzten im Landkreis Görlitz spitzt sich zu. Dermatologen fehlen in der Oberlausitz. Nun muss eine weitere Praxis in Herrnhut krankheitsbedingt schließen, die bisher immerhin im Notbetrieb lief.

7 Uhr: Werden jetzt Desinfektionsmittel gestohlen? In Krankenhäusern sind Flaschen weggekommen. Und auch Gerüchte machen die Runde: Gab es einen Infizierten in der Ebersbacher Klinik?

6.30 Uhr: Eine junge Mutter ist Zittaus erster Corona-Fall. Die 31-Jährige fürchtet, dass die ganze Familie betroffen ist - und das Gesundheitsamt sorgt für eine bizarre Szene.

6.15 Uhr: Innerhalb weniger Tage hat sich bei der Arbeitsagentur in Bautzen die Zahl der Anrufe verzehnfacht - das Vorzeichen einer Krise. Wie Corona den Arbeitsmarkt in der Oberlausitz trifft.

6 Uhr: Toilettenpapierrollen waren selten so begehrt wie jetzt. Doch wie aussichtsreich ist die Suche derzeit? Die SZ hat sich auf die "Mission Toilettenpapier" in Görlitz begeben.

Das passierte am 19. März

21 Uhr: Zittaus Ob Thomas Zenker (Zkm) hat sich heute Abend mit einer zweiten Ansprache an die Einwohner gerichtet und spricht darin über notwendige Maßnahmen in der Stadt wegen des Coronavirus:

20 Uhr: Die bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Görlitz haben sich von 15 auf 14 reduziert. Dies hängt mit dem ursprünglich Infizierten zusammen, der in Sachsen-Anhalt wohnhaft ist. "Dieser Fall wird aufgrund der Gesetzeslage im dortigen Gesundheitsamt erfasst und entfällt daher in unserer Übersicht", teilt das Landratsamt mit.

19.45 Uhr: In der Gewerbeschule Liberec (Reichenberg) werden 150.000 Masken und 40.000 Beatmungsgeräte hergestellt. Auch Einwohner helfen beim Nähen Zuhause mit. 

19.30 Uhr: Die Görlitzer Mitarbeiter des Pflegedienstes Advita versorgen am Freitagmittag die Einsatzkräfte auf und an der A4 mit Lebensmitteln und Getränken. Auch Tafel und Bahnhofsmission profitieren davon. Die Mitarbeiter rufen nun auf, mitzuhelfen.

19.15 Uhr: Sendungen bis zu einem Wert von 1.000 Euro müssen nicht mehr persönlich im Löbauer Zollamt abgeholt werden."Speziell in Zeiten der Corona-Pandemie kann diese Abfertigung von zu Hause genutzt werden, um weitere Sozialkontakte zu vermeiden und die Ausbreitung des Virus so zu hemmen", teilt die Behörde mit. Empfänger erhalten eine Benachrichtigung der Deutschen Post. Nach Kontaktaufnahme mit dem Zollamt übersendet diese eine Erklärung, die ausgefüllt mit den nötigen Dokumenten zurückgeschickt wird. Die Bezahlung der Abgaben erfolgt per Überweisung. 

19 Uhr: Der Stau auf der A4 zeigt die Empfindlichkeit der Verkehrssysteme. Zu diesem Urteil kommt Professor Michael Schreckenberg von der Uni Duisburg-Essen. Er ist international anerkannter Stauforscher. Seine Meinung: "Zu viele Güter auf der Straße rächt sich."

18.45 Uhr: Rund 50 Soldaten aus der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg (Wettiner-Kaserne) und Marienberg (Erzgebirgskaserne) helfen auf der A4, verteilen Essen und Wasser. Je nach Lage könnten sie bis übers Wochenende bleiben.

18.30 Uhr: Eine 31-Jährige ist die erste Corona-Infizierte aus der Stadt Zittau. Sie befürchtet nun, dass sich ihre gesamte Familie angesteckt haben könnte. Vom Gesundheitsamt fühlte sie sich nicht ernst genommen.

18 Uhr: Der Görlitzer Landrat Bernd Lange spricht sich gegen ein Ausgangsverbot aus. Das hat er während der heutigen Pressekonferenz geäußert. Allerdings verurteile man jede Form der jetzt in Mode kommenden sogenannten Corona-Partys, sagt er. Hier müssten die Ordnungsämter strikt kontrollieren und einschreiten.

17.45 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz ist auf 24 Kilometer Länge zurückgegangen. Das Ende befindet sich nun nahe der Anschlussstelle Weißenberg. Damit sind die Auffahrten in Richtung Görlitz erst ab Burkau gesperrt, teilt die Polizei mit. Bereits ab Hermsdorf gilt Tempo 60 - zum Schutz der Wartenden und Einsatzkräfte.  Ein Messteam hat die Geschwindigkeit für fünfeinhalb Stunden überprüft. Von rund 1.500 Fahrzeugen waren 364 zu schnell. Spitzenreiter ist ein Kia-Fahrer mit Görlitzer Kennzeichen mit Tempo 136. Dem Betroffenen drohen drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte im Zentralregister und ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro.

17.30 Uhr: Die Schönbacher FDP-Kreisvorsitzende Christine Schlagehan befindet sich derzeit in Quarantäne. Der Grund: Eine Kollegin war in Österreich im Urlaub hat sich mit dme Coronavirus infiziert.

17 Uhr: Seit Donnerstag müssen viele Geschäfte geschlossen bleiben. Das führt in Görlitz und Niesky dazu, dass Floristen ihre Blumen verschenken, Friseure am Zweifeln sind und mancher seine Kunden um Verständnis bittet.

16.30 Uhr: Notbetreuung wird nur wenig genutzt: Der Landkreis hat bekannt gegeben, dass derzeit etwa nur ein Prozent aller Kinder im Landkreis in die Notbetreuung gebracht werde. Dennoch hätte jede Einrichtung eine. "Würden wir alle zentral zusammenfassen, stiege das Infektionsrisiko", so der Beigeordnete Thomas Gampe. "Aber genau das soll mit Schul- und Kitaschließungen ja vermieden werden."

15.30 Uhr: Im Landkreis Görlitz gibt es Stand heute Nachmittag 15 bestätigte Corona-Fälle: sechs in Görlitz, zwei in Oppach, zwei in Vierkirchen, sowie je einer in Reichenbach, Königshain, Weißwasser und Zittau. Der neueste Fall ist ein Mann aus Sachsen-Anhalt, der aber hier zum Arzt gegangen war und positiv getestet wurde. Wie der Landkreis heute in einer Pressekonferenz informierte, befänden sich aber alle Infizierten zu Hause in Quarantäne und keiner im Krankenhaus.  Es seien keine schwerwiegenden Verläufe darunter, im Gegenteil: manch einer habe gar keine Symptome. Das Gesundheitsamt ruft die Betroffenen täglich an und erkundigt sich nach deren Gesundheitszustand. 

Auf dieser Karte markiert das Landratsamt die aktuellen Corona-Fälle im Landkreis Görlitz. Die Nummerierung entspricht nicht der zeitlichen Reihenfolge der Infizierungen. Nummer 12 ist in Weißwasser.
Auf dieser Karte markiert das Landratsamt die aktuellen Corona-Fälle im Landkreis Görlitz. Die Nummerierung entspricht nicht der zeitlichen Reihenfolge der Infizierungen. Nummer 12 ist in Weißwasser. © Daniela Pfeiffer

15 Uhr: Kabarettist Uwe Steimle wird am 2. April nicht mit seinem Solo-Programm "Fludschen muss es" in der Landskron Brauerei in Görlitz auftreten. Diese Veranstaltung der SZ wird verschoben auf den 7. Oktober, 19.30 Uhr. Karten bleiben weiterhin gültig.

14.30 Uhr: Das Zittauer Museum kann nun kostenfrei virtuell besucht werden. Damit reagiert die Einrichtung auf die notwendige Schließung wegen Corona, wodurch keine persönliche Besuche möglich sind. 

14.15 Uhr: Der Förderverein Viathea sagt seine Spendenaktion für das Festival 2020 ab. Seit vielen Jahren ruft er mit der SZ Görlitz um Ostern herum dazu auf. Das Ziel: Eine bestimmte Gruppe zum Straßentheaterfestival einladen. Die Aktion wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Pandemie mache es notwendig, jetzt auch finanziell Menschen zu helfen, die von Veranstaltungs-Absagen betroffen seien, so der Verein.

14 Uhr: Für alleinstehende, ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen hat das Zentrum für Gesellschaftliche Hilfe der Stadt und Gemeinde Bogatynia einen Servicedienst eingerichtet. Laut dem Onlineportal bogatynia.info.pl richtet sich das Angebot an Einwohner, die wegen der Corona-Epidemie die häusliche Umgebung nicht verlassen können. Mitarbeiter des Zentrums übernehmen Einkäufe, besorgen Medikamente und erledigen Behördengänge. Zudem gibt's psychologische Hilfe über eine Hotline.

13.45 Uhr: Zittau hat den ersten bestätigten Infizierten. Darüber informiert das Landratsamt. Auch Königshain hat den ersten Fall, Oppach inzwischen zwei, Görlitz sechs. Zwei weitere Infizierte stammen aus Vierkirchen, einer aus Reichenbach und einer aus Weißwasser. Insgesamt gibt es 85 begründete Verdachtsfälle im Landkreis Görlitz. 

13.30 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz hat sich auf etwa 30 Kilometer reduziert. Das Ende befindet sich nun zwischen den Anschlussstellen Bautzen-Ost und Weißenberg in Fahrtrichtung Görlitz. "Die Polizei muss weiterhin immer wieder dafür sorgen, dass die Rettungsgasse im Stau frei bleibt", berichtet Sprecherin Anja Leuschner.  Wegen des Rückreiseverkehrs zum Wochenende wird mit einem erneuten hohen Aufkommen am Donnerstag gerechnet. Daher bleiben alle Auffahrten auf die A4 von Hermsdorf bis Görlitz gesperrt, das Tempo ist in Richtung Grenze auf 60 reduziert - ein Messteam kontrolliert die Einhaltung. "Damit sollen Auffahrunfälle auf das Stauende verhindert werden", so die Sprecherin. In Richtung Dresden kann erst ab der Anschlussstelle Kodersdorf auf die A4 aufgefahren werden. 

13.15 Uhr: Die Region Liberec hat ihren sechsten Corona-Fall. Ein 44-Jähriger war zum Skifahren in Italien und infizierte sich. Der Mann lebt in der Region Jablonec. Er hätte nur leichte Symptome, sei in häuslicher Quarantäne, so Bezirkshauptmann Martin Puta.

13 Uhr: Das 392. Saatreiten am Ostersonntag in Ostritz fällt aus. Das teilt Stefan Kupka von der Pfarrgemeinde Ostritz mit. Damit reagiere man auf das allgemeine Veranstaltungsverbot des Freistaates Sachsen, sagt der Gemeindeleiter.

12.45 Uhr: Auf der Internetseite der Diakonie St. Martin wird darüber informiert, dass die Tagespflegen in Reichenbach, Rothenburg und Görlitz ab heute schließen. Die Physiotherapiepraxen machen morgen zu. Angehörige werden gebeten, Besuche in Pflegeheimen und Wohnstätten auf das Nötigste zu beschränken. In jedem Pflegeheim liegt ein Besucherbuch aus, in welches sich Besucher eintragen müssen. "Das ist zwingend notwendig, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können", lautet die Begründung.

12.30 Uhr: Der MDR kommt am 2. Mai nicht nach Niesky, um dort wie geplant die Sendung "Frühlingserwachen" aufzuzeichnen. Das soll 2021 nachgeholt werden.

12.15 Uhr: Der Förderverein des Schlosses Hainewalde hat alle Treffen, Pflegeeinsätze und die Osterveranstaltungen abgesagt. "Wir leisten damit aber unseren bescheidenden kleinen gesellschaftlichen Beitrag zur Abmilderung dieser Krisensituation", schreibt der Vorsitzende Jan Zimmermann. Das Schlossfest Mitte Juni findet entgegen erster Gerüchte nach derzeitigem Stand statt und wird weiter vorbereitet. 

12 Uhr: Die Grenzschließungen haben für manche im Ausland gewesene Menschen eine Tortour bedeutet. Das zeigt ein Fall einer Neugersdorfer Familie

11.45 Uhr: Die Agentur für Arbeit Bautzen bleibt seit Mittwoch für den Publikumsverkehr geschlossen. Alle Gesprächstermine entfallen, ohne dass den Kunden Nachteile daraus entstehen. Termine müssen nicht abgesagt werden.  "Für finanzielle Notfälle ist in der Agentur für Arbeit Bautzen die Möglichkeit der Barauszahlung sichergestellt", heißt es.

11.30 Uhr: Die Oderwitzer dürfen ihren neuen Bürgermeister nur per Brief wählen. Die Bürger müssen keinen Wahlscheinantrag ausfüllen. Auch die Deutsche Post unterstützt die Gemeinde dabei.

11.15 Uhr: Die Koordinierungsstelle der Sächsischen Hilfsorganisationen stellt eine Webseite zur Registrierung von Helfern zur Verfügung. Das teilt Kai Kranich vom DRK Sachsen mit.

10.30 Uhr: Bei uns läuft der Krisenmodus erst an, Italien ist mittendrin und China auf dem Weg zurück in die Normalität. Ein Oppacher und eine Bernstädterin erzählen.

10.15 Uhr: Die für den 24. März geplante Jahreshauptversammlung des TSV Ebersbach fällt aus und wird zu einem späteren noch nicht definierbaren Termin nachgeholt. Der Übungsbetrieb in den 4 Abteilungen wurde inzwischen komplett eingestellt.

10.15 Uhr: Steht IQLandia bald vor dem Aus? Keine Gäste, keine Einnahmen und Sorgen um eine unsichere Zukunft. Die macht sich derzeit nicht nur das Science Center in Liberec.

10.00 Uhr: Die Polizei rechnet damit, dass der Stau noch einmal anziehen wird. Was die Beamten jetzt tun und wie die Bundeswehr ihnen hilft.

8.00 Uhr: Auch in Löbau ist eine Facebook-Seite für Menschen gestartet, die sich in der Krise nur schwer selbst versorgen können - und Seelen-Balsam gibt's dazu.

7.15 Uhr: Die Oberlausitzer Tafel öffnet ihre vier Ausgabestellen ab Montag verkürzt. Aber nicht nur das ändert sich in Zeiten von Corona.

7.00 Uhr: Die Polizeihochschule Rothenburg tritt auf die Bremse. Wissen wird dort jetzt anders vermittelt. Studenten befürchten trotzdem, dass Prüfungen abgesagt werden.

6.00 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz ist in der Nacht von 57 auf circa 40 Kilometer zurückgegangen, teilt Anja Leuschner von der Polizeidirektion Görlitz mit. Das Stauende befindet sich nun kurz hinter der Anschlussstelle Bautzen-Ost in Fahrtrichtung Görlitz. Die Bildung der Rettungsgasse läuft im Moment durchwachsen. Die Polizei bittet erneut darum, zu jeder Zeit Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen.

Das passierte am 18. März

20.15 Uhr: Polen will für die Grenzkontrollen auf der A4 nun drei statt nur eine Fahrspur nutzen. Darüber informiert Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU). Seit dem  Vormittag ist bereits die Görlitzer Stadtbrücke für Autos geöffnet. Am Nachmittag und Abend traf die Bundeswehr ein, die auf der A4 beim Verteilen von Lebensmitteln für die im Stau stehenden Lkw-Fahrer helfen soll.

Die Bundeswehr ist eingetroffen.
Die Bundeswehr ist eingetroffen. © Danilo Dittrich

20 Uhr: Liberec (Reichenberg) hat den fünften Coronavirus-Fall. Es handelt sich um die Mutter des Sohnes, der von einem Konzert in Irland zurückkehrte und sich infizierte. Die 1967 geborene Frau befindet sich im Regionalkrankenhaus. "Die Krankheit ist nicht schwerwiegend", sagt Bezirkshauptmann Martin Puta. "Die Frau arbeitete zu Hause, daher gab es nur Kontakte innerhalb der Familie."

19.15 Uhr: Ab Donnerstag ist Essengehen nach 18 Uhr tabu - das Mittagsgeschäft aber erlaubt. Die Gastwirte in Löbau-Zittau richten sich darauf ein, manche schließen ganz.

19 Uhr: Mit einer neuen Masche wenden sich Ganoven jetzt an vorwiegend ältere Menschen im Landkreis Görlitz und bieten ihnen Hilfen beim Einkauf an. Doch die Absicht ist alles andere als Hilfsbereitschaft, sondern ein neuer Enkeltrick in Corona-Zeiten.

18.45 Uhr: Weil die Schulen geschlossen haben, können junge Nutzer der Christian-Weise-Bibliothek ab sofort die Online-Lernhilfe "Schülertraining" kostenfrei nutzen. Der Wissens- und Bildungsanbieter Brockhaus stellt diese bereit. "Mit dem Angebot erschließen sich Schüler der Klassen 5 bis 10 in einer sicheren, werbefreien Lernwelt den Schulstoff in Lernmodulen selbst", teilt die Einrichtung mit. Nötig ist nur ein gültiger Bibliotheksausweis.

18.30 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz beträgt 57 Kilometer. Das Ende befindet sich kurz hinter der Anschlussstelle Uhyst in Richtung Görlitz. "In vielen Bereichen kommt es immer wieder zu Blockierungen der Rettungsgasse", berichtet die Polizei. Die Auffahrten Richtung Görlitz sind ab Hermsdorf gesperrt. "Damit soll der Stau auf den angrenzenden Strecken abgebaut oder vermieden werden." Neben der Auffahrt Richtung Polen ist auch die Richtung Dresden gesperrt. Fahrer sollen auf die B6 in Richtung Bautzen fahren und die A4 frühestens ab der Anschlussstelle Kodersdorf nutzen. Polizisten überprüfen den Stau auf Tiertransporter und lotsen diese raus. Die Organisation der Verpflegung und Notversorgung regeln Landratsämter mit Bundeswehr und -polizei.

18 Uhr: Die meisten Läden müssen auch in Löbau für vier Wochen schließen. Manche Händler befürchten den Todesstoß durchs Internet.

17.15 Uhr: Die Organisatoren der "Corona-Hilfe Görlitz" haben einen Flyer drucken lassen, mit allen Infos für die, die Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Ab heute verteilen sie ihn in der Stadt, in Supermärkten, Apotheken, Drogerien, Restaurants. All den Einrichtungen, die offen bleiben.

17 Uhr: Ehe-Schließungen sind im Landkreis Görlitz nur noch mit Einschränkungen möglich. Beispielsweise darf nur noch das Brautpaar im Standesamt Zittau getraut werden - Gäste sind tabu.

16.45 Uhr: Die Zittauer Linke schließt ihr Büro. Sie ist unter [email protected] sowie 03583/700525 weiter erreichbar. Zudem sind alle Veranstaltungen bis Ende April abgesagt. "All diese Maßnahmen sehen wir als geboten an", heißt es.

16.30 Uhr: In den sechs Görlitzer Kirchen der katholischen Pfarrgemeinde Heiliger Wenzel finden ab sofort bis einschließlich 20. April – und damit auch über Ostern - keine Gottesdienste mehr statt. Die Gläubigen sollen Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio und Internet verfolgen, so Gemeindereferentin Gabi Kretschmer.

16 Uhr: Die ersten zehn bis 20 Freiwilligen haben sich schon gemeldet, um über die Nachbarschaftshilfe Oderwitz Besorgungen für andere zu übernehmen. Aufträge können sein, Einkäufe zu erledigen, Arzneimittel holen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder jemanden zur Bank zum Geld abheben zu fahren.

15.45 Uhr: Weil der Zittauer Gebirgslauf und Wandertreff dieses Jahr abgesagt ist,  wird die Anmeldefrist um ein Jahr verlängert. "Bisherige Registrierungen erhalten ihre Gültigkeit", teilt der Oberlausitzer Kreissportbund mit. Die zusätzlich gebuchten T-Shirts mit dem Motiv "Töpfer, Oybin" können im Regionalbüro Zittau schon nach den Osterferien abgeholt werden.

15.15 Uhr: Die für den 26. März geplante Sitzung des Stadtrates Zittau ist abgesagt. "Auf der Tagesordnung stehen keine unaufschiebbare Entscheidungen, die nicht auch im April behandelt werden können", so OB Thomas Zenker (Zkm). Über die Beratungsfolge der Gremien des Stadtrates wird Anfang des Monats entsprechend der Lage entschieden. "Ich möchte dem Stadtrat ausdrücklich für sein Verständnis danken."

15 Uhr: Weil Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen entfallen müssen, hat der Kirchenbezirk Löbau-Zittau eine Whatsapp-Gruppe für Anfragen von Bürgern eingerichtet. Wer dabei sein will, sendet seine Handynummer an [email protected]. Die Gemeindepädagogen stellen Spielideen für Kinder und Eltern zusammen, die auf der Internetseite veröffentlicht werden. "Für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, oder für eine eventuelle Quarantäne ist das eine Möglichkeit, sich gemeinsam in der Familie durch diese Zeit zu tragen", teilt die Kirche mit. Täglich wird auch ein geistlicher Impuls auf der Seite veröffentlicht.

14.45 Uhr: Zgorzelec hat den ersten Corona-Fall. Polnischen Medienberichten zufolge handelt es sich um einen im Krankenhaus beschäftigten Mediziner. Er war am 7. März von einer Auslandsreise aus Indien zurückgekehrt und hat am 9. März den Dienst wieder aufgenommen. Nun befindet er sich in häuslicher Quarantäne. Im Klinikum werden die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt, um das Risiko der Ausbreitung des Virus im Krankenhaus einzugrenzen. Auch mögliche Kontakte des Betroffenen im privaten Umfeld zu anderen Personen werden geprüft, erklärte die Krankenhausleitung.

14.30 Uhr: Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen wird in den nächsten Wochen nur noch unter 0800/809802400 oder online angeboten. "Um Verbraucher und Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung zu schützen", begründet Mitarbeiter Lorenz Bücklein die Entscheidung. Die kostenlosen Online-Vorträge sind davon nicht betroffen.

14.15 Uhr: Mit der Facebook-Gruppe "Corona-Hilfe Görlitz" ist nun auch in der Stadt eine Anlaufstation für Helfer und Hilfesuchende online. "In Zeiten der Corona-Krise müssen wir zusammenhalten", schreibt Gründerin Caro Renner. "Vor allem ältere oder kranke Menschen, die zur Risikogruppe gehören, können nicht einfach mehr Besorgungen erledigen."

14 Uhr: Im Görlitzer Hornbach-Markt werden Beratungsgespräche ab sofort nur noch an den Infotheken geführt, in einem Mindestabstand von zwei Metern. In der Kassenzone setzt das Unternehmen auf mobile Abstandshalter, heißt es in einer bundesweiten Pressemitteilung des Konzerns.

13.45 Uhr: Heute Vormittag hat erneut der Stab außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Görlitz zur aktuellen Lage getagt. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung des Verbots aller öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen, die in ganz Sachsen ab Donnerstag, 0 Uhr, gilt. Die Stadt Görlitz bittet besonders darum, die Schließung von Bolz- und Spielplätzen zu beachten und diese auch einzuhalten.

13.30 Uhr: Die ursprünglich in der Region Liberec eingeführte Atemschutz-Pflicht gilt ab Mitternacht in ganz Tschechien. Das hat die Regierung beschlossen. Ab Donnerstag dürfen zudem zwischen 10 und 12 Uhr nur Menschen über 65 Jahre in Lebensmittelgeschäften einkaufen. In Tschechien gibt es 464 bestätigte Fälle. Drei Menschen gelten als geheilt. Bisher wurden über 7.600 Menschen getestet.

13.15 Uhr: Der Stau auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz ist inzwischen 50 Kilometer lang. Das Stauende befindet sich laut Polizei zwischen den Anschlussstellen Uhyst a.T. und Salzenforst. Damit hat sich im Laufe des Vormittags der Stau um etwa zehn Kilometer verkürzt. Auch an der aufgemachten Stadtbrücke in Görlitz staut sich der Verkehr (Video).

12.30 Uhr: Der Regiebetrieb Abfallwirtschaft informiert, dass ab Sonnabend die Wertstoffhöfe im Landkreis geschlossen werden - um Bürger und Mitarbeiter zu schützen.

12.15 Uhr: Die Stadt Löbau hat bereits angesetzte Stadtrats- sowie Ausschusssitzungen abgesagt. "Der Beschluss gilt bis zu dem Zeitpunkt, bis weitere Festlegungen getroffen werden können", teilt die Verwaltung mit. Ziel sei es, Mitglieder und Mitarbeiter sowie zu Gäste zu schützen.

12 Uhr: Das Friedensfest in Ostritz am 18. April ist abgesagt. "Natürlich sind wir traurig, da bereits unzählige Stunden Arbeit von so vielen Menschen in den Vorbereitungen stecken" teilt die Initiative mit. Aber handeln mit Herz und Verstand stehe in diesen Tagen an oberster Stelle. Die Solidarität gelte älteren Menschen oder jenen mit Vorerkrankungen sowie denen im Gesundheitswesen und anderen Unterstützungssystemen. 

11.30 Uhr: Muss auch der Jacobimarkt ausfallen? Das ist noch nicht entschieden. Organisator René Linke will erst einmal abwarten. Sorgen macht er sich aber um die Schausteller.

11.15 Uhr: Die Service-Rufnummern der Agentur für Arbeit sind derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Die Behörde bittet, Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Für alle Termine gilt: Kunden müssen den Termin nicht wahrnehmen und nicht absagen. Es gibt keine Nachteile oder Rechtsfolgen. Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Bevorzugt ist der Online-Service der Agentur zu nutzen.

11 Uhr: Der Landkreis Görlitz meldet auf seiner Seite einen weiteren Coronavirus-Fall. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen im Kreis auf 10.

10.15 Uhr: Das Musikkabarett "Zärtlichkeiten mit Freunden" am Sonntag in der "Blauen Kugel" Cunewalde wird verschoben auf Donnerstag, 17. September, 19.30 Uhr. Tickets bleiben gültig, können aber auch in den einzelnen Vorverkaufsstellen erstattet werden. Weiterhin sind vorerst die Wanderungen am 21. März, 26. März und 4. April abgesagt.

10 Uhr: Essen-Anbieter bangen um ihre Existenz - Mit der Schließung von Schulen und Kitas bricht jetzt einer ganzen Branche das Geschäft weg. Ein Fleischermeister aber ergreift die Flucht nach vorne.

9.45 Uhr: Der Reichenbacher Mäusebunker schließt vorübergehend. Darüber wird auf der Facebookseite der Gaststätte informiert. Die vorgesehenen Maßnahmen, die Öffnungszeiten zu minimieren und ab 18 Uhr zu schließen, seien nicht realisierbar.

9.30 Uhr: Um den Verkehr zu entlasten, soll die Stadtbrücke Görlitz im Laufe des Tages geöffnet werden - allerdings nur für Autofahrer und Fußgänger. Diese dürfen auch weiterhin nur dann einreisen, wenn sie ein dringend notwendiges Anliegen vorzuweisen haben. Mal eben Zigaretten kaufen zähle nicht dazu, betont eine Sprecherin der Bundespolizei.

9.15 Uhr: Mittlerweile ist der Stau über 60 Kilometer lang reicht bis zur Anschlussstelle Burkau, so Polizei-Pressesprecherin Katharina Korch. Polizisten patrouillieren mit Motorrädern, um die Rettungsgassen freizuhalten. Heute morgen haben die Beamten die Lkw-Fahrer geweckt, damit diese die Lücken wieder auffüllen.

8 Uhr: Fast 40 Leute stehen schon auf der Helfer-Liste bei der Facebook-Gruppe "Corona Hilfe Zittau". Das teilt Koordinator Jan Krüger mit. Über die Nummer 03583/7551776 kann sich jeder melden, der Hilfe anbietet oder braucht und bekommt dann die passenden Kontaktdaten. 

7.00 Uhr: SZ-Mitarbeiter Frank Thümmler berichtet, wie ein Trip nach Lissabon im Chaos endet. Über einen lange geplanten Urlaub zwischen Portwein, Tuk-Tuk und Corona. Und warum zwei Autos jetzt in Prag dauerparken.

6.15 Uhr: Der Mega-Stau auf der A4 wächst immer weiter. Bis die Lkw-Fahrer an der polnischen Grenze ankommen, dauert es teilweise über 30 Stunden. Wie ein Reporter beobachtet, patrouilliert der Rettungsdienst zwischen Bautzen und Görlitz und versorgt die Wartenden mit warmen Mahlzeiten.

Auf dem Gelände der Feuerwehr Bautzen haben DRK, ASB, Malteser und Falck ihre Feldküchen aufgebaut, um beispielsweise Nudeln und Kaffee zuzubereiten. Mit Transportfahrzeugen wird das Essen dann auf die Autobahn gebracht und verteilt.
Auf dem Gelände der Feuerwehr Bautzen haben DRK, ASB, Malteser und Falck ihre Feldküchen aufgebaut, um beispielsweise Nudeln und Kaffee zuzubereiten. Mit Transportfahrzeugen wird das Essen dann auf die Autobahn gebracht und verteilt. ©  xcitepress

Das passierte am 17. März

20.30 Uhr: Das Landratsamt Görlitz bleibt ab morgen an allen Standorten geschlossen. "Es werden alle Bürger gebeten, lediglich dringende Anliegen telefonisch oder per E-Mail an das Landratsamt zu richten", heißt es. Das Bürgertelefon im Gesundheitsamt ist ab sofort von Montag bis Sonntag täglich von 8 bis 18 Uhr unter 03581/6635656 zu erreichen.

20.15 Uhr: Der VdK -Sozialverband Löbau-Zittau setzt seine Sprechstunden und Vorträge in Zittau und Ebersbach bis voraussichtlich 17. April aus. In der Geschäftsstelle Zittau ist das Telefon (03583/704108) auf AB geschaltet. "Wir rufen nach Möglichkeit zurück", teilt Vorstandsmitglied Heidrun Heinrich mit. Der VdK bleibt auch unter [email protected] erreichbar.

20 Uhr: Die Stadt Zittau hat die Öffnungszeiten in der Verwaltung ausgesetzt. Termine gibt's noch in dringenden Fällen nach telefonischer oder schriftlicher Anmeldung. Bei Eheschließungen darf nur das Brautpaar anwesend sein. Die Pforten im Rathaus und im Technischen Rathaus werden ab Donnerstag besetzt und kontrollieren den Zugang. Die Stadtkasse ist zu, genauso wie das ehemalige Gemeindeamt Hirschfelde und das Kinder- und Jugendhaus "Villa". Die Wochenmärkte werden vorerst fortgeführt, das Sortiment auf Lebensmittel beschränkt, Getränke nicht mehr ausgeschenkt. "Mit unseren Maßnahmen tragen wir aktiv zur Vorbeugung bei und bleiben auch arbeitsfähig", so OB Thomas Zenker.

19.45 Uhr: Die A.T.U Gruppe unterbricht den Betrieb der Filialen vorübergehend, was unter anderem die Standorte in Zittau und Görlitz betrifft. Damit soll das Ziel unterstützt werden, die Virusausbreitung zu verlangsamen, heißt es in einer Mitteilung.

19.30 Uhr: Mit "Corona Hilfe Löbau" ist nun eine weitere Facebook-Gruppe aktiv.  "Falls sich jemand in den nächsten Wochen in Quarantäne befindet oder aufgrund anderer Umstände das Haus nicht verlassen kann, so können auch wir helfen", teilt Initiator Jörg Krause auf der Seite mit. Betroffene und Unterstützer können ihre Anliegen und Angebote über die Gruppe mitteilen.

18.45 Uhr: Auch die Nieskyer Händler stellen sich auf die morgigen Schließungen ein. Nicht jedes Geschäft ist davon betroffen. Einschränkungen gibt es aber in jeder Branche.

18.30 Uhr: Löbau-Zittau hat seinen ersten Corona-Fall. Betroffen ist eine Frau aus Oppach. Sie befindet sich in häuslicher Quarantäne.

18.15 Uhr: Ab Donnerstag schließt ein Großteil der Geschäfte sachsenweit. In Görlitz beispielsweise bleibt die Tafel zu - mangels Ware. Wie ist die Stimmung bei den Händlern, so kurz vor der Zwangspause? Ein SZ-Bericht aus der Europastadt

18 Uhr: Seit heute Abend dürfen Menschen im Bezirk Liberec nur noch mit Mundschutz nach draußen. Das hat der Krisenstab beschlossen. Ein großes Problem ist aber auch die geschlossene Grenze.

17.30 Uhr: Bei KVG und RBO wird der Linienverkehr nächste Woche auf den Ferienfahrplan umgestellt. Änderungen gibt's schon ab diesem Mittwoch.

16.45 Uhr: Die Unwissenheit, wann das Görlitzer Gesundheitsamt Verdachtsfälle testet, ist groß, wie das Beispiel der Görlitzer Skilager-Kinder zeigte. Das Gesundheitsamt bemüht sich um Klarheit.

16.30 Uhr: Die SZ-Treffpunkte in Görlitz und Zittau haben ihre Öffnungszeiten verkürzt. Sie sind ab Mittwoch nur noch von 11 bis 15 Uhr zu erreichen, teilt die Geschäftsführung mit.

16.15 Uhr: Die Kulturgüter der Evangelischen Kulturstiftung Görlitz - das Heilige Grab und die Nikolaikirche sind bis auf Weiteres geschlossen.

16 Uhr: Die Betreuung für ältere Menschen ist in Löbau/Zittau nun mit ersten Einschränkungen und Schließungen verbunden.

15.45 Uhr: „Die Tafel Görlitz bleibt diese Woche zu. Ich habe nicht genügend Ware zum Verteilen“, teilt Tafel-Leiterin Marion Bürger mit. Grund sind die Hamsterkäufe. Übriges (noch gut, aber nicht mehr für den Handel verwendbar) gibt es nicht mehr.

15.30 Uhr: Die Geschäftsstelle des Oberlausitzer Kreissportbundes in Görlitz ist ab dem 23. März bis zum 9. April für Besucher geschlossen. Mitarbeiter können keine persönlichen Außentermine wahrnehmen. 

15.15 Uhr: Seit Dienstag ist für Arbeitspendler der Grenzübergang Rumburk/Neugersdorf geöffnet. Wie das tschechische Innenministerium mitteilt, ersetzt er den Übergang Jirikov/Neugersdorf. Zugleich sind die Grenzkontrollen mindestens bis zum 4. April verlängert.

15 Uhr: Alle Walpurgisfeuer und die damit verbundene Brenngutannahme in Görlitz findet nicht statt. Die Veranstalter werden vom Ordnungsamt informiert.

14.45 Uhr: Auf der A4 nach Görlitz staut sich der Verkehr wegen der Grenzkontrollen in Polen  auf über 40 Kilometer. Die Polizei versucht, gegenzusteuern.

14.30 Uhr: Die Zittauer Schmalspurbahn setzt ab Mittwoch Diesel- statt Dampfloks ein. "Die besondere Situation und ein geringerer Personaleinsatz mit weniger Personenkontakten rechtfertigen diese Maßnahme", begründet Sprecherin Manuela Bartsch die Entscheidung. Der Einsatz vom Speisewagen entfällt. Die Kontrolle der Fahrscheine durch den Zugführer wird eingeschränkt. Diese Anordnungen gelten zunächst bis zum 9. April. Die Züge verkehren planmäßig. Der Betrieb wird nur bei Personalmangel oder einem Quarantänefall unterbrochen. 

14.15 Uhr: Der Fußballverband Oberlausitz setzt den Spielbetrieb vorerst bis zum 6. April aus. Mit einer weiteren Aussetzung sei zu rechnen, informiert Geschäftsführer Uwe Ulmer in einem Schreiben. Der Grund: Schon jetzt sind Sportstätten bis 19. April geschlossen. Auch die Geschäftsstelle ist in nächster Zeit unbesetzt.

14 Uhr: Das Rathaus Reichenbach wird ab Mittwoch für den Besucherverkehr geschlossen. Die Ämter der Verwaltung arbeiten uneingeschränkt weiter. In dringenden Fällen sollen sich die Einwohner telefonisch an die jeweiligen Rathaus-Mitarbeiter wenden.

13.45 Uhr: Die Schließung von Gaststätten und Ladengeschäften außer für den täglichen Bedarf wird vorbereitet, teilt die Stadtverwaltung Reichenbach auf ihrer Internetseite mit. Spielplätze, Sporthallen und Bibliotheken in der Stadt und den zugehörigen Ortsteilen sind zu. Der Wochenmarkt mittwochs und freitags in Reichenbach findet bis auf Weiteres statt. "Bitte treffen Sie die Entscheidung zum Besuch mit Bedacht", informiert die Verwaltung auf ihrer Internetseite.

13.30 Uhr: Das Tourismuszentrum in Zittau bleibt ab sofort geschlossen. Die Erreichbarkeit sowie der Kontakt per E-Mail wird von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr sichergestellt. Wer dort Tickets für inzwischen abgesagte Veranstaltungen erworben hat,  soll diese aufbewahren. "Diese können nach Wiedereröffnung zurückgegeben werden", teilt Stadtsprecher Kai Grebasch mit. Bei der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, Stadt- und Regionalentwicklung und im Kulturhauptstadtbüro gibt's Termine nur noch nach Anmeldung. 

13.15 Uhr: Der Bildervortrag mit Ehepaar Prescher am 27. März im Kirchgemeindeheim in Großschönau ist abgesagt. Das teilen Kirchgemeinde und Förderverein mit. Die Veranstaltung soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

13 Uhr: Die öffentliche Gemeinderatssitzung am Mittwoch in Olbersdorf findet nicht statt. Darüber informiert Bürgermeister Andreas Förster (FDP). 

12.45 Uhr: Die IKK classic schließt ab Dienstag ihre Servicecenter für die persönliche Kundenberatung. "Die Sicherheit der Kunden geht vor, der Geschäftsbetrieb geht natürlich weiter", informiert Regionalgeschäftsführer Jens Bednarek. "Alle Anliegen und Sachverhalte werden bearbeitet und Fragen beantwortet." Die Kundenberater sind wochentags von 8 bis 18 Uhr unter 03591/501562110 oder [email protected] erreichbar. Die kostenlose 24-Stunden-Servicehotline steht täglich unter 0800/4551111 zur Verfügung. Individuelle Beratungstermine können vereinbart werden.

12.30 Uhr: Grundschule, Hort, Kindergarten und Krippe in der Gemeinde Leutersdorf  haben am Dienstag noch geöffnet. "Es erfolgt jedoch kein Schulbetrieb", teilt sie mit. Ab Mittwoch erfolgt eine Notbetreuung. Die Essensversorgung ist eingestellt. "Die Eltern sind für Speisen und Getränke der Kinder selbst verantwortlich", informiert die Gemeindeverwaltung, die wie auch die Außenstelle in Spitzkunnersdorf geschlossen haben. Für dringende Angelegenheiten ist eine Terminvereinbarung  unter 03586/33070, [email protected] oder per Brief  möglich. Die Sitzung des Rates am 23. März fällt aus. Veranstaltungen, Treffen und Versammlungen sind verboten.

12.15 Uhr: In der Polizeidirektion Görlitz gibt es bisher einen bestätigten Infektionsfall. "Allerdings handelt es sich nicht um einem Beamten aus dem Revier Zittau-Oberland, sondern aus Bautzen", teilt Sprecherin Anja Leuschner mit und dementiert damit Meldungen aus den sozialen Netzwerken. Der Betroffene habe sich nicht im Dienst infiziert, eine Ansteckung anderer Polizisten konnte ausgeschlossen werden. In der Direktion gibt es momentan fünf Verdachtsfälle. "Die Betroffenen befinden sich bis zur Klärung einer Infizierung nicht im Dienst", so Anja Leuschner.

12 Uhr: Die geschlossene polnische und tschechische Grenze verhindert Schnäppchen-Käufe, Schwarzarbeit und mehr, glaubt die Bundespolizei.

11.45 Uhr: Der Ortsverband Zittau des Kinderschutzbundes muss die Veranstaltung "Elefantenstark!" am Donnerstag absagen. "Wegen einem Nachholetermin werden wir uns zu gegebener Zeit melden", teilt er mit.

11.30 Uhr: Die Görlitz-Information der Europastadt GörlitzZgorzelec bleibt ab Mittwoch bis auf Weiteres geschlossen. Die öffentlichen Stadtrundgänge um 10.30 Uhr, 12 Uhr und 14 Uhr finden nicht statt. Die Mitarbeiter sind weiterhin telefonisch und per E-Mail zu erreichen.

11.15 Uhr: Die Gemeinde Mittelherwigsdorf hat für Besucher weitgehend geschlossen. Zu sind auch die Turnhalle in Mittelherwigsdorf, das Vereinshaus einschließlich Bibliothek in Oberseifersdorf wie kommunale Spiel- und Sportplätze. Die Maßnahmen gelten bis 19. April, informiert sie. Die Feuerwehren stellen ab sofort ihren Ausbildungsdienst ein. Die für den 26. März 2020 geplante Ratssitzung findet nicht statt, genauso wie die für den 6. April angekündigte Infoveranstaltung zum Breitbandausbau. Gratulationen zu Seniorengeburtstagen, Hochzeits- und sonstigen Jubiläen durch den Bürgermeister werden ausgesetzt.

11 Uhr: Die Einladung zu einem Kreuzweg nach Wetzwalde (Václavice) ist hinfällig. Darüber informiert Pfarrer Michael Dittrich, der in seinem SZ-Gastbeitrag in der Wochenend-Ausgabe dazu einlud. 

10.45 Uhr: Der in Glogau ansässige Kupfer- und Hüttenkonzern Polski Miedz unterstützt mit betrieblichen Möglichkeiten die staatlichen Aktivitäten des Nachbarlands gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das zur Kapitalgruppe gehörende Unternehmen Nitroerg will rund um die Uhr 20 Tonnen Desinfektionsmittel für Krankenhäuser, Firmen und Behörden herstellen.

Die Entscheidung traf der Vorstandsvorsitzende des weltweit agierenden Konzerns Marcin Chludzinski. Einem regionalen Onlineportal zufolge gingen 10.000 Atemschutzmasken aus betrieblichen Beständen an Einrichtungen des Gesundheitswesens. Der Konzern erklärte sich zudem gegenüber dem Landrat des Kreises Glogau bereit, in Quarantäne-Fällen betriebseigene Immobilien zur Verfügung stellen, etwa so ein ehemaliges Arbeiterwohnheim sowie Kurhäuser. Zudem beteiligen sich Freiwillige des Unternehmens an Hilfsaktionen wie "Sei ein guter Nachbar". Für ohnehin gesundheitlich beeinträchtigte Senioren werden Einkäufe oder Behördengänge zum Erledigen persönlicher Angelegenheiten übernommen.

10.30 Uhr: Die für den 20. März geplante Vernissage in der Zittauer Galerie Kunstlade mit Künstlerin Isa Brützke aus Kubschütz ist abgesagt. Ob die Ausstellung mit einer kleinen Verzögerung trotzdem noch gezeigt wird, bleibt abzuwarten. "Im Moment erwägen wir das gemeinsam mit der Malerin noch", so Rolf Matthes von der Kunstlade. 

10.15 Uhr: Unverändert häufig erkundigen sich Bürger bei der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf zu den aktuellen Einreisebedingungen nach Polen und zur Verkehrssituation an den regionalen Grenzübergängen an der Görlitzer Stadtbrücke und an der A4 bei Ludwigsdorf.

Michael Engler, Pressesprecher der Bundespolizei Ludwigsdorf, weist darauf hin, dass die Bundespolizei solche Fragen nicht in dem gewünschten Umfang beantworten kann, da die deutschen Polizisten nicht auf polnischer Seite kontrollieren. Zudem führen die zahlreichen Anfragen zu technischen Problemen, zur Überlastung des Telefonnetzes oder auch zum Ausfall von Notrufnummern.

Engler bittet deswegen darum, sich mit diesen Fragen unmittelbar an die polnische Polizei beziehungsweise an die polnischen Behörden zu wenden:

  • Polizei Zgorzelec: +48 75 649 42 15
  • Polnischer Grenzschutz Zgorzelec: +48 75 779 72 32
  • Zuständige Gesundheitsbehörde: +48 75 64 94 520

10 Uhr: Viele Firmen stehen wegen der Kita-Schließungen vor einem echten Problem. Die Klinik in Großschweidnitz hat jetzt eine Lösung gefunden.

9.45 Uhr: Das Haus Schminke ist ab sofort für Besucher geschlossen. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 19. April. "Wir hoffen auf Verständnis", teilt die Einrichtung mit.

9.30 Uhr: Der Escape Room Görlitz teilt auf seiner Facebook-Seite mit, dass der Betrieb auf unbestimmte Zeit schließen müsse - das sei von den Behörden angeordnet worden. Bereits gemachte Termine können verschoben werden.

9.15 Uhr: Die Stadtwerke Görlitz versichern, die Versorgungssicherheit sowie die Trinkwasserqualität in Görlitz und Umgebung sei weiter uneingeschränkt gewährleistet. "Die derzeitigen Ereignisse haben keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit", teilt Sprecherin Belinda Brüchner mit.

Eine Infektion des Menschen mit dem Covid-19-Virus über Trinkwasser kann laut Aussage des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches und des Umweltbundesamtes nach derzeitigem Kenntnisstand ausgeschlossen werden. Trinkwasser werde vorwiegend aus dem Grundwasser gewonnen, was per se eine hohe Sicherheit gegenüber mikrobiologischen und chemischen Risiken gewährleiste.

Das Unternehmen warnt vor falschen Postwurfsendungen, die die Qualität der Trinkwasserversorgung infrage stellen und die Verwendung von Filtertechnologie empfehlen. Diese kursieren seit vergangener Woche in Görlitz.

9 Uhr: Die Kommwohnen-Geschäftsstelle an der Konsulstraße in Görlitz bleibt ab sofort für den Kundenverkehr geschlossen. Mitarbeiter helfen Mietern und Interessenten weiterhin unter 03581/4610 und [email protected] weiter. "Wir bitten aber darum, genau abzuwägen, welche Anliegen derzeit dringend sind und welche gegebenenfalls auf die Zeit nach der Corona-Krise verschoben werden können", teilt Sprecherin Jenny Thümmler mit. Außentermine wie Wohnungsübergaben, -abnahmen und -besichtigungen gibt es nur nach vorheriger Absprache. Über weitere Entwicklungen informiert Kommwohnen kurzfristig auch auf seiner Internetseite.

8.45 Uhr: Das Preisträgerkonzert des Deutschen Musikrates mit Ioana Cristina Goicea (Violine) und Andrei Banciu (Klavier) in der Reihe der "Stunde der Musik" am 27. März im Bürgersaal Zittau muss wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Es wird auf den 27. November verlegt, teilt Peter Dierich vom Euroregionalen Kulturzentrum St. Johannis Zittau mit.

8.30 Uhr: Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf schließt alle kommunalen Sportstätten bis zum 14. April. Zudem ist jeglicher Trainingsbetrieb bis nach Ostern ausgesetzt, heißt es.

8.15 Uhr: Die Görlitzer Oldtimer Parkeisenbahn sagt die beiden Arbeitseinsätze am 21. März sowie am 4. April ab sowie alle weiteren Veranstaltungen in der 44. Saison.

8 Uhr: Die Blutspendetermine sind in Sachsen als kritische Infrastruktur explizit vom Versammlungsverbot ausgenommen. Nach Möglichkeit sollen alle angekündigten Termine durchgeführt werden, teilte der DRK-Blutspendedienst in einer Erklärung mit und appellierte an alle, Blut zu spenden.

7 Uhr: Das Corona-Telefon des Landkreises ist oft überlastet. Doch bloß mehr Leitungen reichen nicht. Nun will das Gesundheitsamt seine Hotline verbessern.

6.45 Uhr: Der Landkreis meldet zwei neue Corona-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf neun. Bei den beiden neu hinzugekommenen Infizierten handelt es sich um eine Frau aus der Gemeinde Oppach und einen Mann aus dem Stadtgebiet Görlitz. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit mögliche Kontaktpersonen. 

6.30 Uhr: In Löbau haben sich am Montag Ober-/Bürgermeister des Landkreises getroffen, um über die aktuellen Entwicklungen zu sprechen. Wie der Landkreis mitteilt, war das wesentliche Thema die Allgemeinverfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Schließung von Schulen und Kitas und die Organisation von Notbetreuung. Dabei wurde verdeutlicht, dass jeder Träger einer solchen Einrichtung eine zu gewährleisten hat. Die Träger werden bei der Umsetzung von den Kita-Fachberatern des Landkreises unterstützt.

Das passierte am 16. März

20.30 Uhr: Nach der Facebook-Gruppe "Corona Hilfe Zittau" gibt's nun auch die "Nachbarschaftshilfe Oderwitz". Das Anliegen ist dasselbe: Senioren oder Personen in Risikogruppen helfen, die ihre eigenen vier Wände nicht mehr verlassen wollen oder dürfen. "In der Corona-Krise gilt es Solidarität und Menschlichkeit zu zeigen", begründet Mitorganisator Tom Stöcker die Gründung. Wer mitmachen will, kann sich zwischen 8 und 18 Uhr unter 0178/1284090 melden oder an [email protected] schreiben. "Die Kontaktvermittlung erfolgt nicht öffentlich, sondern über eine Vertrauensperson, die Hilfe direkt vermittelt."

20 Uhr: Bei Facebook gibt's seit heute Abend eine Gruppe zum Thema Corona im Landkreis Görlitz. Auf der sollen die Menschen gebündelt alle regionalen, wichtigen Informationen finden, teilt Ersteller David Köhler mit. Lokale Unternehmen, Geschäfte, Bars, Einkaufsläden, Ämter und andere Einrichtungen sind aufgerufen, ihre Nachrichten in der Gruppe zu teilen, um möglichst viele Leute zu erreichen.

19.30 Uhr: Die Reichenbacher Johanneskirche öffnet ab jetzt die gesamte Woche von 14 bis 18 Uhr zur persönlichen Andacht. "Um einen Ort zu bieten, an dem wir unsere Ängste und Sorgen vor Gott tragen", teilt Pfarrer Christoph Wiesener mit. Die Gottesdienste werden ausgesetzt. Die Meuselwitzer Kirche öffnet freitags von 16 bis 18 Uhr und am Wochenende von 14 bis 18 Uhr aus demselben Grund. Es gebe verstärkt Nachfragen, wie das die kommende Zeit mit Beerdigungen geregelt sein wird. „Beerdigungen werden - so lange wie es geht - weiter durchgeführt“, sagt der Pfarrer. Sie sollen auf den engsten Familienkreis beschränkt sein. Die Gedenkfeierlichkeiten an den oder die Verstorben/e sollten bitte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

19.15 Uhr: Bis nach den Osterferien bleibt der "Treff für Kids" beim Jugendring auf dem Reichenbacher Marktplatz geschlossen. Das Büro ist weiterhin besetzt. Darüber informiert die Mitarbeiterin vom Jugendring-Oberlausitz.

19 Uhr: In Tschechien konnten die ersten drei Personen von einer Coronavirus-Infektion geheilt werden. Sie waren Patienten des Krankenhauses in Usti nad Labem. Das berichtet das tschechische Fernsehen. Die Zahl der infizierten Personen liegt nach neuesten Zahlen bei unter 300.

18.30 Uhr: Die Stadt Niesky schließt alle öffentlichen Einrichtungen. Das betrifft das Eisstadion, die Bibliothek, die Museen "Raschkehaus" und "Konrad-Wachsmannhaus" sowie die Turnhallen. Die Sprechzeiten im Rathaus werden auf Dienstag und Donnerstag begrenzt, teilt die Verwaltung mit. Die Bürger sollen zum Telefon greifen.

18.15 Uhr: Die Grenz-Kontrollen auf der A4 haben inzwischen Mega-Staus zur Folge. Polen werden gleich dreifach überprüft. Dadurch warten Autofahrer bis zu acht Stunden auf die Ausreise.

18 Uhr: An den Schulen in der Region Görlitz und Niesky sowie Löbau-Zittau werden die Kinder und Jugendlichen die nächsten vier Wochen mit Hausaufgaben versorgt. Dafür haben sich die Lehrer einiges einfallen lassen.

17.45 Uhr: Die Stadtwerke Görlitz schließen ab Mittwoch ihr Kundenbüro für persönliche Beratungen. "Um das Übertragungsrisiko zu minimieren", teilt das Unternehmen mit. Der E-Bike-Verleih ist an allen Verleihstationen ausgesetzt. Anfragen werden unter 03581/33535 sowie [email protected] und postalisch beantwortet. Die Corona-Pandemie hat aber keine Auswirkungen auf die Versorgung. Dafür bestehen entsprechende Pläne. 

17.30 Uhr: Die für den 24. März angekündigte Scheckübergabe der Initiative "Ab in die Mitte" und die Eröffnung der dazugehörigen Ausstellung im Görlitzer Rathaus findet nicht statt. Darüber informiert die Stadtverwaltung

17.15 Uhr: Die Agentur für Arbeit bietet in ihren Ämtern keine persönlichen Gesprächstermine mehr an.  "Durch die Aussetzung des Kundenkontaktes wollen wir einen Beitrag zum Gesundheitsschutz, zum Eindämmen der Pandemie leisten und die Zahlung von Geldleistungen sicherstellen", erklärt die Behörde. Vereinbarte Termine müssen nicht abgesagt werden. Alle Anliegen sollen ab sofort weitgehend über die Online-Service-Angebote geklärt werden.

17 Uhr: Das Klinikum Oberlausitzer Bergland hat zwar weder einen Corona-Patienten noch einen Verdachtsfall, dennoch sind die Notfallpläne aktiviert. So werden in Ebersbach, Zittau und Weißwasser beispielsweise nicht dringend erforderliche Operationen verschoben. Gleiches gilt für die Krankenhäuser in Görlitz und Umland

16.45 Uhr: Das Landgericht Görlitz und die Amtsgerichte Bautzen, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Weißwasser und Zittau reduzieren die Sprechzeiten und Besucherströme. Grund ist neben dem Verhindern einer Virus-Ausbreitung, dass Mitarbeiter von den Schließungen der Schulen und Kitas betroffen sind. "Eine persönliche Vorsprache wird nur noch in vorab vereinbarten Fällen möglich sein", berichtet Präsident Friedrich-Leopold Graf zu Stolberg. Bei Sozialarbeitern der Justiz bleibt sie im Rahmen der Bewährungshilfe und Führungsaufsicht gewährleistet. Bereits terminierte Verhandlungen werden fortgesetzt.

16.30 Uhr: Die Wohnbaugesellschaft Zittau hat für Besucher geschlossen - bis voraussichtlich 17. April. Dringende Anliegen sollen unter 03583/7500 oder  [email protected] an das Unternehmen gerichtet werden. "Wir sind telefonisch zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar", informiert es. Veränderungen werden über die Internetseite bekanntgegeben.

16.15 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Görlitz hat am Montag erneut getagt. Diese Maßnahmen gelten ab sofort.

16 Uhr: Der für den 4. April geplante vierte Umwelttag der Gemeinde Olbersdorf und der Stadt Zittau wird wegen der Corona-Pandemie vorsorglich abgesagt. "Wir bitten um Verständnis", teilen die Veranstalter mit.

15.45 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 nicht zu begünstigen, bleibt das Rathaus Markersdorf für den Publikumsverkehr geschlossen. Das teilt die Gemeinde auf ihrer Internetseite mit. Wichtige und dringende Termine können vereinbart werden. Auf der Stadtseite Reichenbach wurde bisher noch keine Schließung vom Rathaus bekannt gegeben. Telefonisch ist aktuell niemand erreichbar. Der letzte Eintrag auf der Seite ist vom 13. März. Die Grundschulen in Schöpstal und Reichenbach informieren auf ihren Internetseiten die Eltern über den aktuellen Stand. Da werden auch die Pläne für die Hausaufgaben die nächste Zeit bekannt gegeben.

15.30 Uhr: Das Krankenhaus Großschweidnitz hat einen Besucherstopp angeordnet und alle kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen bis Ende Mai abgesagt. Auch die Gottesdienste in der Kirche  sind gestrichen. "Die ambulanten Leistungen werden eingeschränkt und auf die Akutfälle heruntergefahren", teilt das Krankenhaus mit. Vor allem im gerontopsychiatrischen Bereich sind geplante Aufnahmen gestoppt. Patienten und Mitarbeiter dürfen sich auf dem Krankenhaus-Gelände frei bewegen.

15.15 Uhr: Das Finanzamt Löbau bietet vorerst keinen Servicetag mehr im Rathaus Zittau an - aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus. "Dies dient dem Schutz der Bevölkerung und der Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit der Bediensteten", teilt die Behörde mit.

15 Uhr: Die Christian-Weise-Bibliothek  schließt ab Dienstag samt allen Zweigstellen in Löbau, Reichenbach, Zittau sowie der Fahrbibliothek - und das voraussichtlich bis 20. April. Das teilt Leiterin Gabriele Kontek mit. Alle Veranstaltungen sind abgesagt. Telefonisch ist die Bibliothek in Zittau zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Bücher können weiter über die Bücherbox abgegeben werden.

14.45 Uhr: Die Türen der Gemeinde Oderwitz bleiben vorerst geschlossen. Während der regulären Öffnungszeiten werden nur dringliche, nicht aufschiebbare Anliegen persönlich durch die jeweiligen Sachbearbeiter entgegengenommen. Dafür sollen Betroffene unter 035842/2230 oder [email protected] einen Termin vereinbaren. "Die Anliegen werden nach Prioritäten abgearbeitet", teilt die Verwaltung mit. Die Öffnungszeiten des Briefwahlbüros bleiben von den Regelungen unberührt.

14.30 Uhr: Die Kreismusikschule Dreiländereck setzt ab Dienstag die Präsenzlehre aus. Das heißt, in dieser Zeit haben Schüler und Eltern Zutrittsverbot. "Der Lehrbetrieb wird nach Möglichkeit digital fortgesetzt", teilt die Einrichtung auf ihrer Facebook-Seite mit. Veranstaltungen jeglicher Art sind bis einschließlich 20. April abgesagt oder werden verschoben.

14.15 Uhr: Am Ostersonntag wird es keine Ironsports Fight Night in Niesky geben. Das teilt der Nieskyer Verein Ironsports mit. „Die Corona Krise hat unsere komplette Infrastruktur getroffen, so sind viele Sportstätten geschlossen und die Grenzen dicht“, berichtet der Vereinsvorstand. Dazu kommt, dass sich der Veranstalter auch in seiner sozialen Verantwortung sieht, die Ausbreitung des Coronavirus durch eigene Handlungen einzudämmen. Der Verein arbeitet mit Hochdruck an einem Nachholtermin, der umgehend bekannt gegeben wird. Die Tickets behalten damit ihre Gültigkeit. Über einen Rückkauf will der Verein in den kommenden Tagen informieren.

14.05 Uhr: Eine Ausnahmeregelung erlaubt Apothekern jetzt, Mittel für die Desinfektion selbst herzustellen. Denn die Nachfrage ist riesig.

14 Uhr: Die Wahl des neuen Bürgermeisters am 29. März soll per Brief vorgenommen werden. Das empfiehlt die Gemeinde Oderwitz in einer Mitteilung.

13.45 Uhr: Auch die SZ-Redaktion Löbau/Zittau hat auf die Corona-Pandemie reagiert. Die Reporter arbeiten im Homeoffice. Die täglichen Veranstaltungstipps online und in der Zeitung werden wegen der zahlreichen Absagen ausgesetzt. Außerdem arbeitet die Redaktion an einem Notfallplan für den Fall, dass viele der Journalisten krank werden. 

13.30 Uhr: Heimatmuseum, Tourist-Information, Künstlergilde und Bibliothek im Gildenhaus in Herrnhut haben geschlossen. Dies gilt auch für die Landkarten-Sonderausstellung und die Ostereier-Verkaufsausstellung. Der Saisonstart auf der Minigolfanlage verschiebt sich bis auf unbestimmte Zeit. "Wir bitten alle Gäste um Verständnis für diese Maßnahmen, die den Handlungsempfehlungen der Sächsischen Regierung folgen und dem Schutz aller Beteiligten dienen sollen, erklärt der Leiter des Kultur- und Fremdenverkehrsamtes Konrad Fischer.

13.15 Uhr: Die AOK Plus schließt ab Donnerstag alle Filialen für die persönliche Kundenberatung. Die Gesundheitskasse unterstützt damit die Anstrengungen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und medizinisches Personal, Praxen und Kliniken zu entlasten. "Wir wollen insbesondere unsere Kunden, die aufgrund von chronischen Erkrankungen oder aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören, vor einer Infektion schützen", sagt AOK-Plus-Vorstand Rainer Striebel. "Auch die Gesundheit unserer Mitarbeite gilt es zu schützen." Die Briefkästen an den Standorten werden regelmäßig geleert. Die Servicenummer 0800/1059000 ist 24 Stunden erreichbar. 

13 Uhr: In der Region Liberec fehlen Atemschutzmasken. Das berichtet Bezirkshauptmann Martin Puta. Weil die tschechische Regierung versagt hat, geht die Region nun ihren eigenen Weg - und sucht Freiwillige zum Nähen. Derweil herrscht Ausgangssperre.

12.45 Uhr: Die Stadt Löbau hat die Turnhallen in Löbau-Ost und der Heinrich-Pestalozzi-Schule sowie die Ortschaftszentren in Ebersdorf, Rosenhain, Großdehsa und Schloss Kittlitz geschlossen, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung des Virus zu schützen. Buchungen beziehungsweise Reservierungen sind damit storniert. Strafzahlungen oder Gebühren werden aber nicht erhoben, informiert die Stadt. 

12.30 Uhr: Die DAK-Gesundheit stellt ab sofort in ihrem Servicezentrum in Görlitz die persönliche Kundenberatung ein. "Die Versicherten erhalten alle erforderlichen Leistungen weiterhin wie gewohnt", teit die Krankenkasse mit. Die Beratung der Versicherten wird über das Kundentelefon 03581/704930 sowie über [email protected] sichergestellt.

12.15 Uhr: Alle drei Konzerte mit der Aufführung des "Stabat Mater" von Pergolesi des Akademischen Chors der Hochschule Zittau/Görlitz zusammen mit dem Deutschen Bachorchester in Schirgiswalde, Obercunnersdorf und Kamenz werden auf nächstes Jahr verschoben. Gleiches gilt für alle Konzertreisen und für die Teilnahme des Akademischen Chores zum Internationalen Beethoven-Festival nach Olsztyn/Polen. Die Chor- und Soloproben des Hochschulchores sind bis 27. April ausgesetzt.

11.45 Uhr: Der Verein "Frauen helfen Frauen" sagt ab sofort alle Veranstaltungen bis voraussichtlich zum 18. April ab. Darüber informiert er in einer Mitteilung. 

11.31 Uhr: In Polen wurde eine Frau mit Corona-Verdacht im Zug entdeckt. Behörden bitten alle, die am Sonnabend auf der Strecke mitgefahren sind, sich zu melden. Möglicherweise waren auch Görlitzer darunter.

11.30 Uhr: Das Job-Speed-Dating am 4. April in der Kulturbrauerei Görlitz findet nicht statt. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung um das Coronavirus folgen wir den behördlichen Anordnungen und handeln im Sinne unser aller Gesundheit", teilt der Veranstalter mit.

11.15 Uhr: Die Stadtwerke Löbau haben ihre Geschäftsstelle für Besucher geschlossen. Sie sind weiter unter 03585/8667700 sowie unter [email protected] erreichbar. "Eine Terminvergabe erfolgt in Ausnahmefällen nach gesonderter Absprache", heißt es. In dringenden Fällen können Bareinzahlungen an der Kasse ausschließlich an Dienstagen von 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr vorgenommen werden.

11 Uhr: Der Oberlausitzer Leinewebertag mit Karaseks Naturmarkt sowie die Wiedereröffnung des Karasek-Museums am 22. März entfallen. Der nächste Naturmarkt soll im September stattfinden. Ein Termin zum Neustart des Museums wird laut Tourist-Information Seifhennersdorf rechtzeitig bekannt geben.

10.45 Uhr: Die Görlitzer Sammlungen bleiben ab sofort bis vorläufig 19. April geschlossen. Davon betroffen sind Barockhaus, Kaisertrutz und der Reichenbacher Turm sowie die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften. Auch hier fallen alle Veranstaltungen aus.

10.30 Uhr: Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz bleibt bis auf weiteres geschlossen. Es finden auch keine Veranstaltungen statt. 

10.00 Uhr: In Ebersbach-Neugersdorf wirkt sich das Coronavirus nun auch auf die Kommunalpolitik aus. Die Bürgermeisterin hat zunächst die Sitzung des Verwaltungsausschusses abgesagt, die für den Montag planmäßig anberaumt war. Wie es generell mit der Stadtratsarbeit weiter geht, soll noch entschieden werden. Die nächste Turnusmäßige Sitzung ist für den 30. März geplant. 

9.45 Uhr: Auf der A4 Dresden in Richtung Görlitz zwischen Görlitz und dem Rastplatz An der Neiße staut es sich. Grund sind die Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze.

Stau auf der A4
Stau auf der A4 © Danilo Dittrich

9.30 Uhr: Das gemeinsame Konzert von Pulsnitzer Chor und Spreequellchor am 22. März im Rathaussaal Seifhennersdorf entfällt. Darauf weist die Chorvereinigung Spreequelle Ebersbach-Neugersdorf hin.

9 Uhr: Das Neisse-Bad Görlitz folgt der Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamtes und schließt ab heute bis voraussichtlich einschließlich 19. April. "Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Besucher und Mitarbeiter haben bei uns höchste Priorität", heißt es dazu auf der Facebook-Seite des Schwimmbads.

8 Uhr: Die Baby- und Kindersachenbörse am 21. März in der Messehalle Löbau ist abgesagt. "Im Interesse der Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus und zum Schutz von Menschen mit erhöhtem Risiko sind wir davon überzeugt, dass dies der einzig richtige Schritt ist", erklärt der Veranstalter.

0 Uhr: Die tschechische Regierung hat eine Quarantäne für das gesamte Land beschlossen. Die Regelung gilt von Mitternacht an bis zum 24. März. Bürger dürfen demnach nur noch zur Arbeit sowie notwendigen Familien- und Arztbesuchen, Einkäufen und anderen dringenden Angelegenheiten nach draußen.

Das passierte am 15. März

20.30 Uhr: Der Grenzübergang Lückendorf/Petrovice wird ab Montag von 5 bis 23 Uhr für Pendler geöffnet. Darauf haben sich Liberec' (Reichenbergs) Bezirkshauptmann Martin Puta, Hradeks (Grottaus) Bürgermeister Josef Horinka und Zittaus OB Thomas Zenker mit dem tschechischen Innenministerium geeignet. Wie am Übergang in Neugersdorf können jene über die Grenze, die in Tschechien oder Deutschland arbeiten und im jeweiligen Nachbarland wohnen. Die tschechische Polizei kontrolliert vor Ort. 

20 Uhr: Der Görlitzer Kreisverband "Die Linke" ruft anlässlich der steigenden Zahl der Corona-Infizierten zur Nachbarschaftshilfe auf. "Egal ob beim Einkaufen, beim Hund Gassi führen oder beim abholen von Medikamenten in der Apotheke – wir können alle im speziellen älteren Menschen helfen, sich nicht anzustecken", äußert Mitglied Mathias Fröck. Das Büro auf der Schulstraße in Görlitz bleibt die kommenden Wochen geschlossen und ist unter 03581/403005 erreichbar. 

19.30 Uhr: In der Region Liberec (Reichenberg) konnte bei einem dritten Patienten das Coronavirus nachgewiesen werden. Ein 19-jähriger Mann aus Jablonec kehrte von einem Skiausflug aus dem italinieschen Skigebiet Trentino zurück. Wie zwei andere Patienten liegt er auf der Infektionsstation in Liberec. "Alle sind in gutem Zustand", sagt Vladimiír Valenta, Direktor der Hygienestation in Liberec dem Onlineportal drnba.cz. Bisher gibt es in Tschechien laut Gesundheitsamt 253 bestätigte Fälle, mit 96 die meisten in Prag.

19 Uhr: Der Tierpark Zittau hat die täglich öffentliche Pinguin-Fütterung um 15.30 Uhr eingestellt, bleibt aber sonst geöffnet. "Bitte seht von einem Besuch ab, wenn Ihr euch nicht gesund fühlt und nehmt Rücksicht auf andere", heißt es. 

18 Uhr: Zwei Wochen Quarantäne oder nicht? Bei dieser so wichtigen Frage gab es für die Familien von 80 Görlitzer Gymnasiasten am Wochenende keine Klarheit. Ein großer Teil wartete am Sonntag auf das Testergebnis.

15 Uhr: Die Dienststellen der Stadt Löbau bleiben vorerst für Besucher geschlossen. Sie reagiert damit auf die zunehmende Verbreitung des Coronavirus. "Durch die Schließungen soll die Bevölkerung geschützt und die Arbeitsfähigkeit der Bediensteten sichergestellt werden", heißt es. Bürger können sich telefonisch, schriftlich oder per E-Mail an die Stadtverwaltung wenden. Für das Standes- und Meldeamt ist ein persönliches Erscheinen nur in dringenden, begründeten und unaufschiebbaren Fällen möglich - nach Anmeldung.

14.30 Uhr: Das Westpark-Center in Zittau bleibt vom Dienstag an bis voraussichtlich 19. April geschlossen. "Dies gilt dem vorbeugenden Schutz aller Besucher, Mitglieder - darunter viele Ältere - und Mitarbeiter", informiert Betreiber Heiko Wasser. Alle aktiven Kurse werden eingefroren. Abo-Kunden für Tennis, Squash, Soccer können die unterbrochenen Stunden dranhängen, Fitness-Mitgliedschaften gelten entsprechend länger, genauso Gutscheine. Das Aktionswochenende von Karfreitag bis Ostermonat wird auf die Woche vom 27. April bis 3. Mai verlegt. Täglich kommen über 600 Besucher ins Westpark-Center.

14 Uhr: Die Veranstaltung "Es brennt und (K)Einer kommt zum Löschen" am 7. April in Zittau ist abgesagt. Die beiden Linken-Politiker  André Hahn und Mirko Schultze wollten dort mit dem Feuerwehr-Chef Uwe Kahlert und OB Thomas Zenker über die Sparmaßnahmen bei der Feuerwehr diskutieren.

13.30 Uhr: In der Stadt Löbau werden ab Dienstag alle Kitas geschlossen. Dann können nur noch Sorgeberechtigte eine Notbetreuung für ihre Kinder nutzen, wo der betriebliche Einsatz der Sorgeberechtigten zwingend notwendig ist - bestätigt vom Arbeitgeber. Dazu gehören die Bereiche Gesundheit, Versorgung, Polizei, Justiz, Berufsfeuerwehr, Bildung, Behörden. Am Montag haben alle Einrichtungen wie gewohnt offen, teilt die Stadt in Abstimmung mit den freien Trägern mit.

13 Uhr: Ab Montag sind die Schulen im Landkreis Görlitz zwar noch nicht zu, aber die Schulpflicht ist ausgesetzt. Es gibt die ersten Tage noch eine Notbetreuung. Und die Schüler bekommen Aufgaben für Zuhause. 

12 Uhr: Nun schließen auch der Görlitzer und Zittauer Filmpalast. Unter der Überschrift "Bleibt gesund" informieren die Kinos, dass bereits  gekaufte Tickets  erstattet werden - und zwar online direkt. Wer an der Kasse Tickets gekauft hat, kann sich an [email protected] oder [email protected] wenden. "Wir laufen Euch nicht weg, sondern krempeln die Ärmel hoch, räumen auf, planen zukünftige Events, streichen vielleicht hier und da und freuen uns jetzt schon riesig auf ein Wiedersehen mit Euch bei uns im Filmpalast", heißt es. 

11 Uhr: Domino's Pizza mit Filialen in Görlitz und Zittau bietet ab sofort eine kontaktlose Lieferung von Speisen an. "So wird ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen Fahrer und Kunden eingehalten, um das Risiko einer Infektion zu mindern", berichtet das Unternehmen. Eine Barzahlung ist in dem Fall nicht möglich. Die Mitarbeiter müssen zudem täglich vor Arbeitsbeginn bestätigen, keine Krankheitssymptome zu haben. 

10 Uhr: Fast überall das gleiche Bild im Landkreis Görlitz - geschlossene Grenzen nach Polen, abgesichert von Polizisten. Und mancher schaut sehnsuchtsvoll über die Metallzäune. 

Zu: Grenzübergang an der Friedensstraße in Zittau.  
Zu: Grenzübergang an der Friedensstraße in Zittau.   © Matthias Weber/photoweber.de
Zu: Grenzübergang an der Chopinstraße
in Zittau.
Zu: Grenzübergang an der Chopinstraße in Zittau. © Matthias Weber/photoweber.de
Zu: Grenzübergang in Hagenwerder
Zu: Grenzübergang in Hagenwerder © Dittrich
Zu: Grenzübergang an der Stadtbrücke in Görlitz.
Zu: Grenzübergang an der Stadtbrücke in Görlitz. © Danilo Dittrich
Zu: Grenzübergang an der Altstadtbrücke in Görlitz.
Zu: Grenzübergang an der Altstadtbrücke in Görlitz. © Danilo Dittrich

9 Uhr: Die Herrnhuter Sterne haben seit diesem Wochenende alle öffentliche Bereiche der Manufaktur geschlossen. "Wir unterstützen die Bekanntmachungen der Landesregierung und halten uns an die medizinischen Hinweise", teilt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite mit.

8 Uhr: Die tschechische Polizei hat am Sonnabend Hunderte von Autos an der polnischen Grenze in Hradek (Grottau) nach Deutschland zurückgeschickt. Allein 86 sind es zwischen 8 und 12 Uhr gewesen. "Und dabei sind nicht diejenigen, die uns sehen und umdrehen - sie versuchen es wahrscheinlich", sagt ein Polizist dem Onlineportal. idnes.cz, der zwischen Hradek und Porajów patrouillierte.

0 Uhr: Polen hat die Grenzen zu Deutschland geschlossen: Eine Radlerin, ein Renault und ein Ford-Transporter waren beispielsweise die letzten, die die Grenze an der Görlitzer Stadtbrücke kurz vor Mitternacht passierten. Punkt 0 Uhr trugen polnische Beamte dann die Baken auf die Straße. Für Fahrzeuge ist die Durchfahrt hier gänzlich gesperrt, Fußgänger dürfen den Übergang weiter passieren - allerdings nur polnische. Ab sofort haben auch alle Geschäfte in Einkaufszentren genauso wie Restaurants und Spielcasinos geschlossen. Geöffnet bleiben nur Lebensmittelläden und Apotheken. Ebenso sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Besuchern verboten. Die Maßnahmen gelten nach Angaben der Regierung zunächst für zehn Tage, können aber um 20 weitere verlängert werden. Polen hat derzeit 68 Corona-Infizierte. Davon ist ein Mensch gestorben.

Seit Mitternacht zu: Die Stadtbrücke: Blick von Görlitz nach Zgorzelec
Seit Mitternacht zu: Die Stadtbrücke: Blick von Görlitz nach Zgorzelec © Nikolai Schmidt

Das war der 14. März

21 Uhr: Das Sport- und Freizeitzentrum Zittau hat als soziale Einrichtung, Caterer und Anbieter für Schulspeisung alle Veranstaltungen und sportlichen Aktivitäten abgesagt. Die Verpflegung der Schulen wurde zentral eingestellt. Somit fallen nach Angaben des gleichnamigen Vereins 85 Prozent der Umsätze für unbestimmte Zeit aus. "Mit sofortigem Eintritt in die Kurzarbeit versuchen wir in den nächsten Wochen unsere 24 Mitarbeiter zu schützen und alles aufrecht zu erhalten, was dringend notwendig ist." Dazu zählt beispielsweise die Außer-Haus-Lieferung für Kunden.

20.45 Uhr: Die Zittauer Kindertagesstätten gGmbH öffnet am Montag planmäßig für alle Eltern, die ihre Kinder kurzfristig nicht anderweitig betreuen können. Für eine Alternative bleibt ihnen bis Mittwoch Zeit. Ab Donnerstag ist nur noch eine Notbetreuung in einigen Einrichtungen geplant, informiert das Unternehmen. "Diese Möglichkeit besteht dann für bestimmte Arbeitnehmergruppen." Welche, werde am Montag vom Freistaat konkretisiert. Die Einschränkungen sollen bis 17. April gelten.

20.30 Uhr: Zum Schutz aller Bewohner und Mitarbeiter bittet die Zittauer Alten- und Pflegeheim GmbH "St. Jakob" ab sofort auf Besuche zu verzichten. In dringenden Fällen sind diese weiter möglich - nach Anmeldung."Der telefonische Kontakt zu Angehörigen steht weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung", teilt das Unternehmen mit. 

20.15 Uhr: Die Stadt Zittau reagiert mit weiteren Schließungen von öffentlichen Einrichtungen: Sie untersagt absofort, die eigenen Turnhallen sowie das Weinau-Stadion für Vereinssport und andere Veranstaltungen zu nutzen und schließt ab Sonntag auch die Schwimmhalle Hirschfelde sowie das Stadtbad Zittau. Zu haben auch die Städtischen Museum. Die Maßnahmen gelten bis 19. April, wie die Stadt mitteilt. Eigene oder fremde Veranstaltungen in städtischen Gebäuden werden bis auf weiteres abgesagt.Genauso nehmen Stadtvertreter keine Gratulationen mehr bei runden Geburtstagen/Ehe- und Betriebsjubiläen vor.

19.30 Uhr: Der Landkreis Görlitz  hat ab Montag Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 75 Teilnehmern verboten. Alle anderen werden dem Gesundheitsamt spätestens 72 Stunden vor Beginn gemeldet, sonst sind auch diese untersagt - dazu ist ein Meldebogen auszufüllen. Nach Einschätzung des Landkreises hat sich die Lage verschärft und können andere als die ergriffenen Maßnahmen mögliche Infektionsketten nicht wirksam verhindern. Aktuell sind sieben Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Darüber hinaus bestehen 43 begründete Verdachtsfälle. 

18 Uhr: Alle Züge der Verbindung Dresden-Görlitz-Zgorzelec beginnen und enden ab Sonntag in Görlitz. "Dort besteht dann keine Anschlussmöglichkeit mehr in Richtung Polen", äußert Jörg Puchmüller von der Länderbahn zur Auswirkung der Grenzschließung. Die Maßnahmen sind zunächst für zehn Tage angekündigt und können bei Bedarf um weitere 20 Tage verlängert werden.

16.30 Uhr: Ab Mitternacht kommt man nicht mehr nach Polen. Panik bricht deshalb nicht aus - aber dafür Leere in den Supermarkt-Kühltruhen. Eine Reportage aus der Görlitzer Schwesternstadt Zgorzelec und den letzten Stunden mit offener Grenze.  Es gibt Ausnahmen: "Wir haben Menschen, die im Ausland arbeiten und jeden Tag zur Arbeit pendeln, von der Schließung der Grenzen ausgeschlossen", teilt die polnische Verwaltung auf Ihrer offiziellen Website mit. "Dies gilt sowohl für im Ausland arbeitende Polen als auch für in Polen arbeitende und täglich pendelnde Ausländer."

Sanitäter mit Schutzkleidung stehen an der Stadtbrücke zwischen Zgorzelec und Görlitz. Für die Kontrollen auf Corona-Verdachtsfälle, die seit Anfang der Woche laufen. Mitternacht ist die grenze dann geschlossen.
Sanitäter mit Schutzkleidung stehen an der Stadtbrücke zwischen Zgorzelec und Görlitz. Für die Kontrollen auf Corona-Verdachtsfälle, die seit Anfang der Woche laufen. Mitternacht ist die grenze dann geschlossen. © - Foto: privat

16 Uhr: Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Landkreis Görlitz fordert die Bundesregierung auf, umgehend einen Deutschlandfonds zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen in der Corona-Krise aufzulegen und einen Krisenstab zu bilden. "Die Regierung darf unsere Unternehmen nicht hängen lassen", sagt Vorsitzender Helmut Goltz.

15.30 Uhr: Viele nutzen das schöne Wetter für einen Spaziergang, auch den Kammweg an der Lausche. An der Grenze ist aber Schluss: mit Flatterband, Schildern und einem Hinweistext sollen die Wanderer am Übertritt gehindert werden - nur hält sich augenscheinlich keiner dran.

So versucht Tschechien am Kammweg in Waltersdorf die Wanderer zu stoppen.
So versucht Tschechien am Kammweg in Waltersdorf die Wanderer zu stoppen. © Thomas Christmann

14 Uhr: Heute decken sich noch einmal viele Raucher aus Deutschland und Tschechien in Polen mit günstigen Zigaretten ein, wie hier in Sieniawka. Auch in Zgorzelec ist spürbar viel los. 

Ein Stand in Sieniawka.
Ein Stand in Sieniawka. © Matthias Weber/photoweber.de

13.30 Uhr: Die IHK sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, die Zwischen- und Abschlussprüfungen in allen Ausbildungsberufen abzusagen. "Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist objektiv nicht mehr möglich", teilt sie mit. Auch die  IHK-Tourismustag findet nicht statt und wird auf den Herbst verschoben.

13.15 Uhr: Die Ortsgruppe "Fridays for Future Zittau" und das Bündnis "Zittau ist bunt" verschieben ihre für den 21. März geplante Veranstaltung "Wir sind bunt" auf unbestimmte Zeit. "Wir möchten auf keinen Fall die Verbreitung des Virus begünstigen, geschweige denn Besucher einer gesundheitlichen Gefahr aussetzen", teilt Mitorganisator Alexander Hilse mit. "Allgemeinwohl steht über politischem Aktivismus." Die Veranstalter rufen stattdessen zur internationalen Woche gegen Rassismus zum "Netzstreik fürs Klima" auf. Jeder soll ein Bild vom Demoschild auf einer beliebigen Social-Media-Plattform hochladen und mit Hashtag #NetzstreikfürsKlima kommentieren.

13 Uhr: Ein Teil der 80, am Freitag aus dem Skilager im Zillertal zurückgekehrten, Schüler des Görlitzer Joliot-Curie-Gymnasiums hat sich heute bereits auf Corona testen lassen. Die Ergebnisse werden bis morgen erwartet. Die Untersuchung geschah in Absprache mit dem Gesundheitsamt, die Initiative dazu hatten aber die Eltern ergriffen, unter denen es mehrere Ärzte gibt - so auch die Ärztin, die heute extra dafür ihre Praxis öffnete und die Abstriche entnahm. Noch völlig unklar ist, wie es nun weitergeht, ob und wann die übrigen Rückkehrer getestet werden. Eine Anfrage dazu beim Gesundheitsamt blieb bislang unbeantwortet. Allerdings wurden die Familien gebeten, Kontakte und Einkäufe zu unterlassen und in Quarantäne zu bleiben.

12.45 Uhr: Bei Facebook haben Nutzer die ersten Corona-Hilfe-Gruppen gegründet. So gibt es beispielsweise die "Corona Hilfe Zittau" . Dort soll Risikogruppen sowie älteren Leuten Hilfe angeboten werden wie Einkäufe erledigen, Gassi gehen, etc. "Wer helfen kann und möchte, kann hier rein schreiben und am besten auch welche Art der Hilfe angeboten wird", teilt Administratorin Jasmin Kapunkt auf der Seite mit.

12.30 Uhr: Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) hat ihre Servicemitarbeiter angewiesen, sich während der Fahrt im unbesetzten Führerstand aufzuhalten - abgesehen von der Betreuung am Bahnsteig und Kundenanliegen. Zudem ist das Catering eingestellt, teilt das Unternehmen mit. Die Odeg verkehrt unter anderem auf der Strecke Cottbus-Görlitz-Zittau.

12.15 Uhr: Die Bundespolizei hat nach dem Schließen der Grenzen ihre Streifen- und Kontrolltätigkeit erhöht. Das teilt Alfred Klaner von der Inspektion in Ebersbach auf SZ-Nachfrage mit. "Wir werden niemanden am Grenzübertritt hindern, aber darüber belehren, dass dies auf tschechischer Seite geahndet werden kann", sagt er. Die Beamten seien sozusagen präventiv unterwegs. Der einzige mögliche Übergang nach Tschechien im Landkreis Görlitz ist noch in Neugersdorf/Jirikov, allerdings nur für Pendler, Diplomaten und Rettungskräfte. Der nächste liegt auf der A17 bei Breitenau in der Nähe von Pirna.

Offen: Grenzübergang Neugersdorf/Jirikov (offen für Pendler, Diplomaten, Rettungskräfte)
Offen: Grenzübergang Neugersdorf/Jirikov (offen für Pendler, Diplomaten, Rettungskräfte) © privat
Zu: Grenzübergang Ebersbach/Jirikov
Zu: Grenzübergang Ebersbach/Jirikov © undefined
Zu: Grenzübergang Sohland/Rozany
Zu: Grenzübergang Sohland/Rozany © privat
Zu: Grenzübergang Neugersdorf/Jurikov (unterer Grenzweg)
Zu: Grenzübergang Neugersdorf/Jurikov (unterer Grenzweg) © privat
Zu: Grenzübergang Großschönau/Varnsdorf
Zu: Grenzübergang Großschönau/Varnsdorf © privat
Grenzübergang Seifhennersdorf/Varnsdorf
Grenzübergang Seifhennersdorf/Varnsdorf © privat

12 Uhr: Das Gerhart-Hauptmann-Theater stellt ab sofort seine Vorstellungen in Görlitz und Zittau ein. Erworbene Karten können zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Das soll allerdings per Überweisung erfolgen, um Bargeldverkehr aus Gründen des Infektionsschutzes zu vermeiden. Ein Formular dazu finden Sie hier.

11.15 Uhr: Leere Toilettenpapier-Regale im Görlitzer Aldi an der Pontestraße. Auch in anderen Supermärkten im gesamten Landkreis gibt's inzwischen Lücken bei einigen Hygiene-Produkten und Grundnahrungsmitteln.

Blick aufs leere Klopapier-Regal bei Aldi.
Blick aufs leere Klopapier-Regal bei Aldi. © Marc Hörcher

11 Uhr: Alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Dresden-Meißen sind bis auf Weiteres abgesagt. Das hat Bischof Heinrich Timmerevers heute aufgrund der aktuellen Entwicklungen entschieden. Davon betroffen ist beispielsweise die 2019 neugegründete Pfarrei St. Marien aus Löbau, Ostritz und Zittau. Auch die Kirchgemeinden der Landeskirche werden gebeten, an diesem Sonntag auf alle Gottesdienste zu verzichten. "Die Glocken sollen dennoch läuten und die Kirchen offen sein, Seelsorger zur Zeit des Beginns vor Ort und ansprechbar sein", teilt diese mit.

10.30 Uhr: Apotheker dürfen selbst Mittel zur Flächen- und Händedesinfektion herstellen. Dafür ist sonst eine entsprechende Zulassung nötig. In Zittau stellt zum Beispiel die Marienapotheke an der Äußeren Weberstraße solche Mittel her. "Solange der Vorrat reicht", heißt es. Solveig Wolf von der Sächsischen Landesapothekerkammer weist darauf hin, dass ein Abfüllen in eigens mitgebrachte Gefäße aus Hygiene- und Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht zu empfehlen ist.

10 Uhr: Die Bus- und Zugverbindungen aus Tschechien enden seit Mitternacht an der Grenze zu Deutschland und Polen. Auf der Strecke Liberec–Hrádek–Varnsdorf fahren die Züge durch. "In Zittau und weiteren deutschen Haltestellen dürfen Reisende nicht aus- und einsteigen", sagt der Sprecher der Region Liberec Filip Trdla. Die Linie Liberec–Hrádek–Zittau–Dresden wird nur auf deutscher Seite bedient. An der Strecke nach Polen in Richtung Szklarska Poręba ist nur der Abschnitt Liberec–Harrachov in Betrieb. Die Busse in der Region fahren nach einem Ferienplan. 

Voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche wird zwischen Seifhennersdorf und Zittau ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert, informiert Länderbahn-Sprecher Jörg Puchmüller. Die Fahrgäste sollen bis dahin die Bus-Überlandverbindungen der KVG Zittau nutzen.

9.30 Uhr: Tschechien hat seine Ankündigung umgesetzt und seine Grenzen um Mitternacht geschlossen. An Stellen wie der Bahnhofstraße in Ebersbach ist kein Durchkommen mehr, Barrikaden und Zäune verhindern dies. "Geschlossen sind auch die Grenzen nach Deutschland in Jablonne v Podjestedi, Petrovice und Krompach" sagt Liberec' Vizehauptmann Jan Svitak. Tschechen dürfen nicht nach Deutschland reisen. Ausnahmen gelten alle mit Wohnsitz in Tschechien sowie Berufspendler in einem Streifen von 100 Kilometern Tiefe beiderseits der Grenze. Am Freitag nutzten noch einmal viele Deutsche die Möglichkeit zum Tanken im Nachbarland. Ab Montag wird der Einreisestopp auf alle Ausländer ausgeweitet.

9 Uhr: Die Gemeinde Kottmar schließt ab 14. März bis vorerst 3. April die kommunalen Sporthallen und sonstigen Einrichtungen für den Vereinssport. Damit entfallen auch alle Veranstaltungen, die dort geplant sind. Die Sporthallen bleiben aktuell nur für den Schulsport geöffnet, heißt es von der Gemeinde. Auch in den Dorfgemeinschaftshäusern dürfen vorerst keine Vereinsveranstaltungen stattfinden. Außerdem schließt Kottmar die Museen, Touristinformationen und Bibliotheken für die Öffentlichkeit. Die Mitarbeiter sind aber telefonisch erreichbar. 

8 Uhr: Heimbetreiber wie Thomas Lange aus Mittelherwigsdorf beklagen, dass es bisher keine Handlungsempfehlung von staatlicher Seite gibt. Auf Nachfrage der SZ informiert der Landkreis, dass er inzwischen eine Übersicht mit den häufigsten Fragen und Antworten sowie Empfehlungen zusammengestellt hat. "Aufgrund vermehrter Anfragen aus den Alten- und Pflegeeinrichtungen", wie Sprecherin Julia Bjar sagt.

7.30 Uhr: Die ersten Gemeinden im Südkreis reagieren auf die Aufhebung der Schulpflicht und die Empfehlung des Freistaats, Kinder möglichst nicht in die Kitas zu schicken. Die Gemeinde Oppach beispielsweise richtet eine Notbetreuung in der kommunalen Kita "Pfiffikus" ein. Das heißt, die Kinder sollen nur in die Einrichtung gebracht werden, wenn es gar nicht anders geht. Eltern werden gebeten zu prüfen, ob sie ihre Kinder selbst zu Hause oder mit Unterstützung der Familie betreuen können. Wer keine Betreuung benötigt, soll das bis Montag um 8.30 Uhr in der Kita melden, damit die organisatorischen Abläufe geplant werden können, teilt die Verwaltung mit. Für Familien, die keine andere Möglichkeit haben, übernimmt die Kita vorerst weiter die Notbetreuung. Das soll erst einmal bis zum 20. März gelten. Es sei auch nicht auszuschließen, dass eine komplette Schließung der Kita kommt, heißt es von der Gemeinde. 

Das passierte am 13. März

20.15 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, schließt nun auch Polen die Grenzen zu Deutschland. Dies teilte ihren Angaben zufolge Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt. Diese Spezialkräfte hat ein SZ-Reporter an der polnischen Grenze beobachtet:

© Matthias Wehnert

19.30 Uhr: Fleischer Andreas Wagner aus Mittelherwigsdorf hat für das Eishockey-Spiel in Jonsdorf 1.000 Würste produziert, das wegen Corona ausfällt. Los geworden ist er seine Ware dennoch - dank einer spontanen Aktion.

18.45 Uhr: Wie Enso und Enso Netz mitteilen, laufe die Versorgung mit Strom und Gas im gesamten Versorgungsgebiet in Ostsachsen stabil und störungsfrei. Es gebe auch keinen Grund zur Annahme, dass sich daran etwas ändere. Das Krisenmanagement der Drewag/Enso-Unternehmensgruppe beobachte die aktuelle Entwicklung und reagiere auf Veränderungen der Lage.

18.30 Uhr: Aufgrund der aktuellen Lage und der Ausbreitung des Virus hat die VHS Görlitz soeben beschlossen, der Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamtes zu folgen und ab Montag vorsorglich bis auf Weiteres zu schließen. In der Zeit finden keine Kurse statt.

18 Uhr: Der Bürgerball in Nieskyer Bürgerhaus am 28. März findet nicht statt, teilt Arnim Christgen als Mitglied der Arbeitsgruppe mit. Er wird nicht komplett abgesagt, sondern in den Herbst verschoben. Weitere Details werden in der Arbeitsgruppe mit Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann am Dienstag besprochen. Die Eintrittskarten sollen ihre Gültigkeit behalten.

17.15 Uhr: Die für Sonnabend  geplante Veranstaltung "Ost Rock Giganten" in der Messehalle Löbau fällt aus. Wegen der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Veranstalter sich in Rücksprache mit den örtlichen Behörden dazu entschieden.

17 Uhr: Der Hirschfelder Sportverein stellt den Spielbetrieb bis auf Weiteres ein. "Wir als Sportler stecken das wahrscheinlich weg", heißt es in der Meldung - man denke dabei in erster Linie an die Gesundheit von älteren Personen.

16.45 Uhr: Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde (Osef) sagen den Empfang ihrer reparierten Dampflok am Wochenende ab. Mit großem Bahnhof sollte die Lok wieder in Löbau eintreffen und auf eine Rundfahrt gehen. Das fällt nun aus, die Osef schätzen den Publikumsverkehr als zu riskant ein. Es dürfe auch kein Besucher das Betriebsgelände am Güterbahnhof betreten, teilt Alfred Simm von den Eisenbahnfreunden mit. 

16.30 Uhr: Das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster und das Museum Kirche zum Heiligen Kreuz in Zittau bleiben bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Alle Veranstaltungen und Führungen dort fallen bis 29. März aus. Museumsmitarbeiter in der Verwaltung sind weiterhin Ansprechpartner.

16.15 Uhr: Die Hochschule Zittau-Görlitz setzt ab Montag alle Veranstaltungen aus - bis auf Weiteres, mindestens aber bis 14. April. In dieser Zeit haben alle Studenten zu den Gebäuden der Hochschule Zutrittsverbot. Der Lehrbetrieb wird als digital gestützte Lehre fortgesetzt. Prüfungen, Sportkurse und die Exmatrikulationsfeier entfallen, die Bibliothek bleibt an beiden Standorten zu.

16 Uhr: Der Landkreis Görlitz meldet einen 6. Infizierten. Er soll aus Reichenbach sein, wie die dortige Stadtverwaltung auf ihrer Website bekannt gibt. Vier der bereits vorher Infizierten gehörten einer Personengruppe aus dem Raum Görlitz an, die aus einem Italien-Urlaub zurückgekehrt war. Ein weiterer Infizierter ist aus dem Raum Weißwasser.

15.45 Uhr: Die Stadt Görlitz hat einen "Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE)" aktiviert, teilt der Görlitzer OB Octavian Ursu auf seiner Facebookseite mit. In dieser Expertengruppe sitzen Menschen aus verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung und weiteren Institutionen. Um schnelle und koordinierte Entscheidungen zu ermöglichen, werde sich der Stab ab sofort in kurzen Abständen regelmäßig treffen. Dabei gehe es in erster Linie um den Informationsaustausch und die Beratung über die aktuelle Lage zum Coronavirus, über die anschließend auch öffentlich informiert werde.

15.30 Uhr: Die AfD fordert eine außerordentliche Kreistagssitzung zum Coronavirus. Dort soll die Verwaltung des Landkreises Görlitz über Notfallmaßnahmen und Vorbereitungen zum Schutz der Bevölkerung berichten. "Dies trägt zu einer realistischen Lagebeurteilung bei und wirkt unbegründeten Spekulationen entgegen", erklärt AfD-Kreistagsmitglied Sebastian Wippel. Im Antrag wird ein Notfallplan zur Sicherstellung der Infrastruktur und Grundversorgung gefordert sowie ein Bericht über die Zahl der verfügbaren Atemschutzmasken, Abstrichproben und Verbrauchsmaterialien, verfügbarer und kurzfristig aktivierbarer Intensivbetten und Beatmungsgeräte.

15.15 Uhr: Tschechien macht Ernst. Die angekündigten Grenzschließungen aufgrund des Einreiseverbots für Deutsche werden aktuell vorbereitet. Dazu platzieren Mitarbeiter gegenwärtig Betonblöcke und Gitterzäune an den Grenzübergängen wie in Varnsdorf bei Seifhennersdorf. Hier nutzen viele Deutsche noch die Möglichkeit, schnell günstig tanken zu fahren oder Zigaretten zu kaufen. Gegen Mitternacht sollen die Grenzen dicht sein.

Am Grenzübergang Varnsdorf haben die Vorbereitungen begonnen.
Am Grenzübergang Varnsdorf haben die Vorbereitungen begonnen. © xcitepress

15 Uhr: In Sachsen wird von Montag an der Schulbetrieb eingestellt. "Alle Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen oder anderweitig eine Betreuung absichern können, sollen ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Wer an seinem Arbeitsplatz unverzichtbar ist, solle sein Kind mit einer Bescheinigung vom Arbeitgeber in die Schule als Betreuungsstätte schicken können.

14.45 Uhr: Die am 29. März geplante Osterhasenwerkstatt im Querxenland Seifhennersdorf fällt aus. "Die Gesundheit unserer Besucher, Gäste, Partner und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle", begründet Claudia Sobotta die Entscheidung. Zudem sei die Aufforderung des Gesundheits- und  Wirtschaftsministeriums nicht umsetzbar, Kontaktpersonen bei Großveranstaltungen zurückverfolgen zu können. Das Oberlausitzer Osterhasenpostamt bleibt weiter geöffnet. 

14.30 Uhr: In den Standorten des Klinikums Oberlausitzer Bergland gilt ein Besucherverbot. "Wir haben bislang noch keinerlei Verdachtsfälle oder Erkrankte, bitten aber aus Rücksicht und Prävention um einen Verzicht", teilt Sprecherin Jana-Cordelia Petzold mit. Zugleich sind die Vorträge am 18. März zum Thema Brustkrebs in Ebersbach und Hüft-Endoprothetik am 25. März in Zittau abgesagt.

14.15 Uhr: Im Orthopädischen Zentrum Martin-Ulbrich-Haus in Rothenburg dürfen Angehörige Patienten und Bewohner der Pflegeheimes nicht mehr besuchen. Des Weiteren ist die Cafeteria für Gäste geschlossen, informiert die Einrichtung.

14 Uhr: Die Informations- und Annahmestelle des Finanzamtes Löbau bleibt vorerst für den Besucherverkehr geschlossen. "Dies dient dem Schutz der Bevölkerung und der Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit der Bediensteten", berichtet Vorsteher Thomas Rummel. Das Finanzamt arbeitet mit dem gewohnten Service weiter.

13.45 Uhr: Das Naturkundemuseum Senkenberg in Görlitz sagt alle Veranstaltungen bis einschließlich 22. März ab. Das Museum selbst bleibt geöffnet. Das teilt Sprecher Christian Düker mit. Abgesagt ist auch die Veranstaltung "Duo Infernale" am Sonnabend im Apollo Görlitz. Karten können an den Theaterkassen zurückgegeben oder umgetauscht werden.

13.30 Uhr: Die Pfarrei "St. Marien" Zittau verzichtet auf das Weihwasser zum Gottesdienst. "Aufgrund der Ansteckungsgefahr", heißt es. Mit dem Wasser bekreuzigen sich die Gläubigen beim Eintritt in die Kirche. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens empfiehlt ihren Einrichtungen, auf das Abendmahl zu verzichten.

13.15 Uhr: Das Legendenspiel zwischen den Jonsdorfer Falken Old Stars und den Black Panthern Jonsdorf am Sonnabend  ist abgesagt. "Die tschechische Regierung wird die Grenzen vorübergehend schließen – diese Sperre betrifft dann auch Spieler der Panther und der Falken", teilt der Verein auf seiner Internetseite mit." Wir bedauern dies sehr, sind aber der Meinung, dass die Gesundheit des Einzelnen nach wie vor oberste Priorität hat". Das Spiel soll am 21. März 2021 wiederholt werden. Auch das Familieneislaufen (letzte Eiszeit) am Sonntag findet nicht statt. Die Eissporthalle hat das gesamte Wochenende geschlossen.

13 Uhr: Der Grenzübergang in Neugersdorf/Jirikov bleibt von 5 bis 23 Uhr für Pendler offen - trotz grundsätzlichen Ein- und Ausreiseverbots. Das teilt das tschechische Innenministerium mit. Voraussetzung ist, dass der Arbeitsort im Umkreis von 50 Kilometern liegt.  Pendler benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers. Der Personen- und Warenverkehr zwischen Zittau und Liberec ist zurzeit über Polen möglich, jedoch ist dort jederzeit mit Änderungen zu rechnen. 

12.45 Uhr: Auch der Görlitzer Gesundheitstag im Neißepark am Sonnabend findet aus Sicherheitsgründen nicht statt. An diesem Tag hätten sich in der Einkaufsmeile mehrere anliegende Unternehmen wie die easyApotheke und der Bodyfitness & Gesundheitsclub mit Ständen, Beratungen und Mitmachaktionen präsentieren sollen.

12.30 Uhr: Der Theaterverein "De Nubbern" wird an diesem Wochenende nicht im Naturparkhaus Waltersdorf auftreten. "Weil uns die Gesundheit unseres Publikums am Herzen liegt", begründet er den Schritt, die beiden letzten ausverkauften Veranstaltungen abzublasen. Das Eintrittsgeld wird an den Verkaufsstellen erstattet. Über einen eventuellen Ersatztermin kann der Verein noch keine Aussage treffen.

12 Uhr: Die Christian-Weise-Bibliothek in Zittau weist in Zeiten von Corona Besucher verstärkt auf ihr Online-Angebot hin. Das sei besonders interessant für Nutzer, die derzeit zu Hause bleiben müssen oder wollen, sagt Mitarbeiterin Gabriele Kontek. Angebote wie die Onleihe Oberlausitz, Brockhaus oder Filmfriend kann mit der Nutzernummer auf dem Bibliotheksausweis genutzt werden.

12.15 Uhr: Die für den 21. März im Museum Dittelsdorf geplante Tagung "Volksbauweise als Potenzial in der Dorfentwicklung?" ist abgesagt. "Es wird erwogen, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen - das Thema bleibt aktuell", teilt Leiter Wieland Menzel mit. "Gegenwärtig hat aber der Schutz der Gesundheit uneingeschränkte oberste Priorität." Ebenso abgesagt wird die für den 5. April geplante Vorstellung des Kasperletheaters "Osterhase Maximus".

11.50 Uhr: Die Museen des Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbunds bleiben bis 19. April geschlossen. Davon betroffen sind das Ackerbürger-Museum Reichenbach, das Dorfmuseum Markersdorf, das Schloss Krobnitz sowie das Granitabbaumuseum Königshainer Berge. Alle geplanten Veranstaltungen und museumspädagogischen Angebote fallen ebenso aus. Die Stadt Reichenbach teilt weiterhin mit, dass auch das für den Sonntag angekündigte Kammerkonzert "Du hast Glück bei den Frau'n Bel Ami" nicht stattfindet.

11.45 Uhr: Das Besuchsverbot im Altenpflegeheim an der Lausitzer Straße in Görlitz ist aufgehoben. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir sagen, dass wir die Infektionswelle des Norovirus überstanden haben", teilt der DRK Kreisverband Görlitz und Stadt mit. Jedoch sollen die Besuche auf das Notwendigste reduziert, auf Besuche mit Kindern verzichtet werden.

11.30 Uhr: Im Klinikum Görlitz ist ab sofort nur noch ein Besucher pro Patient und Tag gestattet - in der Zeit von 14 bis 16 Uhr. Dafür muss sich beim Stationspersonal angemeldet werden. Patientenveranstaltungen sind abgesagt. Mit den Maßnahmen soll das Risiko einer Infektion minimiert werden, so Sprecherin Katja Pietsch.

11.15 Uhr: Die Länderbahn stellt ab Sonnabend, 0 Uhr,  alle grenzüberschreitenden Zugverbindungen ein. So verkehrt der Trilex vorerst nur von Dresden bis Zittau. Für die Strecke Seifhennersdorf-Zittau-Hradek-Liberec gibt's noch Klärungsbedarf. Eine Ausnahmegenehmigung sei im tschechischen Verkehrsministerium beantragt, um ohne Halt in Deutschland fahren zu können, informiert Länderbahn-Sprecher Jörg Puchmüller. Zwischen Seifhennersdorf und Zittau sollen ersatzweise Busse fahren.

11 Uhr: Die Hausmesse am Sonnabend bei der Landtechnik Oberlausitz im Löbauer Ortsteil Oppeln fällt aus. "Aufgrund der dramatischen Entwicklung und den verschärften behördlichen Anordnungen", schreibt Geschäftsführer Andreas Zimmermann. Damit entfallen sämtliche Traktoren-Präsentationen an diesem Tag." Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben."

10.45 Uhr: Der Berthelsdorfer Karnevalsclub hat sein Festwochenende anlässlich des 50-jährigen Bestehens abgesagt. "Es tut uns unglaublich leid, aber leider müssen wir uns auch der aktuellen Lage stellen", teilt der Verein auf seiner Facebook-Seite mit. Betroffen sind zwei Veranstaltungen am Freitag und Sonnabend inklusive Umzug. "Wir sind alle sehr enttäuscht."

10.15 Uhr: Momentan können Pendler aus Tschechien noch über die Zittauer Grenze pendeln, sofern sie eine Bestätigung vom deutschen Arbeitgeber haben. Das gilt in der Zeit von 5 bis 23 Uhr. "Die Frage ist, wie lange es gehen wird, denn die polnische Regierung kann die Grenze jederzeit auch dicht machen", meint der Allgemeine Unternehmerverband aus Zittau und Umgebung. Dann bliebe nur noch der Übergang in Ebersbach/Jirikov. Die tschechische Seite sei bereit, die Grenze in Lückendorf/Petrovice zu öffnen. "Dem muss die deutsche Seite zustimmen, bis jetzt kam noch keine", so der Verband.

10 Uhr: Das Konzert des Landesjugendzupforchesters Sachsen am Sonntagnachmittag in der Christuskirche in Rauschwalde hat der Vorstand des Bundes Deutscher Zupfmusiker Sachsen abgesagt. Er folgt einer Empfehlung der Regierung, soziale Kontakte einzuschränken, um die weitere Ausbreitung der Corona-Epidemie möglichst nicht zu befördern. Es sei nicht zu empfehlen und auch nicht notwendig, ein solches Risiko einzugehen, so die Organisatoren.

9.45 Uhr: Tom Pauls wird am Sonntagabend nicht in der Landskron-Brauerei auftreten. Die Eintrittskarten können ab Mittwoch nächster Woche an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, informiert der Veranstalter. Das Gleiche gilt für die Ü-40-Party am 21. März.

9.30 Uhr: Der Fußballverband Oberlausitz (FVO) hat alle Spiele in allen Altersklassen für dieses und kommendes Wochenende abgesagt. Das teilt Geschäftsführer Uwe Ullmer mit. Damit folgt der FVO einer Empfehlung des sächsischen Fußball-Verbandes. Auch der Nordostdeutsche Fußballverband lässt den Spielbetrieb ruhen. Damit fällt auch das Spiel des FC Oberlausitz aus.

9.15 Uhr: Das Internationale Hochschulinstitut in Zittau verschiebt den Start des Sommersemesters 2020 auf den 27. April. Damit folgt die Außenstelle der TU Dresden der Entscheidung des Haupthauses. Diese wiederum handelt nach der Empfehlung des Sächsischen Wissenschaftsministeriums. "Die zuständigen Gremien stimmen nun im Detail ab, wie dieser Beschluss im Einzelnen umgesetzt wird", teilt die TU Dresden mit. "Die Studenten werden umgehend informiert."

8.30 Uhr: In der Stadtverwaltung Ostritz könnte der Besuchsverkehr möglicherweise zeitweise eingeschränkt sein. Damit soll eine Ansteckung von Mitarbeitern eingeschränkt werden, heißt es auf der Internetseite. Alle Dienstreisen für März sind abgesagt, die Mitarbeiter selbst bisher weder direkt noch indirekt vom Virus betroffen.

8 Uhr: Die Region Liberec hat den ersten Coronavirus-Fall. Es handelt sich um eine 59-jährige Frau aus Jablonec nad Nisou (Gablonz), die vor zwei Wochen aus einem Skiurlaub in Norditalien zurückkehrte. Sie kam ins Liberecer Krankenhaus. Die Krankheit sei bei ihr mit leichten Symptomen verbunden, sagt Sprecher der Region Filip Trdla. 

Von 238 Kindergarten in der Region sind 39 geschlossen. Der Liberecer Krisenstab gab die Empfehlung aus, keine weiteren zu schließen."Wir müssen vor allem den Betrieb in Gesundheitseinrichtungen, Sozialeinrichtungen und Rettungsdienst sicher zu stellen,“ sagte Hauptmann Martin Puta. Der Krisenstab trifft sich am Sonnabend wieder. 

Das passierte am 13. März

21.15 Uhr: Bernstadts Bürgermeister Markus Weise verkündet im Stadtrat, dass die 22. Oberlausitzer Gardetanzshow der Faschingsvereine an diesem Sonnabend wegen der Infektionsgefahr abgesagt ist. Darüber hatte der diesjährige Ausrichterverein - der Schönauer Karnevalsclub (SKC) - heute informiert. Die Show, bei der nach Abschluss der Saison die Funkengarden aus zahlreichen Vereinen der Region zusammenkommen, sollte im Dittersbacher Sport- und Kulturzentrum stattfinden. Die nächste Show ist 2021.

19.3o Uhr: Hinter der tschechischen Grenze bei Sohland in Sluknov werden günstige Getränke und stangenweise Zigaretten gehamstert. Wie ein Kunde einem SZ-Reporter vor Ort erzählt, hat er sogar seine Großmutter und seine Mutter ins Auto geladen, um die erlaubte Menge über die Grenze zu bringen.

Noch bis zum Ladenschluss gab es lange Schlagen an den Märkten und Buden.
Noch bis zum Ladenschluss gab es lange Schlagen an den Märkten und Buden. © xcitepress

19.30 Uhr: Das tschechische Nahverkehrs-Unternehmen idol kündigt eine Änderung der Busfahrpläne aufgrund der besonderen Situation an. Derzeit gelten die Beschränkungen für den öffentlichen Verkehr in der Region Liberec. Die neuen Pläne sollen ab Sonntag veröffentlicht werden und bis 27. März gültig sein, berichtet das Nachrichtenportal liberecka.drbna.cz.

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18.30 Uhr: Tschechien hat angekündigt, die Grenzen dicht zu machen. Unbestätigte Gerüchte machen die Runde, Neugersdorf sei der einzige Übergang, an dem man derzeit noch durchkomme. SZ-Reporter waren in Seifhennersdorf und in Zittau vor Ort und berichten hingegen, dort komme man derzeit noch überall durch. In Seifhennersdorf gibt es lange Schlagen an den Tankstellen. Viele wollen noch einmal volltanken, bevor das nicht mehr möglich ist, wie ein Autofahrer einem Reporter auf Nachfrage sagt. Die Bundespolizei hat keine offiziellen Infos von tschechischer Seite bekommen, sagte aber auf SZ-Nachfrage, man gehe davon aus, dass die Grenzen wahrscheinlich am Freitag, 24 Uhr, geschlossen werden.

In Seifhennersdorf gibt es lange Schlagen an den Tankstellen.
In Seifhennersdorf gibt es lange Schlagen an den Tankstellen. © Matthias Weber

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