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Döbeln

Alle Infos zum Coronavirus in Mittelsachsen

Über 200 Infizierte, ein Toter, auch über Ostern bleiben Schutzmaßnahmen gültig und Kosten auf dem Bau werden höher: Alle Neuigkeiten gibt's hier im Ticker.

Ein Strohhase in bayerischer Tracht mit einem Mundschutz und einer Tafel mit der Aufschrift "Corona ist doof!!" steht vor einer Bank. Auch über Ostern bleiben die sächsischen Corona-Schutz-Regelungen weiter bestehen.
Ein Strohhase in bayerischer Tracht mit einem Mundschutz und einer Tafel mit der Aufschrift "Corona ist doof!!" steht vor einer Bank. Auch über Ostern bleiben die sächsischen Corona-Schutz-Regelungen weiter bestehen. © dpa/Matthias Balk

Für Auskünfte zum Coronavirus:

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Die Sparkassen-Versicherung Sachsen ist auch in dieser außergewöhnlichen Situation für ihre Kunden da.

Die aktuelle Entwicklung

Das Wichtigste in Kürze:

19.23 Uhr: Mittelsachsens Landrat wünscht frohe Ostern

Matthias Damm (CDU) bittet trotz der Beschränkungen um "Disziplin und Verständnis". Und dankt vor allem Arbeitern in medizinischen Bereich. Hinweise zu den gültigen Vorschriften gibt es sowohl auf der Internetseite des Landkreises als auch auf der Internetseite des Freistaates. Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU) bat die Bürger sich nochmals genau über die gültigen Vorschriften zu informieren. Kern der Vorschriften sei es weiterhin die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.  Mehr dazu im Beitrag von Erik-Holm Langhof. 

18.21 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 9. April

In Mittelsachsen gibt es 202 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 64 Fällen, den Altkreis Freiberg mit 80 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 58 Fällen. Das Gesundheitsamt ordnete für 630 Personen Quarantäne an, 269 Personen haben diese wieder verlassen.

Desinfektionsmittel wurde verteilt, Freistaat Sachsen regelt Einreise und Hilfesuchende können sich auch zu Ostern melden. Die Corona-Lage am 9. April.

18.11 Uhr: Kein Anknattern zu Ostern

Es ist die Zeit, in der die Biker ihre Motorräder aus der Garage holen, sich den Wind um die Nase wehen lassen und ein Stück Freiheit fühlen. Gerade Ostern erscheint – noch dazu bei herrlichem Frühlingswetter – prädestiniert für die ersten Ausfahrten und Touren auf zwei Rädern. Nicht allerdings in diesem Jahr, denn aufgrund der Corona-Krise gibt es eindeutige Ansagen, was Motorradfahrer dürfen und was nicht.

Herrliches Frühlingswetter lockt normalerweise die Biker der Region Döbeln auf die Straße. In diesem Jahr wird allerdings alles anders sein. Der Bericht von Dirk Westphal.

15.47 Uhr: Die meisten Ausflugsziele sind dicht

Was mancher Bürgermeister in der Sächsischen Schweiz schon länger praktiziert, ist in der Region Döbeln weniger ein Thema: das Absperren von Parkplätzen in der Nähe von Ausflugszielen. „Wir tun das nicht“, sagt Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre. Das allerdings sei Stand Mittwoch vor Ostern. „Das kann sich mit einer behördlichen Anordnung morgen schon wieder ändern. Und der müssen wir auch Folge leisten.“

Das Osterfest 2020 wird für alle anders: für Familien wie auch Veranstalter. Fast alles in der Region Döbeln ist abgesagt – aber nicht unbedingt abgesperrt. Redakteurin Heike Heisig hat sich in der Umgebung erkundigt.

Corona sorgt für Geisterstille - nicht nur an der Talsperre Kriebstein.
Corona sorgt für Geisterstille - nicht nur an der Talsperre Kriebstein. © Thomas Kube

15.05 Uhr: Wegen Corona - Ostern ohne Familie

Viele Menschen müssen sich in der Corona-Krise neu organisieren. Bei der Lebenshilfe in Döbeln ist das Problem ein ganzes Stück größer. Dort wohnen 40 Menschen auf engem Raum miteinander, deren Alltag durch die Beschränkungen ordentlich durchgewirbelt wurde. 

Die Bewohner Wohnstätte der Lebenshilfe in Döbeln wurden durch die Corona-Krise aus ihrem Alltag geworfen. Die Betreuer bemühen sich um neue Strukturen. Jens Hoyer berichtet.

Die Bewohner des Heims der Lebenshilfe in Döbeln Ost können in der freien Zeit, von der sie jetzt sehr viel haben, das Gelände um die Einrichtung nutzen. Dort haben sie mit den Betreuern einen Osterbrunnen mit etwa 400 bemalten Ostereiern geschmückt.
Die Bewohner des Heims der Lebenshilfe in Döbeln Ost können in der freien Zeit, von der sie jetzt sehr viel haben, das Gelände um die Einrichtung nutzen. Dort haben sie mit den Betreuern einen Osterbrunnen mit etwa 400 bemalten Ostereiern geschmückt. © Erik-Holm Langhof

14.32 Uhr: 202 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mittelsachsen

Im Landkreis gibt es Stand Donnerstag 202 bestätigte Corona-Fälle. Im Altkreis Döbeln sind es 64, im Altkreis Freiberg 80 und im Altkreis Mittweida 58 registrierte Infizierte. Das teilt Kreissprecher André Kaiser am Donnerstagnachmittag mit.

14.09 Uhr: Was man Ostern in Sachsen darf - und was nicht

Zum Fest der Auferstehung zieht es viele Menschen ins Freie. Doch in diesem Jahr wird wegen des Coronavirus vieles anders sein. Fragen und Antworten von Oliver Hach, Stephanie Wesely und Susanne Plecher.

13.28 Uhr: VMS verschiebt die Preiserhöhung

Weil die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen am 3. April aufgrund des Coronavirus ausgefallen ist, ist die für 1. August angekündigte Tariferhöhung im Verbundgebiet zunächst verschoben. Darüber informierte VMS-Sprecher Frank Ester am Donnerstag. 

Im Schnitt um vier Prozent sollten in Mittelsachsen die Preise im ÖPNV steigen. Ganz vom Tisch ist das Thema aber nicht. Reporterin Maria Fricke informiert.

12.03 Uhr: Jetzt kommt der Waldheim-Gutschein

Wie kann ich in der Krise präsent bleiben, obwohl mein Geschäft geschlossen ist? Viele Geschäftsleute stehen vor dieser Frage. Viele verlegen sich auf den Handel über das Internet oder den Außer-Haus-Verkauf. Doch das müssen nicht die einzigen Möglichkeiten bleiben. 

Der Gewerbeverein Waldheim, die Stadtverwaltung Waldheim und der Döbelner Anzeiger (DA), der dafür seine Logistik zur Verfügung stellt, haben eine Gutscheinaktion ins Leben gerufen. Mit dieser sollen einheimische Händler und Gewerbetreibende unterstützt werden. Doch nicht nur sie haben einen Vorteil davon, wie Frank Korn weiß.

11.02 Uhr: Frohe Ostern aus der Region Döbeln!

In Hartha und Roßwein dürfen sich Spaziergänger an den Farbtupfern erfreuen. In Leisnig wird sogar schon an den Sommer gedacht. Im Stadtbad sind neue Pflanzen in die Erde gekommen. Darüber hinaus haben die Stadtgärtner auch tausende Stiefmütterchen in Rabatten und Kübel im Leisniger Zentrum gepflanzt, worüber Elke Görlitz und Heike Heisig berichten.

Mit Mitgliedern des Vereins Jugend aktiv Harthe schmückt Ronny Walter seit 2011 den Park an der Harthaer Südstraße. Unter anderem mit von Kindern selbst bemalten Eier, die auf Ketten aufgefädelt sind.
Mit Mitgliedern des Vereins Jugend aktiv Harthe schmückt Ronny Walter seit 2011 den Park an der Harthaer Südstraße. Unter anderem mit von Kindern selbst bemalten Eier, die auf Ketten aufgefädelt sind. © Dietmar Thomas

10.28 Uhr: Gottesdienst und Christenlehre auf YouTube

Trauer und Freude statt Osterhase, bunte Eier und Osterbrot – das verbinden Christen mit dem für sie wichtigsten Fest im Jahr. Gründonnerstag steht für sie seit jeher für das letzte Treffen Jesus mit seinen Jüngern zum Abendmahl. Karfreitag gedenken die Christen der Hinrichtung Jesu am Kreuz und trauern. Mehr weiß Reporterin Maria Fricke.

8.10 Uhr: Reisebüros bangen im ihre Existenz

Ausgangsbeschränkungen, Grenzschließungen, Reiseverbote und immer wieder Berichte über gestrandete Urlauber. Der Reisemarkt ist wegen der Corona-Krise zusammengebrochen. Seit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung im Freistaat Sachsen haben auch Reisebüros in der Region Döbeln geschlossen. Und bangen im ihre Existenz.

Reporterin Elke Braun hat sich mit einigen Inhabern der regionalen Reisebüros unterhalten. Worauf die Reisexperten jetzt hoffen, lesen Sie in ihrem Beitrag.

Wie alle Reisebüros darf auch Sandy Przybilla ihr Geschäft an der Kleinen Kirchgasse in Döbeln nicht öffnen. Mit ihren Kunden ist sie trotzdem per Telefon und E-Mail in Kontakt und hilft derzeit hauptsächlich bei Umbuchungen und Stornierungen.
Wie alle Reisebüros darf auch Sandy Przybilla ihr Geschäft an der Kleinen Kirchgasse in Döbeln nicht öffnen. Mit ihren Kunden ist sie trotzdem per Telefon und E-Mail in Kontakt und hilft derzeit hauptsächlich bei Umbuchungen und Stornierungen. © Dietmar Thomas

Das passierte am Mittwoch, 8. April:

20.30 Uhr: „Wir können das Land nicht dauerhaft stilllegen“

Sie ist jemand, der gern mit den Bürgern vor Ort das Gespräch sucht, um die Anliegen der Wähler mit nach Berlin in den Bundestag zu nehmen. Auf den direkten Kontakt zu den Mittelsachsen muss die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) derzeit verzichten. Sächsische.de sprach mit ihr über Auswirkungen der Corona-Krise auf den Landkreis, aber auch über die Chancen, die sich daraus ergeben. Ein Interview von Maria Fricke.

Veronika Bellmann ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit 1990 ist sie zudem Mitglied der CDU.
Veronika Bellmann ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit 1990 ist sie zudem Mitglied der CDU. © Dietmar Thomas

18.15 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 8. April

In Mittelsachsen gibt es 182 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 54, auf den mit Altkreis Freiberg 75 und auf den Altkreis Mittweida mit 53 Fällen. Von 182 positiv getesteten Personen sind 103 weiblich und 79 männlich, fünf sind unter 17 Jahre alt, 121 zwischen 17 und 59 Jahre alt und 56 Personen sind älter als 59 Jahre.

Für 538 Personen hat das Gesundheitsamt eine Quarantäne erlassen, 215 haben diese wieder verlassen. Die Corona-Lage im Landkreis mit weiteren Infos vom 8. April.

16.27 Uhr: Geplatzte Urlaubsträume – und nun?

Zwei Wochen Indien: Das war der Traum, auf den Familie N. aus Freital lange gespart hat. Doch am 12. März, zwei Tage vor Abflug, kam die Absage. Indien hatte wegen der Corona-Pandemie ein Einreiseverbot verhängt, die Lufthansa den Flug nach Mumbai gestrichen. Der Veranstalter, Colibri UmweltReisen aus Berlin, versprach, den Reisepreis von fast 9.000 Euro zu erstatten. Doch auch nach drei Mahnungen passierte nichts. 

Stattdessen teilte das Unternehmen per E-Mail an Familie N. mit, dass es „aufgrund der Corona Krise Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet hat.“ Colibri ist damit vermutlich das erste Corona-Opfer in der deutschen Reisebranche.

Umbuchen, stornieren, abwarten: Was Verbraucherschützer SZ-Lesern in Sachen Reiserecht raten. Steffen Klameth hat das zusammengefasst.

15.41 Uhr: Die Schäbigen, die Tödlichen und die Saudummen

Einige Heilpraktiker empfehlen, Bleichmittel zu trinken. Dann sei man gegen das Virus immun. Andere behaupten, es existiere überhaupt kein Virus: Alles sei inszeniert, um die Menschheit zu versklaven. Oder von einer Wirtschaftskrise abzulenken. Oder Angela Merkel zu verhaften. 

Verschwörungstheorien zu Corona schüren zunehmend Hass und gefährden Menschenleben. Ein Blick in den Abgrund mit Sebastian Leber.

14.19 Uhr: Wegen Corona - Höhere Kosten auf dem Bau

Das normale Leben ist auch in Leisnig weitgehend zum Stillstand gekommen. Im Stadtgebiet dürfen nur noch wenige Geschäfte öffnen. Demzufolge sind noch weniger Leute als sonst auf den Straßen unterwegs. Nur auf den Baustellen scheint alles seinen Gang wie immer zu gehen. Doch dieser Schein trügt, wie Bauamtsleiter Thomas Schröder bei nächster Gelegenheit den Stadträten berichten wird.

Beim Tiefbau auf dem Lindenplatz in Leisnig beispielsweise gelten jetzt strenge Vorschriften. Fürs Überwachen wurde ein Externer engagiert. Heike Heisig hat nachgefragt.

Rico Hentze und seine Kollegen von der Straßenbaufirma Andrä achten auf den Baustellen, wie hier auf dem Leisniger Lindenplatz, auf die Hygieneregeln.
Rico Hentze und seine Kollegen von der Straßenbaufirma Andrä achten auf den Baustellen, wie hier auf dem Leisniger Lindenplatz, auf die Hygieneregeln. © Dietmar Thomas

12.42 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für den Landkreis Mittelsachsen

Der Landkreis Mittelsachsen bestätigt am Mittwochmittag 182 bestätigte Fälle. Im Altkreis Döbeln 54 Fälle, Altkreis Freiberg 75 und im Altkreis Mittweida 53 Fälle.

Für 538 Personen hat das Gesundheitsamt eine Quarantäne erlassen, 215 haben diese wieder verlassen.

12.03 Uhr: Der Kampf um die Maske

Die Offerte an die Stadt Dresden kam per Mail. Absender war ein 49 Jahre alter Betriebswirt aus dem niedersächsischen Hameln. Er behauptete: „Wir haben heute noch eine kurzfristige Offerte hereinbekommen, auf die wir eine Option auf Erstabnahme haben.“ Die Ware stamme aus der Ukraine. Es handle sich um 200.000 FFP3-Schutzmasken, die in China lagerten. Ein Transport mit dem Flugzeug sei möglich. Der Stückpreis belaufe sich auf 4,50 Euro. „Bei Bestellung 100% Vorauszahlung. Mit besten Grüßen nach Dresden.“

Behörden müssen bei Angeboten für Corona-Schutzkleidung zwischen Gut und Böse unterscheiden. Großhändler sagen aber auch, die Ämter seien zu unflexibel. Reporter Ulrich Wolf berichtet.

11.30 Uhr: Harthas Bürgermeister entscheidet allein

Der Stadtrat musste über eine Lösung beraten, damit die Verwaltung auch während der Corona-Krise handlungsfähig bleibt. Doch es gibt klare Spielregeln. 

Eigentlich sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl in Sachsen verboten. Das besagt die Allgemeinverfügung des Sächsischen Sozialministeriums. Ausgenommen davon sind beispielsweise Stadtratssitzungen. Und eine fand am Montagabend unter erhöhtem Schutz in Hartha statt. Redakteur Erik-Holm Langhof fasst die Diskussion zur Ermächtigung des Bürgermeisters zusammen.

Der Stadtrat in Hartha tagte am Montag erhöhten Schutzmaßnahman in der Hartharena.
Der Stadtrat in Hartha tagte am Montag erhöhten Schutzmaßnahman in der Hartharena. © Erik-Holm Langhof

10.16 Uhr: Wo in Döbeln Mundschutz verschenkt wird

Wer in Döbeln einkauft, bekommt dieser Tage mancherorts sogar einen Mundschutz geschenkt. Dafür ist ein Verein verantwortlich. Insgesamt 800 Masken haben die Mitglieder genäht. Wo es den Mundschutz gibt und wer dahinter steckt, erklärt Redakteur Frank Korn.

Der Döbelner Wehrleiter Thomas Harnisch (links), Bürgermeister Sven Liebhauser und Phan Hop (rechts), Vorsitzender des Vereins „Vietnamesen in Döbeln“, zeigen einen Karton mit Gesichtsmasken, der für die Döbelner Feuerwehr bestimmt ist.
Der Döbelner Wehrleiter Thomas Harnisch (links), Bürgermeister Sven Liebhauser und Phan Hop (rechts), Vorsitzender des Vereins „Vietnamesen in Döbeln“, zeigen einen Karton mit Gesichtsmasken, der für die Döbelner Feuerwehr bestimmt ist. © Dietmar Thomas

10.02 Uhr: Veranstaltungsabsagen

In der Sachsenarena Riesa ist Stille eingekehrt. Durch die derzeitige Pandemie können dort keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Für einige Konzerte wurden bereits Ersatztermine vereinbart. Dies betrifft unter anderem das Konzert der Band „We Salute You“ am 18. April 2020 sowie der Termin mit „Jan Josef Liefers & Radio Doria“ eine Woche danach.

Die große AC/DC-Tribute-Show mit „We Salute You“ wird nun am 16. Januar 2021 in der Sachsenarena gastieren. „Jan Josef Liefers & Radio Doria“ legen bereits am 12. Dezember 2020 ihren Tourstopp in der sächsischen Elbestadt ein. Die bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit.

8.45 Uhr: Was Gärtner dürfen und Baumärkte nicht

Die einen dürfen wieder öffnen, die anderen nicht mehr. Die Auslegung der Vorschriften sorgt in der Region Döbeln für Verwirrung.

Und gerade jetzt ist vor allem der Ansturm auf Pflanzen groß, auch am Freiluftmarkt der Gärtnerei BluBäu an der Burgstraße in Döbeln. Der war zeitweise sogar geschlossen. Seit Montag ist aber wieder geöffnet. Doch für die Kunden dort gelten bestimmte Regeln. Und auch bei Toom erhalten die Kunden noch Ware, aber nicht mehr auf direktem Weg.

Wie der Verkauf in den Gärtnereien und Baumärkten derzeit funktioniert, hat unser Redakteur Jens Hoyer in Erfahrung gebracht.

Viele Kunden haben sich seit Montag bei Blubäu an der Burgstraße mit Pflanzen und Blumenerde eingedeckt. Während die Vorschriften für Baumärkte verschärft wurden, dürfen Gärtnereien ihre Waren verkaufen.
Viele Kunden haben sich seit Montag bei Blubäu an der Burgstraße mit Pflanzen und Blumenerde eingedeckt. Während die Vorschriften für Baumärkte verschärft wurden, dürfen Gärtnereien ihre Waren verkaufen. © Dietmar Thomas

Das passierte am Dienstag, 7. April:

20.07 Uhr: Warum nicht mal einen Trickfilm drehen?

Die Corona-Krise hat auch die Mannschaft des SAEK mobil erwischt, das in Döbeln beheimatet ist. Vivien Schuhknecht und Johannes Gersten wären mit ihren Medienangeboten eigentlich in Schulen, Kitas und bei Fortbildungen unterwegs. Aber diese Veranstaltungen sind alle abgesagt worden.

Die SAEK machen in der Krise das, was sie am besten können: moderne Medien nutzen. Die Weiterbildung kommt jetzt übers Internet. Jens Hoyer hat nachgefragt.

19.11 Uhr: #CoronaHeldenSachsen - „Wir wissen nicht, was die Bewohner mitbringen“

Andere arbeiten während der Corona-Krise im Homeoffice, um zwischenmenschliche Kontakte zu minimieren. Für Petra Kolko und Sylvia Lange ist das undenkbar. Die beiden Roßweinerinnen sind in der Altenpflege tätig. Menschliche Nähe und Empathie gegenüber „ihren“ Bewohnern der Kurzzeitpflege des Pflegedienstes Brambor sind für sie gerade in dieser Zeit wichtiger denn je.

Mitarbeiter in Pflegeberufen können keinen Mindestabstand halten. Sie unternehmen viel, gegen die völlige soziale Isolation ihrer Schützlinge. Redakteurin Elke Braun hat mit ihnen gesprochen.

Petra Kolko (links) und Sylvia Lange sind langjährige Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes Brambor. Die Corona-Krise beschäftigt auch die Bewohner der Kurzzeitpflege. Besonders leiden sie unter dem derzeitigen Besuchsverbot.
Petra Kolko (links) und Sylvia Lange sind langjährige Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes Brambor. Die Corona-Krise beschäftigt auch die Bewohner der Kurzzeitpflege. Besonders leiden sie unter dem derzeitigen Besuchsverbot. © Dietmar Thomas

18.12 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 7. April

171 bestätigte Fälle im Landkreis, Amtsärztin erklärt Verfahren nach Infektion und weitere Hilfen des Freistaats. Die Corona-Lage im Landkreis am 7. April.

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17.44 Uhr: Heimarbeit statt Nähcafé

Während eine Solidaritätswelle in der Corona-Krise übers Land rollt, nutzen das Abmahnanwälte aus, um Kasse zu machen. Einigen Initiativen hatten Abmahnungen erhalten, weil sie die selbst genähten Masken als Schutzmasken oder mit ähnlichen Namen bezeichneten, die eigentlich klassifizierten medizinischen Masken vorbehalten sind.„Die Bezeichnung Mundschutz ist schon kritisch“, sagte Hartmut Fuchs, der beim Verein Treibhaus für das Projekt „Willkommen in Döbeln“ und damit das Nähcafé verantwortlich ist. 

Die Döbelner Initiative näht jetzt Community-Masken. Auf den Namen kommt es an, denn die Abmahnanwälte lauern. Jens Hoyer informiert.

Susanne Harz aus Höckendorf leitet das Nähcafé, ein Projekt des Vereins Treibhaus. Weil sich die Frauen derzeit nicht treffen können, nähen sie zu Hause sogenannte Community-Masken. Dafür gibt es großen Bedarf.
Susanne Harz aus Höckendorf leitet das Nähcafé, ein Projekt des Vereins Treibhaus. Weil sich die Frauen derzeit nicht treffen können, nähen sie zu Hause sogenannte Community-Masken. Dafür gibt es großen Bedarf. © Dietmar Thomas

16.54 Uhr: Pierburg meldet Kurzarbeit an

Die Corona-Krise geht auch an den Betrieben in der Region nicht spurlos vorüber. Auch bei der Pierburg Pump Technology in Hartha, wo vor wenigen Wochen noch nicht von Kurzarbeit gesprochen wurde, ist dieser Schritt nun eingeleitet worden. Die Kurzarbeit betrifft sowohl Teile der Produktion als auch andere Bereiche. Frank Korn berichtet.

15.37 Uhr: Sächsische Handwerkskammern fordern Zuschüsse für Betriebe

Angesichts der Corona-Krise benötigen kleine und mittlere Handwerksunternehmen schnell Liquiditätszuschüsse. In einem offenen Brief haben die drei sächsischen Handwerkskammern am Dienstag gemeinsam ihre Forderung nach Zuschüssen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen bekräftigt. In ihrem Schreiben an Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie an Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) unterstrichen die Handwerksorganisationen die Dringlichkeit der angemahnten Maßnahmen.

"Die aktuelle Lage von tausenden Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten ist weiterhin außerordentlich kritisch", so die Handwerkskammern. Demnach drohe sich die Lage für zahlreiche Unternehmen "nach Ostern massiv zu verschärfen. Es drohen Massenentlassungen und Insolvenzen." Außer im Freistaat Sachsen habe sich fast überall die Erkenntnis durchgesetzt, "dass die durch staatlich angeordnete Maßnahmen verursachten Kosten nicht den Unternehmern allein angelastet und durch Kredite finanziert werden können."

Die drei sächsischen Handwerkskammern sehen den offenen Brief als notwendig an, da die bisherigen Gespräche, Arbeitstreffen und Dialogrunden mit den zuständigen Stellen in den Ministerien aus Sicht des Handwerks keine zufriedenstellenden Lösungen für die betroffenen Unternehmen brachten. Mit Blick auf die Lösungen, die die benachbarten Bundesländer in der Krise schaffen, drohen die sächsischen Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil zu erleiden, so die Befürchtung des sächsischen Handwerks.

14.12 Uhr: Ostermenü aus der Assiette

Sie mussten in diesem Jahr aufgrund der Witterung nicht vom Eise befreit werden, die Ströme und Bäche. Dennoch hätten viele die kommenden Feiertage gern für den einen oder anderen Osterspaziergang oder -ausflug genutzt. Das ist meist mit der Einkehr in Ausflugsgaststätten und heimischen Lokalen verbunden. 

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie fallen solche Unternehmungen aus. So manche Gaststätte wird aber mit einem Liefer- oder Abholservice dennoch dafür sorgen, dass zu Ostern die heimischen Kochtöpfe kalt bleiben können. Sächsische.de fragte bei einzelnen Lokalen nach.

Carmen Binder, Wirtin der Gaststätte „Black Horse“ in Döbeln, zeigt, in welcher Form das Festessen zu Ostern aus vielen Lokalen abgeholt werden kann.
Carmen Binder, Wirtin der Gaststätte „Black Horse“ in Döbeln, zeigt, in welcher Form das Festessen zu Ostern aus vielen Lokalen abgeholt werden kann. © Dietmar Thomas

13.24 Uhr: Kommt der Ansturm auf die Schuldnerberatung?

Schulden, Einsamkeit, Trauer – die Gründe, sich bei anderen Hilfe zu suchen, sind vielfältig. Ebenso breitgefächert ist das Angebot an Beratungsstellen in der Region, bei denen Menschen in Not professionelle Unterstützung erhalten. Und das auch während der Corona-Krise. 

Schon jetzt gibt es in der Beratungsstelle Wartelisten. Auch in anderen Bereichen ist der Gesprächsbedarf derzeit groß. Reporterin Maria Fricke hat nachgefragt.

11.52 Uhr: 171 bestätigte Corona-Fälle am Dienstag

Der Landkreis Mittelsachsen meldet am Dienstag 171 bestätigte Corona-Fälle. Diese verteilen sich wie folgt: 51 (Region Döbeln), 73 (Region Freiberg), 47 (Region Mittweida). Für 499 Personen wurde eine Quarantäne angeordnet, 176 haben diese wieder verlassen.

„Eine Gesundschreibung muss gegenüber dem Landratsamt nicht gemeldet werden“, erklärt Amtsärztin Dr. Annelie Jordan. Man gehe nach den Erhebungen davon aus, dass man in der Regel nach zwei Wochen wieder gesund sei. 

Daher rechne das Amt zurück und geht davon aus, dass rund 50 Personen von Corona wieder genesen sind. Dr. Jordan: „Es gibt aber ganz unterschiedliche Verläufe, da wir die eigentliche Behandlung nicht vornehmen, fehlt uns eine genaue Übersicht.“ Es gäbe aber auch in Mittelsachsen mehrere Patienten, die in Kliniken behandelt werden würden. 

In diesem Zusammenhang appelliert die Amtsärztin erneut stets die Hygieneregeln zu beachten: „Mehrfach am Tag für 20 Sekunden Hände waschen, in die Armbeuge zu husten bzw. niesen und stets einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten.“

11.46 Uhr: Corona-Ambulanz in Freiberg kürzt Öffnungszeiten

Die Corona-Ambulanz in Freiberg hat ihre Öffnungszeiten verkürzt. Dies teilte am Montag Dr. Ulrike Träger mit. Grund ist die geringe Auslastung der Einrichtung Anfang April gewesen, so die Beauftragte für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH. Maria Fricke hat nachgefragt

11.08 Uhr: Gefangene in Waldheim bleiben in Quarantäne

Nachweislich ein Bediensteter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Waldheim hat sich mit der neuartigen Lungenkrankheit infiziert. Daraufhin sind alle Kollegen und acht Gefangene der sogenannten Seniorenstation, die mit ihm zu tun hatten, in Quarantäne schickt und getestet worden. Die Testergebnisse von liegen nun vor. Es wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Heike Heisig berichtet.

10.14 Uhr: Frau Rothe mit Fräulein Socke werden zum Facebook-Star

Seit reichlich einer Woche haben nicht nur die etwas mehr als 20 Mädchen und Jungen der Kinderburg Gleisberg ein tägliches Ritual: Anschauen, welche Tagesaufgabe es von Fräulein Socke gibt. Sächsische.de ermöglicht es, dass auch Lesern die kleinen Videobotschaften anschauen und sich damit ein wenig Zeit daheim vertreiben können, und zwar im „Morgenkreis mit Fräulein Socke“.

Die Ideen dafür gehen der Kita-Leiterin aus Gleisberg nicht aus. Heike Heisig fasst zusammen.

8.10 Uhr Gelbe Tonnen werden missbraucht

Die Entsorgungsdienste Landkreis Mittelsachsen (EKM) haben einen vermehrten Missbrauch der Gelben Tonnen festgestellt. Darüber informierte Geschäftsführer Jens Irmer.

„Wir haben das Gefühl, dass einige Bürger gerade ihre Häuser oder Wohnungen renovieren und dann alles, was irgendwie nach Plastik aussieht, in die Gelben Tonnen werfen. Darin gehören aber nur Verpackungen aus Kunststoffen“, so Irmer gegenüber sächsische.de. Weil zu viel falscher Müll in den Tonnen landet, haben die Entsorgungsunternehmen eine größere Anzahl an Gelben Tonnen zwecks der Nachsortierung stehenlassen.

Nach wie vor sind die Wertstoffhöfe der EKM im Landkreis geschlossen, obwohl Nordsachsen am Dienstag die Höfe für die Annahme von Grünschnitt wieder öffnet.

Warum Mittelsachsen an der Schließung festhält, erfahren Sie in unserem Bericht.

Übervolle Gelbe Tonnen mit zu viel falschem Abfall lassen die Müllwerker stehen. Die Bürger müssen dann nachsortieren
Übervolle Gelbe Tonnen mit zu viel falschem Abfall lassen die Müllwerker stehen. Die Bürger müssen dann nachsortieren © Dietmar Thomas/Archiv

Das passierte am Montag, 6. April

18.18 Uhr: Polizei stellt vier Corona-Verstöße fest

Beamte der Polizeidirektion (PD) Chemnitz kontrollierten auch am Wochenende die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und des Kontaktverbots nach der gültigen Allgemeinverfügung des Freistaats Sachsen. Von Freitag bis Montagmorgen gab es rund 140 Prüfungshandlungen im gesamten Zuständigkeitsbereich der PD Chemnitz. Durch die Beamten wurden in Summe 24 Anzeigen gefertigt. In der Region Döbeln wurden vier Fälle festgestellt.

17.29 Uhr: Weiterbildungsförderung in Corona-Zeiten - Aufstiegs-BAföG

Während einer laufenden Förderung sollen Empfängern von BAföG keine Nachteile entstehen. Geförderte Teilnehmer erhalten daher bei der Unterbrechung einer laufenden Fortbildungsmaßnahme durch pandemiebedingte Schließungen von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen weiterhin Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), kurz Aufstiegs-BAföG.

Die IHK weist allerdings darauf hin, dass Fortbildungsmaßnahmen, die aus demselben Grund nicht planmäßig beginnen, ausfallen oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden, erst mit Durchführung der Maßnahme gefördert werden können. Zeiträume vor dem tatsächlichen Beginn einer Maßnahme sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Die IHK bemüht sich in Absprache mit den Industrie- und Handelskammern um die Klärung weiterer sich daraus ergebender Fragen.

17.05 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 6. April

Der Landkreis hat seit Montag 164 bestätigte Corona-Fälle. Der Kreissportbund macht Online-Stammtisch und es gibt Osterüberraschungen. Die Corona-Lage im Landkreis am 6. April.

15.57 Uhr: Blick in den Kreis Meißen - Die meisten Infizierten wohnen an der Kreisgrenze

Die Zahl der positiv getesteten Covid-19-Infizierten hat sich am Montag um einen Patienten erhöht. Derzeit sind im Landkreis Meißen 122 Personen an Corona erkrankt, zehn werden in den Elblandkliniken stationär behandelt, davon drei auf der Intensivstation. 28 Menschen konnten ihre Quarantäne nach überstandener Infektion verlassen. 210 Menschen befinden sich noch in Quarantäne. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Ulf Mallek berichtet.

15.13 Uhr: Grünlichtenberg zieht die Corona-Reißleine

Es sollte so schön werden: Gleich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wollten die Grünlichtenberger zu Pfingsten den 175. Geburtstag ihres Ortes feiern - mit Umzügen, Festvorträgen, offenen Türen in Schule, Kita und Kirche, Festgottesdiensten, einem Festabend mit Gunter Böhnke und einem großen Pfingstjahrmarkt. 

Das letzte Mal hatte es einen solchen vor 25 Jahren zum 150. Geburtstag von Grünlichtenberg gegeben. „Die Vorbereitungen laufen schon seit zwei Jahren“, so Michael Kreskowsky, der im Festausschuss mitarbeitet. Nun wird die 175-Jahrfeier wird auf nächstes Jahr verschoben. Normal weiter zu planen, wäre fahrlässig, sagt das Festkomitee. Elke Braun hat sich umgehört.

14.27 Uhr: Alles anders in drei Tagen

Soforthilfedarlehen für Kleinstunternehmen und Freiberufler, KfW-Kredite für Unternehmen, steuerliche Erleichterungen, Kurzarbeitergeld oder der vereinfachte Zugang für Selbstständige in die Grundsicherung. In Sachsen scheint die Corona-Hilfe vermeintlich angelaufen. 

Sächsische.de machte sich bei Gastronomieunternehmer Lars Lemke in Döbeln ein Bild, welche Probleme, Sorgen und Ängste betroffene Gewerbetreibende haben. Redakteur Dirk Westphal sprach mit ihm.

13.14 Uhr: Frischemarkt in Klosterbuch abgesagt

Der für Sonnabend, 11. April, angekündigte Frischemarkt wird nun doch nicht stattfinden. Die Klosteranlage bleibt von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag geschlossen.

Damit fallen alle für diesen Zeitraum geplanten Veranstaltungen aus. Dazu zählen die Abthausführung, die Klosterführungen, der Bauernmarkt sowie der Osterbrunch. Darüber informiert Karen Benndorf, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit im Förderverein Kloster Buch.

12.20 Uhr: Wegen Corona auf Bali gestrandet

Urlaub in Corona-Zeiten. Als das Waldheimer Ehepaar Doreen Boden und Renee Läßig zum Abenteuerurlaub nach Südostasien aufbrach, war die Welt noch in Ordnung. Keine Reisewarnung, keine Ausgangsbeschränkung. Abenteuerlich wurde dann vor allem die Heimreise, wobei die Mittelsachsen nach ihrer Ankunft auf den Frankfurter Flughafen zu Zeiten der Pandemie von der Sorglosigkeit in Deutschland erschüttert waren.

Nach einem Dschungelurlaub wurde vor allem die Rückreise für Doreen Boden und Renee Läßig aus Waldheim abenteuerlich. Dirk Westphal hat mit dem Ehepaar gesprochen.

Nach ihren Aufenthalten in der Wildnis entspannten Doreen Boden und Renee Läßig noch am balinesischen Strand. Aufgrund der Corona-Krise und der abgesagten Rückflüge sogar einige Tage länger als ihnen lieb war.
Nach ihren Aufenthalten in der Wildnis entspannten Doreen Boden und Renee Läßig noch am balinesischen Strand. Aufgrund der Corona-Krise und der abgesagten Rückflüge sogar einige Tage länger als ihnen lieb war. © privat

11.49 Uhr: Ein Corona-Patient mehr als am Wochenende in der Region Döbeln

Der Pressesprecher des Landkreises Mittelsachsen André Kaiser bestätigt am Montag 164 Fälle in der Region Döbeln. Diese verteilen sich wie folgt: 51 (Altkreis Döbeln), 67 (Altkreis Freiberg) und 46 (Altkreis Mittweida).

Das Gesundheitsamt hat bisher für 470 Personen Quarantäne angeordnet, 136 Personen haben diese wieder verlassen. 

10.45 Uhr: Konzerte mit Elles Bailey und The Soul Thrivers abgesagt

Nachdem der Mittelsächsische Jugend- und Kulturverein (MJV) schweren Herzens das „18. Internationale Blues & Rock Festival Altzella“ abgesagt hat, folgen nun auch die Absagen für die im April geplanten Konzerte mit Elles Bailey in Garsebach (18.04.2020) und Freiberg (19.04.2020) sowie dem Trio „The Soul Thrivers“ auf Burg Mildenstein (24.04.2020) undLichtenau (25.04.2020).

Derzeit bespricht der MJV-Vorstand mit den Künstlern und sowie den Betreibern der Locations mögliche Ersatztermine dieser Konzerte.Bereits erworbene Karten behalten zunächst Ihre Gültigkeit.

Erik Weichhold, Vorsitzender des MJV: „Die derzeitige Situation lässt diese Veranstaltungen nicht zu und es ist unsere gemeinsame Verantwortung, der Ausbreitung dieses Virus so weit wie möglich entgegen zu wirken. Der MJV und die Künstler möchten mit diesen Maßnahmen zum Schutz aller beitragen. Sobald diese Krise überstanden ist, freuen wir uns gemeinsam mit Fans, Freunden und Gästen wieder Live-Musik genießen zu können.“

8.55 Uhr: Bahndammwanderung des Mügelner Heimatvereins verschoben

Normaleweise laden die Mitglieder des Mügelner Heimatvereins Mogelin am 1. Mai zur Bahndammwanderung ein. Der auch überrregional beliebte Ausflug wird in diesem Jahr auf den 3. Oktober verschoben. Darüber informierte am Montag Andreas Lobe, der Vorsitzende des Vereins.

Genaueres werde noch einmal vor dem Termin bekannt gegeben. Lobe hofft jedoch, dass bis dahin das öffentliche Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft.

Darüber hinaus sind alle Versammlungen sowie weiteren öffentlichen Veranstaltungen des Vereines bis auf Weiteres abgesagt.

8.15 Uhr: Papas dürfen wieder mit den in Kreißsaal

Die Helios-Klinik in Leisnig kommt werdenden Eltern entgegen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist bis auf weiteres eine Begleitperson bei der Geburt wieder erlaubt. Darüber informierte die Klinik Ende vergangener Woche.

"Unter bestimmten Rahmenbedingungen können wir werdende Väter beziehungsweise eine Begleitperson zur Geburt nun zulassen", erklärte Dr. Yemenie Aschalew, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Unter die neue Regelung fallen verschiedene Voraussetzungen, die eingehalten werden müssten.

Unser Redakteur Erik-Holm Langhof erklärt, wer Schwangere in den Kreißsaal begleiten darf, und wer nicht.

Bis auf Weiteres dürfen Schwangere wieder mit einer Begleitperson in den Kreißsaal der Helios-Klinik nach Leisnig kommen. Die Begleitperson muss gesund sein und bekommt Mundschutz, Schutzkittel und Handschuhe.
Bis auf Weiteres dürfen Schwangere wieder mit einer Begleitperson in den Kreißsaal der Helios-Klinik nach Leisnig kommen. Die Begleitperson muss gesund sein und bekommt Mundschutz, Schutzkittel und Handschuhe. © Helios

Das passierte am Sonntag, 5. April:

19.22 Uhr: Corona: Leere Ausflugsziele und Parks

Seit dem 22. März gilt im Freistaat eine Allgemeinverfügung, die besagt, dass die Sachsen nicht mehr vor die Haustür treten dürfen, ohne einen "triftigen Grund" vorzuweisen. Damit verbunden, wurden auch alle Spielplätze und zahlreiche Ausflugsziele komplett geschlossen. 

Die meisten Bürger halten sich auch in der Region Döbeln an diese Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. An vielen typischen Ausflugszielen für ein sonniges Frühlingswochenende waren am vergangenen Sonntag keine Menschen zu sehen. Die Stadtoberhäupter in der Region Döbeln sind zufrieden mit den Bürgern. Dennoch kontrolliert die Polizei und versucht sich selbst vor Covid-19 zu schützen. 

Redakteur Erik-Holm Langhof berichtet aus der Region Döbeln.

Leere Parkplätze an der Talsperre Kriebstein. Das Ausflugsziel besuchte am sonnigen Sonntag so gut wie kein Besucher. Nur vereinzelt waren Bürger am Gewässer spazieren.
Leere Parkplätze an der Talsperre Kriebstein. Das Ausflugsziel besuchte am sonnigen Sonntag so gut wie kein Besucher. Nur vereinzelt waren Bürger am Gewässer spazieren. © Thomas Kube

13.55 Uhr: 161 Corona-Fälle in Mittelsachsen und erster Intensivpatient in Mittweida

Auch am Wochenende hat die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Mittelsachsen nicht abgenommen. Wie Kreissprecher André Kaiser am Sonntag mitteilt, gebe es mittlerweile 161 bestätigte Corona-Fälle in Mittelsachsen.

Im Altkreis Döbeln sind es – Stand Sonntag – 50 Patienten. Im Vergleich zu Freitag ist das ein Anstieg von weiteren 12 Coronavirus-Erkrankten. Im Altkreis Freiberg sind es derzeit 65 Infizierte, die höchste Zahl in Mittelsachsen. Die Region Mittweida meldet 46 Fälle – und den ersten Patienten auf der Intensivstation. Mehr Infos gibt es hier.

Das passierte am Freitag, 3. April:

18.35 Uhr: Wo sich die Sachsen während der Corona-Krise aufhalten

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gelten in Sachsen strenge Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Restaurants haben außerdem geschlossen und viele Menschen arbeiten im Homeoffice. Weil viele Smartphone-Nutzer automatisch ihre Standortdaten Google zur Verfügung stellen, kann man sehen, wie effizient die Corona-Einschränkungen sind. 

Die Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten des Internet-Konzerns sind die ersten dazu öffentlichen Zahlen. Wo sich die Sachsen nun aufhalten, finden Sie auf Sächsische.de.

18.09 Uhr: Nun doch Freiluftsitzung in Kriebstein

Bürgermeisterin Maria Euchler (FM) muss nun doch auf ihre ursprüngliche Idee zurückkommen. Wegen der geltenden Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wollte sie schon einmal eine Gemeinderatssitzung unter freiem Himmel abhalten. Davon hat sie bei Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich wieder Abstand genommen. Nun kommt sie um eine neuerliche Einladung zur Freiluft-Sitzung nicht umhin. 

Das hat es noch nie gegeben. Wegen Corona beschließen Gemeinderäte den Haushalt daheim. Doch der Etat geht so nicht durch. Heike Heisig berichtet.

17.02 Uhr: Pandemie-Hilfe auf kurzem Weg

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Nicht nur im Handel oder anderen öffentlichen Bereichen, sondern auch in Arztpraxen. So auch in der Döbelner Zahnarztpraxis Eichler, wo seit Kurzem ein auf dem Empfangstresen neu angebrachter Spuckschutz die Angestellten von den Patienten trennt.

Die Firma Weimert in Döbeln nutzt ihre Kapazitäten hingegen, um in der Corona-Krise zu helfen. Und das in einer ganz anderen Branche. Dirk Westphal erklärt wie das funktioniert.

Zahnarzt Dr. Andreas Eichler (rechts) freut sich über einen sogenannten Spuckschutz, der seine Angestellten am Empfangstresen von den Patienten trennt. Geliefert hat diesen Eckhard Weimert (links) vom gleichnamigen Dachdeckergeschäft.
Zahnarzt Dr. Andreas Eichler (rechts) freut sich über einen sogenannten Spuckschutz, der seine Angestellten am Empfangstresen von den Patienten trennt. Geliefert hat diesen Eckhard Weimert (links) vom gleichnamigen Dachdeckergeschäft. © privat

16.28 Uhr: Zunehmend Verdachtsfälle in Helios-Klinik

Zum Ende der Woche bleibt die Situation auf den extra für Corona-Patienten eingerichteten Stationen entspannt. Dafür kommen mehr Menschen mit Symptomen der Lungenerkrankung. „Die Lage ist stabil“, sagt Dr. René Schwarz, ärztlicher Direktor an der Helios-Klinik Leisnig. Über die Pläne der Klinik weiß Heike Heisig bescheid.

14.22 Uhr: 141 Corona-Nachweise in Mittelsachsen

Das Landratsamt Mittelsachsen hat so eben die neuen Zahlen für den Landkreis gemeldet. Demnach ist aktuell bei 141 Mittelsachsen das Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt sind 14 neue Fälle hinzugekommen.

Im Altkreis Döbeln liegt die Zahl nun bei 38 Nachweisen. Die meisten Fälle gibt es mit 60 bisher in Freiberg. Aus dem Raum Mittweida sind 43 Betroffene gemeldet worden.

Nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser sind bislang 428 Personen in Quarantäne geschickt worden, 59 haben diese bereits wieder verlassen.

12.16 Uhr: Wie Firmen ihre Liquidität erhalten

Die deutsche Wirtschaft kocht auf Sparflamme. Viele Unternehmer stehen jetzt vor der Frage, wie sie in der nahen Zukunft ihre offenen Rechnungen überweisen und Mitarbeiter bezahlen sollen.

Wie der Gesetzgeber mit Stundungen und Förderprogrammen den Unternehmen durch die Corona-Krise helfen will. Sächsische.de informiert.

11.52 Uhr: Ich hatte Corona - eine Unternehmerin erzählt

Die Laufschuhe stehen in der Ecke, seit Tagen schon. Katja von der Burg sitzt in ihrem kleinen Homeoffice, das iPad vor sich, die braune Mähne mit einem Zopfgummi gebändigt und arbeitet. Sie bereitet ein virtuelles Mitarbeiter-Meeting vor. Die 70 Beschäftigten ihrer Leipziger Online-Marketing-Agentur Projecter sollen sich, nach fast zwei Wochen im Homeoffice, alle mal wiedersehen und sie, die Chefin, will die Zahlen für 2019 verkünden.

Katja von der Burg wurde positiv auf Corona getestet. Die Chefin von knapp 70 Mitarbeitern spricht über ihren Krankheitsverlauf und mahnt, Covid-19 ernst zu nehmen. Ines Mallek-Klein hat mit ihr gesprochen.

11.12 Uhr: Rathäuser in Leisnig und Roßwein im Corona-Krisenmodus

Seit zwei Wochen sind die Rathäuser geschlossen. Besucher kommen nicht mehr, trotzdem gibt es eine Menge „Bürgerkontakt“. Viele melden sich telefonisch, was auch so gewollt und gewünscht ist. Die Fragen sind vielfältig. „In der ersten Zeit ging es oftmals noch darum, wann und wie Geschäfte geöffnet haben dürfen“, sagt Leisnigs Bauamtsleiter Thomas Schröder. Mittlerweile gibt es dazu klare Regelungen. Redakteurin Heike Heisig berichtet.

10.43 Uhr: Wie geht es nach Ostern weiter?

Die Freien Wähler (FW) in Sachsen haben angeregt, den wegen der Corona-Krise stark eingeschränkten Alltag nach Ostern wieder Schritt für Schritt zu normalisieren. "Die Unterbrechung der Infektionskette war richtig und ist wochenlang erfolgt. Nicht eine Minute länger als nötig sollte in unsere Freiheitsrechte eingegriffen werden", sagte FW-Chef Steffen Große der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. "Es ist Frühling, die Leute wollen raus, wandern gehen, Rad fahren und nicht länger zu Hause hocken. Isolation ist nicht gesund." 

Ostern könnte klar werden, ob die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen Corona wirksam sind. Freie Wähler fordern eine wohlüberlegte Exit-Strategie.

10.14 Uhr: Einrichtung von Praxen zur Testung auf das Corona-Virus

Gemeinsam mit den sächsischen Kliniken und den Landratsämtern werden durch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) temporäre Praxen für die Tests von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus, sogenannte Anlaufpraxen, eingerichtet.

Bereits vor einigen Wochen wurde damit begonnen, durch Kliniken, die KV Sachsen und Landratsämter Anlaufpraxen zur Testung auf das Corona-Virus einzurichten, in der Regel innerhalb weniger Tage, teilweise sogar über das Wochenende. In Zeiten einer so noch nicht dagewesenen Pandemie ist es unabdingbar notwendig, schnell und mit dem der außergewöhnlichen Situation angemessenen Pragmatismus zu handeln. In Abhängigkeit der Entwicklung der Corona-Pandemie sollen noch weitere Standorte hinzukommen.

Diese Anlaufpraxen stehen ausschließlich Patienten zur Verfügung, die entweder durch ihren behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt dorthin überwiesen worden sind. Das bedeutet, diese Praxen sind keine offenen Anlaufstellen zur Tests auf das Coronavirus, da die Testkapazitäten zielgerichtet genutzt werden müssen. Deshalb können die Testungen nur erfolgen, wenn diese zuvor durch einen Arzt oder das Gesundheitsamt als erforderlich eingeschätzt wurden.

Dr. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen und selbst niedergelassener Allgemeinmediziner: "Mit den vorhandenen logistischen und organisatorischen Kapazitäten konnte die KV Sachsen bisher schon vieles umsetzen und Lösungen finden. Doch wäre dies alles nicht möglich ohne den Einsatz unserer sächsischen Ärzte, die unseren Aufruf zur Mithilfe sofort aufgriffen und unmittelbar ihre Bereitschaft bekundeten. Ganz besonders diesen Ärzten, dem nichtärztlichen Personal und allen Beteiligten gilt unser Dank. Die sehr hohe Leistungsbereitschaft - auch manchmal unter nicht optimalen Bedingungen - wird auch weiterhin benötigt, denn die Herausforderungen der Corona-Pandemie werden von uns allen noch längere Zeit besonderes Engagement erfordern."

9.52 Uhr: Döbelner Tafel hilft jetzt Kurzarbeitern

Donnerstagmorgen, kurz vor 9.30 Uhr an der Eichbergstraße 1 in Döbeln. Knapp 25 Männer und Frauen warten am Eingang der Döbelner Tafel darauf, dass sich die Tür öffnet.

Endlich ist es soweit. Marion Sommerfeldt und ihr Team lassen den ersten Bedürftigen herein, nachdem vorher angeklopft worden ist. Einzeln eintreten, Abstand halten, Hände desinfizieren. Auch bei der Tafel wird Hygiene in diesen Tagen großgeschrieben. Die Mitarbeiter tragen Handschuhe und Mundschutz.

Menschen in Not sollen auch ohne Nachweis Ware erhalten. Die Betreiber planen zudem einen Lieferservice in der Region. Maria Fricke hat genauerer nachgefragt.

8.30 Uhr: Keine Angst vor dem Coronavirus

Busfahrer gehören zu den Berufen, die das öffentliche Leben derzeit aufrechterhalten. Sie bekommen auch mal ein Dankeschön. So wie Hagen Lorenz aus Döbeln.

Er sorgt mit den anderen Fahrerinnen und Fahrern bei Regiobus dafür, dass auch in der Corona-Krise die Beförderung der Menschen zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit funktioniert. Ein Flatterband sorgt  dabei für die räumliche Distanz zu den Fahrgästen.

Wie Hagen Lorenz während der Corona-Krise seinen Job meistert? Redakteur Jens Hoyer hat ihn getroffen.

Ein Flatterband sorgt zurzeit dafür, dass niemand Busfahrer Hagen Lorenz zu nah kommt.
Ein Flatterband sorgt zurzeit dafür, dass niemand Busfahrer Hagen Lorenz zu nah kommt. © Dietmar Thomas

Das passierte am Donnerstag, 2. April:

18.34 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 2. April

Der Landkreis bestätigt 127 Fälle. Auch ein einjähriges Kind ist darunter. 391 sind in einer Quarantäne. Wichtige Arzttermine sollen wahrgenommen werden. Die Corona-Lage am 2. April in der Zusammenfassung.

18.16 Uhr: Sachsen will mehr Ältere auf Corona testen

Mehr Corona-Tests in der Risikogruppe der älteren Menschen, das ist das nächste Ziel von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). „Wir wollen so viele wie möglich testen, dazu werden wir in wenigen Tagen ein Konzept vorlegen“, versprach Köpping am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz in Dresden.

Mehr als 5.000 Menschen am Tag werden in Sachsen auf das Virus getestet. Doch die größte Risikogruppe bleibe außen vor, kritisiert die Ministerin. Mehr auf Sächsische.de.

17.48 Uhr: Waldheimer Ärzte wegen Corona eng wie nie

Der fachliche Austausch ist den meisten Allgemeinmedizinern und Fachärzten schon in normalen Zeiten wichtig. Jetzt, wenn beinahe jeden Tag etwas Neues im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf sie einstürmt, wollen sie natürlich besonders gut informiert sein.

Über eine Whatsapp-Gruppe tauschen sich die Mediziner rege über alles zum Thema Coronavirus aus. Und was passiert nach der Krise? Redakteurin Heike Heisig hat nachgehakt.

Gynäkologin Heidrun Teubel, hier mit Schwester Kathrin (rechts), freut sich, dass die in der Corona-Krise ins Leben gerufene Ärzte-Whatsapp-Gruppe für alle Waldheimer Haus- und Fachärzte zum schnellen Informationsaustausch rege genutzt wird.
Gynäkologin Heidrun Teubel, hier mit Schwester Kathrin (rechts), freut sich, dass die in der Corona-Krise ins Leben gerufene Ärzte-Whatsapp-Gruppe für alle Waldheimer Haus- und Fachärzte zum schnellen Informationsaustausch rege genutzt wird. © Lars Halbauer

17.13 Uhr: Keine flächendeckende Maskenpflicht

Angela Merkel hält nichts von einer Maskenpflicht für alle. Zu groß sei die Gefahr, dass sich Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten, gab die Kanzlerin am Mittwoch früh in der Runde der Unionspolitiker zu bedenken, die sich immer vor der Kabinettssitzung trifft. "Kabinettsfrühstück" heißt der Kreis, aber für Merkel und andere, die von zu Hause zugeschaltet waren, ist längst selber Kaffee kochen angesagt.

Am Osterdienstag soll neu beraten werden. Ob es dann um eine Exitstrategie oder eine Verschärfung der Maßnehmen gehen wird – völlig offen. Robert Birnbaum weiß mehr.

16.51 Uhr: Hilfe für Händler vor Ort rollt - "DDV Lokal hilft"

Mit jedem Tag, den die Läden in der Corona-Krise geschlossen bleiben, wachsen bei vielen lokalen Gewerbetreibenden die Sorgen. Besonders die kleinen Händler an der Ecke leiden unter den Einschränkungen. Viele ihrer Stammkunden weichen notgedrungen ins Internet aus. An all diese lokalen Händler richtet sich die in dieser Woche gestartete Kampagne „DDV Lokal hilft“.

Bereits mehr als 400 sächsische Unternehmen haben sich für die Kampagne „DDV Lokal hilft“ angemeldet. Was dahinter steckt und wie man sich anmelden kann, erfahren Sie hier.

16.35 Uhr: Gefälschte E-Mails von Arbeitsagentur

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor einer betrügerischen E-Mail. Wie das Amt am Donnerstag mitteilt, erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse E-Mails, die unter der Adresse [email protected] versandt werden. 

Kurzarbeitergeld kann nur vom Arbeitgeber angezeigt werden - nicht auf Anfrage der Agentur. Mehr Informationen zum Spam gibt es hier.

16.18 Uhr: Sachsen plant riesiges Corona-Hilfspaket

Sachsens Koalitionsregierung aus CDU, Grünen und SPD will an diesem Donnerstag auf einer Sondersitzung Milliardenhilfen zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen beschließen. Geplant sind dafür eine Änderung des Haushaltsgesetzes und die Schaffung eines neuen Sondervermögens mit der Bezeichnung "Stabilisierungsfonds Sachsen".

Mindestens 6,65 Milliarden Euro sind für die Behebung der Folgen der Pandemie vorgesehen. Dafür muss die Opposition zustimmen. Redakteur Gunnar Saft erklärt die aktuelle Situation.

16 Uhr: Erste Corona-Patienten wieder zu Hause

Um insgesamt fünf Patienten mit einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus haben sich die Mitarbeiter im Helios-Krankenhaus Leisnig am Mittwoch gekümmert. Drei davon mussten aufgrund ihres Zustandes auf der Intensivstation behandelt werden, bei den anderen beiden genügte eine Unterbringung auf der Isolierstationen. Heike Heisig informiert über die aktuelle Situation.

15.02 Uhr: Die Rettung aus dem Baumarkt

Viele haben derzeit reichlich Zeit. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise. Manche versuchen, das zu nutzen, um in den heimischen vier Wänden oder den Gärten lange vor sich hergeschobene Bau- oder Renovierungsprojekte anzuschieben. Andere müssen dringende Reparaturen durchführen. Doch was tun, wenn das Material fehlt? 

Die Händler sorgen bei Gewerbe- und Privatkunden dafür, dass Reparaturen und Projekte weiterlaufen können. Dirk Westphal hat nachgefragt.

Online bestellen und innerhalb kürzester Zeit abholen: André Glauch aus Leisnig nutzte den Service von Toom, den es in ähnlicher Form aber auch bei anderen Baumärkten in der Region gibt, um Zaunpfähle zu kaufen.
Online bestellen und innerhalb kürzester Zeit abholen: André Glauch aus Leisnig nutzte den Service von Toom, den es in ähnlicher Form aber auch bei anderen Baumärkten in der Region gibt, um Zaunpfähle zu kaufen. © Lars Halbauer

14.38 Uhr: Helfen statt daddeln

"Ich hätte gern zwei Hühnerbrüste bitte!", sagt Louis, als er auf dem Wochenmarkt im Dresdner Stadtteil Weißer Hirsch an der Reihe ist. Ausgestattet mit Mundschutz und Handschuhen nimmt der Zehnjährige die Tüte wenig später entgegen. 

"Der Kassenzettel", ruft sein Vater von hinten. Denn sein Sohn muss das abrechnen, bei seinem ersten Auftraggeber. Vor einer Woche hat Louis einen Aushang im Viertel verteilt mit seiner Handynummer und älteren Menschen, die wegen Corona nicht mehr rausgehen, seine Hilfe angeboten.

Viele Kinder verbringen die Corona-Zwangspause zu Hause mit dem Internet. Einem Dresdner Grundschüler ist das zu langweilig. Simona Block berichtet von ihm.

14.04 Uhr: Roßwein-TV ist wieder auf Sendung

Seit Montag können die Mitglieder der Antennengemeinschaft über den Info-Kanal "Roßwein TV" unter anderem neue Informationen zur Corona-Pandemie abrufen. "Ganz abgeschaltet war unser Info-Kanal ja nie, aber er wurde in letzter Zeit nicht mehr so intensiv gepflegt", sagt Ulf Kirchhof, Vorsitzender der Antennengemeinschaft, die im Volksmund kurz "Antenne" genannt wird.

Corona-Informationen gibt es jetzt für Kunden der „Antenne“ auf dem Roßweiner Kanal. Damit sollen vor allem die älteren Bürger erreicht werden. Elke Braun informiert.

13.35 Uhr: Unternehmen fürchten die Insolvenz

Fast jedes fünfte Unternehmen im Kammerbezirk Chemnitz der Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht sich derzeit von einer Insolvenz bedroht. Das ist eines der Ergebnisse der zweiten Blitzumfrage, die die Kammer vom 24. bis 26. März unter 155 regionalen Betrieben durchgeführt hat. Besonders mau sehe es im Einzelhandel, in der Reisebranche sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe aus. 

Mehr dazu weiß Reporterin Maria Fricke.

13.04 Uhr: "Ich bin froh überhaupt noch zu arbeiten"

Ein Held? So will sich Marco Kretschmer lieber nicht bezeichnen. "Ich mache hier eigentlich nur meine ganz alltägliche Arbeit", sagt der 29-Jährige und fügt hinzu: "Selbst jetzt mache ich sie gern." Der Harthaer gehört zu einen der Unentbehrlichen, die während der Coronavirus-Krise nicht aus dem Homeoffice arbeiten können. Er ist Verkäufer bei Edeka. Heute hat er Spätschicht.

In der Reportage von Erik-Holm Langhof erklärt der Verkäufer aus Hartha, warum Toilettenpapier im Lager versteckt wird - und warum der 29-Jährige eigentlich kein Corona-Held sein will.

Marco Kretschmer ist Verkäufer bei Edeka. Mit seinen Kollegen leistet er jeden Tag einen harten Job, damit Kunden jederzeit einkaufen gehen können.
Marco Kretschmer ist Verkäufer bei Edeka. Mit seinen Kollegen leistet er jeden Tag einen harten Job, damit Kunden jederzeit einkaufen gehen können. © Dietmar Thomas

12.24 Uhr: 13 neue Corona-Fälle im Altkreis Döbeln

In Mittelsachsen bestätigt der Landkreis 127 bestätigte Fälle. Vier der neuen Erkrankten wohnen im Altkreis Freiberg, 13 im Altkreis Döbeln und eine neuerkrankte Person im Altkreis Mittweida. In der Region Döbeln sind es nun insgesamt 39 Corona-Infizierte. Warum die Zahlen, nicht auf die einzelnen Gemeinden aufgeteilt wird, erklärt Landrat Matthias Damm (CDU).

10.41 Uhr: Wird das Smartphone bald zum Virendetektor?

Stellen Sie sich vor – eines Tages sitzen Sie wieder im Theater oder im Konzert. Ihr Sitznachbar, der in den Pausen zwischen den Stücken leise hustet, könnte mit dem Coronavirus infiziert sein, ohne es bislang zu wissen. Wenn Sie beide sich nicht kennen, werden Sie im Zweifel nie davon erfahren – und keinen Grund sehen, sich selbst in Quarantäne zu begeben oder testen zu lassen.

Für Deutschland soll es bald eine Corona-App geben. Wie funktioniert sie – und lässt sich damit das Virus wirklich bekämpfen? Paul Dalg, Maria Fiedler und Miriam Schröder berichten.

10.26 Uhr: Entenrennen in Zschopau abgesagt

Das Entenrennen und das Bierfassflößen auf der Zschopau sind abgesagt. In diesem Jahr findet am 1. Mai leider kein Maibaum-Fest auf der Limmritzer Festwiese statt. Das teilt Jörg Thiele vom Zschopauer Feuerwehrverein mit. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Veranstalter, der Limmritzer Feuerwehrverein, das Familienfest abgesagt.

09.41 Uhr: Döbelner Frischemarkt mit Sperrzaun

Der Döbelner Wochenmarkt sah am Mittwoch anders aus als sonst. Nicht nur, weil es gar kein normaler Wochenmarkt war, sondern ausschließlich Lebensmittel angeboten wurden. Diesmal hatte der Döbelner Bauhof auch einen Zaun um den Abschnitt des Niedermarktes gezogen.

Das Markttreiben lief nach der Zwangspause wegen Corona unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Nicht alle hielten sich an die Regeln. Jens Hoyer berichtet über einen Wochenmarkt in Krisen-Zeiten.

Vor allem ältere Menschen haben am Mittwoch auf dem Frischemarkt die Möglichkeit zum Einkaufen genutzt. Die Händler standen in weiten Abständen voneinander entfernt. Die Kunden sollten einen Sicherheitsabstand einhalten. Die Meisten hielten sich daran.
Vor allem ältere Menschen haben am Mittwoch auf dem Frischemarkt die Möglichkeit zum Einkaufen genutzt. Die Händler standen in weiten Abständen voneinander entfernt. Die Kunden sollten einen Sicherheitsabstand einhalten. Die Meisten hielten sich daran. © Dietmar Thomas

8.33 Uhr: Neuer Link zur digitalen Bürgersprechstunde

Am heutigen Donnerstag lädt Döbelns Landtagsabgeordneter Henning Homann (SPD) zu einer digitalen Bürgersprechstunde ein. Ab 17 Uhr soll es dabei um Hilfsmaßnahmen für Beschäftigte und  Unternehmen gehen. Homann will dazu einen Überblick geben und beantwortet ab 18 Uhr Fragen aus der Region, unter anderem zu den Themen Ausgangsbeschränkungen sowie Nachbarschaftshilfe in Döbeln.

Der Link zur Sprechstunde ist nun noch einmal geändert worden, um den Zugang so barrierearm wie möglich zu gestalten. Zugang zur Sprechstunde mit dem Landtagsabgeordneten erhalten Interessierte demnach ab 17 Uhr unter: https://meet.jit.si/BürgersprechstundeHenningHomann.

Das passierte am Mittwoch, 1. April:

19.15 Uhr: Quarantäne-Haushalte sollen Müll nicht trennen

Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und Biomüll für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Darum bittet das Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft am Mittwoch. 

Nicht in den Restmüll von Quarantänehaushalten gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Gegebenenfalls müssen diese aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können.

Umweltminister Wolfram Günther erläutert hierzu: "Damit schützen wir die Müllwerker, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, Hausmeisterinnen und -meister. Das heißt aber auch, dass alle, die nicht betroffen sind, weiterhin ihren Müll getrennt entsorgen."

Zu den Regelungen für Quarantäne-Haushalte gehört, dass die genannten Abfälle in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben und Einzelgegenstände wie Taschentücher nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. 

Spitze und scharfe Gegenstände sollen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Müllsäcke sollen möglichst sicher verstaut werden, so dass vermieden wird, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.

19.03 Uhr: Pizza Franko öffnet neu – mitten in der Krise

Etwa 25 Jahre hatte Pizza Franko an der Kreuzung Franz-Mehring-Straße die Kunden mit Pizza, Pasta und Döner versorgt. Jetzt ist sie umgezogen. Am Mittwoch eröffnete Vinod Kumar mit seinem Team die Pizzeria an neuen Standort. 

Er ist 100 Meter weiter in einen Anbau der ehemaligen SED-Kreisleitung an der Bahnhofstraße eingezogen, den der Immobilienunternehmer Wolfgang Müller für die Pizzeria ausgebaut hat. Redakteur Jens Hoyer hat mit ihm gesprochen.

Wo es jetzt noch was zu Essen gibt - wer liefert und wer abholen lässt, finden Sie hier: Hier gibt's noch Essen in der Region Döbeln

Lecker Pizza aus dem neuen Lokal: Vinod Kumar ist mit der Pizzeria Franko umgezogen. Das Essen gibt es derzeit aber nur außer Haus.
Lecker Pizza aus dem neuen Lokal: Vinod Kumar ist mit der Pizzeria Franko umgezogen. Das Essen gibt es derzeit aber nur außer Haus. © Dietmar Thomas

18.33 Uhr: Kreditrate kann ausgesetzt werden

Die aktuelle Krise trifft jeden. Sowohl Unternehmer als auch Privatpersonen können aufgrund von Lohnausfällen beziehungsweise dem Einbruch des Geschäftes in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Das Geld für Kreditraten, die unter normalen Umständen gezahlt werden können, ist da vielleicht nicht mehr vorhanden. Doch in solchen Fällen kommen die hiesigen Banken ihren Kunden entgegen.

Bis zu zwölf Monate kann die Zahlung eingestellt werden. Das Ausmaß jetzt ist für die Banken eine Herausforderung. Reporterin Maria Fricke erklärt, weshalb.

18.11 Uhr: Corona trifft in Mittelsachsen mehr Frauen

Im Landkreis Mittelsachsen trifft das Coronavirus vor allem Frauen. Unter den 109 Fällen, die es mit Stand am Mittwoch im Kreis gab, ist das Virus bei 59 Frauen und bei 50 Männern nachgewiesen worden. Die Mehrheit der Betroffenen ist zwischen 17 und 59 Jahre alt. Darüber informierte am Mittwoch André Kaiser, der Sprecher des Landratsamtes. 

Welche Erkrankten aus welcher Region kommen, finden Sie im Beitrag von Heike Heisig, Maria Fricke und Erik-Holm Langhof.

17.53 Uhr: Wie lange sind Infizierte ansteckend?

Aus einer Analyse von neun Patienten haben Forscher den Verlauf nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus rekonstruiert. Das Team um Christian Drosten von der Berliner Charité und Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing untersuchte die ersten Covid-19-Patienten in Deutschland, die Ende Januar im Landkreis Starnberg bei München bekannt wurden. 

Das Resultat, das sich der Erreger nicht nur in der Lunge, sondern auch im Rachenraum vermehrt, hatten die Autoren damals sofort bekanntgegeben. Nun hat das Team weitere Erkenntnisse im Fachblatt "Nature" veröffentlicht. Sächsische.de weiß was.

17.34 Uhr: 355 Corona-Patienten im Krankenhaus

Aktuell werden in sächsischen Krankenhäusern 355 Patienten behandelt, die an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 leiden (Stand: 1.4., 16 Uhr). Am 27. März lag diese Zahl noch bei 222. Das bedeutet einen Anstieg von fast 60 Prozent innerhalb von fünf Tagen. Mehr dazu auf Sächsische.de.

15.44 Uhr: Neuer Link zu Homann-Sprechstunde

"Um den Nutzern den Zugang zur digitalen BürgerInnensprechstunde so barrierearm wie möglich zu gestalten, haben wir die technischen Details noch einmal angepasst", das teilt der Mitarbeiter des SPD-Politikers Benjamin Kümming mit. Über den neuen Link geht's zur Sprechstunde: meet.jit.si/BürgersprechstundeHenningHomann.

Eine kurze Erläuterung findet sich auf der Homepage des Abgeordneten Henning Homann: www.henning-homann.de/meldungen/homann-laedt-zu-digitaler-buergerinnensprechstunde/.

15.30 Uhr: Landkreis bestätigt 109 Corona-Fälle

In Mittelsachsen gibt es mit Stand heute 109 bestätigte Fälle. Vier neue Erkrankte wohnen im Altkreis Freiberg, zwei im Altkreis Döbeln und eine Person im Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt hat bisher für 369 Personen Quarantäne angeordnet, 25 haben diese heute verlassen. Das teilt Kreissprecher André Kaiser mit.

15.22 Uhr: Wer jetzt keine Miete mehr zahlen muss

Der Sturm der Entrüstung war groß. Kaum hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie beschlossen, meldeten sich mit Adidas, Deichmann und H&M die ersten Unternehmen, die Mietzahlungen für ihre Filialen ab April aussetzen wollen beziehungsweise dies erwägen. 

Sie wären damit im Recht, denn das neue Gesetz räumt Händlern, die aufgrund der Geschäftsschließung keine Umsätze mehr machen, das Aussetzen der Miete ein. Geschenkt wird ihnen der Betrag aber nicht. Er muss nachträglich gezahlt werden, wenn die Umsätze wieder fließen. Das gleiche gilt für die Strom-, Gas- und Wasserrechnungen. Kündigungen wegen ausbleibender Zahlungen sind vorerst bis Juni nicht möglich. Wer jetzt Miete zahlen muss und wer nicht - Ines Mallek-Klein informiert dazu.

14.26 Uhr: Finanzamt stundet Steuern

Muss ich alle laufenden Kosten zahlen, selbst wenn mein Laden oder meine Gaststätte geschlossen bleibt? Das fragen sich nicht nur die Leisniger Selbstständigen, die wie viele versuchen, für die Zeit fehlender Einnahmen Kosten herunterzufahren. Wie das möglich ist, erklärt die Chefin des Döbelner Finanzamts Stefanie Rehwagen.

13.11 Uhr: Hier gibt's noch Essen in der Region Döbeln

Schnell eine Pizza zum Abendbrot oder das Mittagessen nach Hause liefern lassen - so einfach wie vor der Corona-Krise klappt das derzeit nicht immer. Einige Betreiber müssen ihre Öffnungszeiten einschränken, andere denken an eine vorübergehende Schließung. Manche mussten diesen Schritt schon gehen.

Wir aktualisieren fortlaufend den Beitrag zu Restaurants und Imbissen, die in der Corona-Krise trotzdem noch offen haben. Haben Sie Hunger? Dann schauen Sie doch mal rein.

12.47 Uhr: Gilt das Kontaktverbot auch zu Hause?

Zur Eindämmung des Coronavirus haben Bund und Länder ein weitgehendes Kontaktverbot beschlossen. Abgesehen von Menschen, mit denen man ohnehin zusammen wohnt, dürfen sich in Deutschland maximal zwei Personen gemeinsam "im öffentlichen Raum" aufhalten - in Sachsen galten bis zum 1. April allerdings strengere Regeln. Mehr Infos bei Sächsische.de.

12.18 Uhr: 37.000 Flaschen Desinfektion aus Waldheim für Sachsen

Die erste Ladung Desinfektionsmittel der Mitarbeiter von Beiersdorf in Waldheim ist fertig. 37.000 Flaschen Händedesinfektion wurden dem Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden übergeben. Ein Teil der Desinfektion ist bereits beim DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen angekommen. Und wird nun weiterverteilt.

Wem die Desinfektionsmittel zugeteilt werden, erfahren Sie im ausführlichen Bericht von Maria Fricke.

11.49 Uhr: Döbelner Gutscheine als Dankeschön

Manche Firma will ihren gestressten Mitarbeitern in der Corona-Krise eine Anerkennung zukommen lassen. Beim Stadtwerbering waren Anfragen wegen Gutscheinen eingegangen – und das war die Grundlage für eine Aktion, mit der die Händlervereinigung zusammen mit der Redaktions- und Verlagsgesellschaft Döbeln, also dem Döbelner Anzeiger, die einheimischen Händler stärken will. Jens Hoyer weiß mehr.

Die Gutscheine über 25 und 40 Euro können bei Mitgliedern des Stadtwerberings eingelöst werden. Derzeit beteiligen sich etwa 30 Geschäfte an der Aktion.
Die Gutscheine über 25 und 40 Euro können bei Mitgliedern des Stadtwerberings eingelöst werden. Derzeit beteiligen sich etwa 30 Geschäfte an der Aktion. © Jens Hoyer

11.27 Uhr: Regiobahn fährt mit weniger Wagen

Die Ausgangsbeschränkungen im Freistaat wirken sich auch auf den Zugverkehr aus. Zwischen 60 und 70 Prozent weniger Fahrgäste nutzen derzeit die RB 110 zwischen Leipzig und Döbeln sowie die RB 45 zwischen Chemnitz und Riesa, so ein Sprecher der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB). Dadurch entfallen auf der Strecke Leipzig-Döbeln die halbstündigen Verbindungen zwischen Leipzig und Grimma. Mehr Informationen zu den Änderungen hat Maria Fricke.

11.01 Uhr: Azubi-Prüfungen werden teils verschoben

Die schriftlichen Abschlussprüfungen für die rund 8.300 Auszubildenden aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Sachsen werden wegen der Corona-Pandemie verschoben. Neuer Termin ist der 16. bis 19. Juni 2020. 

Die mündlichen beziehungsweise praktischen Prüfungen sollen nach derzeitigem Stand wie geplant ab 2. Mai beginnen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den IHK Dresden, Chemnitz und Leipzig.

10.41 Uhr: Nur jeder 16. Corona-Test ist positiv

Mund auf, Wattestäbchen rein, kurz an der Mundschleimhaut schaben und ab ins Labor. Ein Test auf Corona-Infektion geht sehr schnell. Und doch wird er aus Sicht vieler Sachsen zu wenig angewendet. Denn immer wieder werden Patienten weggeschickt – sogar wenn sie Symptome haben, die auf eine Corona-Infektion hinweisen könnten. 

Viele Sachsen klagen über zu wenige Tests. Doch Labormediziner begrüßen die strenge Auswahl der Testpersonen. Stephanie Wesely berichtet.

10.15 Uhr: Wochenmärkte in der Region Döbeln unter Beobachtung

Es war eine kurze Pause. Nachdem in der vergangenen Woche in allgemeiner Verwirrung, ob sie nun erlaubt sind oder nicht, die Wochenmärkte eingestellt wurden, geht es in dieser Woche wieder anders herum. Am Montag verkündete Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne), dass die Märkte für Lebensmittel unter Sicherheitsvorkehrungen doch möglich sind. 

Alle Städte in der Region Döbeln haben deshalb beschlossen, ihre Wochenmärkte wieder aufleben zu lassen. Für die Ordnungsämter bedeutet das mehr Arbeit. Was das für jede einzelne Stadt bedeutet, finden Sie auf Sächsische.de.

8.36 Uhr: Hochschule Mittweida setzt auf virtuellen Studieninformationstag

Seit dem 18. März ist die Hochschule in Mittweida geschlossen. Die Vorlesungen finden meist auf digitalem Weg statt. Ein Studieninformationstag vor Ort fällt in diesem Jahr  demnach aus.

Ganz auf die Veranstaltung verzichten, will die Hochschule aber nicht. Daher gibt es am Sonnabend, 4. April, einen virtuellen Studieninformationstag. Darüber informierte Pressesprecher Helmut Hammer.

Per Livestream sowie Videochat können sich Studieninteressierte am 4. April zwischen 9 und 14 Uhr "gezielt und individuell" über das Studium an der Hochschule informieren.

Organisiert wird der Studieninformationstag von der Studienberatung in Zusammenarbeit mit den Fakultäten und Instituten.

Der Livestream wird auf dem YouTube- sowie Twitch-Kanal der Uni zu sehen sein.

8.07 Uhr: Waldheimer testet Corona-Verdächtige

Konrad Schneider arbeitet in einer Corona-Ambulanz. Täglich fährt er dafür von Waldheim nach Zwickau, dem Landkreis, der nach Dresden am stärksten in Sachsen von der Pandemie betroffen ist.

Angst hat der 24-Jährige nicht, auch wenn die Schutzkleidung keinen 100-prozentigen Schutz bietet. Unser Redakteur Frank Korn hat mit dem Medizinstudenten gesprochen.

Konrad Schneider aus Waldheim fährt jeden Tag nach Zwickau, um dort Patienten auf das Coronavirus zu testen.
Konrad Schneider aus Waldheim fährt jeden Tag nach Zwickau, um dort Patienten auf das Coronavirus zu testen. © Lars Halbauer

Das passierte am Dienstag, 31. März:

19.03 Uhr: Sachsen führt Corona-Bußgeldkatalog ein

Sachsen hat die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise über die Osterfeiertage hinaus bis zum 20. April verlängert. Das hat das Kabinett am Dienstag in Dresden beschlossen. Die Einschränkungen seien Teil einer neuen Rechtsverordnung, die die Maßnahmen zugleich rechtssicher machen sollten, hieß es. Die Verordnung löst die bisher geltende Allgemeinverfügung ab. Alle Infos bei Sächsische.de.

18.55 Uhr: Unternehmens-Hilfe nun auch per Post

In den vergangenen Tagen versuchten viele Unternehmen und Freiberufler auf der Internetpräsenz der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Anträge auf Liquiditätshilfe zu stellen. Mehrere scheiterten dabei an der überlasteten Internetseite. Wie die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann mitteilt, sei nun Abhilfe geschafft worden - per Post.

Nun will die Aufbaubank auch Anträge postalisch annehmen. Das teilt Politikerin Veronika Bellmann mit. Der Beitrag von Erik-Holm Langhof.

18.03 Uhr: Damit das Auto auch in der Corona-Krise rollt

Wir dürfen, wollen und können noch, bringt es Gernot Schliebe vom Autohaus Döbeln auf den Punkt. Für die Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen gibt es keine Einschränkungen. Die Werkstatt habe geöffnet und werde täglich mit Ersatzteilen beliefert. „Die Hersteller haben das im Griff“, meint Schliebe.

Die Kfz-Werkstätten in der Region Döbeln haben nach wie vor geöffnet. Trotzdem gibt es Unsicherheiten bei den Kunden und ein Problem bei den Mitarbeitern. Redakteurin Cathrin Reichelt berichtet.

René Kralapp wechselt im Autohaus Döbeln Räder. Die Werkstatt hat geöffnet. Trotzdem sind die Kunden derzeit zurückhaltend.
René Kralapp wechselt im Autohaus Döbeln Räder. Die Werkstatt hat geöffnet. Trotzdem sind die Kunden derzeit zurückhaltend. © Dietmar Thomas

17.30 Uhr: UPDATE - Erster Corona-Todesfall im Landkreis Mittelsachsen

Wie der Landkreis mitteilt, verstarb ein 72-jähriger Mann. Die Zahl der Infizierten liegt bei 102 Personen. Es gibt neue Regelungen des Freistaats, die bis 20. April gelten. Die Corona-Lage im Landkreis am 31. März.

15.28 Uhr: Kaum Duschen und Bockwurst auf die Hand

Zu Hause bleiben, das kann Andreas Knorr nicht. Der 49-Jährige ist Berufskraftfahrer. Seit 2000 sitzt er hinterm Steuer und fährt Ware quer durch Deutschland. Auch in Zeiten von Corona sorgt er mit seinem Einsatz für volle Regale in den Supermärkten. Doch während sich das ganz Land um Klopapier und Desinfektionsmittel reißt, erlebt Knorr entlang der Autobahn das Gegenteil von Hygiene und Sauberkeit. Reporterin Maria Fricke hat mit ihm gesprochen.

Fährt meist Getränke mit seinem Laster aus: Andreas Knorr.
Fährt meist Getränke mit seinem Laster aus: Andreas Knorr. © privat/Bildstelle

14.57 Uhr: Arbeitsagentur will pünktlich zahlen

Die Corona-Krise hat einen Ansturm auf die Agentur für Arbeit ausgelöst, und das nicht nur, weil viele Kurzarbeitergeld beantragen wollen. Nachdem anfangs die Telefonleitungen der Agentur überlastet waren, ist Montag die telefonische Erreichbarkeit verbessert worden. 

"Das Anrufaufkommen und damit der Beratungsbedarf sind in den letzten Tagen massiv gestiegen und bleiben auf einem hohen Niveau", sagt Agentursprecherin Antje Schubert. Doch mit welchen Anliegen kommen die Mittelsachsen derzeit auf die Behörde zu? Reporterin Maria Fricke hat einmal nachgefragt und die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

14.29 Uhr: Noch alles fit im Homeoffice?

14.18 Uhr: SPD-Abgeordneter Henning Homann informiert über Hilfsmaßnahmen

"Die Ausgangsbeschränkungen sind harte, aber notwendige Maßnahmen, um die Gesundheit von Menschen zu schützen. Das hat Priorität. Deswegen ist es wichtig, dass wir alle soweit es geht zuhause bleiben und solidarisch diejenigen unterstützen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind", so Henning Homann (SPD). 

Er bittet die Bürger auch weiterhin ihre Wohnungen und Häuser ausschließlich für den Weg zur Arbeit und dringend notwendige Besorgungen zu verlassen. "Parallel dazu arbeiten Bundes- und Landesregierung mit Hochdruck an Lösungen, die Arbeitsplätze schützen und Unternehmen stützen sollen. Leicht zugängliche Zuschüsse, zinsfreie Darlehen, Kurzarbeitergeld, Grundsicherung stehen bereit", erläutert Homann. Auf seiner Homepage gebe es einen Überblick über die Hilfsmaßnahen.

Für weitergehende Fragen bietet Homann außerdem am Donnerstag, 2. April, ab 17 Uhr eine digitale Bürgersprechstunde an. Dabei informiert er über die verschiedenen Hilfspakete und beantwortet ab 18 Uhr weitere Fragen aus der Region, unter anderem zu den Themen Ausgangseinschränkungen und Döbelner Nachbarschaftshilfe.

"In der digitalen Sprechstunde möchte ich Fragen der Bürger live und unkompliziert beantworten. In dem Wissen, dass aktuell staatliche Anlaufstellen überlastet sind, möchte ich so einen Beitrag leisten, die Fördermaßnahmen zu erklären", so Homann.

Unter www.meet.misax.net/BürgersprechstundeHenningHomann ist die Teilnahme an der Sprechstunde möglich. Alternativ zum Browser kann die App für iOS, iPad und Android heruntergeladen werden.

13.30 Uhr: "Kein Patient muss qualvoll sterben"

Das sagt Dr. Dr. Daniel Krüger. Er leitet das Ethik-Komitee der Helios-Klinik Leisnig. Es berät Ärzte nicht nur in Corona-Zeiten bei Entscheidungen über Leben und Tod. Heike Heisig hat mit ihm gesprochen.

Dr. Dr. Daniel Kügler leitet seit 2017 die Klinik für Innere Medizin an der Helios-Klinik in Leisnig – und nun auch das Klinische Ethik-Komitee. Es berät Ärzte in Konfliktsituationen, wie sie wegen der Corona-Pandemie bevorstehen könnten.
Dr. Dr. Daniel Kügler leitet seit 2017 die Klinik für Innere Medizin an der Helios-Klinik in Leisnig – und nun auch das Klinische Ethik-Komitee. Es berät Ärzte in Konfliktsituationen, wie sie wegen der Corona-Pandemie bevorstehen könnten. © Lars Halbauer

12.52 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Mittelsachsen

Im Landkreis gibt es den ersten Todesfall, der auf das neuartige Coronavirus zurückzuführen ist. Laut Kreissprecher André Kaiser handele es sich um einen 72-jährigen Mann mit schweren Vorerkrankung. "Da es sich bisher um einen Einzelfall handelt, geben wir hierzu keine weiteren Details", so Kaiser. Mehr Informationen in Kürze hier.

12.07 Uhr: Wenn Corona Kinder von Eltern trennt

Jörg Meyer (Name geändert) hat einen Jungen und ein Mädchen im Grundschulalter. Doch wegen der Trennung von der Mutter vor ein paar Jahren dürfen sie sich nur noch hin und wieder sehen, zurzeit alle zwei Wochen in der Beratungsstelle des Jugendamtes in Leipzig.

Die Einrichtung ist nun wegen Corona geschlossen, doch ein Umgangsbetreuer würde sich mit dem Vater und seinen Kindern auch an einem anderen Ort treffen, erzählt Meyers Anwalt Christian Avenarius. Doch die Mutter ist dagegen – und beruft sich ausgerechnet auf Corona. Sven Heitkamp berichtet.

11.52 Uhr: Hartha lädt zur Stadtratssitzung

Die geplante Ratssitzung für April in der Stadt Hartha wird am kommenden Montag, 6. April, durchgeführt. Das teilt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) auf Anfrage mit. "Wir werden die Sitzung jedoch nicht wie gewohnt im Rathaus durchführen, sondern gehen in die Hartharena", so das Stadtoberhaupt. Dort könne der Sicherheitsabstand von zwei Metern realisiert werden. 

Beginn der öffentlichen Stadtratssitzung ist 19 Uhr. Unter anderem wollen die Mitglieder über den Haushalt 2020 beraten.

11.44 Uhr: Zehn Tipps gegen den Lagerkoller

Wir alle befinden uns derzeit in einer so nie da gewesenen und für die meisten völlig ungewohnten Ausnahmesituation. Viele Menschen sind nicht nur besorgt über die gesundheitlichen Gefahren und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise, sondern fragen sich mit wachsender Unsicherheit, wie sie die Wochen oder gar Monate mehr oder weniger isoliert in der eigenen häuslichen Umgebung überstehen sollen. 

Wie kann man dazu beitragen, die eigene psychische, soziale und körperliche Gesundheit aufrechtzuerhalten und sich vor dem Lagerkoller zu schützen? Dr. Stephan Mühlig ist Inhaber der Professur Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz. Er gibt zehn Tipps gegen Lagerkoller.

11.07 Uhr: Händler sitzt auf 2.000 Paar Kinderschuhen

Mit ihrer Aktion „DDV Lokal hilft“ will die DDV-Mediengruppe, zu der auch Sächsische.de gehört, den von der Corona-Krise gebeutelten Gewerbetreibenden unter die Arme greifen. Damit verbunden sind kostenlose Werbung und die Möglichkeit, Waren in einem digitalen Kaufhaus anzubieten. Eine ganze Reihe von Händlern der Region greift auf dieses Angebot zurück. 

Der Handel im Internet ist nicht immer eine Alternative zum Ladengeschäft. Das Angebot der DDV-Mediengruppe soll aber in der Krise helfen. Jens Hoyer weiß mehr.

Jens Jung steht in seinem Ladengeschäft in Döbeln, das derzeit geschlossen ist. Das wichtige Geschäft im Frühjahr geht in der Corona-Krise unter. Auch das Geschäft im Internet ist eingebrochen. Allein 2.000 Paar Kinderschuhe warten auf Käufer.
Jens Jung steht in seinem Ladengeschäft in Döbeln, das derzeit geschlossen ist. Das wichtige Geschäft im Frühjahr geht in der Corona-Krise unter. Auch das Geschäft im Internet ist eingebrochen. Allein 2.000 Paar Kinderschuhe warten auf Käufer. © Lars Halbauer

10.46 Uhr: Döbeln plant für Mittwoch Wochenmarkt

Die Stadt Döbeln plant für Mittwoch wieder den Wochenmarkt zu öffnen. Im Laufe des Tages prüft das Ordnungsamt, unter welchen Bedingungen der Markt stattfinden kann und welche Händler sich beteiligen wollen, so Stadtsprecher Thomas Mettcher am Dienstagvormittag. Die Marktstände sollen in einem abgegrenzten Bereich in größeren Abständen voneinander stehen, sodass einige Händler an anderen als den gewohnten Plätzen verkaufen werden. 

 Der Wochenmarkt war in der vergangenen Woche wegen eines Verbots durchs die Staatsregierung ausgefallen. Die Regel wurde am Montag wieder aufgehoben.

10.04 Uhr: Finanzamt stellt Antrag auf Steuererleichterungen zur Verfügung

Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können nun beim Finanzamt Steuererleichterungen beantragen. Möglich sind dabei zinslose Steuerstundungen, Anpassungen von Vorauszahlungen oder Vollstreckungsaufschübe. Mit diesen Maßnahmen sollen die betroffenen Unternehmen in dieser schwierigen Zeit unterstützt werden, so das Finanzamt in einer Mitteilung am Dienstag.

Zur Vereinfachung des Verfahrens wird auf der Internetseite ein ausfüllbares Formular zur Verfügung gestellt. Zudem sind auf der Internetseite Antworten auf die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zusammengestellt.

Es gilt zu beachten, dass Steuerstundungen nur für bereits festgesetzte beziehungsweise angemeldete Steuern gewährt werden können. Für künftige Steuerforderungen ist ein neuer Antrag zu stellen.

Bei Fragen können sich Unternehmen und Bürger auch an die zentrale kostenfreie Corona-Hotline unter 0800/1000214 wenden. Diese ist von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr sowie am Wochenende von 12 bis 18 Uhr erreichbar.

9.55 Uhr: Wie gut schützen Schutzmasken wirklich?

Nach Tschechien will ab Mittwoch auch Österreich die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken einführen – zunächst aber nur zum Einkaufen. Und auch Jena plant als Stadt eine Tragepflicht. Kommt das auch auf das gesamte Deutschland zu? Und was taugen selbst genähte Masken? Redakteurin Stephanie Wesely hat die wichtigsten Fragen aufgeklärt.

9.42 Uhr: Absage der Samstagssprechtag in Ostrau

Aufgrund der durch den Freistaat Sachsen beschlossenen Ausgangsbeschränkung werden die Bürgermeistersprechstunde sowie der Samstagssprechtag im Einwohnermeldeamt am 4. April 2020 abgesagt. Das teilt die Gemeindeverwaltung Ostrau mit. "Wir bitten um Ihr Verständnis!", so Katja Teuchert.

8.05 Uhr: Hier gibt's noch Essen in der Region Döbeln

Schnell eine Pizza zum Abendbrot oder das Mittagessen nach Hause liefern lassen - so einfach wie vor der Corona-Krise klappt das derzeit nicht immer. Einige Gastronomen haben in der Krise ihren Service erweitert.

Elke Braun und Erik-Holm Langhof haben einmal in den Imbissen, Pizzerien und Eiscafés der Region Döbeln nachgefragt. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

Bei der Pizzeria am Kreuzplatz in Roßwein gibt es auch während der Corona-Pandemie weiterhin frische Pizza. Bestellt wird am Telefon, abgeholt wird selbst.
Bei der Pizzeria am Kreuzplatz in Roßwein gibt es auch während der Corona-Pandemie weiterhin frische Pizza. Bestellt wird am Telefon, abgeholt wird selbst. © Dietmar Thomas

Das passierte am Montag, 30. März:

19.40 Uhr: Rolle rückwärts auf dem Frischemarkt - ab Mittwoch wieder erlaubt

Der Mügelner Fleischer Guido Manke fühlt sich derzeit ohnmächtig, ein bisschen als Spielball der Politik. Noch vergangene Woche sah er durch die kurzfristige Entscheidung der Landesregierung, im Freistaat Sachsen keine Wochenmärkte mehr abzuhalten, seine Existenz bedroht.

Am Montag war die Staatsregierung zurückgerudert und hatte verkündet, dass mobile Verkaufsstände unter freiem Himmel und in Markthallen, die dem Verkauf von Lebensmitteln, selbst erzeugten Gartenbau- und Baumschulerzeugnissen sowie Tierbedarf dienen, ab Mittwoch wieder öffnen dürfen. Manke begrüßt das, wenn auch mit etwas gemischten Gefühlen.

Nach einer Woche Zwangspause: Sachsens Frischhändler dürfen ab 1. April wieder unter freiem Himmel verkaufen. Der ganze Bericht auf Sächsische.de.

Hofft darauf, ab Mittwoch wieder die Frischemärkte in Sachsen anfahren zu dürfen: Der Roßweiner Käsehändler Christoph Kirschbaum.
Hofft darauf, ab Mittwoch wieder die Frischemärkte in Sachsen anfahren zu dürfen: Der Roßweiner Käsehändler Christoph Kirschbaum. © Lutz Weidler

19.18 Uhr: Helios-Klinik bereitet sich auf Corona-Welle vor

Die Intensivstation der Helios-Klinik beschreibt der ärztliche Leiter Dr. René Schwarz mit einem Y. Auf der einen Seite sei alles für Patienten vorbereitet, die mit dem Coronavirus infiziert sind und bei denen hohe Sicherheitsmaßnamen zu beachten seien. 

Auf der anderen Seite befänden sich immer noch Patienten mit anderen Erkrankungen, die einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. „Die gibt es ja nach wie vor“, so Schwarz. 

Die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus Leisnig steigt – langsam. Weil das nicht so bleiben muss, erstellt die Klinik einen Plan B. Heike Heisig informiert.

In der Helios Klinik in Leisnig steigt die Zahl der Corona-Patienten langsam an. Das Krankenhaus reagiert darauf.
In der Helios Klinik in Leisnig steigt die Zahl der Corona-Patienten langsam an. Das Krankenhaus reagiert darauf. © Lars Halbauer

18.35 Uhr: Ostern gibt es 2020 im Livestream

Kirchenbänke in Sachsen bleiben vorerst leer. Statt auf öffentliche Gottesdienste setzen Kirchen aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf Livestreams und Andachten zu Hause. In einem Hirtenbrief schrieb der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers: "Der erste Ort des gelebten und gefeierten Glaubens ist die Familie." Er werbe dafür, die "Hauskirche" wieder zu entdecken.

Auch „Kar- und Ostertage werden nicht als öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können“, betonte Timmerevers. Was das für Gläubige bedeutet, verrät Sächsische.de

18.11 Uhr: Klanglichtzauber in Mittweida abgesagt

Die Stadt Mittweida sagt den für den 13. Juni geplanten KlangLichtZauber ab. „Zum einen brechen die Synergien mit der Hochschule Mittweida weg, da die Hochschulleitung das Campusfestival auf Grund fehlender Vorbereitungszeit gecancelt hat, und zum anderem wissen wir noch nicht, wie sich die Situation in der Zukunft noch weiter entwickeln wird“, so Stadtsprecherin Francis Pohl. 

Die Veranstaltung wird komplett gestrichen. Grund dafür ist das Coronavirus. Aber für 2021 gibt es schon einen Stargast. Mehr weiß Cathrin Reichelt.

17.45 Uhr: Trotz Corona - Über 1.700 Schüler in den Betrieben

Knapp 250 Unternehmen aus Mittelsachsen haben Schülern kurz vor den Ausgangsbeschränkungen einen sonst eher seltenen Einblick in ihren Betrieb gegeben. Anlass dazu war die Woche der offenen Unternehmen, die Schüler, in Begleitung ihrer Eltern nutzen können, um den Firmen vor Ort einen Besuch abzustatten. 

Aufgrund der täglich neuen Corona-Ereignisse ist diese Aktion etwas in den Hintergrund getreten. Trotzdem möchte unsere Zeitung noch darüber berichten. Denn immerhin knapp 70 Betriebe aus der Region Döbeln haben die Möglichkeit wahrgenommen und sich Schüler ins Haus geholt. Die Resonanz war verschieden. Maria Fricke hat Stimmen aufgefangen.

16.10 Uhr: Mehrere Verstöße gegen Ausgangssperre - Kontrollen der Polizei

Im Zuge der Streifentätigkeit der Beamte der Polizeidirektion Chemnitz sowie Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei sind auch am Wochenende erneut Kontrollen zur Allgemeinverfügung des Freistaats sowie des Kontaktverbots durchgeführt worden. 

Auch Bürgerhinweise aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz im Landkreis Mittelsachsen seien überprüft worden, teilt Marcus Gerschler von der Polizeidirektion Chemnitz mit. Redakteur Erik-Holm Langhof erklärt, was es für Verstöße gab.

15.46 Uhr: Corona-Lage im Landkreis Mittelsachsen am 30. März

In Mittelsachsen gab es am Montag elf Neuinfizierte. Erkrankt sind laut Statistik des Gesundheitsamtes drei Personen aus dem Raum Freiberg, vier Personen aus dem Raum Mittweida und vier Personen aus dem Raum Döbeln. Sie sind zwischen 25 und 82 Jahre alt. Insgesamt gibt es nun 96 bestätigte Fälle. Mehrere sind in Quarantäne. Erste Unternehmens-Hilfe und Wochenmärkte dürfen wieder öffnen. Die Corona-Lage am 30. März.

15.36 Uhr: Nähen gegen Corona – Grüne rufen zum Mitmachen auf

Die mittelsächsischen Grünen starten einen Aufruf zum Nähen von Mundschutz zum privaten Gebrauch. Renate Sauer, Schatzmeisterin des Kreisverbandes, startete in Eigenregie das Nähen von Mundschutzmasken für Menschen im privaten Umfeld. Die Grünen im Landkreis regen nun weitere Menschen mit Nähkünsten an, diesem Vorbild zu folgen und die Möglichkeit zu schaffen, der Verbreitung des Corona-Virus im öffentlichen Raum Einhalt zu gebieten.

Die Hainichenerin Renate Sauer erklärt hierzu: "Zwar ist das Tragen von Mundschutz in Deutschland nicht verpflichtend. Dennoch kann es nicht schaden, wenn es jeder für sich persönlich so entscheidet. Niemand kann sich vollständig schützen, aber jeder kann die Verbreitung im öffentlichen Raum damit eindämmen. Zahlreiche Menschen hatten einst in der Schularbeit das Handarbeiten, zudem haben viele eine Nähmaschine, Stoffreste und Gummi zu Hause. Ich möchte all diejenigen, die nähen können und die notwendigen Utensilien haben, aufrufen, mit selbstgenähten Mundschutzmasken der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Nähanleitungen für gute Mundschutzmasken sind im Internet leicht abrufbar. Also bitte ran an die Nähmaschine!"

15.19 Uhr: Wochenmärkte in Sachsen wieder erlaubt

Diese Maßnahme hatte in der vergangenen Woche für reichlich Verärgerung gesorgt: die Schließung der Wochenmärkte. Nun weicht Sachsen die im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen am 22. März verhängte Maßnahme wieder etwas auf. Das kündigte die sächsische Landesregierung am Montagmittag auf einer Pressekonferenz an. Mehr dazu bei Sächsische.de

In der vergangenen Woche wurde der Roßweiner Wochenmarkt durch die Polizei geschlossen. Es gab Unklarheiten bei der Auslegung der Allgemeinverfügung, teilte ein Pressesprecher mit. Daraufhin überlegten Standbesitzer, wie sie ihre letzte Ware loswerden.

14.33 Uhr: Fotograf tauscht Kamera mit Nähmaschine

Es ist ein ungewöhnliches Bild. Normalerweise ist Lutz Weidler mit mehreren Kameras und entsprechendem Zubehör unterwegs. Der freiberufliche Fotograf bebildert regelmäßig auch Beiträge von Sächsische.de. Wie bei vielen anderen hat sein Auftragsbuch im Moment aber die eine oder andere Lücke. Und die nutzt er, um zu nähen.

Lutz Weidler hat kurzzeitig das Handwerk gewechselt. Er hat eine teil- und waschbare Schutzmaske entwickelt und näht sie auch selbst. Redakteurin Cathrin Reichelt hat mit dem Fotografen gesprochen.

Lutz Weidler, der auch für Sächsische.de unterwegs ist, sorgt auf außergewöhnliche Weise für Schutz. Aber nicht nur für seinen.
Lutz Weidler, der auch für Sächsische.de unterwegs ist, sorgt auf außergewöhnliche Weise für Schutz. Aber nicht nur für seinen. © Lutz Weidler

14.08 Uhr: Linken-Politikerin erweitert Einkaufsdienst

Die Landtagsabgeordnete der Linken, Marika Tändler-Walenta, erweitert seit Montag ihren Lebensmitteleinkaufsdienst für nicht mobile Menschen. Dazu können Bestellungen telefonisch unter: 03431/710045 abgegeben werden. 

Die Auslieferung erfolgt Mittwoch und Samstag nun zusätzlich für folgende Orte neben den bisherigen im Altkreis Döbeln: Große Kreisstadt Mittweida, Stadt Frankenberg/Sa., Stadt Hainichen, Gemeinde Altmittweida, Gemeinde Erlau, Gemeinde Kriebstein, Gemeinde Lichtenau, Gemeinde Rossau, Gemeinde Striegistal

Marika Tändler-Walenta dazu: "Wir haben uns entschieden den Einkaufslieferservice um den Altkreis Mittweida zu erweitern. Vergangene Woche hatten wir drei Bedarfsmeldungen und haben dementsprechend noch freie Kapazitäten." Wie die Politikerin auf die Idee kam und wie es funktioniert, weiß Heike Heisig.

13.48 Uhr: „Meine persönlichen Planungen muss ich ändern“ - Bürgermeisterwahl in Nossen verschoben

Eigentlich wollte Nossens Bürgermeister Uwe Anke (parteilos) bald aufhören. Die Wahlen waren für den 14. Juni dieses Jahres angesetzt. Seine Amtszeit hätte im September definitiv geendet, da er nicht erneut kandidiert. Nun muss neben anderen Bürgermeisterkollegen auch er länger als gedacht in seinem Amt arbeiten. Doch nach 14 Jahren Amtszeit sei es für das Stadtoberhaupt nicht schlimm. 

Die Bürgermeisterwahlen werden in Sachsen wegen der Corona-Krise verschoben. Auch Nossens Bürgermeister ist davon betroffen. Redakteurin Uta Büttner berichtet.

Nossens Bürgermeister Uwe Anke muss aufgrund der Wahlverschiebung ein paar Monate länger im Amt bleiben.
Nossens Bürgermeister Uwe Anke muss aufgrund der Wahlverschiebung ein paar Monate länger im Amt bleiben. © Claudia Hübschmann

13.20 Uhr: Buchausleihe auch online möglich

Die Ausgangsbeschränkung durch die Corona-Pandemie lässt viele wieder einmal zu einem Buch greifen. Wem der Lesestoff, den er im heimischen Schrank hat, nicht ausreicht, der findet in der Leisniger Bibliothek eine große Auswahl.

Die Leisniger Stadtbibliothek hat zwar geschlossen. Lesestoff gibt es trotzdem – in tausendfacher Auswahl. Mehr Infos gibt es hier.

12.11 Uhr: Elf neue Corona-Erkrankte im Landkreis

In Mittelsachsen gibt es seit Montag elf neue bestätigte Corona-Fälle. Erkrankt sind laut Statistik des Gesundheitsamtes des Landkreises drei Personen aus dem Raum Freiberg, vier Personen aus dem Raum Mittweida und vier Personen aus dem Raum Döbeln. Sie sind zwischen 25 und 82 Jahre alt. Das teilt Kreissprecher André Kaiser mit. Insgesamt sind es nun 96 Personen, die mit dem neuartigen Virus angesteckt sind.

Im Laufe des Abends gibt es die Lage zum heutigen Corona-Tag im Landkreis.

12.06 Uhr: Krankenkasse warnt vor angeblichen Medikamenten gegen Covid-19

In der Corona-Krise werben diverse Internetseiten mit vermeintlichen Arzneimitteln, die Infizierten Heilung versprechen. Die Krankenkasse Barmer warnt eindringlich davor, auf diese Versprechen hereinzufallen und die angebotene Ware zu kaufen. "Es gibt noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19. Erste Medikamente befinden sich bisher im Versuchsstadium. Bei den Internetangeboten handelt es sich um Produkte, die keinen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen Covid-19 haben", sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer. 

Schlimmstenfalls könnten solche Mittel sogar schädlich sein, indem sie zum Beispiel unerwünschte Wechselwirkungen mit zugleich eingenommenen Arzneimitteln hervorriefen. 

Bei einer Covid-19-Erkrankung stünden bisher nur Arzneimittel zur Behandlung der Symptome wie Fieber und Husten zur Verfügung. Daher habe auch die Europäische Arzneimittel-Agentur unlängst vor Internetseiten mit vermeintlichen Medikamenten gegen das Coronavirus gewarnt.

Vorsicht sei auch bei Internetanbietern geboten, die für Nahrungsergänzungsmittel mit falschen Versprechungen werben. "Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel, die eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern oder sogar heilen können", sagt Günther. Laut Rechtsprechung dürften diese Zusatzmittel generell keine Angaben enthalten, die auf eine Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Krankheit hindeuteten. 

Ohnehin seien die meisten Präparate wirkungslos, wenn man sich ausgewogen ernähre und damit keinen Nährstoffmangel habe. Bei Vorerkrankungen, zu hoher Dosierung oder bei Wechselwirkungen mit Medikamenten könnten Nahrungsergänzungsmittel mitunter sogar schaden. 

Sächsische.de hat zusammengefasst, wie sich Menschen vor dem Coronavirus schützen können. Außerdem informiert Redakteur Stephan Schön über eine Hoffnung gegen das Coronavirus vom Meeresboden.

11.52 Uhr: „Da müssen wir eben durch“ - Alltag im Seniorenheim während Corona

Die Bewohner der Alloheim Senioren-Residenz "An der Schillerhöhe" in Waldheim sitzen jetzt auch öfter vor Fernseher und Radio. "Sie sind an den Ereignissen durch die Corona-Pandemie ebenso interessiert, wie ihre Angehörigen. Und sie haben ganz viel Verständnis für die nötigen Maßnahmen. Mehr als mancher Angehörige", sagt Einrichtungsleiter Nico Schönfelder. 

Ehe- oder Lebenspartner, Kinder und Enkel könnten zwar im Moment nicht zu Besuch kommen, aber anrufen. "Und sie können Präsente an der Rezeption abgeben. Wir bringen sie dann auf die Zimmer der Bewohner", so Schönfelder. 

In den Seniorenheimen läuft der Alltag weiter. Nur der Kontakt zu den Angehörigen fehlt. Dafür lassen sich nicht nur Mitarbeiter einiges einfallen. Der Bericht von Cathrin Reichelt.

11.34 Uhr: Abstand halten auf den Baustellen

Das Coronavirus sorgt zwar für Stillstand in vielen Bereichen – aber meist nicht auf dem Bau. Auf der Baustelle der Brücke Schillerstraße gibt es zwar einen kleinen Rückstand, eigentlich sollte Anfang April der sogenannte Betongang erfolgen. Aber der sei nicht auf das Virus zurückzuführen, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher. Redakteur Jens Hoyer weiß mehr.

Auf den meisten Baustellen in der Region gehen die Arbeiten auch in der Corona-Krise weiter. Auf der Brücke Schillerstraße in Döbeln ist mit den Stahlflechtarbeiten begonnen worden.
Auf den meisten Baustellen in der Region gehen die Arbeiten auch in der Corona-Krise weiter. Auf der Brücke Schillerstraße in Döbeln ist mit den Stahlflechtarbeiten begonnen worden. © Lutz Weidler

11.21 Uhr: Start für Unternehmens-Hilfe

Das Coronavirus beeinflusst das Wirtschaftsleben in Mittelsachsen immer mehr. Viele kleine, mittlere und große Unternehmen sind wirtschaftlich stark betroffen und derzeit verunsichert. Bund und Länder haben nun ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das betroffenen Unternehmen helfen soll.

Die Sächsische Aufbaubank hat heute die Anträge für Firmen online gestellt. Es gibt Soforthilfen sowie Darlehen für Firmen der Region. Mehr Informationen gibt es hier.

10.20 Uhr: Neue Blutspendetermine in Leisnig und Hartha

Die Möglichkeit, Blut zu spenden, gibt es am Mittwoch, 8. April, in der Zeit von 16 bis 19 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte Leisnig, Rosa-Luxemburg-Straße 6. Am 14. April von 15.30 bis 19 Uhr haben die Mitarbeiter die Liegen im Feuerwehrgerätehaus, Weststraße 14, aufgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz weist darauf hin, dass der Personalausweis oder Spenderausweis mitzubringen ist. Die Spender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. 

9.35 Uhr: Nivea-Hersteller Beiersdorf erhöht Hilfsprogramm auf 50 Millionen Euro

Das Unternehmen Beiersdorf, das auch im sächsischen Waldheim weiterhin einen Außenstandort besitzt, gibt zu Wochenbeginn ein internationales Sofortprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro zur Unterstützung des Kampfes gegen die Covid-19 Pandemie bekannt.

Stefan De Loecker, Vorstandsvorsitzender von Beiersdorf: "Covid-19 hat sich zu einer globalen Krise entwickelt. Diese Krise betrifft uns alle. Als Unternehmen wollen wir unsere Unterstützung für besonders gefährdete Gruppen verstärken, die dringend Hilfe benötigen, und so zu ihrem Schutz beitragen."

Der Beiersdorf-Konzern stellt deshalb 50 Millionen Euro zur Verfügung, um das Krisenmanagement insbesondere in den Epizentren sowie in Regionen mit schwachen öffentlichen Gesundheitssystemen und Infrastrukturen zu unterstützen. 

Zu den Sofortmaßnahmen gehören:

  • Spende von einer Million Litern Desinfektionsmittel: Beiersdorf hat inzwischen seine Produktionswerke auf fünf Kontinenten zur Herstellung von Desinfektionsmitteln aktiviert. Damit kann die vor zwei Wochen angekündigte Spende verdoppelt werden.
  • Spende von mindestens fünf Millionen Haut- und Handpflegeprodukten an medizinisches Personal in der ganzen Welt, deren Haut derzeit besonderen Belastungen ausgesetzt ist.
  • Direkte finanzielle Unterstützung für globale und lokale Nicht-Regierungs-Organisationen
  • Beiersdorf unterstützt die persönlichen Hilfsinitiativen seiner Mitarbeiter weltweit und verdoppelt ihre Spendenbeiträge

Stefan De Loecker weiter: "Dies ist eine Krise von historischem Ausmaß. Wir sind überzeugt, dass die Bekämpfung von Covid-19 deutlich mehr Einsatz, Zusammengehörigkeit und Zusammenarbeit erfordert."

9.20 Uhr: Corona hält die Natur nicht auf

Neues Leben bevölkert den Archehof in Klosterbuch. „Wir haben 21 kleine Lämmchen“, sagt Elsbeth Pohl-Roux. Dabei handelt es sich um die Rasse Weiße hornlose Moorschnucke. Sie sind erst vor kurzem auf die Welt gekommen. Sehen oder streicheln dürfen Besucher diese zurzeit aber nicht. Frank Korn berichtet darüber.

Elsbeth Pohl-Roux vom Archehof in Klosterbuch hält eines der neugeborenen Lämmchen. In den vergangenen Tagen sind 21 Lämmer auf die Welt gekommen.
Elsbeth Pohl-Roux vom Archehof in Klosterbuch hält eines der neugeborenen Lämmchen. In den vergangenen Tagen sind 21 Lämmer auf die Welt gekommen. © Dietmar Thomas

9 Uhr: Krankenkasse kommt Firmen und Selbstständigen entgegen

Für Firmen und Selbstständige, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, bietet die DAK-Gesundheit unbürokratische Hilfe an. Darüber informierte am Montagvormittag Christian Baier, DAK-Chef in Döbeln. Konkret gehe es um die Stundung der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Nötig sei dafür ein formloser Antrag bei der DAK, in dem der Schaden glaubhaft dargestellt werde. Stundungen sind derzeit für die Beiträge im März sowie April möglich. "Wenn die Auswirkungen der Corona-Krise darüber hinaus andauern, bittet die Kasse die Unternehmen in Döbeln, sich erneut zu melden", so Baier.

Für Selbstständige besteht zudem das Angebot, die Beiträge zu reduzieren. Möglich ist das für alle, die noch nicht die niedrigste Beitragsstufe haben.

8.19 Uhr: IHK sagt alle Prüfungen ab

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abgesagt. Betroffen sind alle Prüfungen, die ab Montag, 16. März, angesetzt gewesen sind.

Die Absage gilt vorerst bis zum 24. April, informiert Nicole Pinkert von der Regionalkammer Mittelsachsen der IHK Chemnitz. Wann die Prüfungen nachgeholt werden können, sei zurzeit offen. "Die Industrie- und Handelskammern stehen dazu mit den zuständigen Behörden im engen Austausch. Sie werden die neuen Termine bekannt geben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat."

Das passierte am Sonntag, 29. März:

20.30 Uhr: Obstbauern wollen Saisonkräfte halten

Damit im Spätsommer und Herbst die Obstbauern reichlich qualitative Äpfel ernten können, werden zurzeit eifrig die Bäume geschnitten. Mit eigenen Kräften kann die Klosterobst GmbH Sornzig das nicht bewältigen. Das Tochterunternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG hat sich Hilfe geholt, von Saisonkräften aus Rumänien. 

Knapp 50 Rumänen und Polen schneiden zurzeit die Bäume. Doch für die Ernte werden die Kräfte nicht reichen. Maria Fricke berichtet.

18.30 Uhr: Corona: Suchtberatung bald über Skype?

Seit 2012 leitet Martin Creutz das Team der Suchtberatung der Diakonie. Auch in der Corona-Krise für Menschen mit Suchtproblemen ansprechbar. Sächsische.de sprach mit ihm über die aktuelle Lage. Das Interview führte Elke Görlitz.

14.05: Erstmals ein Kind infiziert

Die Zahl der Corona-Erkrankten wächst. In der Region sind am Wochenende 17 neue Fälle registriert worden. Es gibt eine Informations-App und Neues aus dem Jobcenter.

Das passierte am Sonnabend, 28. März:

17.29 Uhr: Wie halten wir das durch? - Kommentar des SZ-Chefredakteurs

Wir müssen lernen, mit der Angst vor dem Coronavirus klarzukommen. Drei Gedanken von SZ-Chefredakteur Uwe Vetterick in seinem Essay zum Wochenende.

14.15 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten wächst

In Mittelsachsen sind seit Freitag 15 neue Fälle registriert worden. Insgesamt gibt es jetzt 83 positiv getestete Personen. Dabei ist auch ein Kind. Cathrin Reichelt informiert.

Das passierte am Freitag, 27. März:

19.10 Uhr: Wann kommen wir da wieder raus?

Wie lange soll das gehen? Diese Frage hört man jetzt überall. Wie lange sollen die Ausgangsbeschränkungen, die Schul- und Hochschulschließungen, das Verbot von Versammlungen, die Gebote des Abstandhaltens, der Verzicht auf Museums-, Kino- oder Theaterbesuche dauern? Die Antwort darauf ist – vage. Bestenfalls.

Experten warnen vor einer Lockerung der Corona-Beschränkungen und einer verfrühten Rückkehr zum normalen Alltag. Christian Drosten, der Charité-Virologe und Corona-Erklärer glaubt, dass eine On-Off-Eindämmung funktioniert – aber nicht anderthalb oder zwei Jahre lang. Sven Siebert erläutert, wer was zur Länge der Beschränkungen sagt.

16.52 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 27. März

Im Landkreis gibt es nun 68 Fälle. Mehrere sind in Quarantäne. Mehr Kinder befinden sich mittlerweile in der Notbetreuung. Und es gibt zwei Corona-Ambulanzen. Die Corona-Zusammenfassung des Tages im Landkreis vom 27. März.

15.45 Uhr: Erzwungene Stille im Döbelner Töpelwinkel

Die Corona-Krise bringt das Döbelner Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel in Bedrängnis. An diesem Sonnabend wäre eigentlich Tag der offenen Tür und damit auch Eröffnung der Saison 2020 gewesen. "Wir wissen noch nicht, wann wir den nachholen", sagt die Chefin Carin Lau. Sämtliche Aktivitäten sind derzeit eingestellt, Veranstaltungen abgesagt, Schulklassen haben ihre Buchungen storniert.

Der Betreiberverein kommt wegen der Coronakrise in Bedrängnis. Keiner weiß, wie das ausgeht. Jens Hoyer informiert.

15.12 Uhr: Corona-Ambulanz in Mittweida eröffnet

Das Medizinische Versorgungszentrum des Krankenhauses Mittweida hat am Donnerstag eine Corona-Testambulanz eröffnet. Auf dem Krankenhausgelände werden nun wochentags von 9 bis 11 Uhr Patienten auf das Corona-Virus getestet. Das teilt Ines Schreiber, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit mit. 

Am ersten Tag seien drei, am Freitag bereits neun Proben durchgeführt worden. "Wir erwarten diesbezüglich in der kommenden Woche eine weitere Steigerung", so die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit. Der vollständige Bericht zur neuen Corona-Ambulanz in Mittweida gibt es hier.

14.54 Uhr: Helios nimmt zweiten Corona-Patienten auf

Die neuartige Lungenkrankheit hat den Raum Döbeln erreicht. Das Team des Helios-Krankenhauses in Leisnig kümmert sich mittlerweile um den zweiten Patienten, bei dem die Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist. Dabei handelt es sich um eine 81-jährige Frau. Sie muss allerdings im Moment nicht auf der Intensivstation behandelt werden, wie der Mann, der am Dienstag noch als Verdachtsfall nach Leisnig gekommen war. „Sie ist zunächst auf der Isolierstation“, so Dr. René Schwarz, der ärztliche Direktor der Helios-Klinik.

Die Klinik behandelt zudem mehrere Verdachtsfälle. Heike Heisig und Jens Hoyer berichten.

14.31 Uhr: Sieben neue Corona-Fälle in Mittelsachsen

In Mittelsachsen sind sieben weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden – zwei wohnen im Raum Döbeln, vier im Raum Mittweida und eine Person im Raum Freiberg. Das teilt Kreissprecher André Kaiser mit. "Sie sind zwischen 52 und 79 Jahre alt." Damit gibt es nun 68 Fälle in Mittelsachsen. 238 Personen befinden sich in Quarantäne.

14.11 Uhr: Corona: Polizei bringt weitere Verstöße zur Anzeige

Nach Bürgerhinweisen sowie bei eigenen Feststellungen haben Beamte der Polizeidirektion Chemnitz sowie Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei am Donnerstag mehrere Personen im Zuständigkeitsbereich kontrolliert, die gegen die geltende Allgemeinverfügung und die damit einhergehenden Beschränkungen verstoßen hatten. Das teilt die Polizeidirektion Chemnitz heute mit. Die Polizeimeldungen hier.

13 Uhr: „Wir bewegen Mittelsachsen von daheeme“

Trotz der Corona-Krise und einer für den Besucherverkehr geschlossenen Geschäftsstelle – beim Kreissportbund passiert etwas. „Wir bewegen Mittelsachsen von daheeme“, sagt Geschäftsführer Benjamin Kahlert. Es gebe derzeit zwar keine Sportveranstaltungen, aber die beiden anderen wichtigen Themenbereiche – Bildung und Beratung – werden dennoch bedient. Jetzt eben von zu Hause aus.

Der Kreissportbund Mittelsachsen geht neue Wege. Jetzt eben schon etwas früher als geplant. Sportredakteur Dirk Westphal weiß mehr.

12.38 Uhr: Wie Corona das Familienleben verändert

"Die halten hier nicht so still wie in der Schule. Wir sind ja keine Lehrer“, seufzt Vater Marcus Mehnert und beugt sich mit seinen Töchtern Kim und Laura wieder über die Mathearbeitshefte der ersten Klasse. Er sitzt schon gut eine Stunde mit zwei der Leipziger Vierlinge am Tisch im Kinderzimmer. 

„Wir müssen Vorgänger und Nachfolger der Zahlen bis 10 eintragen“, erklärt Kim. Das sei nicht schwer. Und sie fügt hinzu: „Der Papa ist ein guter Lehrer.“ Aber mehr Spaß mache das Lernen in der Schule, mit allen in der Klasse zusammen.

Mutter und Vater sind in Kurzarbeit und haben es als Hauslehrer der aufgeweckten Vierlinge Kim, Jasmin, Laura und Sophie nicht leicht. Im Familienkompass Sachsen erzählen sie, wie es zu Hause läuft.

12.06 Uhr: Wie Markthändler ihre letzte Ware verkaufen

Juliane Eulitz hat ein Schild an ihrem Verkaufsstand hängen. „Keine Selbstbedienung. Bitte von rechts anstellen.“ Damit will die Gemüsehändlerin aus Petersberg in der Corona-Krise Ordnung an ihren Gemüsestand bringen. Der steht auf dem Parkplatz an der Unnaer Straße in Döbeln Ost. „Eigentlich wäre ich heute in Lommatzsch. Aber dieser Markt ist abgesagt worden“, sagt sie.

Die Stadt hat Händlern ohne Läden ein Angebot gemacht. Einige habe es angenommen. Aber was kommt danach? Redakteur Jens Hoyer hat nachgefragt.

11.25 Uhr: Corona-Testambulanz in Mittweida eröffnet

Das Medizinische Versorgungszentrum des Krankenhauses Mittweida hat am Donnerstag eine Corona-Testambulanz eröffnet. Auf dem Krankenhausgelände werden nun wochentags von 9 bis 11 Uhr Patienten auf das Corona-Virus getestet. Das teilt Ines Schreiber, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit mit. Mehr Informationen gibt es im Laufe des Mittags hier.

10.32 Uhr: Taxis stehen wegen Corona fast still

Erst vor wenigen Wochen hat Eric Ressel den Fuhrpark von Gert Wegscheider aus Waldheim übernommen. Der Taxiunternehmer ist in den Ruhestand gegangen. Rechtzeitig, bevor die turbulenten Zeiten in der Branche angebrochen sind.

Auch die Krankentransporte haben abgenommen. Doch für die Fahrer ist das nicht das einzige Problem. Maria Fricke erklärt, warum.

9.45 Uhr: Fräulein Socke bespaßt Familien auf Sächsische.de

Die Gleisberger Kita-Leiterin Carola Rothe hält während der Corona-Krise per Videobotschaften Kontakt zu ihren Schützlingen. Ab sofort erheitert sie auch die Leser von Sächsische.de - heute Teil 1. Die ganze Geschichte von Heike Heisig gibt es hier.

Täglich stellen wir auf diesem Portal sowie auf dem Facebook-Kanal SZ Döbeln - Döbelner Anzeiger den Morgenkreis zur Verfügung. Viel Spaß beim Anschauen und Mitmachen! 

8.55 Uhr Nächste Woche liefert Beiersdorf in Waldheim das erste Desinfektionsmittel

Die Produktion des Desinfektionsmittels am Standort der Firma Beiersdorf in Waldheim ist angelaufen. Wie eine Sprecherin den Unternehmens jetzt mitteilte, werde voraussichtlich ab der kommenden Woche die erste Hände-Desinfektion ausgeliefert werden können.

Der Konzern will die Desinfektion regionalen Abnehmern spenden. Über den Bedarf  stimmt sich Beiersdorf mit dem Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen ab. Das Ministerium koordiniert die Verteilung zentral für den Freistaat.  Weitere Informationen dazu finden Sie hier. 

8.30 Uhr: Stadt Döbeln schließt Verwaltungsstelle in Mochau

Die Außenstelle der Stadtverwaltung Döbeln in Mochau ist ab heute geschlossen. Darüber informierte die Stadtverwaltung. Grund ist die aktuelle Lage bezüglich des Coronavirus.

Bis einschließlich 17. April können sich die Bürger aus Region, die seit 2016 zur Stadt Döbeln gehört, mit dringenden Anliegen an die Stadtverwaltung Döbeln wenden. Diese ist unter Tel.: 03431/5790 zu erreichen.

Das passierte am Donnerstag, 26. März:

19.50 Uhr: So reagieren Einkaufsmärkte auf Corona

Maximal 35 Kunden dürfen sich aktuell im Penny-Markt an der Badischen Straße in Döbeln-Nord aufhalten. Darauf weist ein Schild direkt am Eingang des Marktes hin. Das besagt auch, dass jeder Besucher verpflichtet ist, einen Einkaufswagen mit in die Filiale hineinzunehmen.

Dafür gibt es einen einfachen Grund. Denn somit behalten die Kassiererinnen den Überblick. Ist der „Wagenparkplatz“ leer, müssen Kunden vor der Ladentür warten, bis einige ihren Einkauf beendet haben. Natürlich ebenfalls in einer Schlange, die von Person zu Person mindestens zwei Meter Abstand bietet.

Wachmänner, Desinfektion, Abstand, Wagenpflicht: Überall in der Region Döbeln gibt es jetzt neue Regeln für den Einkauf. Zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden. Redakteur Erik-Holm Langhof stellt einzelne Beispiele vor.

17.58 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 26. März

Mittlerweile hat der Kreis 61 Fälle. Das Landratsamt weist darauf hin, dass Leistungen gezahlt werden und wie sich Bürger vor Betrügern schützen können. Die Corona-Lage im Landkreis Mittelsachsen am 26. März finden Sie hier.

17.25 Uhr: Wie es ist, Corona zu haben - Ein Betroffener erzählt

Gerd Adlers (Name geändert) Stimme klingt noch matt. Er spricht langsam, macht Pausen zwischen den Sätzen. Die richtige Atmung ist wichtig. Er hat dazu in der Klinik ein paar Übungen in den vergangenen Tagen gelernt. Damit seine Lunge wieder „laufen lernt“. Die Lunge eines 47-jährigen Familienvaters aus Dresden, der schwer an Covid-19 erkrankte, obwohl er weder Allergien noch Vorerkrankungen hatte. 

Der als geübter Marathonläufer gerade noch für den Rennsteiglauf trainiert hatte. Sein echter Name und das Dresdner Krankenhaus, in dem Gerd Adler behandelt wurde, sollen ungenannt bleiben. Um die Familie zu schützen und keine falschen Reaktionen auszulösen. 

Wie Gerd Adler die Krankheit vorerst besiegte, erklärt er im Gespräch mit Sächsische.de. Reporterin Tobias Wolf hat es aufgeschrieben.

16.34 Uhr: Corona - Warum Raucher Risikogruppe sind

Der Virologe Christian Drosten brachte es im NDR-Podcast auf den Punkt: „Es ist sicherlich immer ein guter Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören – aber jetzt wahrscheinlich ein besonders guter.“ Denn Raucher gehören zu den Risikogruppen, die sich besonders schnell mit dem Coronavirus anstecken können. Der einfache Grund: Alles, was der Lunge schadet, fördert die Gefahr, schwer an Covid-19 zu erkranken.

Raucher erkranken häufiger schwer an Covid-19, zeigen Untersuchungen aus China. Es könnte ein Grund dafür sein, dass es mehr männliche Infizierte gibt. Christopher Stolz erklärt es.

15.30 Uhr: Damit die Feuerwehren einsatzfähig bleiben

Bei Bränden, bei Verkehrsunfällen, zur Rettung von Personen – in Notlagen kann keiner auf sie verzichten, die ehrenamtlichen Helfer der hiesigen Feuerwehren. Doch auch diese sind zurzeit vom Coronavirus bedroht. Und können ihren Dienst schon jetzt nicht mehr in vollem Umfang ausführen. 

Die Kameraden übernehmen keine Tragehilfen und Türöffnungen mehr. Auch auf anderes verzichten sie. Reporterin Maria Fricke weiß mehr.

14.50 Uhr: Nie wieder Schule - Abitur in Zeiten von Corona

Zwischen Heftern, Lernaufgaben und Stiften probiere ich, mich zu konzentrieren. Der Küchentisch ist zu meiner neuen Schulbank geworden. Am Freitag, 13. März, hatte ich unerwartet meinen letzten Schultag. Nie wieder Schule? Nicht ganz richtig. Ich muss, genau wie meine Mitschüler, mich Zuhause auf das Abitur vorbereiten.

Für die Abiturienten ist der letzte Schultag abrupt gekommen. Jetzt bereiten sie sich zu Hause auf die Prüfungen vor. Unsere Autorin Pia Wittrin ist eine von ihnen.

13.54 Uhr: Corona-Patient in Leisnig auf Intensivstation

Seit Dienstag wird im Helios-Krankenhaus in Leisnig der erste Corona-Patient behandelt. Das bestätige der ärztliche Direktor der Klinik Dr. René Schwarz Sächsische.de auf Anfrage. Der Patient sei mit dem Rettungsdienst auf Vermittlung seines Hausarztes eingeliefert worden, sagte Schwarz weiter. 

Binnen eines Tages bestätigte sich der Verdacht. Der Senior litt bereits unter Vorerkrankungen. Die Helios-Klinik erhöht vorsorglich die Zahl der Beatmungsplätze. Heike Heisig, Elke Görlitz und Maria Fricke berichten.

Bei Facebook kursierte am Donnerstagnachmittag ein Gerücht, wonach der Patient verstorben sei. Das bestätigte die Klinik - Stand Donnerstag, 14.45 Uhr - nicht.

13.11 Uhr: Keine Biberexkursion

Angelika Leonhardt, stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes, Regionalgruppe Lößhügelland, teilt mit, dass aufgrund des Coronavirus folgende Veranstaltungen abgesagt werden müssen:

  • Biberexkursion an der Zschopau im Töpelwinkel mit Dr. Volkmar Kuschka am 28. März, 14 Uhr
  • Besichtigung des Hofgutes in Pulsitz mit Sabine Reichart am 25. April.

13.07 Uhr: Habe ich Corona?

Nur etwas Schnupfen? Nichts schmeckt mehr? Keine Luft mehr zum Atmen? Eine Infektion mit dem neuen Coronavirus verläuft nicht für alle Menschen gleich. Für die einen fühlt es sich an wie eine Erkältung, für andere wird es lebensgefährlich oder gar tödlich. Allgemeingültige Aussagen zum typischen Krankheitsverlauf seien nicht möglich, erklärt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Beim neuen Coronavirus variieren die Krankheitsverläufe stark. Was über die Symptome von Covid-19 bislang bekannt ist, erklärt Sächsische.de.

12.46 Uhr: Wieder Verstöße gegen Sperre

Wie schon an den Vortagen haben Beamte der Polizeidirektion Chemnitz sowie Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei im Rahmen ihrer Streifentätigkeiten mehrere Personen- und Objektkontrollen durchgeführt. Der Grund für die Kontrollen ist die Durchsetzung der Allgemeinverfügung nach dem Infektionsschutzgesetz mit dem Ziel, die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Zwei Verstöße wurden dabei im Landkreis Mittelsachsen festgestellt.

11.57 Uhr: Zehn Corona-Neuerkrankte im Landkreis - vier in der Region Döbeln

Im Landkreis gibt es nun 61 Fälle. Zehn neue Fälle wurden heute im Landkreis Mittelsachsen registriert. "Bei den neuen Fällen handelt es sich um Personen im Alter von 34 bis 81 Jahren. Vier Personen wohnen im Raum Döbeln, vier im Raum Mittweida und zwei im Raum Freiberg", so Kreissprecher André Kaiser. 

Im Laufe des Abend wird auf Sächsische.de wie gewohnt die Lage zum heutigen Tag im Landkreis Mittelsachsen veröffentlicht.

11.40 Uhr: Der Krisen-Lieferservice

Am Morgen war Kati Voigt im Leipziger Konsum Lebensmittel einkaufen. Ein paar Stunden später füllt sie schon wieder Nudeln, Butter und Wurst in den Einkaufwagen. Nicht für sich, sondern für einen älteren Mann aus Wetterwitz. Dieser nutzt als erster das Angebot der Landtagsabgeordneten Marika Tändler-Walenta (Linke).

Was, wenn die Butter ausgeht? In Zeiten der Einschränkungen durch das Coronavirus genügt schon ein Anruf und das Gewünschte steht vor der Tür. Heike Heisig erklärt, wie das geht.

11.18 Uhr: Zahl der Verstöße gegen die Corona-Auflagen nimmt zu

Es sind Fälle wie dieser, die Sachsens Polizei in Zeiten der Corona-Krise zunehmend beschäftigen. So mussten sich die Beamten jetzt auch um eine 17-Jährige kümmern, die sich zu Hause mit ihrer Mutter in Quarantäne befand. Trotzdem entschied die junge Frau, sich doch lieber außerhalb der Wohnung mit einer Freundin zu treffen. Die Beamten unterbanden das schließlich und schickten sie mit einer Ermahnung wieder zurück.

Die Polizeigewerkschaft kritisiert ungenaue Vorgaben für Kontrollen - und stellt klare Forderungen an Sachsens Innenminister Roland Wöller. Gunnar Saft stellt die aktuelle Situation dar.

10.28 Uhr: Der Döbelner Mundschutz-Manager

Die Hilferufe reißen nicht ab. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestehen Lieferengpässe für Mundschutzmasken. Das hat eine beispiellose Hilfsaktion ins Leben gerufen. Überall finden sich Menschen, die selbst Masken nähen.

Der Döbelner Rico Kretschel organisiert die Fertigung der Masken. Unterstützung erhält er von vielen Seiten. Frank Korn und Elke Görlitz berichten.

9.40 Uhr: Maximal 14 Beatmungsplätze in Leisniger Krankenhaus

Die Klinik hat einen Plan, einen Pandemieplan. „Nach diesem ist eine Isolierstation für Corona-Patienten eingerichtet“, sagt Juliane Dylus, Sprecherin der Leisniger Helios-Klinik auf Anfrage von Sächsische.de. 

Das Helios-Krankenhaus hat mittlerweile eine Isolierstation vorbereitet. Das Personal wird geschult. Seit gestern hat die Klinik den ersten Coronavirus-Patienten. Den Bericht von Maria Fricke gibt es hier.

9.24 Uhr: Corona-Patient seit Dienstag in Leisnig

Klinik-Sprecherin Juliane Dylus bestätigte am Donnerstagvormittag einen Bericht des Mitteldeutschen Rundfunkes. In diesem wurde mitgeteilt, dass in der Helios-Klinik in Leisnig ein Corona-Patient behandelt wird. Der Patient sei seit Dienstag im Haus, hieß es. 

>>Mehr Informationen gibt es hier im Update.<<

Sächsische.de bleibt an dem Thema dran. Im Laufe des Tages werden neue Informationen erwartet. 

7.52 Uhr: Kein Mammobil während der Corona-Krise

Das Brust-Krebs-Früherkennungs-Programm in Sachsen ist bis auf weiteres ausgesetzt. Darüber informierte kürzlich die Stadtverwaltung Döbeln. Das bedeutet auch, dass die Termine für das Mammobil entfallen.

Das Mobil, eine Röntgenstation auf Rädern, bietet vor allem Frauen in den ländlichen Regionen die Möglichkeit, ohne großen Aufwand an einem Screening-Programm teilzunehmen.

Das passierte am Mittwoch, 25. März:

19.12 Uhr: Erster Corona-Patient bei Helios in Leisnig

Auch am Mittwoch ist die Zahl der Nachweise des Coronavirus in Mittelsachsen weiter gestiegen. Wie das Landratsamt informierte, gibt es aktuell 51 bestätigte Fälle im Kreis. Sieben Neuerkrankte sind am Mittwoch hinzugekommen. 

Ein Betroffener kommt dabei aus der Region Döbeln. Dieser soll sich laut dem Mitteldeutschen Rundfunk in der Helios-Klinik Leisnig befinden. Mehr Informationen gibt es hier.

18.55 Uhr: Mehrere Verstöße gegen Ausgangssperre

Am Dienstag erreichten die Polizei zahlreiche Hinweise von Bürgern, wonach sich einzelne Personen offenbar nicht an die Beschränkungen zum Ausgang hielten. Auch im Rahmen der Streifentätigkeiten führten die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz mehrere Personenkontrollen durch, um die Einhaltung der Allgemeinverfügung der Landesregierung zu gewährleisten. Das berichtet die Polizei am Mittwoch. In einigen Fällen folgten auch Anzeigen gegen mehrere Personen. Der Polizeibericht.

18.03 Uhr: Schüler sollen Abitur schreiben

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden - auch in Sachsen. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilte, vereinbarten die Länder, dass "zum heutigen Zeitpunkt" eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen. Der ganze Beitrag hier.

17.25 Uhr: Corona in Mittelsachsen - Lage am 25. März

51 bestätigte Fälle des Coronavirus gibt es seit Mittwoch im Landkreis. Im Freiberger Krankenhaus wurde nun eine Fieberambulanz geöffnet. Außerdem ist das Bürgertelefon weiter erreichbar. 

Hier ist die Corona-Lage im Landkreis Mittelsachsen vom 25. März.

17.05 Uhr: Gefährdet Corona auch die Spargel-Ernte?

Auch für die Bauern bringt das Coronavirus Probleme mit sich. Pflanzen müssen in die Erde. Bald beginnt die Spargelernte, Helfer aus Osteuropa aber fehlen. Das trifft auch den Spargelhof Schertenleib in Ostrau. Der könnte eigentlich zu Ostern mit der Ernte starten. 

Kurz vor Beginn der Spargelsaison fürchtet Landwirtin Elfi Schertenleib jedoch, dass sie nicht ausreichend Mitarbeiter für die diesjährige Ernte zusammen bekommt. Redakteur Erik-Holm Langhof geht der Frage nach dem diesjährigen Spargel nach.

16.17 Uhr: Erste Corona-Tote im Landkreis Meißen

Die Zahl der an Corona-Erkrankten im Landkreis Meißen lag am Mittwoch bei 38, sechs Patienten werden derzeit stationär behandelt. 349 Personen befinden sich in Quarantäne. 

Eine 86-jährige Patientin ist infolge einer Covid-19-Infektion - begleitet von einer Reihe Vorerkrankungen - gestorben. Das teilte das Landratsamt Meißen am Mittwochmittag mit. Die 86-jährige Patientin litt auch an mehreren Vorerkrankungen. Mehr dazu aus der Redaktion Meißen.

14.40 Uhr: Wegen Corona den Umzug verschieben?

Sie freut sich darauf, wieder in ihre Heimat zu ziehen. Claudia B. (Name geändert) hat zuletzt zwei Jahre in Chemnitz gewohnt, weil sie in der Nähe für eine Krankenkasse tätig war. Nun hat sie die Möglichkeit bekommen, in einer Zweigstelle der Krankenkasse in der Region Döbeln zu arbeiten. Klar, dass die 23-Jährige, die aus Hartha stammt, diese Chance ergreift, war es doch immer ihr Wunsch, in der Nähe der Eltern zu wohnen.

Doch nun kam das Coronavirus dazwischen. Auf die Frage, ob sie das in Krisenzeiten darf, erhält sie widersprüchliche Auskünfte. Frank Korn hat sich mit ihr unterhalten.

14.16 Uhr: Beiersdorf startet Herstellung von Desinfektionsmittel

Am Waldheimer Sitz der Firma Beiersdorf laufen die Vorbereitungen für die Produktion von Desinfektionsmittel derzeit auf Hochtouren. Ende der Woche, so eine Sprecherin des Unternehmens, soll der Starschuss für die Herstellung des derzeit dringend benötigten Schutzmittels im Kampf gegen das Coronavirus fallen.

500 Tonnen will sie insgesamt spenden. Wie viel davon aus dem Werk in Waldheim kommt, ist unklar. Maria Fricke fragt nach.

13.10 Uhr: Skattuniere fallen aus

Der SSC „Grand Hand“ Döbeln teilt mit, dass alle März- und Aprilskatturniere ausfallen. Wann es in Sachen Skat weiter gehen kann, hängt von der aktuellen Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus ab, so der Skat-Club.

13.07 Uhr: Kontaktverbot auch zu Hause?

Zur Eindämmung des Coronavirus haben Bund und Länder am Wochenende ein weitgehendes Kontaktverbot beschlossen. Abgesehen von Menschen, mit denen man ohnehin zusammen wohnt, dürfen sich maximal zwei Personen gemeinsam "im öffentlichen Raum" aufhalten. In der konkreten Umsetzung wirft diese Regelung allerdings Fragen auf. 

Seit Montag gilt in Deutschland ein Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus. Das wirft Fragen auf. Sächsische.de beantwortet sie.

12.38 Uhr: Neue Fälle im Landkreis Mittelsachsen

In Mittelsachsen gibt es nun 51 bestätigte Fälle. Neu erkrankt sind zwei Personen im Raum Mittweida, vier Personen im Raum Freiberg und eine Person im Raum Döbeln. 189 Personen befinden sich in Quarantäne. Das teilt Kreissprecher André Kaiser mit.

11.59 Uhr: Was Gärtnereien dürfen, Baumärkte nicht

Es hat noch einmal richtig gebrummt in den Baumärkten der Region. Nachdem am Freitag von der Politik die Ausgangsbeschränkungen beschlossen wurden, deckte sich so mancher Hobbyhandwerker und -gärtner noch einmal mit Bau- und Gartenmaterial für seine Projekte ein. Denn seit Montag sind die Märkte bis 20. April vorerst geschlossen. Aber es gibt Ausnahmen. 

Die Grundversorgung an Baumaterial ist gesichert. Aber es gibt auch Ausnahmen im pflanzenproduzierenden Bereich. Dirk Westphal berichtet.

10.54 Uhr: Polizei schließt Wochenmarkt in Roßwein

Nachdem die Stadt Roßwein am Dienstagabend auf ihrer Internetseite ankündigte, dass der Wochenmarkt am Mittwoch zum vorerst letzten Mal stattfinden soll, errichteten einige Händler am Mittwochmorgen auch ihre Stände auf dem Marktplatz. Gegen 9.30 Uhr war die Einkaufsmöglichkeit für die Bürger jedoch vorbei. 

Unterdessen läuft der Betrieb des Wochenmarktes in Leisnig weiter. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

9.35 Uhr: Die Kümmerer trotzen der Corona-Krise

Die Döbelner Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) hat am Dienstag mit dem Verteilen der ersten „Herzensboxen“ begonnen. Am Mittag rollte an der Blumenstraße ein Transporter mit 150 dieser Boxen von Sachsenobst auf den Hof. Die Kartons enthalten Lebensmittel von einheimischen Produzenten – Brot, Kartoffeln, Eier, Nudeln oder Reis, Getränke und Äpfel von Sachsenobst. Außerdem als originelle Dreingabe eine Rolle Toilettenpapier. Jens Hoyer war mit dabei.

9.22 Uhr: Traditionelle Döbelner Frühjahrsregatta findet nicht statt

Wie der ESV Lok Döbeln Abteilung Kanurennsport am Dienstagabend mitteilt, hätten sich die Mitglieder entschieden aufgrund des Coronavirus die traditionelle Frühjahrsregatta abzusagen. Geplant war diese für das Wochenende vom 9. und 10. Mai.

"Noch weiß keiner, wann wir wieder unserem Sport fröhnen können - habt Hoffnungen und Mut, gemeinsam schaffen wir das. Für uns ist aber denkbar, das wir im Spätsommer/Herbst unsere Regatta nachholen", so der Verein auf seiner Facebook-Seite. "Wir haben den Gedanken schonmal näher angeschaut und sehen dafür Möglichkeiten, aber dazu müssen viele Faktoren stimmen."

8.10 Uhr: Döbelner kümmern sich um Mundschutz

Immer mehr Bürger aus der Region bieten im sozialen Netzwerk Facebook ihre Hilfe bei der Herstellung oder dem Versand von Munschutzmasken an.

So teilte Rico Kretschel aus Döbeln am Dienstagabend mit, dass die ersten Mundschutz-Pakete gepackt seien und nun verteilt werden. "Im Paket sind Schnittmuster für Kindermasken und Erwachsene, Anleitung mit Video und Material zum Nähen", heißt es weiter. Gedacht seien die Masken vorerst für Mitarbeiter und Patienten aus dem Gesundheitswesen im Raum Döbel. Kretschel ist noch auf der Suche nach Stoff sowie Unterstützern, die eine Nähmaschine haben.

Darüber hinaus gab es auch aus der Region Waldheim das Angebot einer Facebook-Nutzerin Mundschutz zu nähen.

Das passierte am Dienstag, 24. März:

21.07 Uhr: Wegen Corona-Regeln - Verwirrung bei den Wochenmärkten

Verwirrung gab es am Dienstag um die Wochenmärkte in der Region Döbeln, nachdem Märkte in anderen Städten – unter anderem in Leipzig und Chemnitz – wegen des Coronavirus abgesagt wurden. Angeblich, weil die Ausnahmegenehmigung für diese Märkte vom Freistaat aufgehoben wurden.

Döbeln wollte eigentlich an seinem Wochenmarkt festhalten – unter verschärften Bedingungen. "Nach unserer Auffassung kann der Markt stattfinden", sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher noch am Dienstagnachmittag. Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) rudert am Abend dann doch zurück. Die Redakteure Heike Heisig, Jens Hoyer, Frank Korn und Erik-Holm Langhof erklären die aktuelle Situation.

20.01 Uhr: Amtsgericht Döbeln vertagt Verhandlungen

Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens bleibt das Döbelner Amtsgericht geöffnet. Allerdings seien alle Verhandlungen im Straf- und Jugendrecht bis zum 14. April abgesagt worden. Darüber informierte Lutz Kermes, Direktor am Amtsgericht. Dirk Westpahl erklärt mehr.

19.32 Uhr: Optiker behandeln nur noch Notfälle

Wer jetzt eine neue Brille benötigt, der hat ein Problem. Denn neue Sehhilfen können derzeit bei den Optikern in der Region kaum noch bestellt werden. Der Grund: Aufgrund der Abstandsregelungen sind derzeit in den Filialen einiger Optiker keine Augenuntersuchungen möglich. Damit fallen auch die Neubestellungen von Kontaktlinsen weg. 

Einige Optiker führen keine Sehtests mehr durch. Die meisten haben ihre Öffnungszeiten verkürzt. Reporterin Maria Fricke berichtet aus der Region Döbeln.

18.45 Uhr: Lieferengpässe bei Medikamenten nehmen zu

Warteschlangen vor Apotheken – auch das gehört mancherorts inzwischen zum gewohnten Bild. "Das ist eine Reaktion auf die Corona-Pandemie. Wir lassen nur noch wenige Kunden eintreten, um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten", sagt Göran Donner, Sprecher der sächsischen Apothekenkammer. Zudem sei der Kundenstrom größer geworden. "Viele füllen ihre Hausapotheken auf, bevorraten sich mit Erkältungsmitteln und ihren sonst benötigten Medikamenten." Und er fügt hinzu: "Das ist eine Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben. Keine Grippewelle hatte bisher solche Auswirkungen."

Die Sachsen füllen ihre Hausapotheken auf. Das vergrößert die Lücken. Corona bringt aber auch ungewohnte Entlastung. Redakteurin Stephanie Wesely berichtet.

18.16 Uhr: So empfinden die Sachsen die Coronakrise

Vor gut einem Monat noch eine abstrakte Gefahr, inzwischen bestimmt es unser Leben, mit allen Risiken und Nebenwirkungen: das Coronavirus. Täglich steigen die Zahlen angesteckter Personen, ebenso die der durch Folgeerkrankungen einer Infektion verstorbener. In Sachsen sind es Stand Dienstag 1.018 Infizierte und sechs Tote.

Wie ist die Stimmung im Freistaat? Drei Umfragen geben Einblick in die Gefühlswelt der Sachsen und ihre Meinung zur Corona-Krisenarbeit der Politik. Fabian Deicke fasst sie zusammen.

17.46 Uhr: Physiotherapeuten in der Region Döbeln in Not

Manuelle Lymphdrainage oder Krankengymnastik – für manche Patienten geht es einfach nicht ohne Behandlung in der Physiotherapie. Diese dürfen trotz Ausgangssperre noch besucht werden. Aber viele Patienten sagen ihre Termine in den Praxen trotzdem ab.

Nur noch vereinzelt finden Behandlungen in der Region Döbeln statt. Komplett schließen dürfen die Praxen aber nicht. Reporterin Maria Fricke berichtet.

17.09 Uhr: Lagebericht zum Coronavirus in Mittelsachsen - 24. März

Der Landkreis hat nun 44 bestätigte Corona-Fälle. Keiner ist im Krankenhaus zur stationären Behandlung. In die Kita-Notbetreuung gehen derzeit 630 Kinder. Nicht zuletzt die komplette Grenzschließung zu Tschechien, nun auch für Berufspendler, machen der Wirtschaft zu schaffen.

Hier die Corona-Lage im Landkreis Mittelsachsen am 24. März.

16.09 Uhr: Wie wird uns die Corona-Krise verändern?

Noch sind die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gar nicht voll übersehbar. Trotzdem denken Experten darüber nach, was die Virus-Welle langfristig für den Alltag bewirken könnte. Eine Vermutung: Solidarität wird mehr gefragt statt Ego-Denke. Dabei beurteilen die Forscher mögliche Kriseneffekte im Alltag zweigeteilt - je nach Zeithorizont.

Wird der Virus-Ausbruch auf längere Sicht auch positive Folgen haben? Einige Experten sagen: Ja. Hier erfahren Sie mehr.

15.30 Uhr: Pflegedienst bereit für den Plan B

Sebastian Proksch hat fürs Foto die Schutzkleidung angelegt. Brille, Maske vor Mund und Nase, Handschuhe. "Man muss die Schleimhäute schützen. Es ist nicht zu verhindern, dass ich auch mal angeniest werde." Derzeit würde der 38-jährige Altenpfleger derart martialisch ausgestattet aber noch nicht zu den Frauen und Männern gehen, die er mit seinen Kolleginnen und Kollegen beim Pflegedienst „Pflege zu Hause“ betreut.

"Wenn nötig, benutzen wir die Schutzkleidung nur nach Vorankündigung. Im Pandemiefall würde sich das nicht vermeiden lassen. Aber es ist wichtig, dass man die Patienten vorher informiert, dass man sie mit Schutzkleidung besucht", so Proksch. 

Die Mitarbeiter der Altenpflege arbeiten an der vordersten Front. Was passiert, wenn sich die Corona-Krise ausweitet? Die ganze Geschichte gibt es hier.

15.10 Uhr: Blutspende weiter wichtig

Eines funktioniert auch in Zeiten der Corona-Krise: Wie geplant hat das Rote Kreuz am Montag eine Blutspendenaktion gestartet. Hans-Jürgen Pielmeier war der erste, der in der Körnerplatzschule die Treppen zum Hochparterre hinaufstieg.

„Ich komme immer zeitig, das kann bei der Wartezeit einen Unterschied von eineinhalb oder zwei Stunden ausmachen.“ Der 68-jährige Technitzer hat Erfahrung. Er kommt seit Jahrzehnten zu den Aktionen. Es ist an diesem Tag seine 136. Blutspende. Und doch ist sie diesmal anders. Ein Bericht von Jens Hoyer.

14.06 Uhr: Wochenmärkte dürfen in Sachsen nicht mehr öffnen

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat erneut darauf hingewiesen, dass Wochenmärkte im Zuge der Corona-Krise geschlossen sind. Offenbar halten sich aber noch nicht alle Städte und Kommunen daran, beispielsweise in Döbeln, aber auch in Dresden oder Radeberg, hieß es am Rande der Kabinetts-Pressekonferenz am Dienstagmittag in Dresden.

12.36 Uhr: 44 Corona-Erkrankte in Mittelsachsen

Neun neue Fälle gibt es am Dienstagmittag zu vermelden. Kreissprecher André Kaiser berichtet, dass von den Neuerkrankten sieben im Raum Freiberg und jeweils eine Person im Raum Mittweida und im Raum Döbeln leben. 

Mehr Infos gibt es hier.

12.16 Uhr: Keine Langeweile auf dem Sportplatz trotz Corona-Krise

Blauer Himmel, herrlicher Sonnenschein. Eigentlich super Bedingungen, um Sport zu treiben. Auch im Döbelner Heinz-Gruner-Sportpark, wo sonst 13 Fußballmannschaften mit rund 230 Spielern ihre Heimstatt haben. Seit zwei Wochen liegt die Anlage brach. Kein Training, keine Punktspiele werden absolviert. Dennoch haben die Platzwarte reichlich Arbeit. Sportredakteur Dirk Westphal hat mit Uwe Zimmermann vom Heinz-Gruner-Sportpark gesprochen.

11.30 Uhr: Rentenversicherung: Anträge und Beratung jetzt nur telefonisch

Seit Mittwoch vergangener Woche sind die Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland vorübergehend geschlossen. Dennoch sind die Mitarbeiter für die Versicherten da. Darüber informiert die Rentenversicherung.

Wer für die nächsten Wochen bereits einen Termin vereinbart und seine Kontaktdaten hinterlegt hat, erhält einen Anruf und wird von den Fachleuten telefonisch beraten. Wer keine Telefonnummer hinterlegt hat, wird gebeten, sich telefonisch zu melden, damit alle Anliegen zu Reha und Rente fernmündlich geklärt werden können. Es ist auch möglich, Anträge telefonisch zu stellen.

Zudem bittet der mitteldeutsche Regionalträger darum, die Angebote auf der Internetseite zu nutzen. Hier besteht unter anderem die Möglichkeit, einen Renten- oder Reha-Antrag auch online zu stellen.

Auskünfte, Informationen und Telefontermine sowie Antworten auf Fragen rund um die gesetzliche Renten oder zur Rehabilitation gibt es sowohl unter der kostenlosen Servicetelefonnummer 0800/100048090.

Die Mitarbeiter am Servicetelefon informieren montags bis donnerstags von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Da aktuell ein deutlich höheres Anrufaufkommen vorliegt, wird um etwas Geduld gebeten.

Finanzielle Nachteile haben alle Versicherten und Rentner trotz der Beratungsstellenschließungen nicht zu erwarten. Wichtig ist lediglich, dass ein Antrag bzw. das Anliegen telefonisch, schriftlich oder über die Online-Dienste an die Rentenversicherung gerichtet wurde.

11.15 Uhr: Stadtverwaltung liefert Herzensboxen aus

Die Stadtverwaltung Döbeln will die Herzensbox von Sachsenost unters Volk bringen. „Wir finden die Idee gut“, sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). Sachsenobst packt für alle, die in der Corona-Krise nicht mehr aus dem Haus gehen können oder wollen, einen Karton mit Lebensmitteln. Zum Beispiel Kartoffeln, Äpfel, Getränke aus der hauseigenen Kelterei, Süßigkeiten, Wurstwaren, Brot, Nudeln oder Reis. 

Obstland Dürrwitzschen packt Lebensmittelpakete für alle, die nicht mehr aus dem Haus können. Eingepackt sind vor allem heimische Produkte.

11 Uhr: Neue Regelungen: Polizei schließt Sonderpostenmarkt in Hartha

Ganz klar scheint die Auslegung der seit Sonntag geltenden Allgemeinverfügung des Freistaats noch nicht zu sein. Zum Beispiel im Falle eines Sonderpostenmarktes. Die Harthaer Filiale des Unternehmens Wreesmann an der Dresdener Straße hatte so am Montagmorgen noch geöffnet – doch nicht ganz rechtmäßig.

Die neuen Regelungen zur Ausgangssperre wegen der Corona-Ausbreitung werden streng kontrolliert. Missverständnisse gibt es noch im Handel. Der erste Tag mit eingeschränktem Ausgang - eine Zusammenfassung.

10.22 Uhr: Döbelner Wochenmarkt läuft weiter

Der Döbelner Wochenmarkt wird am Mittwoch wie gewohnt stattfinden. Dieses Mal werden allerdings ausschließlich Lebensmittel verkauft. "Wir bitten die Besucher des Marktes, sich an die Vorschriften zu halten und die Abstände einzuhalten. Sollte das nicht funktionieren, wird der Markt ab der nächsten Woche nicht mehr durchgeführt. Wenn es gut funktioniert, läuft der Markt weiter", sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU).

Am Mittwoch gibt es aber nur Lebensmittel zu kaufen. Ob es so weitergeht, hängt auch von den Besuchern ab

9.02 Uhr Annahmestopp für Spenden für Litauen

Aufgrund des Coronavirus muss Thomas Kretschmann aus Hainichen seine Spendensammlung für Litauen schließen. Darüber informierte der Geschäftsführer der Naturbrennstoffe Kretschmann OHG am Dienstagmorgen.

"Wir bitten darum, die Sachspenden zu Hause einzulagern und uns dann zu bringen, wenn die Gefahr gebannt ist", so der Projektleiter. Auch die Helfer, die das Projekt unterstützen, seien zurzeit zu Hause. Noch vor Beginn der Corona-Krise am 2. März hatte das Team den ersten Hilfstransport für dieses Jahr nach Litauen auf den Weg gebracht. Ziel für dieses Jahr sei es gewesen, erneut fünf Sattelzüge nach Litauen, und wenn möglich, auch in die Ukraine zu entsenden. 

"Sollte die Corona-Krise lange anhalten, wird es aber schwer, das zu schaffen", so Kretschmann.   Dabei seien zurzeit sehr viele Sachspenden vorhanden. Geholfen werden kann dem Verein zurzeit nur mit einer Geldspende.

8.30 Uhr: Wertstoffhöfe schließen

Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen muss die Entsorgungsdienste Landkreis Mittelsachsen (EKM) ihre Dienste einschränken. Betroffen sind unter anderem die Wertstoffhöfe im Landkreis. Diese bleiben bis auf weiteres geschlossen.

„Das illegale Abladen von Abfällen, insbesondere vor Wertstoffhöfen und an Standplätzen des Schadstoffmobils, wird zur Anzeige gebracht, und kann mit Bußgeldern bestraft werden“, so EKM-Sprecherin Saskia Siegel. Und das könnte für den Verursacher richtig teuer werden: Bis zu 100.000 Euro Bußgeld sind für das illegale Müllabladen drin.

Über weitere Einschränkungen informiert Elke Görlitz in ihrem Bericht.

Das passierte am Montag, 23. März

19.31 Uhr: Landkreis bereitet Corona-Ambulanz vor

Nach Stand Montagabend sind in Mittelsachsen derzeit 35 Männer und Frauen an Corona erkrankt. „Bisher gab es noch keine stationäre Einweisung, nach unserem Stand“, informierte Kreissprecher André Kaiser am frühen Nachmittag. Doch das könnte sich schnell ändern. 

Aus diesem Grund bereiten sich auch die Kliniken, in denen die Anwohner des Raums Döbeln versorgt werden, auf die ersten Patienten mit dem Coronavirus vor. Am Klinikum Döbeln stehen derzeit 13 Betten auf der Intensivtherapiestation zur Verfügung, informierte Verwaltungsleiter Martin Preißer. 

Eine Corona-Ambulanz im Landkreis Mittelsachsen ist jedoch nun erstmals im Gespräch. Maria Fricke berichtet.

16.58 Uhr: Corona-Krise: Wie man Isolation (über)lebt

Zwei Wochen, drei Wochen, vier Wochen zu Hause, mit den immerselben Menschen - oder ganz allein. Vielleicht mal frische Luft schnappen, aber möglichst nicht mit anderen in Kontakt kommen. Die Corona-Krise wird die Menschen verändern. 

Steigt die Scheidungsrate oder folgt ein Babyboom? Wochenlanges Zuhausebleiben und Kontakt-Verzicht gehen nicht spurlos an uns vorüber. Marco Krefting geht den Fragen nach.

Übrigens: Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es viele. Steigende Verkaufszahlen bei vielen Erotik-Onlineshops lassen Vermutungen darüber zu, womit sich der eine oder die andere derzeit die freie Zeit vertreibt. Gleichzeitig trifft die Krise viele Sexarbeiterinnen hart. Anne Pollmann und Katharina Redanz berichten über Sex und Erotik in der Zeit des Coronavirus

16.03 Uhr: 35 bestätigte Corona-Fälle - zwei neue in der Region Döbeln

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es 35 bestätigte Fälle. Das sind elf mehr als am Freitag. Darüber informiert das Landratsamt Mittelsachsen am Montagnachmittag. "Vordergründig handelt es sich um Kontaktpersonen von bereits Erkrankten, bei vier Personen konnte der Ursprung nicht ermittelt werden", so Sprecher André Kaiser. Nach der aktuellen Statistik wohnen zwei der Neuinfizierten in der Region Döbeln, fünf in der Region Freiberg und vier in der Region Mittweida. Sie sind zwischen 21 und 87 Jahre alt. 105 Personen befinden sich laut dem Landratsamt derzeit in Quarantäne.

Die Zusammenfassung des Tages im Lagebericht des Landkreises Mittelsachsen.

15.45 Uhr: Corona: Gastwirte kämpfen ums Überleben

Einen Lieferservice kann das Lausschmaus vom Waldheimer Niedermarkt nicht anbieten. Dennoch sollen die Kunden mit Essen versorgt werden. „Die Leute können bei uns telefonisch bestellen und ihr Essen dann abholen“, sagt Andreas Münch. Auch in Hartha läuft das so. Andere Lokale müssen komplett schließen.

Mittagspause und Abendbrot im Imbiss oder in der Gaststätte ist zurzeit nicht möglich. Viele Betreiber in der Region Döbeln liefern oder lassen Essen abholen. Die Zusammenfassung von Heike Heisig und Frank Korn.

14.14 Uhr: Gefährdet Corona die Freibadsaison in der Region Döbeln?

Mit Kritik am Gebersbacher Freibad mussten sich die Ortschaftsräte von Knobelsdorf in ihrer letzten Sitzung auseinandersetzen. Anwohner hätten sich über die aus ihrer Sicht ungenügende Rasenpflege und wucherndes Unkraut beschwert. Auch die Öffnungszeiten und die Imbissversorgung seien bemängelt worden, sagte Ortschaftsratsvorsitzende Eike Schmid auf Nachfrage.

Noch ist ebenfalls nicht klar, ob die Saison in Gebersbach pünktlich starten kann. Denn die Vorbereitungen müssten eigentlich schon jetzt beginnen. Gefährdet das Virus die Freibadsaison? Redakteurin Elke Braun klärt auf.

14.02 Uhr: Osternester für Verkäufer und Ärzteteams

Die Nestbau-Zentrale Mittelsachsen hat im Rahmen der aktuellen Osterkampagne zu einer Dankeschön-Aktion aufgerufen. Momentan setzen sich viele Mittelsachsen ein, die Versorgung sicherzustellen. Das kann das Hausärzteteam, der Handwerker von nebenan oder die Verkäuferin im Lebensmittelgeschäft sein. In der Nestbau-Zentrale können kostenfrei zwei bis drei Bastelbögen für ein Osternest bestellt werden. 

Dies gilt es zu befüllen und den Menschen, die in den schwierigen Zeiten für uns da sind, als kleines Dankeschön zu übergeben. Das Nest kann natürlich auch ganz nach Osterhasenart vor die Tür des Beschenkten gestellt werden. 

Und noch ein Tipp, selbst für die Füllung kann man online schauen, was es in Mittelsachsen alles gibt. Produktschau und Einkaufsführer zeigen über 150 Firmen mit ganz verschiedenen Produkten. So wird die mittelsächsische Wirtschaft unterstützt.

Die kostenfreien Bastelvorlagen können ganz unkompliziert telefonisch unter 03731/7991491 oder per Mail bei der Nestbau-Zentrale bestellt werden.

13.40 Uhr: Aktion gegen Corona-Trickbetrüger

Marika Tändler-Walenta, Landtagsabgeordnete der Linkspartei, ist Unglaubliches zu Ohren gekommen. Wie mehrere Medien berichteten, haben in Sachsen in Schutzkleidung gehüllte Betrüger an Haustüren geklingelt, die vermeintliche Tests an Personen durchführen und dabei die Wohnung nach möglichem Diebesgut auskundschaften wollten.

Weil die Ersten schon auf falsche Corona-Tester hereinfielen, startet Marika Tändler-Walenta eine Initiative. Sie schickt echte Einkaufshelfer los. Heike Heisig informiert.

12.48 Uhr: Nun 35 Corona-Fälle im Landkreis Mittelsachsen 

Wie das Landratsamt Mittelsachsen am Montagmittag mitteilt, seien am Wochenende sowie am Montag neue Fälle des neuartigen Coronavirus registriert worden. Somit sind es nun (Stand Montagmittag) insgesamt 35 Fälle. Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages, so Pressesprecher André Kaiser.

Wir hatten leider in der vorherigen Version einen Fehler in der Berechnung der Fälle. Dies wurde korrigiert. Wir bitten dies zu entschuldigen.

9.53 Uhr: Was ist erlaubt während der Ausgangssperre?

Der Freistaat greift nun doch hart durch und erlässt eine landesweite Ausgangssperre. Damit gelten in ganz Sachsen ab Montag scharfe Ausgangsbeschränkungen, die nur aus einem "triftigen Grund" durchbrochen werden dürfen. Das Ganze ist zunächst befristet für die kommenden beiden Wochen. Eine ähnliche Regelung hatte die Landeshauptstadt Dresden bereits am Freitagabend völlig überraschend im Alleingang erlassen

Darf ich weiterhin einkaufen gehen? Wen darf ich noch besuchen? Muss ich ab jetzt von Zuhause aus arbeiten? Was passiert, wenn ich draußen von der Polizei kontrolliert werde? Darf ich noch meine Angehörigen im Alten- und Pflegeheim besuchen?

Seit Mitternacht ist es in Sachsen mit Ausnahmen verboten, das Haus zu verlassen. Das soll das Coronavirus stoppen. Die wichtigsten Fragen und Antworten Antworten.

8.32 Uhr: RHG Mittelsachsen nur für Handwerker geöffnet

Seit Montag sind die Baumärkte für Kunden geschlossen. Die RHG Mittelsachsen teilte am Sonntag auf ihrer Facebook-Seite mit, dass die Baustoffabteilungen für Handwerker, Firmenkunden und Gewerbetreibende aber geöffnet sind.

"Wir bitten vorzugsweise ihren Bedarf für Abholung und Lieferung per Fax, E-Mail oder Telefon anzukündigen um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren", heißt es weiter auf der Seite. 

6.53 Uhr Tierheime Leisnig und Ostrau für Besucher geschlossen

Tiere können sich nicht mit dem Coronavirus infizieren. Darauf weist Rosi Pfumfel, die Leiterin des Tierheims Leisnig, hin. Trotzdem bleibt das Tierheim vorerst für Besucher geschlossen.

Wer mit einem Hund Gassi gehen will, sich Tiere anschauen oder vorbeibringen möchte, der wird gebeten, sich zuvor telefonisch in der Einrichtung zu melden. Möglich ist das Montag bis Sonnabend von 10 bis 11 sowie von 14 bis 16 Uhr unter Tel. 034321 13912.

Am Sonntagabend gab auch das Tierheim in Ostrau auf seiner Internetsseite bekannt, dass die Einrichtung ab Montag für 14 Tage für Besucher geschlossen wird. Kontakt ist telefonisch über 034324 21863 oder 0157 57528546 möglich.

Den ganzen Bericht über die Situation in den Tierheimen lesen Sie hier.

Das passierte am Sonntag, 22. März

18.42 Uhr: Tafel schließt Ausgabestellen wegen Corona

Obwohl viele Supermärkte, Discounter und Lebensmittelhändler dieser Tage oft leere Regale auffüllen müssen, bleibt für die Tafel noch genug übrig. Das sagte am Freitagvormittag Romy Richter, stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins Netz-Werk Mittweida. 

Trotzdem wird es ab der kommenden Woche Einschränkungen bei dem Angebot für Bedarfsgemeinschaften geben. In der kommenden Woche ist nur noch die Ausgabestelle in Döbeln geöffnet. Mangel gibt es zurzeit bei Toilettenpapier. Maria Fricke berichtet.

17 Uhr: Corona in Mittelsachsen: Lage am 22. März

Sachsen verschärft die Ausgangsregelungen weiter, um die Ausbreitungsgefahr des Coronavirus zu bremsen. Demnach erließ das Gesundheitsministerium auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes eine weitere Allgemeinverfügung, die es der Bevölkerung in der aktuellen Corona-Epidemie untersagt, die eigenen vier Wände ohne triftigen Grund zu verlassen. 

Der Landkreis Mittelsachsen bestätigt außerdem neue Corona-Fälle. Alle Infos in der Lage zum 22. März gibt es hier.

16.07 Uhr: Sachsen erlässt weitgehende Ausgangssperre

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat am Sonntag wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangssperre im Freistaat verkündet. Die Maßnahme soll Montag, 0 Uhr in Kraft treten und zunächst 14 Tage lang gelten, teilte er während einer Video-Pressekonferenz mit. Ausnahmen seien etwa Lebensmitteleinkäufe, Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. 

15 Uhr: So arbeitet die Sächsische Zeitung und Sächsische.de währen der Krise

Was ist denn hier los? Die Schaltzentrale von Sächsischer Zeitung und Sächsische.de im Dresdner Haus der Presse ist zur Hauptproduktionszeit gegen 16 Uhr wie leer gefegt. Kein angespanntes Arbeiten wie sonst, keine Konferenzen der Ressortleiter, keine Zurufe, keine Telefonate. Nichts. Vollkommene Stille. Einsam und allein steht Chefredakteur Uwe Vetterick an der "Newsba"“, an der sonst acht Kollegen schalten und walten. Auch die Schreibtische für die Seitenproduktion der Zeitung sind unbesetzt.

Das Coronavirus stellt den Alltag in der Redaktion auf den Kopf. Journalisten kämpfen wie ihre Leser mit Corona-Angst und erleben unerwartete Sternstunden. So arbeiten wir in der Corona-Krise, eine Reportage von Olaf Kittel.

14.11 Uhr: Wie Döbeln in der Corona-Pandemie zusammenhält

Auch in Mittelsachsen wird sich die Lage weiter verschärfen. Deshalb hatte Henning Homann schon am Freitag begonnen, ein Helfernetzwerk aufzubauen. "Inzwischen haben sich bereits etwa zehn Personen bei mir gemeldet und ihre Mitarbeiter angeboten", sagt der mittelsächsische SPD-Kreischef. Unterstützen sollen sie wegen der eingeschränkten Ausgangsmöglichkeiten vor allem ältere und kranke Menschen.

Riesige Solidarität haben die Menschen bei zwei verheerenden Fluten bewiesen. Auch jetzt stecken die Döbelner nicht den Kopf in den Sand. Ein Bericht von Elke Görlitz.

Vor der Apotheke an der Oberbrücke hat Sven Weißflog ein Banner angebracht, das den Döbelnern Mut machen soll.
Vor der Apotheke an der Oberbrücke hat Sven Weißflog ein Banner angebracht, das den Döbelnern Mut machen soll. © Dietmar Thomas

13.30 Uhr: Hochzeit trotz Corona-Krise

Es soll der schönste Tag im Leben eines Paares werden. Für manche ist es auch das Fest des Jahres, mit vielen Gästen in der Kirche oder auch im Trauzimmer. Doch Corona macht auch den angehenden Eheleuten derzeit einen Strich durch die Rechnung. 

Verbieten können die Verwaltungen Hochzeiten jetzt nicht. Manche Paare verschieben von sich aus den Termin. Wie sieht es in der Region Döbeln aus? Reporterin Maria Fricke fragt nach.

Das passierte am Sonnabend, 21. März

17.29 Uhr: Und plötzlich steht die Welt still - Ein Essay 

Diese unruhigen, seltsamen, absurden Tage verdichten sich gerade in einem einzigen Bild: Das vom leeren Platz inmitten der Stadt. Seit ein, zwei Wochen entvölkern sich die öffentlichen Räume in Europa. Wie wird es sein, wenn wir in einigen Wochen, Jahren oder Monaten über diese Zeit jetzt nachdenken? Welche Gefühle werden in uns aufsteigen? 

Ob man will oder nicht: Corona hat uns fest im Griff. Aber ist das gleich ein Grund, nur noch schwarz zu sehen? Die Ruhe bietet ganz neue Möglichkeiten. Ein Essay von Christina Wittig-Tausch.

16.35 Uhr: Ausgangsbeschränkungen bald auch in Mittelsachsen?

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, könnte es auch bald in Mittelsachsen Ausgangsbeschränkungen geben. Im gesamten Freistaat seien demnach Regeln wie die bereits seit diesem Samstag in Dresden geltenden im Gespräch. 

Dies habe der Oberbürgermeister der Stadt, Dirk Hilbert (FDP), dem öffentlich-rechtlichen Sender nach einer Telefonkonferenz des Präsidiums der Bürgermeister Sachsens und Gesprächen mit Landräten und dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) erklärt. In Dresden dürfen Bürger nur noch aus "triftigen Gründen" ihre Wohnungen verlassen.

14.41 Uhr: Stillstand hier, volle Produktion da - Wie laufen die Firmen in der Region?

Auch wenn das öffentliche Leben aufgrund des Coronavirus weitgehend eingeschränkt ist, wird doch in vielen Betrieben in der Region Döbeln noch gearbeitet. Es gibt aber auch Firmen, die Kurzarbeit anmelden mussten. In einigen Autohäusern ist der Verkauf praktisch zum Erliegen gekommen. Mit Vorsicht wird aber überall agiert - mehr im Bericht von Frank Korn.

13 Uhr: Gelassenheit trotz vieler Fragezeichen - Sport in Zeiten von Corona

Die Corona-Krise sorgt für viele Unbekannte. Auch im Sport. Die Planungen für die kommenden Spielserien sind in einigen Sportarten in vollem Gange. 

Doch Veranstaltungen werden abgesagt, ganze Saisons stehen auf der Kippe. Und noch weiß niemand, wie es weitergeht. Sportredakteur Dirk Westphal erklärt, wie die Vereine auf die aktuelle Situation reagieren.

12 Uhr: Apotheken rüsten gegen Coronavirus auf

Die Schutzmaßnahmen wirken auf den ersten Blick martialisch. Die Mitarbeiterinnen der Döbelner Löwenapotheke stehen hinter Schutzwänden aus Plexiglas. Einige Angestellte tragen durchsichtige Visiere vor dem Gesicht. "Das ist unsere Antwort auf die Situation. Wir schützen uns", sagte Apothekerin Dagmar Schmidt. 

Die größte Gefahr, mit dem Coronavirus infiziert zu werden, geht von der Tröpfcheninfektion aus. Jeder Mensch verursacht Aerosole, wenn er spricht, niest oder hustet. Apotheken sind unverzichtbar bei der Versorgung der Menschen. Aber wie schützen sich die Apotheker selbst? Ein Überblick von Jens Hoyer.

10.15 Uhr: Jetzt reißt euch mal zusammen! - Das Essay zum Wochenende

Sachsen im beginnenden Frühling: Endlich kommen sie alle heraus, die monatelang auf Licht warteten. Sie breiten Decken aus, lassen Proseccokorken ploppen und blinzeln glücklich in die Sonne. Diese Bilder gab es am Dresdner Elbufer, im Alaunpark, in zahlreichen Biergärten im ganzen Freistaat. Ach du schöne Corona-Zeit! 

Nun gibt es in Dresden eine Ausgangsbeschränkung. Es ist ein massiver Eingriff in die Freiheit der Bürger. War das wirklich nötig? Ein Essay von Johanna Lemke.

10 Uhr: VR-Bank sorgt für mehr Geld am Automaten und Sparkasse schließt Filialen

Die Kreissparkasse Döbeln wird am kommenden Montag ihre Filialen in Ostrau und Waldheim schließen. Darüber informierte am Freitag Jürgen Kolbe vom Vertriebsmanagement des Geldinstitutes. Die VR-Bank Mittelsachsen sorgt hingegen für mehr Geld an Automaten. Ein Bericht von Maria Fricke.

8 Uhr: Städte in der Region Döbeln verschärfen Krisenmanagement

Sperrungen, Kontrollen, Schließungen – weil es immer wieder Unbelehrbare gibt, greifen die Verwaltungen durch. Roßwein setzt auf die Sperrung des Marktes, Waldheim schließt das Rathaus ganz und Hartha setzt auf Sensibilisierung. Vor allem bei den jungen und älteren Bürgern. Die Zusammenfassung von Elke Braun, Frank Korn und Erik-Holm Langhof.

Das passierte am Freitag, 20. März

19 Uhr: DA-Treffpunkt ab Montag geschlossen

Der Treffpunkt des Döbelner Anzeigers auf dem Niedermarkt bleibt aufgrund der aktuellen Lage ab Montag bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Darüber informiert der Geschäftsführer Matthias Poch.

18.20 Uhr: Burg Mildenstein und Kriebstein bleiben geschlossen

Dem allgemeinen Erlass der Landesregierung folgend, haben die Museen der Burgen Mildenstein und Kriebstein ihren Betrieb eingestellt und sind bis zunächst zum 19. April 2020 nicht mehr zugängig. Die aktuellen Schließzeiten der weiteren Objekte im Schlösserland Sachsen finden Besucher auf der Internetseite.

18.07 Uhr: Gottesdienst per Internet

Aufgrund der aktuellen Lage bietet die Kirchgemeinde Döbeln freitags einen Hörmittagskreis, in erster Linie für Kindergartenkinder gedacht, und sonntags einen Hörgottesdienst an. Diese beiden Angebote in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr auf der Internetseite der Kirchgemeinde finden.

17.48 Uhr: Wer hilft während den Corona-Zeiten beim Einkauf?

Gerade ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind durch das Corona-Virus gefährdet. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, lassen sich viele die Einkäufe nach Hause bringen. In den meisten Pflegediensten gehört es dazu, dass die Mitarbeiter für die Klienten einkaufen gehen oder diese beim Einkauf begleiten. Wie das in der Region Döbeln aussieht, berichtet Frank Korn.

16.47 Uhr: 24 bestätigte Fälle im Landkreis Mittelsachsen

Wie das Landratsamt in Freiberg am Freitagnachmittag mitteilt, gebe es mittlerweile 24 bestätigte Fälle in Mittelsachsen. Zwei davon sind in der Region Döbeln: Familie in Ostrau mit Corona infiziert.

Der Stand der Corona-Krise im Landkreis am 20. März.

16.40 Uhr: Pinsel schwingen in der Krise

Denise Klette und Nicole Morgenstern hocken auf dem Boden und streichen die Dielen mit breiten Pinseln braun an. "Wir haben die letzten Kanister Fußbodenfarbe im Baumarkt erwischt", sagt Denise Klette, Chefin des Old Town Pub an der Theaterstraße, Die Mannschaft der beliebten Gaststätte nutzt die Corona-Zwangspause, um einige Arbeiten zu erledigen, für die sonst keine Zeit ist. 

Mancher nutzt die Zwangspause zum Renovieren.

16.21 Uhr: Ministerpräsident im Interview: „Mit Blick in Biergärten ist klar, so wird das nichts“

Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht im großen SZ-Interview über Ausgangssperren in Zeiten der Corona-Krise, Schuldenbremse und Fake-News. 

15.58 Uhr: Energieversorgung auch in der Corona-Krise sicher

Strom, Gas, Wasser – trotz der Corona-Krise ist die Versorgung in der Region Döbeln gesichert. Das betonten die Stadtwerke, EnviaM und Mitgas sowie Veolia. Doch normal läuft der Betrieb dort dennoch nicht. Maria Fricke berichtet.

15.41 Uhr: Waldheim schließt nun auch das Bürgerbüro

Ab Montag, 23. März, schließt die Stadtverwaltung Waldheim auch das Bürgerbüro. Dieses war als letzte Anlaufstelle für die Waldheimer bislang noch offen gehalten worden. Die Bürger sollen nun ausschließlich per Telefon (034327 57210 oder 034327 57216) oder per E-Mail Kontakt zum Rathaus aufnehmen. Persönliche Vorsprachen sind ausschließlich nach Vereinbarung möglich. 

Außerdem hat die Kommune auf ihrer Internetseite ein Informationsportal speziell zur Corona-Krise eingerichtet. Dort finden die Bürger zeitnah neue Informationen, genauso wie in Aushängen in den Schaukästen am Rathaus und in den Ortsteilen.

15.16 Uhr: Sächsische Staatsregierung: Elternbeiträge werden erstattet

Sachsens Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich am Freitag zur Erstattung von Kitagebühren verständigt. Beschlossen wurde Folgendes:

  • Für den Zeitraum der Schließung von Kindertageseinrichtungen, Orten der Kindertagespflege und Horten werden keine Elternbeiträge erhoben.
  • Bis zu einer gesetzlichen Regelung werden die Städte und Gemeinden in die Vorfinanzierung gehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 28,3 Millionen Euro.
  • Der Freistaat wird die kommunalen Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren.
  • Landkreise, Städte und Gemeinden sowie die Staatsregierung sind sich darin einig, die Gespräche fortzuführen, um die enormen Herausforderungen gemeinsam und solidarisch zu meistern.

15.05 Uhr: Ostrauer Corona-Fälle haben Kontaktperson in Gemeindeverwaltung

Am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass eine Kontaktperson der zwei mit dem Coronavirus infizierten Ostrauer in der Gemeindeverwaltung arbeite.  "Sie wurde getestet und der Test ist negativ ausgefallen", so Bürgermeister Dirk Schilling. "Somit sind wir auch weiter handlungsfähig."

Was Bürgermeister Dirk Schilling zu den ersten Fällen sagt, jetzt als Update auf Sächsische.de.

14.05 Uhr: Polizeibericht: Beamte kontrollieren Spiel- und Sportplätze

Beamte der Polizeidirektion Chemnitz waren am Donnerstag mehrfach zur Durchsetzung der Allgemeinverfügung zum Infektionsschutz anlässlich der Corona-Pandemie im Einsatz. Die Polizisten wurden dabei auch von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. So baten in Lichtenau, Döbeln und Leisnig die Gemeinden um Unterstützung, da Geschäfte entgegen der Allgemeinverfügung geöffnet hatten. Der Polizeibericht vom Freitag.

13.50 Uhr: Roßwein sperrt wegen Corona Marktplatz

Die Stadt Roßwein hat auf die Ansammlung vorwiegend Jugendlicher auf dem Marktplatz reagiert. "Wir haben seit Donnerstag den Markt gesperrt", sagte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Lediglich der Wochenmarkt mittwochs ist noch genehmigt. Der ganze Beitrag von Elke Braun.

13.24 Uhr: Sparkasse schließt Filialen in Waldheim und Ostrau

Ab Montag, 23. März, schließt die Sparkasse Mittelsachsen ihre Filialen in Waldheim und Ostrau. Bestehen bleibt der Zugang zu den Schließfächern und der Selbstbedienungs-Technik. Persönliche Beratungsgespräche werden bis auf Weiteres nur noch telefonisch durchgeführt. Die Regelung gilt vorerst bis 19. April.

13.13 Uhr: Maßnahmen des Zweckverband Kriebsteintalsperre

Der Zweckverbandes Kriebsteintalsperre hat zur Umsetzung der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Mittelsachsen zur Verhütung von Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) im Verantwortungsbereich des ZVK folgende Maßnahmen festgelegt:

1. Die Saisoneröffnung am Karfreitag, den 10. April 2020, wird abgesagt.

2. Es werden keine Rundfahrten mit den Fahrgastschiffen MS „Kriebstein“ und MS „Hainichen“ durchgeführt.

3. Ein Fährschiff verkehrt ab 1. April 2020 nach Fahrplan, ebenso die Personenfähre Lauenhain - Ringethal.

4. Alle drei Campingplätze werden für Kurzzeit-Camper (Durchgangscamper) gesperrt. Der Aufenthalt auf diesen Plätzen ist nur noch Dauercampern und auf dem Platz ansässigen Siedlern gestattet.

5. Die Mehrzweckhalle im Talgut Lauenhain bleibt geschlossen.

Die Festlegungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft und gelten vorerst bis einschließlich 19. April 2020. Vorbehaltlich zentraler Entscheidungen von Bund, Land oder Landratsamt.

12.38 Uhr: Diakonie schließt Roßweiner Werkstätten

Die Auswirkungen des Corona-Virus sind auch in den Roßweiner Werkstätten zu spüren. "Am Donnerstagabend ist die Entscheidung gefallen, dass wir die Werkstätten ab Montag schließen", sagte Thomas Richter, Geschäftsführer der Diakonie Döbeln. Diese Maßnahme betreffe alle Bereiche und alle Standorte.

12.29 Uhr: Wird Corona durch Bargeld übertragen?

Den Deutschen ist ihr Bargeld bisher lieb und teuer - weniger als in anderen europäischen Ländern setzen sie auf Kartenzahlung, vor allem bei kleinen Einkäufen. 

Die Deutsche Bundesbank will am Dienstag zur Bargeldversorgung in Zeiten der Corona-Krise und einer möglichen Übertragung des Virus über Banknoten und Münzen informieren. Im Zuge der Pandemie sind Zweifel aufgetaucht: Ist Bargeld wirklich eine Virenschleuder?

11.24 Uhr: So managt Waldheim die Corona-Krise

Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) hofft, dass sich alle Waldheimer an die zurzeit geltenden Einschränkungen halten und von unnötigen Erledigungen und größeren Menschenansammlungen Abstand nehmen. Ein Bürgertelefon von der Stadt ist eingerichtet worden. Die Verwaltung muss allein 16 Spielplätze sperren und kontrollieren.

10.57 Uhr: Familie in Ostrau mit Corona infiziert

Die beiden 36-Jährigen aus der Region Döbeln, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist, kommen offenbar aus der Region Ostrau. Bürgermeister Dirk Schilling bestätigte am Freitagvormittag, dass es zwei Fälle in seiner Gemeinde gebe.

Die Ergebnisse der Tests der Kontaktpersonen liegen noch nicht vor. Die Familie ist in häuslicher Quarantäne.

10.34 Uhr: Onlineshop von Biohof in Nossen überlastet

Das Team vom Hof Mahlitzsch, die lokalen Lieferanten und Großhandelspartner arbeiten mit Engagement und Hochdruck, um Lieferungen und Bestellwünsche derzeit zu realisieren. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Trotzdem kommt es zu Verzögerungen und Lieferengpässen bei einzelnen Produkten. Selbst im ökologischen Bereich gibt es Hamsterkäufe.

10.18 Uhr: Herzensbox wird ins Haus geliefert

Die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) will ihren überwiegend älteren Mitgliedern beim Einkaufen helfen. Manche Regale seien leer und dann ist da noch die Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus, schreibt die Genossenschaft in einer Mitteilung. In Zusammenarbeit mit der Obstland AG bietet die Genossenschaft die Sachsenobst-Herzensbox an.

9.35 Uhr: Corona-Tests im extra Zimmer oder draußen

Er gehört eigentlich zur Risikogruppe, und ist doch im Moment in Sachen Corona gefragter denn je: Dr. med Hartwig Bach. Auch mit 83 Jahren ist der Allgemeinmediziner und Infektologe noch täglich von 7 bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr, in seiner Praxis an der Ritterstraße. Dort mehren sich zurzeit die Fragen zum Coronavirus.

In den Arztpraxen der Region Döbeln sind die ersten Verdachtsfälle behandelt worden. Nicht jeder setzt dabei auf Mundschutz. Eine Übersicht mit Maria Fricke.

Das passierte am Donnerstag, 19. März

20.38 Uhr: Corona: Wettlauf um einen Impfstoff

Die gute Nachricht lautet: Es wird einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 geben. Die Impfstoffforscher, die Hersteller und die Zulassungsbehörden sind da sehr zuversichtlich. Die schlechte Nachricht: Es wird dauern. Nach allgemeiner Überzeugung ein bis anderthalb Jahre – auch wenn aus China und anderen Ländern optimistischere Signale kommen. 

Es ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich, dass ein wirkungsvoller und zugelassener Impfstoff noch während der aktuellen Pandemie zur Verfügung steht. Ein Bericht von Sven Siebert.

20.16 Uhr: Mit Handy-Überwachung gegen Corona

Es ist eine Überwachung, wie sie normalerweise in diesem Staat nicht vorstellbar ist. Da gehen zehntausende Handydaten nahezu in Echtzeit aus dem Netz nach draußen - zur Bewegungsanalyse. Bisher waren solche Bilder aus China bekannt. Und nun auch in Deutschland? 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat von der Deutschen Telekom kostenlos anonymisierte Bewegungsdaten von Handy-Nutzern angefragt, und sie erhalten. Die sollen zeigen, ob sie weniger mobil sind.

Um das neuartige Coronavirus aufzuhalten, greifen viele Staaten zu drastischen Maßnahmen. Auch Bund und Länder in Deutschland schränken das Leben ihrer Bürger rigoros ein. Ob die Beschlüsse die Covid-19-Erkrankungen eindämmen können, müssen die kommenden Tage zeigen. Andernfalls wären weitere, noch drastischere Schritte vorstellbar.

19.03 Uhr: Warnung vor falschen Corona-Testern

Die Polizei in Leipzig warnt vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben, um in Wohnungen und Häuser einzudringen. Ein solcher Fall hat sich offenbar am Dienstag in der Kleinstadt Brandis zugetragen, wo ein 58-Jähriger "Besuch" von zwei Männern in Schutzanzügen und Schutzmasken bekommen hat.

Offenbar Betrüger als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben, um in ein Wohnhaus zu kommen.

18.26 Uhr: 17 Erkrankte im Landkreis Mittelsachsen

Im Landkreis ist die Zahl der Erkrankten auf 17 gestiegen. Das teilte das Landratsamt Mittelsachsen am Donnerstagabend mit.

Veranstaltungen im privaten oder familiären Bereich mit als 20 Teilnehmern sollen verboten werden. Hierzu zählen beispielsweise Hochzeiten, Geburtstage und Trauerfeiern. Eine Allgemeinverfügung ist in Arbeit. Sie soll spätestens ab dem Wochenende gelten. Der Stand am 19. März im Landkreis Mittelsachsen.

18.15 Uhr: Trotz Corona: Amtsgericht Döbeln verhandelt weiter

Trotz aller Einschränkungen aufgrund des kursierenden Coronavirus versucht das Amtsgericht Döbeln, weiter zu verhandeln. Darüber informierte am Mittwoch Lutz Kermes, Direktor am Amtsgericht. 

Einige Verhandlungen werden trotzdem ausfallen. Auch die Sprechzeiten sind verkürzt worden. Den kompletten Beitrag gibt's bei Sächsische.de.

18 Uhr: Desinfektionsmittel statt Kosmetik

Das Konsumgüterunternehmen Beiersdorf startet in der Coronakrise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. In einem ersten Schritt werde man mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Produktionswerken am Stammsitz in Hamburg, im sächsischen Waldheim bei Döbeln und in Tres Cantos bei Madrid hestellen. Das teilte Beiersdorf am Donnerstag in Hamburg mit.

17.14 Uhr: Bestatter befürchten wegen Coronavirus Chaos 

Ist ein geliebter Mensch gestorben, suchen viele Halt bei Freunden und Verwandten. Sie stützten die nahen Angehörigen in den Zeiten der Trauer. Vor allem bei der Beisetzung genügt oftmals ein warmer Händedruck oder eine Umarmung, um den Trauernden Trost zu spenden. Auf diese Rituale muss zurzeit verzichtet werden. Das hat mehrere Gründe. 

Viele Angehörige verschieben aufgrund des Coronavirus die Beisetzung. Manche finden trotzdem statt, mit Distanz. Das zeigen die Recherchen von Maria Fricke.

16.22 Uhr: Jobcenter schottet sich wegen Corona ab

Das Jobcenter Mittelsachsen ist ab Donnerstag nur noch über alternative Kontaktwege erreichbar, persönliche Gespräche sind nicht mehr möglich. Das teilt Geschäftsführerin Martina Neubert mit. Mehr Infos gibt es im Beitrag.

15.46 Uhr: Wenig Spaß in den Corona-Ferien - Eine Homestory

Schulfrei. Inklusive der Osterferien mindestens für fünf Wochen. Eigentlich paradiesische Zeiten für die Schüler. Kein Unterricht, keine Noten, kein Stress. Wäre da nicht das Corona-Virus, welches für Verunsicherung sorgt und das Leben im öffentlichen wie privaten Bereich irgendwie doch einschränkt. 

Die Herausforderungen wachsen entsprechend. Auch für meine Frau und mich als Eltern von drei Teenagertöchtern. Manches ist normal, manches neu und manches noch nicht abzusehen zwischen Arbeit, Heimunterricht und Alltag. Eine Homestory von Reporter Dirk Westphal.

15.37 Uhr: Kein Osterhase an der Talsperre Kriebstein

Normalerweise treffen sich Osterhase und Frau Holle, dargestellt von Mitwirkenden des Mittelsächsischen Kultursommers (Miskus), am Karfreitag an der Talspere Kriebstein, um die Saison zu eröffnen. Diese Veranstaltung hat Miskus-Geschäftsführer Jörn Hänsel am Donnerstag abgesagt. 

"Wegen der hohen Ansteckungsgefahr wollen wir kein Risiko eingehen", sagte er gegenüber sächsische.de. Das große Ostespektakel hatte jedes Jahr hunderte Menschen nach Kriebstein gelockt.

14.24 Uhr: Polizei kontrolliert Geschäfte in Döbeln und Geschäfte sorgen vor

Ordnungsämter und Polizei haben am Donnerstag die angeordnete Schließung der Geschäfte kontrolliert. "Auf Anforderung des Ordnungsamtes haben wir das begleitet", sagte Revierleiter André Wagner. In einigen Fällen bestehen offenbar noch Unsicherheiten bei der Auslegung der Allgemeinverfügung.

Währenddessen wird in Einkaufsmärkten wie Kaufland explizit auf einen Sicherheitsabstand zwischen Kunde und Mitarbeiter hingewiesen. Klebeband am Boden markiert den Abstand. Schilder weisen außerdem darauf hin, dass der Markt Kunden bittet, möglichst mit Karte oder mobil zu bezahlen.

Die sogenannten Hamsterkäufe sind nach Angaben einiger Mitarbeiter in letzter Zeit geringer geworden. Doch Einkaufsmärkte müssen mit Nachlieferungen hinterher kommen: Im Edeka-Logistikzentrum beispielsweise muss derzeit ein erhöhter Bedarfgedeckt werden. Versorgungsengpässe soll es jedoch nicht geben. Ein Appell gegen Hamsterkäufe.

14 Uhr: Klinikum Döbeln schränkt Zugang weiter ein

Das Klinikum Döbeln hat ab sofort seine Zugangstüren verschlossen. Besucher, aber auch Patienten, die zu ambulanten Untersuchungen in das Haus an der Sormitzer Straße wollen, müssen klingeln. Darüber informierte am frühen Donnerstagnachmittag Verwaltungsleiter Martin Preißer. 

13.26 Uhr: 14. Fall in Mittelsachsen

Wie das Landratsamt eben bekannt gegeben hat, gibt es einen weiteren positiven Nachweis des Coronavirus im Landkreis. Betroffen ist eine 22-Jährige aus dem Raum Freiberg. Bei ihr handele es sich um eine Kontaktperson, so Kreissprecher André Kaiser.  Nähere Informationen zum Gesundheitszustand der Betroffenen gab es noch nicht.

Derzeit befinden sich 49 Personen in Mittelsachsen in angeordneter häuslicher Quarantäne. Darunter auch zwei Personen aus dem Raum Döbeln. Der 36-jährige Mann sei Reiserückkehrer, die gleichaltrige Frau eine Kontaktperson, so Kaiser.

Für den frühen Abend werden weitere Informationen aus dem Landratsamt erwartet.

11.39 Uhr: Hotels leiden unter Stornierungen

Das Coronavirus macht den regionalen Geschäften und Betrieben zu schaffen. Schon nach den angekündigten Maßnahmen der Regierung zur Einschränkung der Ausbreitung der ansteckenden Krankheit haben viele Firmen reagiert. 

So auch die regionalen Hotels und Pensionen. Denn dort fehlen derzeit ebenfalls die Gäste. In der Region Döbeln gibt es so gut wie keine mehr. Einige Hoteliers schließen ihre Häuser. Andere setzen auf Hoffnung.

Auch das Landhotel Sonnenhof macht vorübergehend zu und wendet sich mit einem Facebook-Video an seine Gäste:

10.57 Uhr: Beiersdorf produziert in Waldheim Desinfektionsmittel

Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf startet in der Coronakrise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. Im ersten Schritt werden mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Produktionswerken in Hamburg, Waldheim und Tres Cantos bei Madrid hergestellt, teilte Beiersdorf am Donnerstag in Hamburg mit. 

In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollen die Mittel Institutionen und Berufsgruppen zur Verfügung gestellt werden, die gegen das Coronavirus im Einsatz sind. 

10.33 Uhr: Corona-Quarantäne ohne stabiles Internet

Was passiert eigentlich, wenn Millionen Deutsche nicht mehr im Büro arbeiten, sondern vom heimischen Schreibtisch per Internetverbindung? Diese Frage beschäftigt momentan die großen Internet-Serviceprovider und Betreiber von Netzknoten. 

Noch sorge die massenhafte Umstellung auf Home Office in Deutschland nicht für eine deutliche Steigerung des Datenverkehrs in den eigenen Netzen, erklärte Vodafone-Sprecher Alexander Leinhos am Dienstag. „Wir gehen aber von steigenden Kurven in den nächsten Tagen aus.“ 

Immer mehr Menschen arbeiten seit Anfang der Woche im Homeoffice. Das stellt Netzbetreiber und Onlinedienste vor Herausforderungen. Ein Überblick.

10.08 Uhr: Waldheim richtet Bürgertelefon ein

Die Stadtverwaltung Waldheim hat ein Bürgertelefon geschaltet und schränkt den Besucherverkehr erheblich ein. Lediglich das Bürgerbüro im Erdgeschoss hat geöffnet.

Anliegen sollen so weit als möglich telefonisch oder per E-Mail bearbeitet werden. Darauf weist Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) noch einmal eindringlich hin. Falls eine persönliche Vorsprache unbedingt erforderlich ist, wird um Terminvereinbarung gebeten. Dazu soll ebenfalls das Bürgertelefon genutzt werden. 

Dieses ist unter den Telefonnummern 034327/57210 oder 034327/57216 zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag von 8 bis 15.30 Uhr, Dienstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Per E-Mail ist die Stadtverwaltung unter [email protected] erreichbar. 

Die Kommune informiert zudem über neue Regelungen und Vorgaben in ihren Schaukästen am Waldheimer Rathaus und in den Ortsteilen sowie fortlaufend im Internet auf ihrer Homepage.

9.32 Uhr: „So viel Hass haben wir noch nie erlebt“

Der Hausmeister der Döbelner Wohnstätte der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung kommt am Mittwochmorgen vom Einkauf zurück. Mit 13 Packungen Wasserflaschen und einer Menge Wut im Bauch. Denn im Supermarkt wurde er angefeindet. Nicht zum ersten Mal.

"Mit unseren Bewohnern trauen wir uns schon gar nicht mehr in die Einkaufsmärkte", schildert Verwaltungsleiterin Margitta Demmler. Seit Beginn der Corona-Krise gebe es nicht nur böse Blicke, sondern auch üble Beschimpfungen. „Hamsterer“ sei da noch das Harmloseste, was sich die behinderten Menschen und die Mitarbeiter der Lebenshilfe anhören müssen. Die ganze Geschichte auf Sächsische.de.

8.41 Uhr: Belantis verschiebt Saisonstart

Der Freizeitpark Belantis in Leipzig hat seine Saisoneröffnung aufgrund der aktuellen Empfehlungen der WHO sowie der regionalen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden verschoben.

Geplant ist die Eröffnung des Parkes nun für den 24. April.

Eintrittskarten ohne festes Besuchsdatum sowie Saisonpässe behalten ihre Gültigkeit. Tickets mit einem festen Besuchstag können auf ein anderes Datum umgebucht werden. Möglich ist das via Mail, wenn die Karten im Park oder online auf der Website von Belantis gekauft worden sind.

8.00 Uhr: Agentur für Arbeit und Jobcenter schließen für Besucher

Auch wenn die Türen bei der Behörde für Besucher seit Donnerstag geschlossen sind, geht der Betrieb in der Agentur für Arbeit Freiberg sowie dem Jobcenter Mittelsachsen weiter.

Der Fokus der Arbeit liege momentan auf den Geldleistungen wie dem Arbeitslosengeld, dem Kurzarbeitergeld, dem Kindergeld sowie dem Kinderzuschlag und anderen Leistungen, so Agentursprecherin Antje Schubert.

Persönliche Vorsprachen sind aktuell nicht mehr möglich. Damit entfallen alle Gesprächstermine. Termine müssen auch nicht extra abgesagt werden.  Finanzielle Nachteile entstehen den Kunden dadurch nicht, versichert Schubert. Gesetzliche Fristen sind ausgesetzt. Sollte sich daran etwas ändern, werden die Kunden rechtzeitig informiert. Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Kunden, die einen finanziellen Notfall haben, sollen sich unter Tel.: 03731 489100 melden. Alle weiteren Fragen können Arbeitnehmer unter 0800 4 5555 00, Arbeitgeber unter 0800 4 5555 20 stellen.

Das passierte am Mittwoch, 18. März

20.13 Uhr: Keine Schuhe, aber Suppe in Döbeln - Geschäfte schließen ab Donnerstag

Von Corona-Krise war am Mittwoch auf dem Döbelner Wochenmarkt nichts zu spüren. Er war sogar üppiger mit Händlern bestückt, als in den Vorwochen. Und auch reichlich Kunden waren unterwegs. "Für mich ist es besser gelaufen als an anderen Markttagen. Für andere Händler etwas schlechter", schätzte Käsehändler Christoph Kirschbaum ein. 

Die Aussichten für die Markthändler sind gut. Die Wochenmärkte sind zumindest vorerst nicht von Schließung betroffen. Ab diesem Donnerstag müssen jedoch viele Geschäfte schließen. Einige, weil sie müssen. Andere vielleicht, weil die Kunden zu Hause bleiben.

19.26 Uhr: Ab Montag fahren weniger Busse in der Region Döbeln

Ab Montag gilt bei Regiobus Mittelsachsen (RBM) der Ferienfahrplan. "Dies geschieht vor allem, um das Infektionsrisiko zu verringern", so Dr. Harald Neuhaus, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS). Befürchtungen, wonach durch die Taktverringerung mehr Fahrgäste pro Fahrzeug unterwegs sein könnten, seien haltlos, heißt es in einer Mitteilung des VMS.

18.59 Uhr: Corona bremst neue Kinderfeuerwehr aus

Kinder ab fünf Jahren können in die Gruppe eintreten. Die gibt es erst seit Kurzem. Und schon hat sie Zwangspause. Ein Bericht von Elke Braun.

18.16 Uhr: Verjüngung im Kreissportbund? - Durch die Krise erst einmal nicht

Es bahnen sich Veränderungen in den Reihen des Kreissportbundes Mittelsachsen an. Für den am 28. März in Frankenberg geplanten Kreissporttag mit Vorstandswahlen war eine Verjüngungskur des Präsidiums geplant. 

Die wird durch die Absage der Veranstaltung erst einmal verzögert. Ein Interview mit dem alten und möglicherweise neuen Präsidenten.

16.45 Uhr: Zwei Corona-Infizierte in der Region Döbeln

Im Landkreis gibt es vier weitere Fälle. Es handelt sich um eine 38-jährige Frau und einen 51-jährigen Mann aus dem Raum Freiberg (jeweils Reiserückkehrer) sowie eine 36-jährige Frau und einen 36-jährigen Mann aus dem Raum Döbeln (Ermittlung der Infektionskette läuft noch). 

Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. In Mittelsachsen sind 37 Personen in angeordneter häuslicher Quarantäne. Weitere Informationen gibt es hier.

16.35 Uhr: Entsorgung im Kreis Mittelsachsen läuft noch reibungslos

Wie läuft die Entsorgung, während das öffentliche Leben zum großen Teil wegen der Corona-Krise eingeschränkt wird? Werde ich meinen Müll noch los? Das sind häufig gestellte Fragen, die Bürger zur Zeit an die Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen (EKM) richten.

Noch bleiben die Mittelsachsen nicht auf ihrem Müll sitzen. Doch die EKM bittet darum, Wertstoffhöfe zu meiden

15.31 Uhr: VR-Bank schränkt Öffnungszeiten ein

Die VR-Bank Mittelsachsen sieht ab sofort von persönlichen Beratungsgesprächen für Privat- und Firmenkunden ab. Darüber informierte die Bank auf ihrer Homepage. Telefonische Beratungen seien jedoch weiterhin möglich. Nach aktuellem Stand sollen die Filialen geöffnet bleiben. 

Auch bei der Kreissparkasse Döbeln bleiben die Filialen geöffnet. Aber mit Einschnitten. Die Übersicht auf Sächsische.de.

12.50 Uhr: Döbeln will Elternbeiträge erlassen

Ab diesem Mittwoch gibt es aufgrund des Coronavirus in den Kitas der Stadt Döbeln nur noch eine Betreuung von Kindern, deren Eltern als Mitarbeiter in der sogenannten kritischen Infrastruktur unabkömmlich sind. Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, will die Stadt finanziell entlasten. 

Die Fraktionschefs des Stadtrates haben dem Vorschlag zur Entlastung der Familien zugestimmt. Fragen beantwortet die Stadt am Bürgertelefon. Mehr Informationen im Beitrag bei Sächsische.de.

12.08 Uhr: Besucherverkehr im Gemeindeamt Ostrau eingeschränkt

Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus wird der Bürgerverkehr in der Gemeindeverwaltung Ostrau eingeschränkt. "Bitte prüfen Sie selbst, wie dringend Ihr Anliegen ist und ob Sie es nicht schriftlich, telefonisch oder per Mail vortragen können. Abzugebende Formulare können in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen werden", erklärt Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Die Kontaktdaten wie beispielsweise E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung Ostrau finden Bürger auf der Internetseite der Gemeinde Ostrau.

9.45 Uhr: Welche Fallzahl ist richtig?

Täglich verlautet das Landratsamt Mittelsachsen eine aktuelle Zahl der Corona-Infizierten. Eine Zahl, die nach Angaben des Pressesprechers André Kaiser die aktuellste ist. 

Beim Staatsministerium ist es meist eine andere. Doch was stimmt nun? Sächsische.de ist der Frage nachgegangen.

9.24 Uhr: Uwe Steimle kommt nicht ins Döbelner Volkshaus

Aufgrund behördlicher Auflagen musste die Veranstaltung abgesagt werden. Das teilen die Veranstalter mit. 

"Wir können Ihnen bereits die Nachholtermine präsentieren: für die ursprüngliche Veranstaltung am 03. April in Marienberg – Mittwoch, 10. Juni um 19.30 Uhr und für die ursprüngliche Veranstaltung am 04. April in Döbeln – Sonntag, 07. Juni um 17 Uhr."

Die bereits gekauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

6.10 Uhr: Klinikum Döbeln schränkt Besuchszeit ein

Auch am Klinikum Döbeln soll die Zahl der Besucher reduziert werden. Darüber informierte am Dienstag Verwaltungsleiter Martin Preißer. Die Besuchszeit ist auf 16 bis 18 Uhr begrenzt worden. Zudem sollen die Patienten in dieser Zeit nur von einer Person aufgesucht werden. Besucher sollten dabei älter als 16 Jahre sein und frei von Atemwegserkrankungen, so Preißer.

Im Gegensatz zur Helios-Klinik in Leisnig, die auch den Besucherverkehr untersagt, bleibt am Klinikum Döbeln die Cafeteria sowohl für die Besucher als auch für die Patienten geöffnet. Veranstaltungen seien vonseiten der Klinik derzeit nicht geplant. Erst für Herbst ist ein Tag der offenen Tür geplant. Zudem käme es, nach Angaben von Martin Preißer, nicht zur Absage von ambulanten Untersuchungen.

Eine Hotline für Patienten ist aktuell in dem Klinikum noch nicht eingerichtet. Für Patienten und Angehörige stehe die zentrale Telefonnummer 03431 7220 rund um die Uhr zur Verfügung, ergänzt der Verwaltungsleiter.

Das passierte am 17. März

19.55 Uhr: Besucherstopp in regionalen Pflegeheimen

Bis auf weiteres müssen die Bewohner des Seniorenheims Am Eichberg in Waldheim auf Besuche verzichten. Am Montag hat Heimleiterin Carola Huth einen Besucherstopp verhangen. Es ist nur eine Maßnahme in dem Haus, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Region zu bremsen.

Der Betrieb in anderen Pflegeeinrichtungen geht unterdessen weiter, mit Einschränkungen. Aber bleibt die Tagespflege geöffnet? So sieht es aktuell aus.

19.17 Uhr: Lücken in den Regalen, aber kein Mangel

Mäßig Betrieb herrscht am Dienstagvormittag bei Netto in Hartha. Schülergrüppchen stehen vor dem Markt an der Dresdener Straße und hören Musik. Hamsterkäufer sind aber nicht unterwegs. Zwar ist das Toilettenpapier ausverkauft, auch steht nur noch eine Küchenrolle da, aber Feuchttücher gibt es genug. 

Doch große Lücken gibt es anderswo. Kein Klopapier, keine Nudeln und keine Kartoffeln? Unsere Reporter haben sich in den Supermärkten umgeschaut.

18.55 Uhr: Jugendweihefeiern werden verschoben

Alle Jugendweihefeiern des Sächsischen Verbandes für Jugendarbeit und Jugendweihe werden verschoben. Das teilt die Landesgeschäftsstelle des Verbandes mit. Die bis einschließlich 10. Mai geplanten Veranstaltungen würden in die Monate Juni, Juli, September und notfalls Oktober verlegt. Ausgenommen seien die sächsischen Ferienzeiten.

Sobald ein neuer Termin feststehe, werde dieser auf der Homepage unter der Seite des jeweiligen Regionalbüros veröffentlicht. Erste Ersatztermine seien bereits einsehbar.

17.38 Uhr: Coronavirus in Mittelsachsen - Die Lage am 17. März

Wie am Dienstag bekannt wurde, gibt es nun im Landkreis Mittelsachsen neun erkrankte Personen. Bei den vier Neuerkrankungen handelt es sich um Reiserückkehrer, die in häuslicher Quarantäne sind. Sie leben in den Raum Freiberg und Mittweida.

"Wir haben die Kontaktpersonen ermittelt und für diese eine Quarantäne angeordnet", erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Annelie Jordan. Am Nachmittag trafen sich Vertreter aller mittelsächsischen Kliniken erneut mit dem Gesundheitsamt. Dabei ging es auch um die Frage einer Corona-Ambulanz und die Entscheidung zu weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung. Eine Zusammenfassung des Dienstages.

16.30 Uhr: Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Nauhain entfällt

Aus aktuellem Anlass informiert die Stadtverwaltung Hartha wird die Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Nauhain am 26. März und die Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Steina am 23. April nicht stattfinden. 

Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Darüber informiert Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

16.07 Uhr: Mitteldeutsche Regiobahn schränkt Bahnverkehr ein

Durch die Anordnung vorsorglich Kindertagesstätten und Schulen im Freitstaat aufgrund des Coronavirus zu schließen, einer dadurch angespannten Personalsituation und einem spürbaren Rückgang der Fahrgastzahlen werden bei der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) Fahrplananpassungen umgesetzt werden. Das teilt das Bahnunternehmen am Dienstagnachmittag mit.

Mit Betriebsaufnahme am Donnerstag, 19. März, sind die Linien RB 30 (Dresden – Chemnitz – Zwickau) und RB 110 (Leipzig – Grimma – Döbeln) betroffen. Es wird vorrangig ein Stundentakt umgesetzt, das heißt die Verstärkerzüge zwischen Chemnitz und Zwickau beziehungsweise zwischen Leipzig und Grimma entfallen ersatzlos. 

Diese Einschränkungen sind zunächst bis zum 19. April 2020 befristet. Den detaillierten Fahrplan sowie weitergehende Informationen erhalten Fahrgäste auf der MRB-Homepage und der 24h-Service Nummer: 0341/231898288.

15.33 Uhr: Cool bleiben als Erfolgsrezept -  Ein Sportbericht in der Krise

Die Sportwelt steht still. Nicht nur im Amateurbereich. Auch im Spitzensport geht im Jahr der Fußballeuropameisterschaft und Olympischen Spiele derzeit nichts mehr. Die Wettkämpfe fallen der Corona-Krise zum Opfer, der Trainingsbetrieb ist nur noch eingeschränkt möglich. 

Triathlet Martin Schulz will bei den Paralympics in Tokio seine Goldmedaille verteidigen. Die Corona-Krise macht das dem Ex-Döbelner nicht einfacher.

14.30 Uhr: Das ändert sich ab Donnerstag im Landkreis Mittelsachsen

Sachsen verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus seine Maßnahmen. Nach Schulen und Kitas müssen jetzt weitere Einrichtungen schließen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem Bars, Clubs, Kinos und Sportstätten. 

Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll von Donnerstag an zunächst bis zum 20. April gelten, wie das Kabinett in Dresden am Dienstag mitteilte. Damit folgt Sachsen einer Empfehlung, auf die sich Bund und Länder bereits am Montag verständigt hatten.

14.16 Uhr: Industrie- und Handelskammer Mittelsachsen schließt

Aus gegebenem Anlass schließt auch die Industrie-und Handelskammer Chemnitz ihren Standort Mittelsachsen ab 18. März 2020 für den Besucherverkehr.

Wichtige Hinweise sind auf der Internetseite zu finden. Ebenso ist die Erreichbarkeit per Telefon unter 03731/798650, per E-Mail [email protected] und im Chat gegeben.

Bei dringenden und nicht aufschiebbaren Angelegenheiten, die nur vor Ort geklärt werden können, wird darum gebeten, sich am Empfang der Regionalkammer Mittelsachsen zu melden.

12:10 Uhr: Musikschule stellt Unterricht ein 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat auch die Musikschule Mittelsachsen ihren Unterricht komplett eingestellt. Demnach wird es auch keinen Einzelunterricht sowie Gruppen- und Ensembleunterricht mit bis zu vier Schülern mehr geben.

Damit sind jetzt alle Einrichtungen der Mittelsächsischen Kultur gGmbH vorübergehend geschlossen. Dies betrifft neben der Musikschule die Volkshochschule, die Fahrbibliothek sowie das Schloss Rochsburg. Möglich sind Online-Ausleihen in der Fahrbibliothek der Kreisergänzungsbibliothek sowie im Medienpädagogischen Zentrum.

11.45 Uhr: Auch Sachsen-Dreier fällt aus

Die Organisatoren des Sachsen-Dreier haben die Wanderveranstaltung, die für den ersten Aprilsonnabend geplant war, abgesagt. Ganz ausfallen lassen will das Team von der Wanderabteilung des ESV Lok Döbeln die Veranstaltung aber nicht. Sie soll am 10. Oktober nachgeholt werden.

11:15 Uhr: Vier neue Fälle in Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen ist nach aktuellen Informationen bei vier weiteren Betroffenen das Corona-Virus nachgewiesen worden. Damit gibt es zum jetzigen Stand insgesamt neun Fälle im Kreis.

Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages folgen, so Kreissprecher André Kaiser. Angaben zu Alter, Geschlecht sowie Herkunft der Betroffenen stehen noch aus. 

11.03 Uhr: Kaum Kinder in Kitas und Schulen der Region

Es herrscht ein Kommen und Gehen an der Oberschule in Waldheim. Schüler, bestückt mit Ranzen und Rucksäcken, gehen ein und aus. Im Foyer steht ein Desinfektionsspender, der rege genutzt wird. 

Seit Montag gibt es nur noch eine Notbetreuung, ab Mittwoch sollen die Einrichtungen komplett schließen - mit Ausnahmen. Ein Überblick zur Lage an den Kitas und Schulen in der Region.

Gemeinsam Obst essen: Am Montag waren 15 Grundschüler zu Schulleiterin Birgit Frainge in die Kunzemannschule nach Döbeln gekommen.
Gemeinsam Obst essen: Am Montag waren 15 Grundschüler zu Schulleiterin Birgit Frainge in die Kunzemannschule nach Döbeln gekommen. © Dietmar Thomas

10.44 Uhr: Erste Hilfegruppen in Sozialen Netzwerken für Döbeln

Bei Facebook haben Nutzer die ersten Corona-Hilfe-Gruppen gegründet. So gibt es beispielsweise die "Coronavirus-Wir halten zusammen Döbeln". Dort soll Risikogruppen sowie älteren Leuten Hilfe angeboten werden wie Einkäufe erledigen, Gassi gehen und ähnliches. Auch Kinderbetreuung wird derzeit gegenseitig angeboten.

"In einer Notsituation wie dieser müssen wir zusammen halten. Gerade für unsere Kinder ist es wichtig so gut es geht ein geregelten Ablauf zuhaben", teilt Administratorin Yvonne Krug auf der Seite mit. 

10.28 Uhr: Sollte ich Ibuprofen vorübergehend absetzen? - Fragen und Antworten

Die Nachrichten zur Corona-Krise überstürzen sich, jeden Tag erreichen Sächsische.de neue Fragen. Bei vielen Sachsen herrscht Unsicherheit, was das Coronavirus angeht. Bei Sächsische.de beantworten zwei Mediziner aus Sachsen einige Fragen davon: Dr. Sylvia Krug, HNO-Ärztin in Leipzig, und Professor Reinhard Berner, Leiter der Kinderklinik am Dresdner Uniklinikum. 

09.37 Uhr: Bäckereien in Döbeln ziehen erste Konsequenzen

Die Bäckerei Möbius in Döbeln bitte ihre Kunden möglichst mit Karte zu bezahlen. Außerdem werde das Personal keine Mehrwegbecher mehr befüllen. Auch Brötchen und Brot würden "grundsätzlich" in Bäckertüten verpackt. Das teilt die Bäckerei auf Facebook mit.

9.14 Uhr: Was fange ich jetzt zu Hause an mit meinem Kind?

Seit Montag haben Grundschulen und Kindergarten nur noch mit Notbetreuung geöffnet. Ab Mittwoch sollen die Einrichtungen in Sachsen komplett schließen. Eine Herausforderung für berufstätige Eltern.

Sächsische.de hat alle Infos zusammengetragen:

7 Uhr: Besucherstopp für Helios-Klinik Leisnig

Auf Anweisung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales bleibt die Helios-Klinik Leisnig ab sofort für den Besucherverkehr geschlossen. Laut Dr. René Schwarz, ärztlicher Direktor der Klinik, handele es sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Ausnahmen sind nur in besonderen Situationen möglich, zum Beispiel bei Kindern.

Hotline für Angehörige: 034321/82828

Helios-Klinik Leisnig schließt ihre Türen für den Besucherverkehr. Als Vosichtsmaßnahme.
Helios-Klinik Leisnig schließt ihre Türen für den Besucherverkehr. Als Vosichtsmaßnahme. © Archiv/André Braun

6 Uhr: Schulbusse in der Region fahren weiter nach Plan

In Dresden ist es schon seit einigen Tagen üblich, nun hat der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) nachgezogen: Ab Dienstag ist der Zustieg in die Busse, die über mehr als eine Eingangstür verfügen, nur noch über die hintere möglich. 

Zum Schutz der Fahrer bleibt die vordere Tür geschlossen. Darüber informierte am Montag Falk Ester, Sprecher des VMS. Die Busse seien fast leer. Trotzdem halte Regiobus noch am Fahrplan fest

Das passierte am 16. März

19.51 Uhr: Fünf Fälle in Mittelsachsen - Neue Anweisungen vom Landratsamt

Wie am Montag bekannt wurde, gibt es in Mittelsachsen zwei weitere Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist. Es handelt sich dabei um eine Reiserückkehrerin, die 1990 geboren worden ist, sowie um einen Mann (Jahrgang 1952), der verschiedene internationale Kontakte hatte. 

Beide befinden sich nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser in häuslicher Quarantäne. Ein Betroffener komme aus dem Raum Mittweida, der zweite auf der Region Freiberg. Die Zusammenfassung des Tages finden Sie bei Sächsische.de.

18.28 Uhr: Typisierungsaktionen für Stammzellspende gestoppt

Vielen kranken Menschen, die dringend einen Stammzellenspender suchen, läuft die Zeit davon. Das Coronavirus und die damit zusammenhängenden Änderungen sind dann nicht besonders hilfreich. 

Das trifft nun auch den Familienvater Enrico aus Lommatzsch, der bereits seit einigen Monaten nach seinem genetischen Zwilling sucht. Nun wurden viele Typisierungsaktionen des Vereins für Knochenmark- und Stammzellenspende Sachsen gestoppt

16.12 Uhr: Gemeinde Kriebstein schließt komplett

Die Gemeinde Kriebstein hat bereits ab Montag ihre Kitas und die Grundschule in Grünlichtenberg geschlossen. Es wird lediglich eine Notbetreuung für für diejenigen Kinder angeboten, deren Eltern in ausgewählten Berufsgruppen tätig sind. Darüber informierte Bürgemeisterin Maria Euchler (Freie Wähler).

Das Gemeindeamt ist ebenfalls ab Montag für den Besucherverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter sind aber telefonisch erreichbar. In sehr dringenden Fällen, die nicht telefonisch zu regeln sind, können die Einwohner an der Tür des Gemeindeamtes klingeln.

Auch Vereinsräume, Turnhallen/Sportstätten der Gemeinde Kriebstein sind bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt.

Davon betroffen sind laut Maria Euchler alle Veranstaltungen und Treffen, außer privaten Familienfeiern wie Geburtstagsfeierlichkeiten oder Beerdigungen. "Diese Familien müssen in Eigenverantwortung entscheiden, ob sie das Risiko einer Ansteckung auf sich nehmen, oder die Feier auf einen späteren Zeitpunkt verlegen", teilt sie mit mit. 

In Anbetracht dieser Maßnahmen hofft die Bürgermeisterin auf das Verständnis der Einwohner "damit am Ende möglichst alle gesund aus dieser Krise hervorgehen." Die Bürgermeisterin bittet alle, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. "Wir geben unser Bestes, die Lage im Griff zu behalten. Wenn wir alle vernünftig sind, werden wir dies gut meistern."

15.36 Uhr: Alle sächsischen Schulen und Kitas ab Mittwoch geschlossen

Ab Mittwoch, 18. März, werden alle Schulen und Kitas sowie die Kindertagespflege in Sachsen bis einschließlich der Osterferien (17. April) geschlossen

Hierzu ist eine Allgemeinverfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Abstimmung mit dem Sächsischen Kultusministerium am Montagnachmittag ergangen. Eine Notbetreuung an Kitas und Grundschulen wird gewährleistet - jedoch nur für einen "eng begrenzten Personenkreis".

Millionen Kinder müssen wegen der Corona-Krise zu Hause bleiben. Einige Fernsehsender wie Kika, ARD-Alpha, SuperRTL sowie das Radio reagieren darauf und ändern ihr Programm.

Symbolbild: Der Elfjährige Gymnasiast Julius löst in seinem Kinderzimmer Aufgaben, die ihm seine Lehrer für jeden Tag über den Schulserver geschickt haben. Wegen des Coronavirus bleiben in der Hansestadt alle Schulen und Kitas geschlossen.
Symbolbild: Der Elfjährige Gymnasiast Julius löst in seinem Kinderzimmer Aufgaben, die ihm seine Lehrer für jeden Tag über den Schulserver geschickt haben. Wegen des Coronavirus bleiben in der Hansestadt alle Schulen und Kitas geschlossen. © dpa

15.25 Uhr: Arbeitsagenturen und Jobcenter setzen ab sofort auf eService

Um in der aktuellen Situation die wichtigsten Dienstleistungen erbringen zu können, konzentrieren sich die Arbeitsagentur Freiberg und das Jobcenter Mittelsachsen auf die Bearbeitung von Geldleistungen und die elektronische Kundenberatung. Dadurch entfallen alle persönlichen Gesprächstermine. Das teilt das Amt am Montagnachmittag mit.

Vereinbarte Termine müssten nicht abgesagt werden und es ist auch keine telefonische Nachfrage erforderlich. Alle Anliegen sollen ab sofort weitgehend über die eService-Angebote geklärt werden, so die Agentur für Arbeit. Ganz individuelle Gesprächsbedarfe könnten telefonisch über die Service-Hotline geklärt werden – trotz erhöhten Anruferaufkommens.

Für alle Anliegen ist die Arbeitsagentur telefonisch von 8 bis 18 Uhr unter 0800/4555500 für Arbeitnehmer (gebührenfrei) sowie 0800/4555520 für Arbeitgeber (gebührenfrei) erreichbar. Zusätzlich gibt es ab 19. März folgende Telefonnummer: 03731/489100 in der Zeit von 8:00 bis 12:00.

Alle Informationen zum eService gibt es auf der Seite der Arbeitsagentur.

14.24 Uhr: Zwei neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mittelsachsen

Am Nachmittag bestätigt Landkreis-Pressesprecher André Kaiser zwei weitere Fälle von infizierten Mittelsachsen mit dem Coronavirus. Eine Person stamme erneut aus dem Raum Freiberg, eine weitere Person komme aus der Nähe von Mittweida. Mehr Information gab er noch nicht bekannt.

Am späten Nachmittag will der Landkreis weitere Informationen rund um den Stand im Landkreis Mittelsachsen geben. Unter anderem zu den Ergebnissen der heutigen Beratung des erweiterten Stabes.

13.53 Uhr: AOK Plus schließt Filialen für Kundenverkehr

Die Krankenversicherung AOK Plus schließt ab Donnerstag, 19. März, alle 140 Filialen in Thüringen und Sachsen für die persönliche Kundenberatung. Die Filialen werden geschlossen bleiben, solange es die Situation erfordert. So die Pressestelle.

"Wir wollen insbesondere unsere Kunden, die aufgrund von chronischen Erkrankungen oder aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören, vor einer Infektion schützen", sagt Vorstand Rainer Striebel. "Auch die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen, die im direkten Kontakt mit den Versicherten stehen, gilt es zu schützen."

11.43 Uhr: Alle Gottesdienste in Döbeln entfallen 

Nach Maßgabe des Bischöflichen Ordinariats in Dresden hat das Pfarramt Döbeln alle Gottesdienste und Veranstaltungen bis auf weiteres eingestellt. Das teilt Pfarrer Andreas Jaster mit.

11.25 Uhr: Weitere Absagen aus der Region Döbeln

Mehrere Vereine, Veranstalter und Institutionen sagen ihre Veranstaltungen ab. Eine Übersicht zu den aktuellen Absagen:

Der Mittelsächsische Jugend- und Kulturverein(MJV) hat in Absprache mit der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH (SBG), schweren Herzens den Entschluss gefasst, das ursprünglich für den 21. und 22. Mai 2020 geplante „18. Internationale Blues & Rock Festival Altzella“ abzusagen.

Der MJV-Vorstand und das Organisationsteam des Festivals stehen derzeit in Kontakt mit allen Beteiligten, um die Absage zu kommunizieren und weitere Schritte zu besprechen. Das für dieses Jahr geplante Line-Up wird, nach Rücksprache mit allen Künstlern, auf das nächste Jahr verschoben. Bereits erworbene Karten behalten Ihre Gültigkeit.

"Wir freuen uns darauf, nach der überstandenen Krise gemeinsam mit Fans, Freunden und Gästen am 13. und 14. Mai 2021 wieder Live-Musik in Altzella genießen zu können", so Erik Weichhold vom Verein.

Das März-Skatturnier um den Pokal des Oberbürgermeisters diese Woche Donnerstag, 19. März, fällt „coronabedingt“ auch aus. Darüber informiert Tino Feldmann. "Wann es in Sachen Skat weiter gehen kann, hängt von der aktuellen Entwicklung und Ausbreitung des Virus ab."

Das für den 28. März geplante Konzert im Schweizerhaus in Niederstriegis wird auf den 17. Oktober 2020 verlegt. Das teilt Frank Morgenstern von "Second Straits" mit. "Die aktuelle Corona-Situation sowie die momentan gültige Verordnung vom Gesundheitsamt Mittelsachsen lassen keine andere Entscheidung zu. Bereits verkaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit", so Morgenstern.

"Die bisher große Nachfrage lässt uns hoffen, dass alle Ihre Karten behalten und wir am 17. Oktober 2020 gemeinsam einen grandiosen Konzertabend erleben werden."

Aus aktuellem Anlass wird auch der angekündigter Vortrag "Unter unseren Füßen der Supervulkan: Wie Vulkanismus den Geopark Porphyrland erschuf" am 19. März in Leisnig, Ortsteil Börtewitz, in der Kulturscheune mit Dr. Rascher abgesagt. Darüber informiert Nadine Friedrich vom Verein "Nationaler Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen".

Auch das Konzert vom Musiker Jakob Petzl am 21. März im "ehemaligen Gasthof" in Ziegra bei Döbeln entfällt. Das teilt er am Montagvormittag mit.

Auch das Konzert vom Musiker Jakob Petzl am 21. März im "ehemaligen Gasthof" in Ziegra bei Döbeln entfällt. Das teilt er am Montagvormittag mit.

11.13 Uhr: Trotz Coronavirus: Blutspende weiter wichtig

Termine für die Abgaben sind in Sachsen vom Versammlungsverbot ausgenommen. Die Versorgung der Kliniken mit Blut zählt unmittelbar zu den kritischen Infrastrukturen gemäß Vorgaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Deshalb ruft der Deutsche Rote Kreuz (DRK)-Blutspendedienst Nord-Ost dringend zur Blutspende auf - die Lage ist dringlich.

Symbolbild: Blutspenden ist in Zeiten des Coronavirus extrem wichtig
Symbolbild: Blutspenden ist in Zeiten des Coronavirus extrem wichtig © dpa

10.16 Uhr: Erweiterter Stab trifft sich im Landratsamt

Im Landratsamt Freiberg trifft sich heute ein erweiterter Stab mit mehreren Fachabteilungen, um weitere Maßnahmen zu beraten. Auch eine Veränderung der Allgemeinverfügung sei dabei ein Thema. „Dabei geht es um eine mögliche Reduzierung der Teilnehmerzahlen, ab wann eine Veranstaltung beim Landratsamt angezeigt werden muss“, erklärt Landrat Matthias Damm. 

Es sei ein dynamischer Prozess und es gelte hier bewusst und dennoch konsequent zu handeln. Zur anstehenden Kreistagssitzung mit 98 Mitgliedern plus Landrat und Bedienstete wird er sich mit dem Ältestenrat noch abstimmen. Das teilt der Landkreis mit.

8.50 Uhr: Verein ost-west-forum Gut Gödelitz sagt alle Veranstaltungen ab

Auf Grund der aktuellen Situation hat der Verein ost-west-forum Gut Gödelitz alle öffentlichen Veranstaltungen bis zum 19.04.20 ausgesetzt. "Wir bitten um Ihr Verständnis. Sobald klar ist, wann und wie wir den Veranstaltungsbetrieb wieder aufnehmen können, setzen wir alle in Kenntnis", so Axel Schmidt-Gödelitz vom Verein.

5.01 Uhr: Ein Überblick: Wie läuft der Schulbetrieb ab Montag? 

Die Schulen der Region haben am Wochenende auf ihren Internetseiten über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie informiert. Die Verfahrensweise ist weitgehend einheitlich: Die Schulpflicht wird ab Montag aufgehoben, die Betreuung in den Schulen ist derzeit noch sichergestellt. Einen Überblick finden sie hier.

Am Sonnabend hatte es ein Treffen aller Schulleiter im Landesamt für Schule und Bildung gegeben, wo über Maßnahmen informiert wurde. Weitere Informationen des Kultusministeriums finden Sie hier.

5 Uhr: Hinweis in eigener Sache - Redaktion/Verlag eingeschränkt erreichbar

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat sich die Sächsische Zeitung dazu entschieden, dass Mitarbeiter weitestgehend von Zuhause im sogenannten Homeoffice arbeiten sollen. Davon betroffen ist auch die Redaktion sowie der Verlag des Döbelner Anzeigers.

Leser erreichen die Redaktion sowie den Verlag nur noch eingeschränkt telefonisch ab 8 Uhr unter 03431/71943513. Einzelne Redakteure sind ausschließlich über ihre persönlichen Mailadresse zu erreichen beziehungsweise über das allgemeine Mail-Postfach: [email protected]

Das passierte am 15. März

17.40 Uhr: Keine weiteren Infizierte im Kreis Mittelsachsen

Am Wochenende hat es im Landkreis Mittelsachsen keine weiteren bestätigten Fälle des neuartigen Corona-Virus gegeben, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit. Bisher gibt es damit im Landkreis drei Fälle. Die Erkrankten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

14.40 Uhr: Wer bringt das Essen im Quarantäne-Fall?

Zuerst einmal gilt, wer sich in Sachsen in Quarantäne befindet, wird von den Gesundheitsämtern kontaktiert und gefragt, ob im Haushalt genügend Lebensmittel vorrätig seien. Das sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag bei einer Sondersitzung der Landesregierung. 

Sollte dies nicht der Fall sein, werden die Haushalte versorgt. Auch Lieferdienste bekommen eine ganz neue Bedeutung. Sächsische.de erklärt die Verfahrensweise.

9 Uhr: Antik-Trödelmarkt in Döbeln mit Desinfektionsmittel

Weit und breit waren wegen der Corona-Krise alle Veranstaltungen abgesagt worden. Nur eine nicht: Der Antik-Trödelmarkt im Döbelner WelWel hatte wie geplant geöffnet. „Absagen wollten wir nicht. Was ist jetzt richtig und was ist falsch?“, sagte Steffen Schulz von der Firma Lampert, die die Flohmärkte organisiert. 

Den ganzen Bericht zur Veranstaltung am Sonnabend und den Voraussetzungen für geplante Aktionen gibt es unter Sächsische.de.

Flohmarkt im WelWel in Döbeln unter Corona-Bedingungen.
Flohmarkt im WelWel in Döbeln unter Corona-Bedingungen. © Jens Hoyer

Das passierte am 13. März

21.40 Uhr: Evangelisch-Lutherische Kirchen im Striegistal sagen Gottesdienste ab

Bis zunächst 29. März 2020 entfallen alle geplanten Gottesdienste, Veranstaltungen, Treffen von Gemeindekreisen, Sitzungen und Ausschüsse der Kirchgemeinden Roßwein-Niederstriegis, St. Wenzel Pappendorf, Hainichen-Bockendorf-Langenstriegis und der Marienkirchgemeinde im Striegistal. Das teilt Pfarramtsleiter Heiko Jadatz am Freitagabend mit.

Außerdem blieben die Pfarrämter in Marbach, Roßwein, Hainichen und Pappendorf für Besucher in diesem Zeitraum geschlossen und seien ausschließlich telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

"Zu den geplanten Gottesdiensten werden die Kirchenglocken läuten und die Kirchen geöffnet sein", so Jadatz.

21.30 Uhr: Stadt Leisnig kündigt ebenfalls Schul- und Kitaschließungen an

Bürgermeister Tobias Goth (CDU) veröffentlichte am Freitagabend folgende Ankündigungen:

Ausschnitt aus der Veröffentlichung des Bürgermeisters
Ausschnitt aus der Veröffentlichung des Bürgermeisters © privat

21.15 Uhr: Hartha macht Schulen, Kindergärten und Sporthallen zu

Ähnlich wie in den anderen Städten und Gemeinden wird der schränkt auch Hartha ab kommender Woche den Betrieb der Kindertagesstätten ein. Eine Notbetreuung sei eingerichtet, so Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Ab Mittwoch sollen die Kitas weitestgehend geschlossen werden. Eine Notbetreuung werde dann vorwiegend nur für Eltern "systemrelevanter Personengruppen" gewährleistet. "Wir bitten die Eltern soweit es möglich ist, die Kinder nicht in die Einrichtungen zu schicken", sagte Kunze am Freitagabend. 

Ähnlich sehe die Situation in den Schulen aus. Auch da werde es eine Notbetreuung geben. "Wir werden jedoch alle Einrichtungen durchgängig geöffnet lassen. Wir wollen so wenig Kinder wie möglich an einem Fleck haben, um das Risiko der Ansteckung möglichst gering zu halten", erklärte Ronald Kunze. 

20.35 Uhr: Schließungen auch in Roßwein

Die grundsätzliche Schulpflicht in Sachsen wurde aufgehoben. Somit entscheiden die Familien selbst, ob das jeweilige Kind die Schule besucht. Eine Betreuung ist grundsätzlich ab Montag in der Schule gesichert. Nähere Informationen sind ab Sonntag auf den Internetseiten der jeweiligen Roßweiner Schulen zu finden.

Auch die Kindereinrichtungen werden ab Mittwoch, 18. März, geschlossen. "Bitte sichern Sie eine individuelle Betreuung ab", teilt Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (SPD). Eine Notbetreuung werde dann nur für Eltern folgender Personengruppen gewährleistet: Gesundheitswesen, Pflegedienst, Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Handel und Versorgung

Aufgrund der gegenwärtigen Pandemie bleibt ab Montag ebenfalls das Stadtbad zunächst bis zum 22. März 2020 geschlossen. Eine aktuelle Beurteilung der Lage finde täglich statt, so dass sich die Schließzeit auch verlängern kann, so Lindner.

In der Information des Bürgermeisters am Freitagabend habe die in der Stadt Roßwein ein Krisenstab seine Arbeit aufgenommen, welcher aktuelle Informationen zum Umgang mit der Pandemie und zu Verhaltensmaßnahmen veröffentlicht.

Vorsorglich würden auch alle städtischen Kulturveranstaltungen bis 29. März 2020 abgesagt. "Gegenwärtig sind alle Veranstaltungen mit mehr als 75 Besuchern der Stadt anzuzeigen und ab 1000 Besuchern zu unterlassen", so der Bürgermeister. 

Die Stadt Roßwein empfiehlt, jegliche gemeinschaftliche Treffen und Aktivitäten abzusagen. Aus diesem Grund sind ab Montag jegliche Sporthallen, die Bibliothek und das Bürgerhaus zunächst bis 22. März geschlossen. "Aktuelle Informationen erhalten Sie über die Homepage der Stadt Roßwein, in den Schaukästen in der Stadt und den Ortsteilen sowie in öffentlichen Verkaufsstellen", teilt Veit Lindner mit.

20.20 Uhr: Jahnataler Blasmusikanten sagen öffentliche Probe ab

Die für kommenden Sonntag geplante öffentliche Probe der Jahnataler Blasmusikanten in der Ostrauer Bauernstube ist abgesagt. Das teilt Vereinsmitglied und Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) mit.

20 Uhr: Fragen und Antworten zum Coronavirus in der Region Döbeln

Das Coronavirus hat am Freitag auch den Landkreis Mittelsachsen erreicht. Wie vom Landratsamt bekannt gegeben wurde, ist das Virus bei drei Frauen nachgewiesen worden. Am frühen Freitagnachmittag veröffentlichte der Landkreis eine Mitteilung zur weiteren Verfahrensweise im Umgang mit dem neuartigen Virus. Sächsische.de fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Im Landkreis Mittelsachsen gab es am Freitag die ersten drei mit Coronavirus infizierte Menschen.
Im Landkreis Mittelsachsen gab es am Freitag die ersten drei mit Coronavirus infizierte Menschen. ©  Claudia Hübschmann (Symbolbild)

19.58 Uhr: Gemeinde Ostrau schließt Schulen und Kindergärten

Am Abend gab die Gemeinde Ostrau bekannt ab Montag die Grundschule sowie alle Kindereinrichtungen zu schließen. Eine Notbetreuung für die Kinder sei bis Ende kommender Woche gesichert, so der Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) auf Anfrage.

"Wer eine Betreuungsmöglichkeit hat, ist angehalten, sein Kind zu Hause zu lassen", so Verwaltung. Die einheitliche Schließung aller Einrichtungen werde, Stand Freitag, spätestens zum Beginn der 13. Kalenderwoche eintreten. "Mit einer vollständigen Schließung ist im Zweifel eher als später zu rechnen", teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Die Schul- und Kitaschließung gelte bis zum 19.Februar, bestätigt Bürgermeister Schilling.

17:30 Uhr: Notbetreuung in den Döbelner Schulen und Kitas

Die Schulpflicht ist außer Kraft gesetzt. Das gab das Sächsische Kultusministerium am Freitag bekannt. Ab Montag gibt es nur eine Notbetreuung in den Schulen der Stadt Döbeln. Laut Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) gilt das auch für die Kitas der Stadt. Er appelliert jedoch an die Eltern, die Kinder zu Hause zu lassen. 

Die Notbetreuung soll insbesondere von den Eltern genutzt werden, die im medizinischen Bereich arbeiten oder für die Grundversorgung zuständig sind. 

Über das weitere Vorgehen in den Schulen werde es im Laufe der kommenden Woche noch einmal eine neue Entscheidung geben, so Liebhauser nach dem Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). 

In Whatsapp-Gruppen kursiert unterdessen ein Dokument, das Kitaschließungen in Sachsen ab dem 16. März verkündet. Die Kitas bleiben aber vorerst geöffnet, so das Sächsische Kultusministerium.

15.50 Uhr: Döbelner Treibhaus Verein sagt alle Veranstaltungen ab

Der Treibhausverein in Döbeln sagt zum Freitagnachmittag ebenfalls alle Veranstaltungen ab. Wie der Vorstand auf Facebook mitteilt, beobachte man "aufmerksam die derzeitige Lage, die aus der Verbreitung von COVID-19 resultiert. Die Nachrichten und Informationen häufen sich, die Situation ist dynamisch."

In diesem Zusammenhang habe sich der Verein dazu entschlossen, die geplanten Veranstaltungen, regelmäßigen Kurse und offenen Angebote bis Ende des Monats abzusagen. "Unsere Büros sind weitestgehend geschlossen. Kontaktiert uns bitte bei wichtigen Anliegen via Mail. Wir werden euch über neue Entwicklungen informieren", so der Verein auf dem Sozialen Netzwerk.

15.28 Uhr: IHK sagt Prüfungen ab 

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abgesagt. Betroffen sind alle Prüfungen, die ab Montag, 16. März, angesetzt gewesen sind. 

Die Absage gilt vorerst bis zum 24. April, in Nicole Pinkert von der Regionalkammer Mittelsachsen der IHK Chemnitz. Wann die Prüfungen nachgeholt werden können, sei zurzeit offen. "Die Industrie- und Handelskammern stehen dazu mit den zuständigen Behörden im engen Austausch. Sie werden die neuen Termine bekannt geben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat."

14 Uhr: Anzeigepflicht für Veranstaltungen über 200 Personen

Im Landkreis Mittelsachsen müssen Veranstaltungen ab 200 Personen beim Landratsamt angezeigt werden. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind verboten. Die Allgemeinverfügung gilt ab 14. März 0 Uhr.

Veranstalter müssen, bevor sie mit dem Landratsamt in Kontakt treten, eine intensive Risikobewertung vornehmen. Diese orientieren sich an Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Großveranstaltungen. 

Amtsärztin Dr. Annelie Jordan empfiehlt zudem, zusätzlich die Erfassung der Gäste mit einer Kontaktliste. 

13.55 Uhr: Döbeln stellt Sporthallenbetrieb ein

Eben wurde bekannt, dass in Döbeln auch der komplette Trainings- und Übungsbetrieb in den städtischen Sportstädten der  Stadt bis auf weiteres eingestellt wird. 

Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) informierte die Nutzer aller städtischen Sportstätten mit einem Schreiben. 

Zudem werden ab Montag alle Finanzämter für den Besucherverkehr geschlossen.

Erst einmal wird es keinen Hallensport mehr in Döbeln geben.
Erst einmal wird es keinen Hallensport mehr in Döbeln geben. © Symboldbild: Archiv/André Schulze

13.28 Uhr: Dritter bestätigter Fall in Freiberg

Das Landratsamt hat so eben mitgeteilt, dass sich eine dritte Frau aus dem Raum Freiberg mit dem Coronavirus infiziert hat. Die 1991 geborene Mittelsächsin ist ebenfalls eine Reiserückkehrerin. 

"Alle drei Betroffenen sowie alle Kontaktpersonen wurden bereits ermittelt und isoliert", so Kreissprecher André Kaiser. Die drei Erkrankten seien unabhängig voneinander unterwegs.

13:15 Uhr: Döbelner Gymnasium bereitet sich auf Schließung vor

Wie Sächsische.de soeben erfahren hat, bereitet das Döbelner Lessing-Gymnasium Schüler und Eltern auf eine mögliche Schließung der Schule vor. 

Noch gibt es vom Freistaat keine konkrete Ansage, wie die Schulen sich aktuell verhalten sollen. Höhme geht jedoch davon aus, dass die Schließung kommen wird. "Wir wollten einfach, dass sich die Eltern über das Wochenende schon einmal Gedanken machen, wie sie mit so einer Situation zurechtkommen", sagte Höhme auf Nachfrage von sächsische.de. Zurzeit lernen 107 Fünftklässler am Gymnasiums sowie 90 Sechstklässler.

Am Sonnabend sollen weitere Absprachen erfolgen. Michael Höhme will Schüler und Lehrer aktuell auf der Internetseite des LGD informieren.

Auch die anderen Schulen in Döbeln sind nach Angabe von Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) von der Stadt als Träger darüber informiert worden, dass es zu Schulschließungen kommen könnte. Die Oberbürgermeister und Landräte sind für heute 16 Uhr zur Staatsregierung eingeladen. Für 18.30 Uhr ist eine Sondersitzung des sächsischen Kabinetts geplant.

Die Abiturprüfungen seien derzeit noch nicht gefährdet, sagt Schulleiter Höhme. Die erste Prüfung sei für Mitte April geplant.

Sollte am Montag noch einmal Schule sein, werde es eine reduzierte Elternsprechstunde geben. Weitere Veranstaltungen des Gymnasiums seien schon im Vorfeld abgesagt worden, wie zum Beispiel ein PoetrySlam. 

Dieser Aushang hängt zurzeit am Lessing-Gymnasium in Döbeln.
Dieser Aushang hängt zurzeit am Lessing-Gymnasium in Döbeln. © privat

10.24 Uhr: Mittelsächsisches Theater sagt Spielbetrieb ab

Das Mittelsächsische Theater hat seinen Spielbetrieb bis zum 19. April eingestellt. Auch zahlreiche andere Veranstaltungen wurden bereits abgesagt. 

"Alle Vorstellungen des Mittelsächsischen Theaters werden auf behördliche Anweisung bis zum 19. April 2020 zur Eindämmung des Coronavirus in Sachsen abgesagt. Auch Kammerkonzerte, Führungen und sonstige Veranstaltungen des Mittelsächsischen Theaters sind davon betroffen", so Theatersprecher Christoph Nieder.

Karten für Vorstellungen innerhalb dieses Zeitraumes können an den Theaterkassen zurückgegeben oder per Post zurückgeschickt werden. Die Erstattung kann nur bei Vorlage der Karten im Original erfolgen. Diese Regelung gilt auch für online gekaufte Karten.

Die Mitarbeiter des Besucherservice stehen weiterhin zu den regulären Öffnungszeiten zur Verfügung. Der Verkauf für Vorstellungen ab dem 20. April 2020 ist von den Einschränkungen nicht betroffen.

9.09 Uhr: Erste Corona-Fälle in Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es die ersten Corona-Fälle. Wie das Landratsamt am Freitagmorgen mitteilte, sind zwei Frauen aus dem Raum Freiberg positiv getestet worden.

Die 1983 sowie 1984 geborenen Mittelsächsinnen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, informierte Kreissprecher André Kaiser. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ermittelten derzeit die Kontaktpersonen.

Bei den Frauen handele es sich um Reiserückkehrerinnen. Aus welcher Region sie zurückgekehrt waren, darauf wollte Kaiser nicht näher eingehen.

Für den Mittag hat der Landkreis weitere Informationen angekündigt. Sächsische.de bleibt an dem Thema dran. 

Das passierte vom 9. bis 12. März

Donnerstag, 18.30 Uhr: Stadt Döbeln sagt Feuer-Versammlung ab

Bürgermeister Sven Liebhauser (CDU) sagte in der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag, unter anderem sei die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am 27. März abgesagt worden. „Das ist eine Frage der Einsatzfähigkeit. Im schlimmsten Fall müssten alle Feuerwehrleute in Quarantäne, wenn nur ein Mitglied das Virus hat. Das kann ich nicht verantworten.“

Damit nicht alle Feuerwehrkameraden möglicherweise gleichzeitig erkranken, sagte Döbelns OB die Jahreshauptversammlung vorsorglich ab.
Damit nicht alle Feuerwehrkameraden möglicherweise gleichzeitig erkranken, sagte Döbelns OB die Jahreshauptversammlung vorsorglich ab. © Archiv/Dietmar Thomas

Donnerstag, 12.30 Uhr: Handballverband sagt alle Spiele fürs Wochenende ab

Am Wochenende wird in Sachsen aufgrund des Corona-Virus kein Handball gespielt. Diese Entscheidung gab der Handballverband Sachsen (HVS) am Donnerstagnachmittag bekannt. Bereits am vergangenen Wochenende waren Spiele einiger Vereine unter Auflagen der zuständigen Behörden ausgetragen worden.

Donnerstag, 13 Uhr: Vorsorgliche Quarantäne für Rettungsdienst

Von einer Raststätte an der Autobahn 14 im Raum Nossen hatte der Rettungsdienst der Johanniter am vergangenen Freitag einen Corona-Patienten abgeholt und ins Klinikum nach Döbeln gebracht.

Wie erst am Donnerstag bestätigt worden ist, befinden sich die drei Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Johanniter derzeit in Quarantäne. „Die Quarantäne ist in diesem Fall eine reine Vorsichtsmaßnahme. Laut Quarantäne-Empfehlungen des RKI (Robert-Koch-Instituts) müssten die Rettungsdienst-Mitarbeiter nicht unter Quarantäne gestellt werden“, informierte Rebekka Biederbeck, Sprecherin des Landesverbandes Sachsen der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Mittwoch, 17 Uhr: Erste Konzerte in der Region Döbeln wurden abgesagt

Das Coronavirus legte nach und nach auch das öffentliche Leben in der Region Döbeln lahm. Der Freistaat hatte Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern verboten. Die Milkauer Schalmeien sind dem Verbot zuvorgekommen. Sie hatten ihre Veranstaltung schon im Vorfeld freiwillig abgesagt. Auch weitere Veranstalter zogen in Mittelsachsen zogen nach.

Mittwoch, 10.30 Uhr: Schule in Naundorf schließt nach Corona-Verdacht in Riesa

Nachdem am Mittwochvormittag am Christlichen Gymnasium in Riesa ein erster Verdachtsfall des Coronavirus bei einem Schüler registriert wurde und die Schulleitung die Schließung der Schule bis kommenden Freitag veranlasste, wurde auch die Evangelische Werksschule in Naundorf bis Freitag geschlossen. Einige Geschwister der Schüler gingen auf das Riesaer Gymnasium.

Montag, 19 Uhr: Erste Mittelsachsen freiwillig in Corona-Isolation

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Das Coronavirus beeinflusst das öffentliche Leben immer mehr, auch im Landkreis. Bis dato hatte sich kein einziger Mittelsachsen nachweislich mit dem Virus infiziert. Trotzdem überlegten Schulleiter, auch Klassenfahrten im Inland abzusagen, Firmen stiegen aus der Woche der offenen Unternehmen aus und Mitarbeiter wurden ins HomeOffice geschickt. Ein Überblick von Montag.

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