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Tickerprotokoll: Der Demo-Montag in Dresden

Kurz vor Weihnachten richtet sich die Polizei auf einen Großeinsatz ein. Pegida wird sich am Königsufer treffen, auch Gegener machen mobil.

22:17 Uhr Wir beenden hiermit unseren Liveticker und wünschen eine stille Nacht. Hier gibt es noch den zusammenfassenden Bericht des Abends.

22:11 Uhr: Jetzt hat auch die Polizei ihren Großeinsatz weitgehend abgeschlossen. In einer ersten Stellungnahme heißt es, dass insgesamt 2 578 Polizisten im Einsatz waren. Neben sächsischen Beamten sind auch Kräfte aus Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie von der Bundespolizei beteiligt gewesen. Der Brand zweier Autos an der Ziegelstraße wurde bestätigt, ebenso mehrere Straftaten im Umfeld der Kundgebungen.

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21:31 Uhr: Die Lage in Dresden ist ruhig. In der Stadt zieht sich die Polizei sukzessive zurück.

20:59 Uhr: Die Polizei schirmt am Albertplatz eine kleine Gruppe vor Gegendemonstranten ab und versucht, die mutmaßlich aus dem rechten Spektrum Stammenden in Richtung Bahnhof Neustadt zu geleiten.

20:58 Uhr: Am Theaterplatz, wo „Herz statt Hetze“ demonstriert hat, ist die Lage inzwischen wieder ruhig.

20:44 Uhr: Die Polizei teilt mit, dass sich die Lage am Carolaplatz entspanne. „Wir hoffen den Verkehr in Kürze wieder komplett freigeben zu können“, hieß es. Kurz darauf wird der Platz tatsächlich freigegeben.

20:41 Uhr: SZ-Reporter berichten, dass ertwa 15 Rechte in der Neustadt Menschen angegriffen haben sollen und dabei „Nationaler Widerstand“ brüllten. Zudem wurden Böller geworfen.

20:40 Uhr: Die „Herz statt Hetze“-Veranstaltung auf dem Theaterplatz wurde soeben abgebrochen. Grund ist, dass die Pegida-Teilnehmer über die Augustusbrücke geschleust worden sind. Die Polizei hat nun Einsatzkräfte am Theaterplatz zusammengezogen und einer Gruppe rechter Demonstranten einen Platzverweis ausgesprochen.

20:28 Uhr: Die Pegida-Anhänger reisen über die Augustusbrücke ab. Die Elbquerung wurde dazu komplett gesperrt. Es ist ein massives Polizeiaufgebot vor Ort.

20:19 Uhr: Die Polizei hat die wenigen Gegendemonstranten auf dem Carolaplatz aufgefordert, den Platz zu räumen. Begründet wird das mit den Abreisebewegungen der Pegida-Teilnehmer.

20:17 Uhr: „Herz statt Hetze“ will nächstes Jahr wieder auf dem Theaterplatz demonstrieren. „Das heute ist keine einmalige Aktion“, sagte eine Organisatorin unserem Reporter. Angemeldet habe das Aktionsbündnis aber noch nichts.

20:15 Uhr: Bachmann beendet die Pegida-Veranstaltung am Königsufer - formal macht aber Siegfried Däbritz als Versammlungsleiter Schluss.

20:11 Uhr: Jetzt haben wir es auch bestätigt bekommen: Es handelt sich um zwei Autos, die auf der Ziegelstraße abgestellt waren.

20:05 Uhr: Mehrere Medien, darunter der MDR und die DNN, berichten von zwei brennenden Autos in der Nähe der Carolabrücke.

20:05 Uhr: Nun läuft bei Pegida die „Hymne“. Zuvor kündigte Lutz Bachmann an, dass man am 11. Januar in Dresden nicht demonstrieren wolle. Statt dessen will man in Leipzig den 1. Geburtstag von Legida unterstützen.

19:59 Uhr: Offenbar bewegen sich nun etliche Gegendemonstranten zur Heeresbäckerei auf der Königsbrücker Straße, da dort Neonazis vermutet werden. Auch Polizeikräfte ssind dort offenbar vor Ort.

19:58 Uhr: Auf der Hauptstraße ist so gut wie gar nichts los. Eigentlich findet hier der Augustusmarkt statt, doch heute haben viele Händler und Gastronomen eher Schluss gemacht.

19:51 Uhr: Weil die Augustusbrücke für Fußgänger und Radfahrer gesperrt ist, sind Straßenbahnen in Richtung Neustadt übervoll.

19:41 Uhr: Etwa 400 bis 500 sind noch auf dem Theaterplatz bei „Herz statt Hetze“. Derzeit spielt die Berliner Musikerin Dota. Für Künstler, die anschließend noch ins Kleine Haus des Staatsschauspiels gehen, haben die Organisatoren Freiwillige um Begleitschutz auf dem Weg in die Neustadt gebeten.

19:38 Uhr: Bei Pegida sind laut „Durchgezählt“ heute schätzungsweise zwischen 6 000 und 8 000 Teilnehmer.

19:37 Uhr: Derweil am Neumarkt in der Altstadt: An den Weihnachtsmarktbuden finden sich trotz der Demos in der Stadt zahlreiche Kunden. Direkt vor der Frauenkirche laufen die Aufbauarbeiten an der Bühne für die Christvesper.

19:35 Uhr: Die Gegendemonstranten am Carolaplatz brüllen sich so langsam in Fahrt. Den etwa 100 Leuten steht viel Polizei mit Hunden gegenüber.

19:30 Uhr: Festerling spricht von besinnlicher Weihnachtszeit - und Widerstand. Die „Pegida-Anhänger“ quittieren das mit „Widerstand“-Rufen. Festerling spricht von Geopolitik und „EU-Wasserkopf und findet Donald Trumps Kandidatur in den USA gut, ebenso wie den Rechtsruck in Polen, Ungarn und der Schweiz. Sie ruft zur „Heimatverteidigung“ auf.

19:27 Uhr: Am Finanzministerium haben sich etwa 100 Gegendemonstranten versammelt.

19:26 Uhr: Auf dem Theaterplatz löst sich die „Herz statt Hetze“-Kundgebung langsam auf. Teile des dort eingesetzten Polizeiaufgebots wechseln jetzt die Elbseite und sind auf dem Weg in die Neustadt.

19:24 Uhr: Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling zitiert auf der Bühne die von ihr oft gescholtene „Lügenpresse“ - in diesem Fall die Mopo. Allerdings nimmt sie die Meldung als Fakt, nicht als Lüge.

19:22 Uhr: Zwischen den Grußworten wird immer wieder gesungen - aktuell das Lied „Kommet ihr Hirten“.

19:18 Uhr: Der Holländer Edwin Wagensveld, der sich gern auch Ed Utrecht nennt, erzählt nun auf der Pegida-Bühne, dass Dresden vom Geld der Pegida-Anhänger saniert wurde. Es erklingen „Widerstand“-Rufe.

19:17 Uhr: Der Carolaplatz ist inzwischen komplett und weiträumig abgeriegelt. Dutzende Polizeiautos versperren Fahrtwege, zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer wurden in Position gebracht.

19:15 Uhr: Michael Viehmann spricht bei Pegida ein „Grußwort“. Der Mann, der in Sebnitz symbolisch die Grenze dichtmachen wollte, musste sich wegen Facebook-Einträgen wegen Volksverhetzung verantworten.

19:15 Uhr: Die Polizei hat die Augustusbrücke in Richtung Neustadt für Fahrradfahrer und Fußgänger gesperrt. Straßenbahnen und einzelne Autos werden durchgelassen. Einige Passanten versuchen, mit der Polizei zu diskutieren, ohne Erfolg.

18:56 Uhr: Eine Reiterstaffel hat unter der Carolabrücke Stellung bezogen. Offenbar soll so der östliche Zugang zum Königsufer über die Elbwiesen abgesichert werden.

18:55 Uhr: Siegfried Däbritz eröffnete die Pegida-Veranstaltung am Königsufer, bevor er Lutz Bachmann Platz macht.

18:47 Uhr: Bei Pegida taucht ein schwarzes Transparent in der Menge auf: Darauf ist in weißer Frakturschrift der Slogan „Widerstand lässt sich nicht verbieten“ zu sehen. Es erklingen - neben der Weihnachtsmusik - erste „Merkel muss weg“-Rufe.

18:44 Uhr: Aus Protest gegen die Pegida-Kundgebung am Elbufer schaltete das Finanzministerium seine Lichter aus. Auch die Kunstakademie blieb dunkel.

18:40 Uhr: „Neugier statt treudeutsche Bürger“ fordert die Sprecherin des Staatsschauspiels, Martina Aschmies. „Wir sind in der Aufklärung weit vorangekommen. Ich hoffe nicht, dass sich das Rad jetzt andersherum dreht.“ Geflüchtete seien nicht die besseren Menschen, aber genauso gleich wie wir. Aschmies schätzt die Zahl der Teilnehmer an der „Herz statt Hetze“-Kundgebung auf 5000.

18:38 Uhr: Aus dem Polizeifunk: Bei Pegida 4000 Teilnehmer, es kommen aber noch immer viele an.

18:37 Uhr: Gegendemonstranten haben offenbar versucht, am Albertplatz vorbei in Richtung Königsufer zu Pegida zu gelangen. Die Albertstraße ist komplett gesperrt, deshalb versuchen es die Demonstranten auf anderen Wegen.

18:34 Uhr: SZ-Reporter schätzen, dass sich mehere Tausen Pegida-Anhänger am Königsufer eingefunden haben. Kundgebung hat noch nicht begonnen, da immer noch Zulauf zu verzeichnen ist. Es läuft Musik aus der Konserve: Bachmann lässt gerade „Stille Nacht, heilige Nacht“ spielen.

18:28 Uhr: Die Polizei sperrt jetzt die Albertstraße, um ein Durchlaufen von Pegida-Gegnern vom Albertplatz in Richtung Carolaplatz zu verhindern.

18:21 Uhr: Am Albertplatz fordert „Die Partei“ auf einem Transparent den „Bundeswehreinsatz im Innern, Jetzt!“.

18:20 Uhr: Ein Teil der Pegida-Gegner vom Schlesischen Platz zieht nun zum Albertplatz.

18:18 Uhr: Auf der Alaunstraße in der Neustadt gibt es einen kleinen Demozug mit etwa 50 Leuten, die mit Trommeln und Rasseln unterwegs sind. Die Polizei läuft hinterher.

18:17 Uhr: Gerade hat Superintendent und Kreuzkirchenpfarrer Christian Behr auf dem Theaterplatz gesprochen. Er forderte eine klare Haltung zur Nächstenliebe. „Wir brauchen Klarheit und keine Gewalt“, sagte er. Dazu gehöre auch, dass alle Seiten verbal abrüsten müssten. „Momentan gehe ich montags nicht gern in Dresden spazieren, weil ich Reden erlebe, die von Hass und Ablehnung geprägt sind.“ Zum Bürgerdialog am vergangenen Mittwoch in der Kreuzkirche seien manche Standpunkte für den Geistlichen nur schwer erträglich gewesen, aber er habe sie ertragen. Nur mit Dialog sei die Demokratie zu retten.

18:15 Uhr: Am Königsufer erklingen Weihnachtslieder aus der Konserve. Auf dem Elberadweg steht Polizei und kontrolliert den Zustrom der Pegida-Anhänger.

18:09 Uhr: Das Königsufer wird von der Polizei massiv gesichert. Mittlerweile kommen hier auch immer mehr Pegida-Anhänger an.

18:00 Uhr: Gegenüber vom Blockhaus auf der Neustädter Seite der Augustusbrücke stehen zwei Wasserwwerfer und ein kleiner Räumpanzer der Polizei. Auf der Großen Meißner Straße hat sich ein langer Stau gebildet.

17:55 Uhr: Auf dem Alaunplatz in der Neustadt ist nichts los. Die „Dresden Nazifrei“-Kundgebung dort wurde offenbar kurzfristig abgesagt

17:50 Uhr: Laut der Initiative Durchgezählt lauschen zwischen 3000 und 4000 Menschen auf dem Theaterplatz der Musik.

17:50 Uhr Am Bahnhof Neustadt ist vor etwa zehn Minuten ein Zug aus Leipzig angekommen. Mehrere Dutzend in schwarz gekleidete Pegida-Gegner stiegen aus.

17:38 Uhr: Am Pegida-Treffpunkt Königsufer sind bislang nur einige Dutzend Menschen. Allerdings beginnt die Kundgebung hier auch erst in einer knappen Stunde.

17:34 Uhr:Nach Schätzungen von SZ-Reportern sind mehrere Hundert Menschen auf dem Schlesischen Platz vor dem Bahnhof Neustadt. An den Zugängen zum Bahnhof kontrolliert die Polizei Passanten.

17:32 Uhr: Auf dem Theaterplatz haben sich laut Polizeischätzung über 2 000 Menschen versammelt und hören dem Chor der Semperoper zu, der „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie singt.

17:26 Uhr: Am Bahnhof Neustadt machen Gerüchte die Runde, dass Pegida-Unterstützer aus der Hooligan-Szene aus Rostock und Halle anreisen wollen. Als möglicher Treff wird „Ackis Sportsbar“ genannt. Derweil haben die Züge aus Leipzig Verspätung.

17:15 Uhr: Auf dem Theaterplatz hat die Kundgebung des Aktionsbündnisses „Herz statt Hetze“ begonnen. An diesem Abend soll dort, wo sonst Pegida demonstriert, ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt werden. Über 500 Menschen haben sich versammelt. „Menschen, die nationalistisches Gedankengut mitbringen, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen“, stellt eine Organisatorin auf der Bühne klar. „Auch wenn wir nicht eines Glaubens sind, so sind wir eines Geistes“, ist auf einer Videowand zu lesen, dazu erklingt „Ave Maria“.

17:06 Uhr: Auf dem Schlesischen Platz vorm Bahnhof Neustadt ist eine gegen Pegida gerichtete Kundgebung geplant. Der private Anmelder erwartet dort rund 600 bis 1 000. Gegenwärtig halten sich auf dem Platz etwa 250 überwiegend jüngere Menschen auf, schätzt ein SZ-Reporter.

17:00 Uhr: ÖPNV verkehrt am Bahnhof-Neustadt weiterhin. Laut DVB ist nur die Buslinie 81 eingekürzt bis Liststraße. Die DVB twittern wieder ihre möglichen Einschränkungen: twitter.com/DVBAG

16:50 Uhr: Am Bahnhof Neustadt ist viel Polizei präsent - vor allem Aus Thüringen und Niedersachsen. Hier werden Züge aus Leipzig erwartet, in denen Pegida-Gegner anreisen wollen.

16:10 Uhr: Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat vor der Pegida-Demonstration und den angekündigten Gegenkundgebungen dazu aufgerufen, unterschiedliche Meinungen friedlich kundzutun. „Ich würde es nicht akzeptieren können, wenn Gewalt und Straftaten auf den Straßen Dresdens die Oberhand gewinnen“, erklärte der Minister. Verschiedene Meinungen zu äußern, gehöre zu einer Demokratie, so Ulbig. Gerade zu Beginn der Weihnachtswoche sollten die Menschen aber friedlich auf den Straßen unterwegs sein.

15:37 Uhr: Die Polizei ist mit einem massiven Aufgebot in der Stadt präsent, darunter waren auch Beamte aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Mehrere Wasserwerfer wurden in Position gebracht.

15:00 Uhr: Das Verwaltungsgericht Dresden hat dem Antrag des Bündnisses nicht stattgegeben - Pegida wird deshalb nur eine stationäre Kundgebung am Rand der Neustadt abhalten dürfen. Mehr dazu

15:00 Uhr: Wie begrüßen Sie zu unserem Ticker und hoffen, dass es heute in Dresden friedlich bleibt. #DD2112