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Tickerprotokoll: So lief die Verhandlung

Nach dem Bullenkopf-Skandal ist ein hartes Urteil gesprochen worden. Derweil hat die Polizei ihre Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen und sechs Tatverdächtige ermittelt.

© Robert Michael

Nach dem Wurf eines abgetrennten Bullenkopfes während des Pokalspiels gegen RB Leipzig muss Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden eine Geldstrafe von 60 000 Euro zahlen und ein Zweitliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Montag.

So berichteten wir im Ticker:

16.22 Uhr: Eine Woche haben die Verantwortlichen der Sportgemeinschaft Dynamo nun Zeit, das Urteil zu prüfen und gegebenenfalls in Berufung zu gehen. Ohne den entscheidenden Gremien vorgreifen zu wollen, sieht Ralf Minge die Wahrscheinlichkeit dafür als sehr hoch an.

16.05 Uhr: Das Urteil ist gefällt: Sperre K-Block und 60 000 Euro Geldstrafe. Die Sperre betrifft bereits das Heimspiel gegen die Spvgg Greuther Fürth am 20. November.

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15.39 Uhr: Unterdessen hat die Polizeidirektion Dresden mitgeteilt, dass die Ermittlungen zum sogenannten Bullenkopf-Fall abgeschlossen wurden. Eine Videoauswertung habe ergeben, dass sieben Männer an der Tat beteiligt waren. Sechs von ihnen konnten identifiziert werden. Die Männer im Alter zwischen 16 und 34 Jahren stammen aus Nordsachsen und Südbrandenburg. Sie müssen sich nun wegen einer Ordnungswidrigkeit (§ 118 Ordnungswidrigkeitengesetz) verantworten.

15.20 Uhr: Das Gericht hat sich nun zur Urteilsfindung zurückgezogen. Bis etwa 16 Uhr, prognostiziert der Richter, wird sich das hinziehen.

15.18 Uhr: Das Urteil naht. Beide Seiten konnten sich nicht einigen. Der DFB fordert weiterhin die K-Block-Sperre sowie 70 000 Euro Geldstrafe für insgesamt sechs Vergehen, Dynamo fordert Freispruch - oder maximal 40 000 Euro Strafe, ohne Zuschauer-Ausschluss.

15.00 Uhr: Mit seinen zwei Beisitzern hat sich der Richter noch einmal separat verständigt. Und jetzt geht’s tatsächlich weiter.

14.58 Uhr: Jetzt aber... Dynamos Geschäftsführer Michael Born und Ralf Minge, Anwalt Quirling sowie der Chefankläger kehren zurück. Fehlt nur noch Richter Lorenz.

14.53 Uhr: Dynamo-Anwalt Christian Quirling und DFB-Chefankläger Anton Nachrainer besprechen sich jetzt noch mal direkt vorm Verhandlungsraum.

14.45 Uhr: Das dauert. Mit dem Konsens ist es offenbar keine leichte Sache. Das hat sich schon in den bisherigen 90 Minuten Verhandlung angedeutet.

14.30 Uhr: Die Mikrofone bleiben aus. Technische Gründe meldet der DFB. Und was sagt Richter Lorenz? In der Bibliothek im ersten OG wird noch beraten...

14.06 Uhr: Halb drei soll dann weiter verhandelt werden.

14.05 Uhr: Die Verhandlung ist unterbrochen. Richter, Anklage und Dynamo wollen hinter verschlossenen Türen über eine Konsenslösung sprechen. Das bedeutet: ein Urteil für alle Vergehen, also Pokalspiel plus drei weitere Fälle danach.

13.37 Uhr: Die Mikrofon-Anlage funktioniert immer noch nicht, doch die Verhandlung läuft. Momentan werden Zeugen vernommen.

12.29 Uhr: Die Mikrofon-Anlage funktioniert nicht. Kurze Verzögerung noch, und jetzt geht’s wirklich los.

12.26 Uhr: Jetzt geht’s gleich los. Richter Hans E. Lorenz betritt den Raum.

12.18 Uhr: Weiter warten... Werden im Hinterzimmer etwa schon Absprachen getroffen? So unter dem Motto: eine K-Block-Sperre für alle Vergehen. Möglich ist es.

12.04 Uhr: Eigentlich sind alle Beteiligten vor Ort. Trotzdem verzögert sich der Beginn der Verhandlung um einige Minuten.

11.59 Uhr: Vor Verhandlungsbeginn werden Live-Ticker des Geschehens ausdrücklich untersagt. Die SZ bleibt aber dran.

11.50 Uhr: Verhandelt wird in der DFB-Zentrale, im Tagungsraum 3, der den Namen Sepp Herberger trägt. Das ZDF ist mit einem großen Kamerateam vor Ort.

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11.47 Uhr: Um 12 Uhr verhandelt das DFB-Sportgericht den Einspruch von Dynamo Dresden gegen die angedrohte Strafe u.a. für den Wurf eines Bullenkopfes im DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen RB Leipzig. Laut Antrag des Kontrollausschusses, sozusagen die Staatsanwaltschaft des Deutschen Fußball-Bundes, sollen die rund 9 000 Stehplätze im K-Block für ein Spiel in der zweiten Liga gesperrt werden. Zudem müsste der Verein 55 000 Euro Strafe zahlen.