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Tief Hubertus führt nicht zu Verkehrschaos

Polizei registriert am Dienstagmorgen 20 Unfälle.

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© Matthias Schumann

Görlitz. Tief Hubertus hat die Landkreise Görlitz und Bautzen am Montagabend und Dienstagmorgen fest in seinem Griff gehabt. Vielerorts hätten die Bewohner mit überfrierendem Regen, glatten Straßen und Wegen sowie Neuschnee zu kämpfen gehabt, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz am Dienstagnachmittag mit. Besonders in den Höhenlagen fegte dazu ein stürmischer Südwind über Feld und Flur. Der Deutsche Wetterdienst hatte die Bevölkerung über die Medien und Katastrophenwarn-Apps wie Katwarn oder Nina vor der Wetterlage gewarnt.

Die Polizei verzeichnete in der Oberlausitz ein leicht erhöhtes Unfallaufkommen. Das befürchtete Chaos blieb jedoch aus. Bis zum Dienstagmorgen um fünf Uhr wurden der Polizei insgesamt 69 Verkehrsunfälle gemeldet, von denen etwa ein Drittel auf Glatteis zurückzuführen war. Am Dienstagmorgen kamen zwischen fünf und zehn Uhr rund 20 weitere Karambolagen hinzu. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden.

Vielerorts waren die Winterdienste im Dauereinsatz, um insbesondere die Autobahn 4 sowie die Bundesstraßen befahrbar zu halten. Dennoch stellten die üblichen neuralgischen Stellen an stärkeren Steigungen wie dem Kottmarsdorfer Berg (S 148), auf der B 6 bei Kubschütz, dem Eiseroder Berg oder dem Zoblitzer Berg sowie die Kunnersdorfer Senke auf der B 115 insbesondere Lkw-Fahrer vor Herausforderungen. Immer wieder blieben einzelne Gespanne auf den winterglatten Fahrbahnen liegen und benötigten die Hilfe des Winterdienstes, um weiterfahren zu können. Zähfließender Verkehr und längere Wartezeiten waren die Folge.

An der Autobahnanschlussstelle Görlitz ist am Montagabend auf der A 4 ein Sattelzug in die Böschung gerutscht. Der 49-jährige Fernfahrer hatte offenbar aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Gespann verloren. Es kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei riss der Tank des Iveco auf, rund 700 Liter Diesel ergossen sich in die Umwelt. Die Görlitzer Feuerwehr und ein Bergungsunternehmen kümmerten sich um die Leckage und das havarierte Fahrzeug. Verletzt wurde niemand. Der Schaden bezifferte sich auf rund 50.000 Euro. Die Bußgeldstelle der Landesdirektion wird sich mit dem Fall befassen. (szo)