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Hartha: Tote Hundewelpen im Teich

Familie Seidel aus Saalbach bei Hartha entdeckte die verstorbenen Vierbeiner im Gewässer. Sie waren erst wenige Wochen alt.

Das ist einer der beiden verstorbenen Welpen, die im Saalbacher Teich bei Hartha gefunden wurden. Sie waren erst wenige Wochen alt.
Das ist einer der beiden verstorbenen Welpen, die im Saalbacher Teich bei Hartha gefunden wurden. Sie waren erst wenige Wochen alt. © privat

Hartha. Melanie Seidel ist schockiert: Auf ihrem Spaziergang mit ihren Kindern am vergangenen Wochenende durch Saalbach macht sie eine traurige Entdeckung. Im kleinen Teich neben der Dorfstraße entdeckte die Mutter einen toten Hundewelpen. Nicht der erste im Harthaer Ortsteil, wie sich herausstellt.

Wie Melanie Seidel erzählt, sollte es eigentlich nur ein kurzer Sonntagsspaziergang werden, doch der endete für die Familie Seidel am Wochenende am Teich.

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Dort, wo die Kinder immer Fische oder andere Tiere beobachten, entdeckten sie nun die kleine Hundeleiche. „Ich war schockiert, als wir den toten Welpen entdeckt haben“, sagt Melanie Seidel. „Ich kann es bis heute nicht so richtig fassen.“

Bislang keine Spur auf Tierquäler aus Saalbach

Vor allem fragt sich die junge Mutter: „Wer kann denn so etwas grauenvolles übers Herz bringen?“ Denn es kommt erschreckend hinzu, dass es nicht der erste Hundewelpe ist, der im Saalbacher Teich gefunden wurde. „Meine Eltern haben schon am Samstag einen Welpen aus dem Teich geholt“, erzählt Seidel.

„Höchstwahrscheinlich war der andere da auch schon drin und meine Eltern haben ihn nicht gesehen.“ Beide Male waren die Tiere jedoch schon tot und konnten nicht mehr gerettet werden. Beim benachbarten Landwirtschaftsbetrieb mussten sie entsorgt und dann von der Tierkörperbeseitigung abgeholt werden.

Woher die verstorbenen Hunde stammen könnten, kann sich die Saalbacherin nicht erklären. „Wir haben einige Hundebesitzer in unserem Dorf. Doch dort züchtet niemand und es hat sich auch keiner einen neuen Welpen gekauft.“ Melanie Seidel vermutet Jemanden, der sich in der Umgebung gut auskennt, aber nicht unbedingt dort wohnt.

Obwohl die junge Mutter nur wenige Meter vom Teich entfernt wohnt, hat sie niemanden Verdächtigen gesehen. „Wir haben zwar eine Kamera, aber die ist nicht genau auf den Teich gerichtet. Darauf haben wir nichts gesehen.“

Auch auf ihre Veröffentlichung im sozialen Netzwerk Facebook hin, gab es keine weiteren Hinweise auf den Unbekannten, der die Tiere hat sterben lassen. Fraglich ist auch noch, ob jemand gezielt die Welpen in den Teich geschmissen hat oder sie selbst reingefallen und ertrunken sind.

Döbelner Polizei ermittelt bislang nicht

Anzeige hat die Saalbacherin jedoch nicht gestellt. „Ich habe es in diesem Moment einfach vergessen“, meint sie. Auf Anfrage bestätigt Polizeisprecher Marcus Gerschler, dass sowohl beim Polizeirevier Döbeln, als auch beim Online-Portal der Polizei Sachsen keine diesbezügliche Anzeige vorliegt.

Da es sich bei dem Fall jedoch um ein „relatives Antragsdelikt“ handelt und somit nur Ermittlungen aufgenommen werden können, wenn sie angezeigt werden oder wenn berechtigtes öffentliches Interesse von der Staatsanwaltschaft besteht, kann die Polizei derzeit nichts tun.

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„Sollte es bei uns noch eingehen, dann würden wir wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermitteln“, so der Polizeisprecher. Dann drohen dem Täter nach Rechtsvorschrift eine Geldstrafe bis zu 25.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Außerdem könnte ein Verbot auferlegt werden, das die erneute Haltung von Tieren untersagt.

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