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Heidenaus toter Biber wird untersucht

Das Tier hatte sich in die Stadt verirrt und war in Pirna in Pflege gekommen. Nun wirft sein Tod Fragen auf. Das Landratsamt will sie klären lassen.

Sein Reich bei einem Pirnaer Tierkenner war das letzte von Heidenaus Biber.
Sein Reich bei einem Pirnaer Tierkenner war das letzte von Heidenaus Biber. © Daniel Schäfer

Das Landratsamt hat den Kadaver einfrieren lassen. Er soll in der Landesuntersuchungsanstalt untersucht werden, um Klarheit über die Todesursache zu erhalten. Diese Entscheidung wird nicht oft getroffen, da diese Untersuchung viel Geld kostet, sagt das Landratsamt. In diesem Fall aber habe man sich dafür entschieden, da es bereits der zweite verstorbene Biber ist.

Keine äußerlichen Wunden

Frische Weidenzweige und viel Aufmerksamkeit und Pflege konnten den Heidenauer Biber nicht retten. Nachdem er sich vor zwei Wochen zweimal in die Innenstadt verirrt hatte, war er dort nach einem Hinweis einer Bewohnerin von der Polizei gefangen worden. Der Pirnaer Jens-Uwe Bartling hat sich des Tieres angenommen. Er wollte den Biber pflegen und ihn, wenn er stark genug ist, wieder aussetzen. Doch der Biber ist gestorben.

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Er hatte keine äußerlichen Wunden oder Schäden, sagt Bartling. "Doch der Biber hat nichts mehr gefressen." Da halfen auch keine noch so frischen Weidenzweige und keine liebevolle Pflege bei Tierkenner und -freund Bartling.

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Da es bereits der zweite Biber ist, der nun bei Bartling im Kühlhaus liegt, hat er einen Verdacht. Er vermutet, die Tiere könnten irgendwie belastetes Wasser getrunken haben. Belastet durch Gülle zum Beispiel. Bartling hat diese Vermutung, da auch der erste Biber unweit eines Feldes gefunden worden war und äußerlich keine Anzeichen auf eine Verletzung oder Ähnliches aufgewiesen hat. Bartling hatte dem Landratsamt, das von Amts wegen für diese Tiere zuständig ist, vorgeschlagen, die toten Biber zu untersuchen.

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