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Warum so wenige Koalas in Zoos leben

Nur drei deutsche Zoos halten Koalas, darunter zwei in Sachsen. Die kleinen Eigenbrötler sind schwer zu besorgen und zu ernähren. Ein Besuch.

Das Aushängeschild des Dresdner Zoos: Die Koalas Sydney und Mullaya, von denen zuweilen nur ein Fuß oder ein Ohr zu sehen ist.
Das Aushängeschild des Dresdner Zoos: Die Koalas Sydney und Mullaya, von denen zuweilen nur ein Fuß oder ein Ohr zu sehen ist. © Maximilian Helm

Das Gehege könnte ein Standbild sein. Ein silbergrauer Fellkloß hängt an einem Ast, der Kopf versunken, der Rücken krumm. Unbewegt, minutenlang. „Koalas sind nicht so ruhig, weil sie vom Eukalyptus bekifft sind“, sagt Olaf Lohnitz, Koala-Hauptpfleger im Dresdner Zoo. „Sie sind ruhig, weil der Eukalyptus schwer verdaulich ist.“ Etwa 20 Stunden ruhen Koalas am Tag - vier Stunden mehr als Faultiere. Ihr einziges Lebensmittel, der Eukalyptus, wandert etwa 72 Stunden lang durch den Koala.

Fahles Morgenlicht dringt durch die Dachfenster ins Brandes-Haus, in dem Koalas, Affen, Faul- und Gürteltiere, Ameisenbären und Vögel leben. Es rauscht, krächzt und tropft - der klassische Tropenhaus-Sound.

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Blätter rascheln, Lohnitz wühlt sich zu dem Fellkloß durch. Vor dem Frühstück soll Sydney auf die Waage. „Na, du?“, fragt der 54-Jährige das Koalamädchen, das er aus Holland her begleitet hat.

Besonders große Lust hat Sydney am Morgen erstmal nicht, von ihrem Ast zu steigen. Der Job als Pfleger der zuweilen etwas sturen Koalas erfordert oft Geduld.
Besonders große Lust hat Sydney am Morgen erstmal nicht, von ihrem Ast zu steigen. Der Job als Pfleger der zuweilen etwas sturen Koalas erfordert oft Geduld. © Maximilian Helm

Ein paar hundert Meter weiter in einem weniger exotischen Gebäude. Den Schreibtisch des Zooleiters rahmen Pflanzen, Karten von fernen Ländern, eine glänzende Kanne und reihenweise Ordner mit Titeln wie „Orang Utans“. Wolfgang Ludwig blättert in Unterlagen, um Zahlen nachzusehen. 2010 hatte der Dresdner Zoo beim Zuchtbuchführer in Duisburg Interesse an Koalas gemeldet, um attraktiver zu werden.

„Koalas sind so beliebt wegen ihres felligen, plüschigen Aussehens und der großen Köpfe.“ Große Ohren, das „zusammengerückte Gesicht“: klassische „Niedlichkeitsmerkmale“. Damals heißt es aus Duisburg: Vielleicht. Die Ausfuhr von Koalas aus Australien ist selten, teuer und erfordert Quarantäne, damit das gefährliche Koala-Retro-Virus keinen europäischen Zoo befällt. Auch die paarungsfreudigsten Tiere sind Koalas nicht. Die Warteliste der Interessenten ist lang.

Koalas sind das Aushängeschild des Dresdner Zoos geworden. Ihre flauschigen, großen Ohren und die "zusammengerückten Gesichter" lassen sie extrem niedlich wirken.
Koalas sind das Aushängeschild des Dresdner Zoos geworden. Ihre flauschigen, großen Ohren und die "zusammengerückten Gesichter" lassen sie extrem niedlich wirken. © Maximilian Helm

Ludwig sucht in einem Ordner nach der europäischen Geburtenrate. „Der Jahresbericht wird selten an die Halter verschickt, weil da nichts passiert. Wenn es mal eine Geburt gab, ist es so eine Sensation, dass es sich schnell rumspricht.“ Zwischen 40 und 45 Tieren, die alle dem Staat Australien gehören, schwankt die Population Europas.

Als erster deutscher Zoo hatte Duisburg Koalas. Mit elf Tieren hält er europaweit die meisten. 2013 zogen Mullaya und Iraga, zwei Männchen, von dort nach Dresden, sechs Jahre später kam Sydney aus Antwerpen hinzu. Der dritte Koala-Zoo des Landes wurde 2016 Leipzig.

Olaf Lohnitz hat alle drei Koalas kennengelernt, bevor sie umgezogen sind. „Es ist unheimlich schwierig, wenn man sie nicht kennt, eine Stimmung abzulesen. Sie haben kaum Mimik und eine sehr eingeschränkte Körpersprache.“ Affen begrüßen ihn morgens. „Beim Koala kann ich froh sein, wenn er mich anguckt, wenn ich reinkomme und mit ihm rede.“

Sydney löst ihre Krallenpfoten vom Ast, lässt sie ins grüne Zoo-T-Shirt von Lohnitz sinken. „So mein Schätzchen“, sagt er und schreitet mit gleichmäßigen Schritten aus dem Gehege. Sydney klemmt ihre Ärmchen an der Astgabel fest, die Lohnitz auf die Waage stellt. „5.540 - ein gutes Gewicht“, murmelt er und streicht über Sydneys Kopf, ein rundes Ohr versinkt in seiner Hand. Sydney glubscht an den sorbetfarbenen Fliesen entlang, dann zu Lohnitz ins Gesicht, direkt in seine Augen. „Sydney ist ein Sonnenschein“, sagt er. Schon am ersten Tag, als er sie kennenlernte, kam sie auf seinen Arm. Untypisch für Koalas.

Koalamädchen Sydney sucht ungewöhnlich viel Nähe zu Menschen, weil sie von Anfang an von Pflegern auf den Arm genommen und gefüttert wurde, die ihre 14 Jahre alte Mutter unterstützt haben.
Koalamädchen Sydney sucht ungewöhnlich viel Nähe zu Menschen, weil sie von Anfang an von Pflegern auf den Arm genommen und gefüttert wurde, die ihre 14 Jahre alte Mutter unterstützt haben. © Maximilian Helm

Sydneys Mutter war mit 14 Jahren quasi eine Omi. In freier Wildbahn werden die Tiere kaum älter. Im Zoo liegt der Rekord bei 22. Bei der Geburt sind Koalas kaum größer als ein Daumen, klettern selbstständig in den Beutel der Mama, wachsen dort sechs Monate heran. Als Sydney aus dem Beutel krabbelte, halfen Pfleger sofort beim Füttern. An Menschen hat sie sich gewöhnt, fordert Nähe bis heute ein. „Wenn man in der Anlage sauber macht, kommt sie schon mal runter geklettert, fitschelt nach einem mit der Kralle und wenn sie einen erwischt, muss man sie auf den Arm nehmen wie ein kleines Kind und mit ihr spazieren gehen“, sagt Lohnitz.

Die Koalas sind besonders für ihn, auf ein Lieblingstier will er sich aber nicht festlegen. Während 40 Jahren im Dresdner Zoo lernte er viele kennen. „Tierpfleger war schon als Kind mein Traumberuf. Ich bin auf dem Bauernhof groß geworden, hatte zum Leidwesen meiner Mutter meinen kleinen Privatzoo: Aquarium, Meerschweinchen, Vögel, Nymphensittich, Katzen.“

2.000 Quadratmeter Eukalyptus für zwei Koalas

Lohnitz zerrt einen Eukalyptusbusch aus der Kühlkammer, der fast so groß ist wie er selbst, es riecht nach Kneippbad. Etwa 2.000 Quadratmeter eigenangebauter Eukalyptus sind nach Schätzung des Zooleiters für zwei Koalas pro Jahr nötig. Der Dresdner Zoo füttert Eukalyptus von einer Plantage in der Sächsischen Schweiz, kauft welchen aus Florida zu. Von den gut 600 existierenden Arten der weltweit größten Blütenpflanze vertragen Koalas nur rund zehn Prozent.

Zwölf Sorten gibt es im Dresdner Zoo. Abwechslung ist wichtig, innerhalb der monotonen Vorliebe sind Koalas wählerisch. „Wenn die Darmflora gestört ist, wird der ganze Koala krank und er ist anfälliger als andere“, sagt Zooleiter Ludwig. Mit ihren glänzenden, weiß gerahmten Augen sehen Koalas schlecht. Mit ihren großen Nasen riechen sie dafür hervorragend. Nur die obersten, nicht ausgereiften Blattspitzen der Eukalyptusblätter fressen sie. Die enthalten andere Stoffe, sind leichter verdaulich, weil faserarm. Kein anderes Tier im Zoo sei so aufwendig zu ernähren wie der Koala. Nicht mal Insektenfresser.

Früher hunderte Millionen Koalas, heute höchstens 80.000

Lohnitz kniet auf dem Boden der Koalaküche, unterteilt Sträuße in Striemen. „Die Lieblingssorte wechselt täglich“, sagt er. Manche bezeichnen die kleinen Fellwesen als Wunder der Evolution, weil sie trotz extravaganten Lebensstils überlebet haben. „So lange es genügend Eukalyptus gab, besetzten Koalas die für sie optimale Nische, weil ihnen niemand Essen streitig machen konnte“, sagt Lohnitz. Früher waren nur Tiere wie Dingo, Adler oder Python ihre Feinde.

Das hat sich geändert. Neben den Jagden auf Koalas und Gefahren wie Hunden, Schwimmbecken und Straßen hat ihre Population durch gerodete und abgebrannte Eukalyptuswälder extrem abgenommen. Mehrere hundert Millionen Flauschkugeln hingen früher in den Eukalyptus-Wäldern Ostaustraliens. Heutzutage gibt es höchstens noch 80.000, Koalas gelten als gefährdet. Auf ein anderes Futter können Koalas nicht umsteigen, selbst Flüssigkeit nehmen sie nur über Eukalyptus auf, der in Australien meist feucht ist.

Lohnitz imitiert den Regenwald mit einem Schlauch. Er spritzt die Büsche ab, verteilt sie vasenweise im Gehege.

Eukalyptus sollte möglichst frisch sein, damit Koalas ihn nicht verschmähen.
Eukalyptus sollte möglichst frisch sein, damit Koalas ihn nicht verschmähen. © Maximilian Helm
Der Dresdner Zoo lagert verschiedene Sorten in einer Kühlkammer. Einen Teil davon kauft sie aus Florida zu. Er ist seit zwei bis drei Tagen gepflückt, wenn er verfüttert wird.
Der Dresdner Zoo lagert verschiedene Sorten in einer Kühlkammer. Einen Teil davon kauft sie aus Florida zu. Er ist seit zwei bis drei Tagen gepflückt, wenn er verfüttert wird. © Maximilian Helm
Olaf Lohnitz teilt den Eukalyptus in Sträuße auf, knipst die Enden ab und befeuchtet ihn mit Wasser, damit er dem Original im Regenwald möglichst ähnlich ist.
Olaf Lohnitz teilt den Eukalyptus in Sträuße auf, knipst die Enden ab und befeuchtet ihn mit Wasser, damit er dem Original im Regenwald möglichst ähnlich ist. © Maximilian Helm

Wie ein krabbelndes Baby, nur senkrecht, hangelt Sydney sich am Ast entlang nach oben, um mitten in den feuchten Strauß zu rutschen. „Hallo, wie geht’s dir heute? Ist alles chic?“, fragt Lohnitz mit sonorer Stimme. Die großen Ohren haben Koalas nicht umsonst. Sie hören hervorragend. „Es ist immer gut, wenn man sich bemerkbar macht, sobald man sich nähert.“

Lohnitz hält Sydney feine, hellgrüne Blätter vor die Nase. Unbeeindruckt blickt sie zur Seite, ruckelt ihren Po zurecht, damit sie noch bequemer sitzt. Am Po haben Koalas besonders dichtes Fell, damit sie weich sitzen. Nur das runde Ohr mit seinen abstehenden Haaren lugt noch hinter dem Blätterbusch hervor. Sydney schnüffelt, kaut ein erstes Blättchen ab.

Jeder Koala hat ein eigenes Gehege, Gesellschaft mögen sie genauso wenig wie Krawall. Die Titel von Koaladokus zeigen, wie schief die Wahrnehmung in der Gesellschaft ist: „Komm kuscheln Koala“, „Teddybären im Eukalyptuswald“ - die engsten Verwandten der Beuteltiere sind nicht Bären, sondern Kängurus, und kuscheln kommen sie bestimmt nicht.

„Das sind totale Einzelgänger, soziale Interaktion gibt es fast nicht“, sagt Zooleiter Ludwig. „Koalas, die eigentlichen Faultiere? „Faul können nur Menschen sein. Tiere tun nur das, wozu sie motiviert sind. Ein Pferd springt rum, wiehert, spielt, betreibt Fellpflege, weil es das unbedingt möchte. Genauso ist der Koala, der macht bloß andere Dinge. Dem macht schlafen und ruhen Spaß. Ein Koala würde niemals zu anderen laufen, wenn er sie sieht. Er würde eher was tun, damit sie weggehen.“

Lust auf Gesellschaft und Nähe dichten Menschen den Koalas an. Tatsächlich sind Koalas Einzelgänger, die am liebsten ihre Ruhe haben.
Lust auf Gesellschaft und Nähe dichten Menschen den Koalas an. Tatsächlich sind Koalas Einzelgänger, die am liebsten ihre Ruhe haben. © Maximilian Helm

Nur zur Paarungszeit rufen Koalas wie Hirsche nacheinander. Gerade vermuten die Pfleger, dass Sydney trächtig ist. Behalten dürfte der Zoo den Junge wohl nur so lange, bis es alt genug ist, um seine Mutter zu verlassen.

Sorgen bereitet den Pflegern derzeit Mullaya. Er frisst zu wenig, bekommt Eukalyptus-Smoothie in den Mund gespritzt. Eine Tierärztin wuselt durch den Backstagebereich des Geheges. Mullaya hat Antibiotika und Pilzmittel erhalten, Lohnitz setzt ihn nach der Untersuchung an der Schwelle des Geheges ab. Überraschend flink schleicht Mullaya über den Flur zu einem Baum, hangelt sich auf einen Ast, dann weiter, fast bis ganz oben. Dort legt er seinen Kopf auf seinen Armen ab, starrt glasig in die Gegend.

An normalen Tagen verbringt Lohnitz etwa dreieinhalb Stunden im Koala-Trakt. Weil Mullaya kränkelt, sind es derzeit acht.

Normalerweise ist Mullaya als „Rampensau“ bekannt, die sich nicht mal von Kindergruppen abschrecken lässt. Ganz anders als Iraga. „Er war ein sehr ruhiger Koala, deutlich sensibler als Mullaya. Als Sydney dazu kam und Iraga in ein Gehege hinter den Kulissen durfte, ist er förmlich aufgeblüht, hat besser gegessen, zugenommen.“ Im März musste Iraga eingeschläfert werden.

Mullaya, der 2013 in den Zoo kam, bereitet den Pflegern gerade Sorgen. Er frisst zu wenig, was bei Koalas schneller fatale Folgen haben kann als bei anderen Tieren.
Mullaya, der 2013 in den Zoo kam, bereitet den Pflegern gerade Sorgen. Er frisst zu wenig, was bei Koalas schneller fatale Folgen haben kann als bei anderen Tieren. © Maximilian Helm

Lohnitz war bis zuletzt bei ihm. „Das war emotional eine ganz schön heftige Geschichte, die man nicht von heute auf morgen wegsteckt.“ Iraga hatte sich über Eukalyptus mit einem Pilz infiziert, der Nasenknochen von ihm aufgelöst hat, sich schon bis in sein Blut gearbeitet hat. Nicht mal zehn Jahre war Iraga alt. „Ein altes Tier hat sein Leben gelebt, niemand hat ein ewiges Leben. Man leidet trotzdem mit, aber wenn ein jüngeres Tier geht, ist es wirklich tragisch.“

Ein bunter Salatstrauß umgibt Mullaya auf verschiedenen Baum-Ebenen. „Keiner darf den Boden berühren“ auf einem Salatbuffet. Kleine, runde, hellgrüne Blätter wechseln sich ab mit spitz zulaufenden, waldgrünen, so lang wie eine menschliche Hand. Lohnitz bezirzt Mullaya, hält Blätterspitzen unter seine Nase. Der lässt seinen Kopf nach hinten sinken, kauert sich zu einem grauen Ball zusammen, aus dem nur noch die Krallenpfote ragt.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass den Koalas doch mal nach einer Abwechslung sein sollte, bieten ihnen Schalen auf dem Boden Wasser und Erde mit Ton und Lehm an, die hilft, Giftstoffe zu binden. „Trinken sehen habe ich einen Koala noch nie“, sagt Lohnitz. „Das ist eher zu unserer Beruhigung da.“

Die Zeit, in der sie nicht ruhen, nutzen Koalas vor allem zum Futtern. Sydney wechselt immer wieder die Äste, um an andere Sorten heranzukommen.
Die Zeit, in der sie nicht ruhen, nutzen Koalas vor allem zum Futtern. Sydney wechselt immer wieder die Äste, um an andere Sorten heranzukommen. © Maximilian Helm

Bilder von trinkenden Koalas bei den sechs Monate andauernden Buschbränden in Australien zeigten 2020, wie groß die Not der Tiere war. Eine Fläche größer als Irland ist abgebrannt, nach Schätzungen kamen eine Milliarde Dschungeltiere um. Auf Kangaroo Island überlebte nur etwa ein Fünftel der 50.000 Koalas. Mit verbrannten Nasen, schwarzem Fell, lebensbedrohlichen Verletzungen. „Für jeden, der Tiere mag, ist das eine unglaubliche Tragödie“, sagt Lohnitz. „Denn es ist menschengemacht.“ Längst bevor er Koalas pflegte, hat Lohnitz welche in freier Wildbahn hoch oben auf den Bäumen hängen sehen, bei einem Treffen von Tierpflegern in Australien.

Das Koala-Kalkül ist aufgegangen

Das Kalkül des Dresdner Zoos ist aufgegangen. Der Koala ist zum Aushängeschild Nummer eins geworden, dem prominentesten Bewohner des Tropenhauses, das knapp 8 Millionen Euro gekostet hat. Grinsende Koalas zieren alle Schilder im Zoo, die Webseite, eine Koala-Statue steht vor demHaus. Selbst auf Müllwagen fahren Koalafotos als Zoo-Werbung durch die Stadt.

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Sydney hängt ihre Beinchen in die Luft, um sich damit den weißen Bauch zu kratzen. Kauend lässt sie sich wieder nach hinten gleiten. Sobald ihr Po im Geäst klemmt, fuchtelt sie nach neuen Blättern. Sie klettert auf den obersten Ast, springt und zeigt dabei zum ersten Mal, wie lang ein Koala-Körper eigentlich ist. „Wenn wir Tierpartnerschaften haben, merke ich, dass es schon ein Privileg ist, wenn man den ganzen Tag mit dem Koala arbeiten kann“, sagt Olaf Lohnitz. Oft hätten Leute Tränen in den Augen, wenn sie neben einem Koala stehen. Manche Leute müssen man zur Seite nehmen und sie runter holen. Der Koala mag es nicht, wenn Menschen überdreht sind.

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