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Sechs Verletzte bei umstrittener Stierhatz in Pamplona

Mit wilden Stieren durch die Gassen von Pamplona um sein Leben rennen - für junge Männer ist das der ultimative Nervenkitzel, Prellungen inbegriffen. Für die Bullen aber gibt es kein Happy End.

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Feiernde rennen mit Stieren von der Palmosilla-Ranch während des ersten Tages des Stierlaufs bei den San-Fermín-Festspielen in Pamplona.
Feiernde rennen mit Stieren von der Palmosilla-Ranch während des ersten Tages des Stierlaufs bei den San-Fermín-Festspielen in Pamplona. © Alvaro Barrientos/AP/dpa

Pamplona. Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen "Sanfermines"-Festes sind im nordspanischen Pamplona mindestens sechs Läufer verletzt worden. Ein Mensch habe ein Schädeltrauma erlitten, die anderen fünf vor allem Prellungen, sagte ein Sprecher des Sanitätsdienstes dem staatlichen TV-Sender RTVE. Mehrere Verletzte kamen ins Krankenhaus. Die Stiere sterben später in der Stierkampfarena.

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín hatte am Vortag begonnen und endet kommenden Sonntag. Täglich werden für die Stierkämpfe am Abend morgens ab 08.00 Uhr sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die Veranstaltung. Die seit 1591 stattfindende Hatz nannten sie "mittelalterliche Grausamkeit" und forderten ein Ende der Stierläufe sowie aller blutigen Stierkämpfe. Das Stadtfest erfreut sich trotz aller Kritik weiterhin großer Beliebtheit und lockt jedes Jahr Tausende Touristen aus aller Welt an. (dpa)