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Tierpark hofft auf Känguru-Babys

Dreimal Nachwuchs könnte Anfang nächsten Jahres zu erwarten sein.

Von Peter Anderson

Da ist doch etwas im Beutel. Meißens Tierparkchef Heiko Drechsler hat in den vergangenen Tagen besonders intensiv seine Fünfer-Gruppe Kängurus beobachtet. Bei drei der Tiere rechnet er mit Nachwuchs. Dieser könnte Anfang nächsten Jahres zu erwarten sein oder aber auch bis Ostern auf sich warten lassen. Gerade zu dieser Zeit wären die possierlichen Baby-Kängurus als Publikumsmagneten willkommen.

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Dass die Weibchen jetzt schon trächtig sind, zeige, wie gut sich die Gruppe seit März in ihrer Anlage im Meißner Ortsteil Siebeneichen eingelebt habe, sagt Drechsler. Die Tiere ersetzen eine erste Zucht Drechslers, deren Geschichte tragisch endete. Anfang Dezember 2016 hatte ein Raubtier – womöglich ein Fuchs – sich unter dem Zaun des Känguru-Geheges hindurchgegraben und ein blutiges Massaker unter den Bewohnern angerichtet. Damit verlor der Tierpark eine seiner großen Attraktionen. Wiederholt hatte Drechsler etwa mit Auftritten von Känguru-Babys im Fernsehen für Aufsehen gesorgt.

Um ein ähnliches Drama zu verhindern, hat der Tierparkchef unterdessen kräftig gebaut. Das Gehege verfügt seinen Angaben zufolge jetzt über einen Schutz gegen das Durchgraben. Dazu kommen Drahthindernisse. Für die Zeit über den Winter möchte er zudem Strom über die Drähte schicken.

Bei dem Bennett-Känguru handelt es sich um eine mittelgroße Känguru-Art, die auf der zu Australien gehörend Insel Tasmanien lebt. Bennett-Kängurus zeichnet kein ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Sie leben oft als Einzelgänger. Mitunter schließen sie sich jedoch auch zeitweise zu losen Gruppen zusammen. Ihre Nahrung ist wie bei allen Kängurus pflanzlicher Natur und besteht aus Gräsern, Kräutern und Schösslingen.

Die Tragzeit der Jungtiere beträgt in der Regel 30 Tage. Das Neugeborene verbringt dabei seine ersten neun Lebensmonate im Beutel der Mutter und wird mit zwölf bis 17 Monaten entwöhnt.