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Radebeul

Tierschützer setzen Belohnung aus

Unbekannte haben eine Kuh am Elberadweg verletzt. Die Polizei sucht Zeugen. Peta verspricht 1 000 Euro für Hinweise.

Ende Juni wurde die Mutterkuh am Rücken verletzt. © Arvid Müller

Coswig. Am 20. Juni zwischen 12.30 und 18 Uhr wurde auf einer Weide zwischen Elberadweg und Elbinsel Gauernitz eine Mutterkuh mit einem scharfen Gegenstand verletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und ist auf der Suche nach Zeugen.

Um den Fall aufzuklären, setzt die Tierrechtsorganisation Peta eine Belohnung in Höhe von 1 000 Euro für Hinweise, die den oder die Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

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Die Besitzerin der Kuh, Silvia Lippert, vermutet, dass dem Tier die Verletzung mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand zugefügt wurde. Der etwa 30 Zentimeter lange Schlitz auf dem Rücken des Tieres war zum Glück nicht tief. Dass sie sich die Verletzungen ohne fremdes Zutun eingefangen hat, daran glaubt Silvia Lippert nicht. 

„Wir haben die ganze Weide abgesucht. Innerhalb des Zauns stehen keine Bäume und die wenigen Weidebäume befinden sich außerhalb der Koppel und deren Äste sind biegsam. Das ist ein richtig glatter Schnitt.“ Nägel oder andere spitze Gegenstände sind auch am Weidezaun nicht zu finden. Und eine Rangelei mit der anderen Kuh kann ausgeschlossen werden.

„Peta möchte helfen, diese Tat aufzuklären und die Tierquäler zu überführen“, sagt Judith Pein. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen und weitere mögliche Anschläge auf Tiere verhindert werden. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“ Peta setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Hinweise nehmen die Polizeidirektion Dresden unter  0351 4832233 oder das Polizeirevier Meißen entgegen.

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