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Dresden

Tierschützer zeigen Zoo an

Die Organisation Great Ape Project sieht in der Haltung der Orang-Utans einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Der Zoodirektor weiß um die Probleme.

Das Orang-Utan-Haus im Dresdner Zoo.
Das Orang-Utan-Haus im Dresdner Zoo. © Sven Ellger

Tierschützer der Organisation Great Ape Project kritisieren erneut den Dresdner Zoo wegen seiner Orang-Utan-Haltung. Anfang 2017 hatte die Organisation bereits einen Negativpreis für die „schlimmste Orang-Utan-Haltung ein einem europäischen Zoo“ vergeben.

Seitdem hat sich an den Haltungsbedingungen nichts geändert und die Tierschützer haben nach eigener Aussage bei der Staatsanwaltschaft Dresden nun Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt.

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Great Ape Project kritisiert, dass die Menschenaffen nach wie vor in viel zu kleinen Innengehegen leben, die den aktuellen Anforderungen an die Haltung längst nicht mehr entsprechen. Zwar würden die Orangs bei schönem Wetter einige Stunden nach draußen gelassen, würden aber 90 Prozent ihrer Zeit in den „extrem beengten Innenbunkern“ verbringen. Die Organisation spricht von einer tierquälerischen Unterbringung.

"Sind dabei, das Problem zu lösen"

Zoodirektor Karl-Heinz Ukena ist wie schon in der Vergangenheit nicht glücklich über die Lebensumstände der Orang-Utans. „Das ist natürlich nicht unser Anspruch. Aber wir sind ja dabei, das Problem zu lösen“, sagt er. Die Planungen für das neue Orang-Utan-Haus haben begonnen und Ukena hofft, nächstes Jahr mit dem Bau beginnen zu können.

Bis dahin verweist er auf den Bestandsschutz der jetzigen Anlage und die regelmäßigen Kontrollen des Veterinäramtes, die bisher keine negativen Konsequenzen hatten. Wie schnell das Projekt komplett umgesetzt werden kann, ist aber dennoch unklar. Denn bisher sind nur rund 560 000 Euro von der Stadt an den Zoo geflossen. Insgesamt werden aber acht Millionen Euro zusätzlich benötigt. Wann die kommen, ist noch offen.

Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft hat indes bestätigt, dass die Anzeige eingegangen ist und geprüft wird. Das Veterinäramt ist ebenfalls im Bild, äußert sich aufgrund des nun laufenden Verfahrens aber nicht dazu.