Merken

Tillich: Freistaat im Klimaschutz vorn

Dresden - In Sachsen wird dem Klimaschutz nach Ansicht von Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) bereits seit Jahren große Aufmerksamkeit gewidmet. In vielen Fragen sei der Freistaat weiter als der Bund, sagte Tillich am Donnerstag der dpa.

Teilen
Folgen

Dresden - In Sachsen wird dem Klimaschutz nach Ansicht von Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) bereits seit Jahren große Aufmerksamkeit gewidmet. In vielen Fragen sei der Freistaat weiter als der Bund, sagte Tillich am Donnerstag der dpa. In seiner Regierungserklärung hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Acht-Punkte-Plan zum Vorantreiben des Umweltschutzes vorgelegt. Die Grünen in Sachsen hatten die Regierung des Freistaates wiederholt für ihr Festhalten an der Braunkohle und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt kritisiert.

Als erstes Bundesland habe Sachsen 2001 einen Energiepass eingeführt, sagte Tillich. Mehr als 10.000 Dokumente für die energetische Situation des Hauses seien ausgestellt worden. „Hier sind wir viel weiter als der Bund, der ewig um die Art des Passes diskutiert, während wir schon danach sanieren“, sagte Tillich. Ab 2008 wird das Dokument bundesweit Pflicht.Auch im Bereich Passivhäuser, die lediglich mit einem Fünftel der üblicherweise benötigten Wärme auskommen, sei Sachsen aktiv, betonte der Minister. Als erstes staatliches Gebäude werde die Landesanstalt für Landwirtschaft in Nossen nach diesem Standard neu gebaut.

Nach Aussagen von Tillich werden 11,4 Prozent des Stromverbrauchs in Sachsen aus erneuerbaren Energien gedeckt. In diesem Bereich gebe es bereits 5200 Arbeitsplätze, vor allem in der Photovoltaikindustrie um Freiberg. 93 Biogasanlagen seien am Netz oder befinden sich im Bau. Bisher seien 34 Megawatt elektrische Leistung installiert worden. Derzeit entsteht in Brandis bei Leipzig ein 200 Fußballfelder großes Solarstrom-Kraftwerk mit einer Leistung von 40 Megawatt. (dpa)