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Prozessauftakt mit Demo

Am Montag beginnt der Berufungsprozess gegen Tim H., einem Antifaschisten aus Berlin. Zum Auftakt haben sich zahlreiche Unterstützer des Angeklagten angesagt, um vor dem Landgericht Dresden zu demonstrieren

© Sven Ellger

Am Montag beginnt der Berufungsprozess gegen Tim H., einem Antifaschisten aus Berlin. Zum Auftakt haben sich zahlreiche Unterstützer des Angeklagten angesagt, um vor dem Landgericht Dresden zu demonstrieren – sie halten Tim H. für unschuldig.

Die Solidaritätskundgebung, zu der auch das Bündnis „Dresden nazifrei“ lädt, beginnt bereits um 8 Uhr.

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Der heute 38-jährige H. wurde vor knapp zwei Jahren am Amtsgericht Dresden wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt – ohne Bewährung. Er soll sich am 19. Februar 2011 an den Ausschreitungen in der Südvorstadt tatkräftig beteiligt haben. So habe er in der Bayreuther Straße rund 500 Demonstranten mit seinem Megafon aufgewiegelt, eine Polizeisperre zu durchbrechen, heißt es im erstinstanzlichen Urteil. Dabei wurden vier Beamte verletzt. Auch wenn er selbst nicht geschlagen habe, müsse sich H. dies anrechnen lassen. Er habe die Polizisten im Vorbeirennen als „Nazischweine“ beleidigt.

Tim H. selbst hatte in dem Prozess keine Angaben gemacht, sein Verteidiger auf Freispruch plädiert. (lex)